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Meine Sportstätte mittels Crowdfunding finanzieren – geht das?

Oliver Hrnecek | 25. Februar 2020

Vorsicht Spoiler: Ja, das geht! Vergangene Sportstätten-Projekte zeigen, dass es funktioniert. Wir haben eines unserer unterschiedlichen Sportstätten-Projekte noch einmal genauer unter die Lupe genommen und nachgefragt, was sich nach der erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne getan hat und welche Tipps der Verein mit auf den Weg geben kann – seht selbst.

Sportstätten sind in vielen Fällen eine freiwillige Angelegenheit der Kommunen. Die öffentlichen Fördermittel sind begrenzt und wenn Geld fehlt, wird oftmals genau hier gespart. Also was tun? Eine Möglichkeit ist die Finanzierung mittels Crowdfunding zu stemmen.

Auf fairplaid.org können Vereine, Kommunen und Betreiber von Sportstätten ihre Finanzierung in Form einer Crowdfunding-Kampagne realisieren und erfolgreich auf den Weg bringen.

Steht auch dir und deinem Verein ein Sportstätten-Projekt bevor, bist dir aber über die aufkommenden Kosten nicht sicher? Dann kannst du dein Vorhaben mit Hilfe des Sportstättenrechners kalkulieren lassen. Hier kannst du die individuellen Kosten rund um deinen Sportstättenbau berechnen lassen, egal ob für den Neu- oder Umbau, eine Sanierung oder die Ausstattung deiner Sportstätte, und so die benötigte Fundingsumme ableiten.

Ein Status-Bericht:
Tuspo 1888 Nürnberg e.V. – Mission Hallensanierung

Mit ihrem Sportcrowdfunding-Projekt Mission Hallensanierung konnte der Tuspo Nürnberg e.V. erfolgreich einen Teil der Sanierungskosten für ihre in die Jahre gekommene Sporthalle einsammeln. Nach nur 19 Tagen kam eine Zielsumme von 13.902,50 € zusammen.

„Ein neuer Boden mit Fußbodenheizung und eine neue Prallschutzwand wurden installiert. Mit dem Crowdfunding-Projekt war es unser Ziel zumindest einen kleinen Teil der Kosten zu refinanzieren. Jeder Euro zählt da im Sportverein.“ André Ulrich, Geschäftsführer des Tuspo Nürnberg e.V.

➤ Was waren die entscheidenden Kommunikationskanäle für Dein Projekt?

Entscheidend war hier die richtige Ansprache für die jeweiligen Altersgruppen zu finden, um auch alle Mitglieder abzuholen. Vor allem die Senioren hatten einen großen Anteil am Projekterfolg, die durch ihre langjährige Verbundenheit zum Verein etwas zurückgeben wollten. Hier ist eine Online-Plattform natürlich nicht optimal. So hat der Verein direkte Hilfestellung gegeben, stand täglich für Fragen zur Verfügung, half bei der Auswahl der Prämien und wickelte gemeinsam den Unterstützungsprozess ab.

Am Ende waren für die Kommunikation des Projektes alle Kanäle für den Erfolg entscheidend!

„Die Mitglieder wurden schon vor dem Start des Projekts per Vereinsmagazin, Newsletter, Facebook aber auch mit Flyern informiert.“

➤ Was hat am meisten Zeit in Anspruch genommen im Projektverlauf?

Eine gute Vorbereitung ist schon die halbe Miete. Das bestätigt sich immer wieder, so auch bei diesem Projekt.

„Ohne die genaue Vorbereitung auf alle Eventualitäten (Ansprache der Mitglieder, Vorbereitung der Facebook Posts etc.) wäre ein positives Ergebnis nicht möglich gewesen.“

Während des Projektes lief dann alles wie geplant und eine immer wiederkehrende Motivation half dabei, die Leute am Ball zu halten und auch weitere Unterstützer mit ins Boot zu holen.

➤ Was hat dich überrascht?  

Besonders an diesem Projekt war die Dynamik, welche unter den Mitgliedern entstanden ist. Sie alle wurden aktiv, haben das Projekt durch eigene Aufrufe und Beiträge zusätzlich gepuscht und teilweise sogar Videoaufrufe erstellt.

➤ Welche Effekte haben sich durch das Projekt ergeben? 

Das Projekt hat vor allem das Zusammengehörigkeitsgefühl im Verein nachhaltig gestärkt. Alle Abteilungen haben an einen Strang gezogen und das Gefühl, etwas zusammen erreicht zu haben, hat alle noch enger zusammengerückt.

Turnhalle Tuspo Nuernberg – vorher
Turnhalle Tuspo Nuernberg – nachher

Welche Vereine haben es ebenso gemacht?

Das Projekt vom Tuspo Nürnberg e.V. zeigt sehr schön, dass eine Sportstättenfinanzierung mittels Crowdfunding sehr gut zu realisieren ist und welche positiven Effekte in dem Förderumfeld erzeugt werden. Vor allem die aktive Einbindung der Vereinsmitglieder bei einem solchen Vorhaben ist ein großer und nachhaltiger Mehrwert.

Auch bei anderen Sportstätten-Projekten konnten wir diese Effekte beobachten und erfahren immer wieder die  Bestätigung, dass Crowdfunding für die Finanzierung von Sportstätten eine optimale Ergänzung zu klassischen Fördermodellen darstellt oder gar als erfolgsversprechende Alternative genutzt werden kann.

Der Münchner SC konnte seinen zweiten Kunstrasenplatz dank seiner erfolgreicher Sportcrowdfunding-Kampagne bauen.

Wie der Müncher SC seine Sportcrowdfunding-Kampagne umgesetzt hat, kannst du in unserer Erfolgsgeschichte dazu nochmal nachlesen.

Update: Jetzt gibt es mehr Platz zum Hockey-Spielen beim Münchner SC

Von München nach Oldenburg: Die Baskets Akademie Weser-Ems e.V. hat einen neuen Street-Basketball-Court gebaut! „Basketball bringt Menschen zusammen, wir erleben dies mit dem Baskets Akademie Weser-Ems e.V. jeden Tag. Mit dem Court wollen wir einen weiteren Ort schaffen, an dem sich sportbegeisterte Menschen begegnen können.“ Alle Details zum Projektverlauf und Bilder vom fertigen Streetcourt gibt es in der Erfolgsgeschichte:

Oldenburg sammelt in nur 14 Tagen 86.500 Euro für Streetball-Court

Hier gibt es noch eine Auswahl an erfolgreichen Sportstätten-Projekten, alle mit der Hilfe von Sportcrowdfunding zum Erfolg gebracht. Mach es wie die anderen Vereine:

Autor: Oliver Hrnecek

Oliver kümmert sich bei fairplaid um passende Partner, die dabei helfen sollen, unsere Mission weiter voranzutreiben und eure Projekte noch erfolgreicher zu gestalten. Aufgewachsen auf dem Fußballplatz verteilt Oliver nun auch abseits des Spielfeldes die "Bälle", immer mit dem Antrieb, den Sport in seiner Vielfalt voranzubringen.


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