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KKSV Mainz-Finthen: Mit neuem Schwingboden hoch hinaus

Max Martens | 6. Juli 2020

Radwende-Flickflack oder geworfener Salto. Solche Begriffe können Bewunderung, aber auch Phantom-Gelenkschmerz auslösen. Schließlich landen die Sportakrobaten mit viel Geschwindigkeit auf ihren Füßen. Damit es bei den Akrobatinnen des KKSV aus Mainz-Finthen zu keinen echten Gelenkbeschwerden kommt, will der Verein nun einen Schwingboden anschaffen.

Solche Federböden sind im Bereich der Sportakrobatik nicht mehr wegzudenken. Sie unterstützen die Athletinnen und Athleten beim Absprung und schonen bei der Landung die Gelenke. Wegen der aufwendigen Konstruktion ist so ein Boden aber sehr teuer. Der KKSV hatte bereits in der Vergangenheit Rücklagen für diese Investition gebildet, doch es fehlten weiterhin 10.000€. Diese Summe wollte der Mainzer Verein nun mit einer Sportcrowdfunding-Kampagne auf unserer Partnerplattform Toyota-Crowd sammeln.

Projektverlauf

Bereits 2015 schloss der KKSV ein Crowdfunding-Projekt erfolgreich bei fairplaid ab. Die Zielsumme lag damals in derselben Größenordnung wie das neue Projekt. Entsprechend zuversichtlich war der Verein, auch diese Aktion erfolgreich zu beenden. Mit seiner 66-jährigen Vereinsgeschichte ist der KKSV eine Institution im Mainzer Stadtteil Finthen und konnte so auf die Unterstützung lokaler Unternehmen und der Stadt Mainz zählen.

Im Prämienshop boten die Sportakrobatinnen gemeinsame Online-Trainings, Pflegeprodukte und ein Sponsoringpaket an. Sehr beliebt war die Prämie “Showauftritt”. Alle angebotenen Vorstellungen waren am Ende der Kampagne verkauft. Die Akrotbatinnen sind bekannt für ihre Auftritte bei Galas, Ehrungen und Charity-Veranstaltungen. Während der Corona-Beschränkungen turnten sie umsonst in den Gärten von Pflegeheimen, um für etwas Abwechslung zu sorgen. Eine Aktion, die bei den Zuschauerinnen und Zuschauern sehr gut ankam.

 

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Erfolgreiche Offline-Aktion sorgt für gefüllte Kassen

Videos dieser Auftritte gibt es auf der Facebook-Seite des KKSV zu sehen. Dort und bei Instagram wurde ebenfalls die Crowdfunding-Kampagne beworben. Auch der örtliche Radiosender Antenne Mainz, die Allgemeine Zeitung und die Lokale Zeitung brachten einen Artikel auf ihrer Website. Doch der KKSV ruhte sich nicht darauf aus. In mehreren Geschäften stellten sie Spendendosen auf, um auch offline Geld zu sammeln. Ein Geschäftsinhaber versprach sogar, am Ende der Aktion die gespendete Summe zu verdoppeln. Zu den Spendendosen legten die Sportlerinnen schön aufbereitete Informations-Flyer dazu, um über ihr Projekt aufzuklären.

Die Mischung aus Social Media-Arbeit, Offline-Aktion und persönlichem Netzwerk sorgte für einen weiteren Crowdfunding-Erfolg bei den Sportakrobatinnen aus Mainz-Finthen. Über 150 Unterstützer und Unterstützerinnen (nur die online gezählten) sorgten für eine Zielsumme von 10.770€. Vom Toyota-Fördertopf  kamen 1.880€ dazu. Die Finanzierung des gewünschten Schwingbodens ist somit gesichert. “Wir danken jedem einzelnen und allen, die unsere Aktion beworben haben”, schreibt der KKSV auf seiner Website. Die Sportakrobatinnen haben von nun an die Möglichkeit unter Wettbewerbsbedingungen zu trainieren und selbst Wettkämpfe auszurichten. Es geht mit Radwende-Flickflack und geworfenen Saltos hoch hinaus!

Was du vom Projekt des KKSV 1954 e.V. Mainz-Finthen für deine nächste Crowdfunding-Aktion lernen kannst:

  • Setze nicht nur auf einen Erfolgsweg, sondern auf eine Mischung aus Online- und Offline-Aktionen.
  • Transparente Kommunikation schafft Vertrauen bei deiner Crowd.
  • Nutze dein persönliches Netzwerk, um deine Kampagne zu verbreiten.

Autor: Max Martens

Max Martens ist Mitbegründer des Magazin des unpopulären Sports. Max schreibt als Redakteur für das fairplaid-Magazin über erfolgreiche Sportcrowdfunding-Aktionen und nimmt auch die unbekannten Sportarten in seine redaktionelle Arbeit bei fairplaid mit auf. In seinem Leben hat er schon viele Sportarten ausprobiert. Keine hat ihn wirklich lange gefesselt. Aber dann lernte er Quidditch kennen und ist diesem Sport sofort verfallen. Seit 2016 spielt er bei den SCC Berlin Bluecaps.


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