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Warum es PayPal nicht mehr als Bezahlmethode gibt

Marthe-Victoria Lorenz | 15. Dezember 2014

Unser Zahlungsabwickler Startnext hat aufgrund von Feedback aus ihrer Community entschieden, PayPal ab dem 16.12.2014 für neue Projekte vorübergehend nicht mehr als Bezahlmethode anzubieten. Grund dafür sind neue Richtlinien und Einschränkungen seitens PayPal, die für Crowdfunding aus ihrer Sicht nicht sinnvoll oder zu umständlich sind. Für alle laufenden Projekte in der Finanzierungsphase, die PayPal als Bezahlmethode verknüpft haben, wird die Zahlungsmöglichkeit bis zum Abschluss der Projekte noch zur Verfügung stehen. Die Begründung findet ihr im Folgenden:

 

PayPal ist derzeit für Crowdfunding nicht geeignet

PayPal hat Anfang des Jahres überraschend neue Crowdfunding Richtlinien eingeführt, die für alle Crowdfunding-Plattformen weltweit verpflichtend sind. Durch die Umstellung sind neue Anforderungen und viele Fehlerfälle bei PayPal entstanden. Nach Aussagen von PayPal sind bisher schon rund 60 Fehlerfälle dokumentiert.
Hier nur ein paar Beispiele, die laut Einschätzung von unserem Zahlungsabwickler Startnext Network GmbH für Crowdfunding nicht sinnvoll sind:

  • Jeder Projektstarter benötigt ein PayPal-Konto, das zusätzlich zur Legitimation von Startnext nochmal separat legitimiert werden muss.
  • Jeder Unterstützer braucht ein PayPal-Konto – eine Gast-Zahlung ist nicht mehr möglich.
  • Die Gelder werden erst nach Projekterfolg gebucht, in der Zwischenzeit kann zu viel passieren: z.B. ist die Kreditkarte abgelaufen, kein Guthaben auf dem Konto, Limit des PayPal-Konto ist inzwischen erreicht, Konten wurden durch ein Prüfsystem von PayPal eingeschränkt
  • Limit für eine Unterstützung: 1.400€
  • Gesamtsummen an Unterstützung für ein Projekt: 50.000€
  • Wert des Dankeschöns darf max. 100€ sein
  • Kein Crowdinvesting möglich
  • Gleichzeitige Crowdfunding-Projekte pro Nutzer: 2
  • Maximale Anzahl Crowdfunding-Projekte pro Nutzer im Jahr: 4

Alleine mit PayPal werden aktuell 2000-3000 Fehlerfällen bearbeitet, bei denen Geldeinzüge nicht funktionierten, Projekte haben dadurch knapp 40.000€ verloren. Die Projektstarter beschweren sich massiv über Paypal – keiner kann sich mehr sicher sein, ob er überhaupt sein gefundetes Geld überhaupt bekommt.
Eine Vielzahl an Crowdfunding-Plattformen bieten aus diesen Gründen inzwischen kein PayPal mehr an. PayPal war eine zeitlang auf Crowdfunding-Plattformen die beliebteste Bezahlmethode, inzwischen ist sie fast völlig verschwunden.

 

Dennoch bleibt eine Vielfalt an Bezahlmethoden

Auch nach der Abschaltung von PayPal gibt es immer noch 4 Zahlungsmöglichkeiten auf der Plattform. Uns ist es wichtig, jedem Unterstützer seine favorisierte Bezahlmethode anzubieten, damit jeder Projekte einfach und sicher unterstützen kann.
Es wird gehofft, dass die Entscheidung von unserem Zahlungsabwickler Startnext ein weiterer Anstoß für PayPal ist nochmal über die Crowdfunding-Einschränkungen zu diskutieren, denn PayPal wird gerne wieder als Bezahlmethode aktivieren, wenn die Fehlerfälle gelöst sind und wir damit einen reibungsfreien Crowdfunding-Prozess anbieten können.

Autor: Marthe-Victoria Lorenz

Marthe ist Gründerin von fairplaid.org und kämpft für mehr Förderung des Breitensports. Sie ist leidenschaftliche Basketballerin und engagiert sich ehrenamtlich in der Basketball-Abteilung von Türkiyemspor Berlin 1978 e.V. als Vorstandsmitglied sowie als Trainerin einer U12-Mädchenmannschaft.


1 Kommentar

  1. Danke für das Aufzählen dieser Gründe. Ich denke, in jüngster Vergangenheit haben sich schon so manche gefragt warum Projektuntertstützungen mit Paypal nicht mehr möglich sind. Generell muss man aber sagen, dass Paypal sowieso alles andere als empfehlenswert derzeit ist. Permanente Probleme sowohl auf Sender als auch Empfängerseite und ein vollkommen chaotischer Kundenservice bei dem die rechte Hand nicht weiß was die Linke tut, machen Paypal für mich nicht gerade zu einem vertraeunswürdigen Portal…

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