Zurück zur Startseite

NBA-Profis unterstützen Braunschweiger Crowdfunding-Projekt

Max Martens | 30. April 2020

Die SG Braunschweig hat ein großes Ziel vor Augen: Sie soll wieder zu Deutschlands besten Basketball Nachwuchszentren gehören.

Bereits seit über 40 Jahren heißt es bei der SG FT/MTV Braunschweig “das Runde muss ins Runde!”. Als Gründungsmitglied des neuen Basketball Institut Braunschweig steht der Verein aus Niedersachsen nun vor einer großen Neuorganisation.

Mit dem erfolgreichen Sportcrowdfunding-Projekt bei fairplaid.org haben sie einen wichtigen Schritt geschafft. Insgesamt 43 Unterstützer sorgten dafür, dass 10.315€ zusammenkamen. 315€ mehr als ursprünglich angepeilt. Dafür sorgte auch der fairplaid-Fördertopf, der die Kampagne mit 310€ unterstützte. Das Geld soll nun unter anderem für mehr Trainer, bessere Außendarstellung und insbesondere für den Nachwuchs, das Fundament in jedem Verein, eingesetzt werden.

Projektverlauf

Mit Daniel Theis und Dennis Schröder unterstützen gleich zwei deutsche Profi-Basketballspieler aus der NBA die Kampagne. Beide Spieler waren für einige Zeit in Braunschweig aktiv, Schröder ist sogar in Braunschweig geboren und aufgewachsen. Ein wertvoller Rückhalt für die SG.

So gab es zum Beispiel ein exklusives Daniel Theis-Shirt oder ein T-Shirt der Boston Celtics mit der Unterschrift des deutschen Power Forwards als Prämien zu erwerben. Zwei Dinge, die sicherlich für Basketball-Fans aus ganz Deutschland interessant waren und nicht nur für lokale Supporter. Ein weiterer prominenter Unterstützer der SG Braunschweig war der Erfolgstrainer Liviu Calin. 1991 übernahm er die Jugendarbeit der Spielgemeinschaft und ist seitdem aus der deutschen Basketballszene nicht mehr wegzudenken. Als Prämie gab es ein individuelles Skill-Training mit dem Entdecker und Förderer von Schröder und Theis.

Offline Werbung zahlt sich aus

Doch jede noch so tolle Prämie ist wirkungslos, wenn man keine entsprechende Werbung für das Crowdfunding-Projekt schaltet. Auf der vereinseigenen Website sowie den Social Media Kanälen machte die SG Braunschweig auf die Kampagne aufmerksam. Versehen wurden diese mit dem wirkungsvollen Hashtag #beoneofus.

Jedoch lag der Schwerpunkt der Kommunikation bei diesem Projekt  im Offline-Bereich. Bei Basketball-Spielen und Veranstaltungen in Braunschweig wurde das Projekt bekannt gemacht und Gelder gesammelt. Anschließend wurden diese in das Crowdfunding-Projekt als einmalige Zahlung eingezahlt. Dies erklärt auch die – im Vergleich zu anderen Projekten – geringere Anzahl an Unterstützern.

Auch für die Spielgemeinschaft galt das Alles-oder-Nichts-Prinzip wie bei jeder Crowdfunding-Aktion auf unseren Plattformen. Welche positiven Effekte damit erzielt werden können, erfährst du im Magazin-Artikel von Francesca Poschen «Die Laufzeit beim Crowdfunding – eine endliche Geschichte!».

 

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von SG Braunschweig Basketball (@sgbraunschweig) am

 

Eine Woche vor Ablauf der Frist war erst etwas mehr als die Hälfte der benötigten Summe zusammen gekommen. Mit einem weiteren Post mobilisierte die Spielgemeinschaft nochmal ihre Community. So schaffte sie es, in den letzten Tagen ihre Kampagne erfolgreich abzuschließen. Das beweist wieder, wie wichtig es ist, während des gesamten Projektverlaufs am Ball zu bleiben. Denn erst am Ende wird abgerechnet.

Was du vom Projekt der SG Braunschweig für deine nächste Crowdfunding-Aktion lernen kannst:

  • Veranstaltungen im Verein können Unterstützer direkt ansprechen und Fragen face-to-face klären
  • Um den Kreis der Supporter zu erweitern, kann man sportartenbezogene Prämien anbieten, die über das lokale Interesse hinausgehen.
  • Gut gewählte Hashtags können potentielle Spender emotional abholen und überzeugen.

 

Autor: Max Martens

Max Martens ist Mitbegründer des Magazin des unpopulären Sports. Max schreibt als Redakteur für das fairplaid-Magazin über erfolgreiche Sportcrowdfunding-Aktionen und nimmt auch die unbekannten Sportarten in seine redaktionelle Arbeit bei fairplaid mit auf. In seinem Leben hat er schon viele Sportarten ausprobiert. Keine hat ihn wirklich lange gefesselt. Aber dann lernte er Quidditch kennen und ist diesem Sport sofort verfallen. Seit 2016 spielt er bei den SCC Berlin Bluecaps.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.