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Wenn die Kraft der Sportfamilie zählt: SC DHfK Leipzig erlebt große Solidarität bei Crowdfunding-Aktion

Max Martens | 6. Mai 2020

Mit seinen 17 Abteilungen sorgt der SC DHfK Leipzig für ein abwechslungsreiches Sportangebot.

„Jetzt zählt die Kraft der Sportfamilie“ – unter diesem Motto hatte der SC DHfK Leipzig seine Crowdfunding-Aktion gestartet. Wie stark diese Kraft sein kann und wie solidarisch die Leipziger Sportfamilie in Krisenzeiten zusammenhält, hat der Verein eindrucksvoll erlebt. Bereits zwei Tage vor Ende der Aktion knackte der SC DHfK die anvisierte Zielsumme von 50.000 Euro und kann damit die finanziellen Einbußen durch die Coronazeit etwas abmildern.

Als einer der erfolgreichsten Klubs der Welt kann der SC DHfK Leipzig auf eine äußerst ereignisreiche Vergangenheit zurückblicken. Schließlich ist der Sportclub der einzige deutsche Verein, dessen Sportlerinnen und Sportler seit der Gründung 1954 bei allen Olympischen Sommerspielen Medaillen gewannen (ausgenommen ist der Boykott der DDR 1984). Zudem engagiert sich der SC DHfK seit Jahren im Gesundheits-, Nachwuchs-, Breiten- und Behindertensport.

Damit auch der Blick in die Zukunft positiv bleibt und weitere Erfolge gefeiert werden können, bat der SC DHfK Leipzig um Unterstützung beim Sportcrowdfunding-Projekt auf fairplaid.org. Denn auch der grün-weiße Verein blieb nicht von der Corona-Pandemie verschont und musste mit Einbußen von circa 100.000 Euro monatlich kalkulieren. Um diese Mindereinnahmen etwas auszugleichen, mobilisierte der SC DHfK unter dem Motto “Jetzt zählt die Kraft der Sportfamilie” seine 17 Abteilungen.

Insgesamt kamen in drei Wochen 54.391,82 Euro von 548 Unterstützern zusammen. Außerdem profitierte die erfolgreiche Kampagne auch von den fairplaid-Fördertöpfen, die das Projekt mit 3.750 Euro bezuschussten.

Projektverlauf

„Wir wünschen uns, diese Situation gemeinsam bewältigen zu können, um den finanziellen Verlust zumindest teilweise auszugleichen und unseren Mitgliedern auch nach dieser schwierigen Zeit unser Sportangebot in all seiner Vielfalt und Qualität anbieten zu können”, ließ SC DHfK-Präsident Bernd Merbitz am Anfang der Crowdfunding-Kampagne verlauten. Um die Reichweite größtmöglich auszubauen, bewarb der Verein das Projekt auf jeder Homepage und Social Media-Seite der einzelnen Abteilungen. Außerdem berichteten verschiedene News-Seiten wie mdr.de, sportbuzzer.de oder prinz.de vom Start der Kampagne. Darüber hinaus unterstützte der lokale Partner, die Leipziger Gruppe den Verein bei der Bewerbung und Aktivierung der Kampagne.

Dass es dazu kam, liegt nicht zuletzt an der Sportprominenz des SC DHfK Leipzig, die den Verein landesweit bekannt gemacht hat. So zählen zum Beispiel Ruder-Olympiasiegerin Annekatrin Thiele oder Kugelstoßweltmeister David Storl zu den Mitgliedern. Insgesamt beteiligten sich über 20 aktuelle und ehemalige LeistungssportlerInnen des Vereins – darunter viele Olympiasieger und Weltmeister – an der Aktion und trugen mit Videoaufrufen und Prämien zur erfolgreichen Finanzierung bei.

Mit seinem vielfältigen Sportangebot konnte der SC DHfK auch einen abwechslungsreichen Prämienshop auffahren. Mit über 120 Prämien war die Auswahl riesengroß. Hier fand wirklich jede*r etwas Passendes und konnte damit den Leipziger Verein unterstützen. Besondere Highlights waren Meet & Greets bzw. Trainingseinheiten mit LeistungssportlerInnen sowie originale und signierte Sportbekleidung eben dieser.

Täglich neue Infos und Support aus der Fußball-Bundesliga

Damit die grün-weiße Sportfamilie immer auf dem aktuellsten Stand der Sportcrowdfunding-Kampagne blieb, gab es täglich Updates auf der Facebook-Seite des SC DHfK. Mit Videos und Grafiken wurde das Projekt fortlaufend beworben. Immer wieder präsentierte der Verein neue Prämien, um Unentschlossene zum Unterstützen zu bewegen. Per Abstimmung durften die Fans sogar bei der Gestaltung einer Prämie mitbestimmen. Kurz vor der Ziellinie griff auch noch Fußball-Bundesligist RB Leipzig dem benachbarten Verein unter die Arme und stellte signierte Trikots sowie einen original Fußball von Michael Ballacks Abschiedsspiel von 2013 zur Verfügung.

Zwei Tage vor der Deadline wurde das Fundingziel schließlich überschritten. „Wir sind überglücklich, das Ziel gemeinsam mit all unseren Unterstützern vorzeitig erreicht zu haben“, sagte Vereinspräsident Bernd Merbitz. „Es ist großartig zu wissen, wie geschlossen und solidarisch die Sportfamilie in diesen Zeiten zusammensteht.“ Die Freude über den erfolgreichen Abschluss äußerte sich zudem in einem Facebook-Post an alle Supporter. Die grün-weiße Sportfamilie hat gezeigt, welche Kraft in ihr steckt.

Was du vom Projekt des SC DHfK Leipzig für deine nächste Crowdfunding-Aktion lernen kannst:

  • Abwechslungsreiche Nutzung des Prämienshops und gezielte Ausrichtung auf verschiedene Zielgruppen (Unternehmen, Vereinsmitglieder, Sportinteressierte, etc.)
  • Persönliche Ansprache der Crowd via kurzer Videobotschaft sorgt für eine direkte Bindung
  • Erhöhter kreativer Output durch Zusammenarbeit aller Abteilungen bei zentraler Steuerung

 

Autor: Max Martens

Max Martens ist Mitbegründer des Magazin des unpopulären Sports. Max schreibt als Redakteur für das fairplaid-Magazin über erfolgreiche Sportcrowdfunding-Aktionen und nimmt auch die unbekannten Sportarten in seine redaktionelle Arbeit bei fairplaid mit auf. In seinem Leben hat er schon viele Sportarten ausprobiert. Keine hat ihn wirklich lange gefesselt. Aber dann lernte er Quidditch kennen und ist diesem Sport sofort verfallen. Seit 2016 spielt er bei den SCC Berlin Bluecaps.


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