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Das Prämienmodell im Crowdfunding – wie Du es am Besten nutzt

Dagmar Erhardt | 3. Juli 2018

Es ist eins der drei Prinzipien des Crowdfundings: Neben dem „Viele geben einen Teil“ und dem „Alles-oder-Nichts“-Prinzip steht Crowdfunding auch auf der Säule des Geben und Nehmens. Viele erachten die Erstellung aufwändiger Prämien als Zeitverschwendung und setzen allein auf den Zweck ihres Sammelns. Das mag in manchen Fällen funktionieren, vor Allem, wenn der Unterstützerkreis aus dem Bekanntenkreis besteht. Ist die Kampagne jedoch ein wenig größer angelegt und muss einen größeren Kreis an Menschen erreichen, kann man sich nicht mehr allein auf das Ziel des Projekts verlassen. Je weniger potenzielle Unterstützer eine emotionale Bindung zum Projektstarter oder zum Projekt haben, desto mehr müssen sie aktiv zur Unterstützung überzeugt werden- ihnen muss ein Gegenwert geboten werden.

 

Die Macht der Prämien

 

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Die Macht der Prämien sollte gerade bei Fans nicht unterschätzt werden. Denn auch wenn diese Leute wahrscheinlich sowieso etwas für ihren Verein oder ihr Idol geben würden, lässt sich die Summe mit Prämien erhöhen. Ein schönes Beispiel sind die Hamburg Freezers, die ein „Retter-Trikot“ für 150€ anboten, das von beinahe jedem der über 3000 Unterstützer ausgewählt wurde, teilweise mehrfach. Der psychologische Hintergrund ist schlicht: Die Motivation besteht wohl vor Allem darin, Teil einer Bewegung zu sein und das bei Erfolg auch im Nachhinein stolz kommunizieren zu können. Diesen Hintergrund gilt es ganz bewusst zu nutzen und vor Allem nicht außen vor zu lassen. Unterstützer wollen eingebunden werden. Dafür ist nicht nur kontinuierliche Kommunikation wichtig, die in erster Linie der Transparenz dient, sondern auch das Ansprechen der emotionalen Ebene, zum Beispiel durch genau solche Prämien. Letztendlich sind es die Emotionen, die die meisten Unterstützer zu solchen werden lassen.

Das gilt nicht nur für derart große Projekte. Auch wenn ein heroisches „Retter-Trikot“ bei den meisten Projekten unpassend ist: Es gibt unendlich viele Möglichkeiten. Dabei gilt der Grundsatz: Je sympathischer, desto besser. Ob es die Essens-Flatrate ist oder ein VIP-Platz beim nächsten Heimspiel oder die 50 Liegestütz von deinem Lieblingsspieler. Auch die potenziellen Unterstützer einfach mal zu fragen, woran sie Interesse hätten, ist sicher sinnvoll. Der Football-Club Berlin Adler ließ beispielsweise mit reger Beteiligung für das Logo-Design auf Twitter abstimmen. Inspiration für Prämien findest du auf den zahlreichen Projektseiten erfolgreich abgeschlossener Projekte.

 

 

 

 

 

Das Interesse aufrecht erhalten

 

Auch die Kommunikation der Prämien ist wichtig: Bei dem Projekt der Blue Devils aus Weiden wurde das hervorragend umgesetzt. Immer wieder neue Prämien, die gut beworben wurden, regten wiederholt neue Wellen von Unterstützungen an. So wird einem Abebben des Interesses effektiv entgegengewirkt.
Für die Bewerbung der Prämien bietet sich social media an – Screenshots beispielsweise oder einfache Posts mit Link zum Projekt.

Prämien sind also alles andere als Zeitverschwendung. Sie animieren Unentschlossene, erschaffen unter Umständen ein Zugehörigkeitsgefühl, können die Summe der Unterstützung erhöhen und sammeln je nachdem Sympathiepunkte für den Projektstarter.

 

In 3 Schritten zum erfolgreichen Prämienplan

 

  1. Überlege Dir (falls Ihr ein Team seid, natürlich gemeinsam) vorher gut, welche Prämien Du anbieten möchtest. Ganz wichtig: Frag potenzielle Unterstützer, woran sie Interesse hätten! Nutze social media schon VOR der Kampagne. Vielleicht unterstützt Dich/Euch ja auch eine lokale Firma/eure eigenen Sponsoren? Nachfragen kostet nichts.
  2. Verschieß dein komplettes Pulver nicht gleich zu Beginn. Besondere Prämien-Highlights solltest du während der Projektlaufzeit neu einfügen, um einen Kommunikationsanlass zu haben und die Crowd dazu bewegst mehrere Male auf deine Projektseite zu schauen.
  3. Plane die Kommunikation und bewerbe in regelmäßigen Abständen einzelne Prämien.

Autor: Dagmar Erhardt

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