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Die erste und wichtigste Handlung direkt nach Crowdfunding-Projektstart!

Marthe-Victoria Lorenz | 30. Juli 2018

Ein Projekt geht online.

Zwei Stunden später: 0 Unterstützer.

Ein Tag später: 0 Unterstützer.

Für uns ist bereits dann klar: Das Projekt wird scheitern. Wahrscheinlich sogar mit 0 Euro. Denn der Athlet oder die Mannschaft ist davon ausgegangen: Ich treibe Sport, finanzieren sollen das die anderen.

Würdest jedoch Du in eine Idee, in ein Projekt, in eine Person investieren, bei der die Initiatoren nicht einmal selbst in das Projekt investieren? Für mich kann ich dies verneinen. Ich merke schnell, wenn ich selbst in ein Projekt einzahlen möchte, dass auf dem Titelbild zwar 25 Personen zu sehen sind, aber nur 7 Unterstützer angezeigt werden. Auf den ersten Blick zeigt mir das: Nicht einmal die 25 Personen selbst haben die Muße besessen, 5 Euro in ihr eigenes Projekt zu legen, oder sich die Mühe gemacht, ihre Eltern und engsten Verwandten zu fragen. Wieso sollte ich das als fremde Person dann tun?

Denn: Auch in anderen Teilen der Finanzierung ist es üblich, dass der Geldempfänger selbst Geld mitbringt und so ein Zeichen setzt: „Wir hängen hier gemeinsam in einem Boot“. Ist dies nicht der Fall, erscheint es schnell, als solle nur „fremdes Geld verbrannt“ werden.

Bei der Bank nennt sich das „Eigenkapital mitbringen“. Selten wird ein Kredit gewährt, ohne dass die Kreditempfänger einen Teil selbst beisteuern. Für die Bank bedeutet dies die Sicherheit, dass die Person selbst mit Geld investiert und deshalb ein Interesse hat, das Projekt Hausbau z.B. zum Erfolg zu bringen.

Auch wenn Investoren in Unternehmen investieren, wird von den Gründern verlangt, mit eigenem Geld bereits gestartet zu sein oder im Gegenzug für sehr wenig Geld zu arbeiten und eben durch die Arbeitszeit zu investieren.
Der erste Unterstützer Deines fairplaid-Projektes bist also Du selbst!

Hierbei ist es unerheblich, wie viel Geld, Schweiß und Tränen Du bereits vorher investiert hast. Für den Crowdfunding-Unterstützer zählt, was er auf den ersten Blick erkennt, ohne ein Video anzusehen, ohne den Text gelesen zu haben. Und auf den ersten Blick sieht er den Titel, ein Titelbild, wie viele Personen das Projekt bereits mit wie viel unterstützt haben. Dieser erste Eindruck muss sofort überzeugen, ansonsten besteht die Gefahr, dass Du diesen Unterstützer für Deine Sache verlierst – ohne dass die Person sich überhaupt die Mühe gemacht hat, sich näher mit Deinem Projekt zu beschäftigen.

Der Aufwand, öffentlich ein paar Euros in das eigene Projekt zu legen ist im Verhältnis zu den Geldern, die Du dadurch gewinnst, sehr gering. Diese Chance solltet Ihr Euch nicht entgehen lassen.

 

Weil wir wollen, dass Ihr Eure Projekte realisieren könnt, bieten wir unter anderem zu genau diesem Thema wöchentlich kostenfreie Webinare (Online-Seminare) an. Erfahrungsgemäß sehen Projekte von Teilnehmern besser aus und werden erfolgreicher! Anmelden könnt Ihr Euch ganz einfach unter https://webinar.fairplaid.org/.

Autor: Marthe-Victoria Lorenz

Marthe ist Gründerin von fairplaid.org und kämpft für mehr Förderung des Breitensports. Sie ist leidenschaftliche Basketballerin und engagiert sich ehrenamtlich in der Basketball-Abteilung von Türkiyemspor Berlin 1978 e.V. als Vorstandsmitglied sowie als Trainerin einer U12-Mädchenmannschaft.


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