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Die beliebtesten Prämien, die wirklich jeder anbieten kann – ohne wenn und aber

Francesca Poschen | 10. Februar 2020

„Wir können keine Prämien anbieten, wir brauchen ja das Geld“ – Dies ist ein Satz, den wir als Projektberater besonders oft hören. Viele Projektstarter wollen keine Prämien einstellen, weil sie Angst haben, dass sie dadurch zu viel Geld ausgeben und dann wieder bei Null rauskommen. Doch genau das ist der falsche Denkansatz!

Was sind Prämien und welchen Zweck haben sie?

Anders als bei reinen Spendenaktionen hast du die Möglichkeit beim fairplaid Crowdfunding persönliche Dankeschöns an deine Unterstützer für ihre finanzielle Unterstützung zu geben. Dabei kann es sich sowohl um materielle als auch immaterielle Gegenleistungen handeln. Ziel ist hier, einen möglichst attraktiven Prämien-Shop auf der Projektseite zu erstellen, um zusätzliche Anreize für potentielle Unterstützer zu bieten.

„Aber unser Projekt wird auch so unterstützt.“

Natürlich gibt es immer Menschen, die auch ohne Gegenleistung unterstützen – das sind eure treuesten Unterstützer. Menschen, die euch ohne viel Überzeugungsarbeit unterstützen, weil sie euch und das Projekt gut kennen und an eure Mission glauben. Wunderbar!
Beim Crowdfunding geht es aber nicht nur darum, Gelder von Bekannten einzusammeln, sondern auch darum mit seiner Community zu interagieren, um diese zu stärken und nachhaltig zu erweitern. Je weiter weg die Menschen emotional vom Projekt/Projektstarter entfernt sind, desto eher unterstützen sie nur, wenn zusätzliche Anreize gegeben sind. Mit Prämien wird also die Zielgruppe weiter gefasst und mehr Menschen zur Unterstützung überzeugt. So sammeln Projekte mit Prämien dann auch mehr Geld ein als Projekte ohne Prämien. Laut Sportcrowdfunding-Monitor werden Projekte im Schnitt zu 60% über Prämien finanziert.

„Aber wenn ich Prämien anbiete, gebe ich ja wieder Geld aus.“

Jeder – wirklich jeder – kann Prämien anbieten, die nicht mehr als etwas Fleißarbeit oder etwas Muskelkraft kosten. Es fängt bei einfachen Dankes-Videobotschaften an, Social Media Shout outs, exklusiven WhatsApp-Gruppenzugängen als Turnierbericht, bis hin zu echten Dienstleistungen wie Rasenmähen, „Wir feuern euer Team beim Heimspiel an“ und den allseits beliebten Liegestützprämien, wo der Projektstarter für einen bestimmten Betrag zu Liegestützen gezwungen wird – natürlich auf Kamera festgehalten!

Beispiel-Prämien aus dem Projekt der Mannheim Tornados
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Ein lohnenswerter und attraktiver Prämien-Shop enthält jedoch nicht nur immaterielle Prämien. Die folgende Grafik (anklicken zum Vergrößern) zeigt alle angebotenen Prämien der Projekte aus 2018 in Kategorien eingeteilt und nach Anzahl der verkauften Prämien sortiert.

Hier zeigt sich, dass insbesondere Trainingskleidung und Sportequipment jeglicher Art sehr beliebt bei Unterstützern von Sportcrowdfunding-Projekten sind. Es empfiehlt sich also unbedingt auch das Anbieten von materiellen Prämien zu erwägen, indem bspw. die Produkte des Vereinsshops angeboten werden.

In der nächsten Grafik sind auch alle Prämien aus 2018 hinterlegt, wobei der Fokus auf dem monetären Gegenwert liegt, sprich wieviel Geld über die Prämien generiert wurden.

Hier ist die Trainingsbekleidung aufgrund der hohen Anzahl der verkauften Prämien immer noch hoch im Kurs. Finanziell besonders effektiv sind natürlich die höherpreisigen Prämien, welche häufig aus dem Bereich des klassischen Sponsoring stammen, also beispielsweise einen Banner auf der Vereinshomepage, oder Bandenwerbung. Hier werden häufig Unternehmen tätig, die sich als neue Sponsoren während der Crowdfunding-Kampagne finden und auch nachhaltig den Verein/Sportler unterstützen. Warum also nicht den Prämien-Shop nutzen, um das Crowdfunding sinnvoll mit der Sponsorensuche zu verbinden?

„Aber die wirklich beliebten Prämien kosten mich doch was“

In der Tat sind materielle Prämien etwas beliebter als immaterielle (siehe Sportcrowdfunding-Monitor). Die am häufigsten ausgewählten Prämien sind Trikots und andere Sportwaren, aber auch materielle Dankeschöns vom Projektstarter, wie etwa Postkarten aus dem Wettkampfort oder persönlich signierte Autogrammkarten oder auch eigens kreierte E-Cards. Diese werden meist zu offensichtlich höheren Preisen angeboten als der Einkaufspreis der Waren + Versand. Jedoch ist hier den Unterstützern der persönliche Charme und der symbolische Gegenwert wichtiger. Mit den Preisen sollte man dennoch nicht zu hoch gehen, denn auch der symbolische Mehrwert hat eine Schmerzgrenze.

Hinzu kommt: Prämien müssen nicht unbedingt vom Projektstarter selbst kommen. Viele Prämien aus der Kategorie „Gutschein von anderen Unternehmen“ wurden von externen Anbietern bereit gestellt. Denn nicht jeder muss mit Geld helfen. Viele Unternehmen sind eher bereit ihre Produkte direkt oder in Form von Gutscheinen kostenlos anzubieten, damit sie im Prämienshop verkauft werden können.

„Aber wenn ich so viele Prämien anbiete, habe ich hinterher so viel Aufwand.“

Hier zeigt sich, dass ein Crowdfunding Projekt auch gewisse Arbeit beinhaltet: Engagierte Projektstarter, die ihre Unterstützer mit Leidenschaft gewinnen scheuen sicherlich keine Mühen, um ihr Ziel zu erreichen.

Prämien setzen nicht nur zusätzliche Anreize für Unterstützer, sondern  stellen auch das Engagement des Projektstarters sehr gut dar. Und genau das ist das, was Menschen überzeugt: Engagement. Wer sieht, dass sich die Projektstarter richtig ins Zeug legen, weil sie unbedingt ihr Projekt vorantreiben wollen, der unterstützt auch. Wer viele Prämien anbietet, gerade auch interaktive und persönliche Prämien, legt ein perfektes Zeugnis seiner Leidenschaft vor.

Dennoch soll sich die Prämienabwicklung in einem gut realisierbaren Maße abspielen und nicht allzu lange dauern. Mit einer guten Planung vor Projektstart kann man hier viel Zeit sparen.

fairplaid-Tipps:

  • Brainstorming im Team
    Setzt euch zusammen und erstellt ein Prämienbrainstorming. Dabei sind auch die verrücktesten Ideen erwünscht. Später wird dann evaluiert, was wirklich umsetzbar ist und was nicht. Solltest du ein Einzelsportler sein, dann such dir ein Projektteam zusammen, welches dir bei der Erstellung des Shops hilft. Mehrere Köpfe brainstormen besser!
  • Bei anderen Projekten klauen
    Es ist nicht verboten, das anzubieten, was andere auch schon angeboten haben. Ganz im Gegenteil: Bei anderen Projekten könnt ihr auch sehen, was gut lief und welche Preise angesetzt werden können. Stöbert einfach mal auf den Projektseiten herum!
  • Crowd fragen
    Die Ideen müssen nicht immer von euch selbst kommen. Fragt einfach in eurer Community nach, was sie sich von euch wünschen oder wer Prämien bereitstellen kann. So kommt ihr auf neue Ideen und habt ein realistisches Bild von dem, was am ehesten gekauft wird.
  • Prämienabwicklung in Zielsumme einkalkulieren
    Wenn ihr nun doch reale Ausgaben für die Prämiener- und -bereitstellung habt, dann addiert diese auf die Zielsumme mit rauf. So geht ihr sicher, dass nach der Prämienabwicklung auch noch ausreichend Geld für die Realisierung des eigentlichen Projekts zur Verfügung steht.
  • Preise realistisch gestalten
    Behandelt den Prämien-Shop wie euren eigenen Online-Shop und fragt euch selbst, ob ihr die Prämien zu den gesetzten Preisen kaufen würdet. Am häufigsten werden Prämien zu 10€ und 20€ von Unterstützern ausgewählt, die höchsten Fundingbeträge erreicht man jedoch mit 50€- und 100€-Prämien.

Mehr Infografiken zum Thema Prämien gibt immer in unserem kostenfreien Sportcrowdfunding-Monitor – einfach anfordern!

Autor: Francesca Poschen

Francesca ist als „Head of Projekt“ die erste Ansprechpartnerin für unsere Projektstarter und deren Kampagnen. Wenn ihr ein Projekt bei uns starten wollt, werdet ihr nicht an ihr und ihrem Team vorbeikommen – denn sie beantworten euch jegliche Fragen rund um euer Projekt und helfen, eure Kampagne erfolgreich zu gestalten.


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