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3,5 Argumente für Dein Crowdfunding-Projekt

Marthe-Victoria Lorenz | 21. Januar 2015

“Der Vereins-Vorstand hat Angst, in der Öffentlichkeit als “Bittsteller” aufzutreten.” “Der Verein muss also Spenden sammeln, der hat es wohl nötig.” “Das ist zu modern, bitte stoppt das Projekt.”

Sportvereinen und ihren Funktionären eilt der Ruf voraus, sehr konservativ zu sein und bei etwas “Neuem” erstmal grundsätzlich dagegen zu sein, schließlich wurde es bisher ja immer schon so gemacht und früher war sowieso alles besser.

Wir haben euch deshalb drei Argumente zusammengefasst, wie ihr selbst skeptische Vorstände überzeugen könnt.

Wir betreiben Sponsoring – nur schneller und einfacher

Crowdfunding ist eigentlich gar nicht  etwas anderes, als das schon seit Jahrzehnten durchgeführte Sponsoring. Denn: Unter Sponsoring versteht man die Förderung durch eine Einzelperson, eine Organisation oder ein kommerziell orientiertes Unternehmen, in Form von Geld-, Sach- und Dienstleistungen mit der Erwartung, eine die eigenen Kommunikations- und Marketingziele unterstützende Gegenleistung zu erhalten.

Zusammengefasst: Der Sponsor gibt Geld und erhält hierfür Werbe-Leistung zurück. Geben und Nehmen.

Auch beim Crowdfunding erhalten die Menschen und Unternehmen, die Geld geben, etwas zurück. Nur dass es nicht nur einen Sponsor gibt, sondern meist viele “Sponsoren”, die die Summe gemeinsam stemmen.

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VORTEIL CROWDFUNDING: ES GEHT SCHNELLER UND EINFACHER

Sponsoring sieht meist so aus: Man zieht von Tür zu Tür, der Chef ist aber gerade nicht da. Ist er da führt und schlägt einem nicht gleich die Tür vor der Nase zu, führt man meist mehrere persönliche Gespräche, die Termine und viel Zeit in Anspruch nehmen. Danach verhandelt man Sponsoring-Verträge (nur dass sie bei Unterschriftsreife dann doch nicht unterzeichnet werden, weil der Chef des Unternehmens es sich doch anders überlegt hat).

Dann kommt hinzu: Wie erstelle ich eine Sponsoringmappe? Wie schreibe ich einen Sponsor richtig an? Wie komme ich überhaupt an die Person ran, die entscheidet, ob Geld ausgegeben wird? Viele Vereine scheitern schon daran, weil sie einfach nicht genug über Sponsoring wissen, den Sponsor falsch ansprechen oder z.B. keine ansprechende Mappe erstellen können, weil ihnen Grafikkenntnisse fehlen.

Crowdfunding ist hier viel einfacher und schneller. Eine Crowdfunding-Aktion ist (je nach Vorbereitungsphase!) in wenigen Tagen oder sogar Minuten gestartet. Texte hochladen, Bilder oder Videos hochladen, Prämien hochladen. Fertig. Über das Internet (E-Mail, facebook, twitter) können außerdem sehr viele Menschen kostenfrei und schnell erreicht werden, über soziale Netzwerke werden auch fremde Menschen erreicht oder erfahren von dem Projekt. Da die Beträge von 1€ an losgehen, kann einfach jeder zum Sponsor werden. Viele kleine Privat-Sponsoren und Sponsoren zu finden ist also einfacher und schneller, als einen großen Sponsor zu überzeugen, der gleich eine große Summe ausgeben soll.

GEBEN UND NEHMEN

Und was bekommen die “Sponsoren” und Unterstützer zurück? Das hängt davon ab, wie viel der besagte Sponsor gibt. Wer viel gibt, erhält viel zurück. Wer weniger gibt, erhält weniger zurück – genau wie bei Sponsoring-Paketen verschiedener Höhen. Was sie erhalten, kann jeder Crowdfunding-Starter selbst bestimmen, hier besteht vollkommene Freiheit. Ziel sollte es nur sein, dass die Gegenleistung so toll ist, dass die Menschen sie unbedingt haben wollen und dafür auch bezahlen.

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In unserer Inspirationsbox findet ihr einige Beispiele, wie Prämien aussehen können.

MÖGLICHER EINWAND: Crowdfunding ist nicht nachhaltig genug

Wie im Sport üblich hat Crowdfunding ein Ziel: eine Summe, die finanziert werden soll. Deswegen ist Crowdfunding natürlicherweise für abschließende Projekte geeignet und soll und wird das klassische Sponsoring nicht in jedem Fall ersetzen. ABER: Dennoch kann Crowdfunding auch für nachhaltigere Projekte eingesetzt werden.

Ein Beispiel: Es soll Geld für einen neuen Trainer gesammelt werden. Mehr als 200 Menschen unterstützen dieses Projekt und ermöglichen die Trainerstelle für ein Jahr. Der Verein kann nun zu potentiellen Sponsoren gehen und zeigen: “Schauen Sie her: Mehr als 200 Menschen stehen hinter diesem Verein und haben für das Wachstum des Vereins bereits Geld gegeben. Wie sie sehen sind wir auf einem guten Weg und sie können nun die weiteren Jahre mit Teil dieses Wachstums sein.”

Und mit diesem Beispiel kommen wir nun schon zu Punkt 2:

Ihr macht mit der Crowdfunding-Aktion gleichzeitig viel Werbung für den Verein

Eine Crowdfunding-Aktion ist gleichzeitig auch eine Werbe-Aktion. Da viele Sponsoren benötigt werden, müssen auch erstmal viele Menschen von dem Projekt erfahren.

Das Internet hat es möglich gemacht, viele Menschen schnell und kostenlos zu erreichen, selbst wenn diese nicht in nächster Umgebung leben. Ein einfacher facebook-Post, eine E-Mail, ein Twitter-Post benötigen nur wenige Sekunden und können Wellen lostreten.
So gut wie niemand kannte die Amputierten Fußball-Nationalmannschaft aus Berlin. Vom DFB und anderen Sponsoren erhielten sie Absagen zur Förderung ihres Projektes. Dann starteten sie ihre Crowdfunding-Aktion und sammelten innerhalb von 12 Tagen knapp 16.600€ von 273 Förderern für ihre WM-Reise nach Mexico. Neben der Berliner Zeitung und anderen Medien berichtete auch Sky Sport über das Projekt und den Unterstützungsaufruf.

10.000 Besucher sahen sich daraufhin das Projekt an. Auch völlig Fremde, die vorher noch nie von dem Team gehört hatten, hörten in der Presse von dem Projekt und griffen zur Kreditkarte. Die Mannschaft ist nun nicht nur bekannt, sondern hat neue Fans gewonnen. So viele Fans, dass neben den 273 Unterstützern noch zusätzlich zwei große Sponsoren auf das Team aufmerksam wurden und diese nun finanziell begleiten.

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Das Crowdfunding-Projekt der Unterwasserhockey-Nationalmannschaft wurde von Radio Arabella in München eingeladen. Der Zusammenschluss von 6 Vereinen zu einem Mädchen-Regioteam und die begleitende Crowdfunding-Kampagne wurde von der Stuttgarter Nordrundschau begleitet. Die Unterstützer erhalten jetzt immer noch Neuigkeiten über das Mädchenteam.

Mehr Presseberichte über fairplaid und von Projekten findet ihr hier:
https://www.scoop.it/t/pressreview-fairplaid

Es geht nicht nur um uns, es geht um das Große Ganze: Gemeinsam Reichweite für Unternehmen der Zukunft schaffen

Was ein Verein oder ein Sportler alleine nicht schafft, schaffen viele Vereine und Sportler zusammen: Reichweite für Unternehmen.

Mit fairplaid.org bauen wir einen Marktplatz auf, eine neue Säule der Sportförderung, die jeder nutzen kann und zwar egal ob Fußball oder Fechten. Ein Marktplatz auf dem sich alle Vereine und Sportler treffen. Ein Netzwerk, bei dem Unternehmen nicht mehr nur ein Projekt sponsorn, sondern viele Vereine zusammen –  ein Paket sozusagen.

Ein Beispiel: Unternehmen X wird Förderer des Deutschen Basketballs. Egal wo in Deutschland ein Basketball-Projekt auf fairplaid.org gestartet wird, gibt Unternehmen X für jede 5€ noch 5€ dazu. Dafür erhält das Unternehmen sein Logo auf der Projektseite und wird jedes Mal gesehen, wenn jemand ein Basketball-Projekt unterstützt. Die Gelder werden vom System automatisch zugeteilt. Es entsteht weder für den Sponsor noch für den Verein ein großer Aufwand.

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Je mehr Projekte mitmachen, desto attraktiver ist die Plattform IM GANZEN für Unternehmen und desto größere Chancen haben wir, Sponsoren für alle Vereine zu gewinnen. Jedes Projekt zählt und trägt zu dieser neuen Form der Sportförderung bei.

3+1: Und last but not least: Wieso nicht?

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Autor: Marthe-Victoria Lorenz

Marthe ist Gründerin von fairplaid.org und kämpft für mehr Förderung des Breitensports. Sie ist leidenschaftliche Basketballerin und engagiert sich ehrenamtlich in der Basketball-Abteilung von Türkiyemspor Berlin 1978 e.V. als Vorstandsmitglied sowie als Trainerin einer U12-Mädchenmannschaft.


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