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Die beliebtesten Prämien, die wirklich jeder anbieten kann – ohne wenn und aber

fairplaid team | 3. September 2018

„Wir können keine Prämien anbieten, wir brauchen ja das Geld“ – Dies ist ein Satz, den wir als Projektberater besonders oft hören. Viele Projektstarter wollen keine Prämien einstellen, weil sie Angst haben, dass sie dadurch zu viel Geld ausgeben und dann wieder bei Null rauskommen. Doch genau das ist der falsche Denkansatz!

Was sind Prämien und welchen Zweck haben sie?

Anders als bei reinen Spendenaktionen hast du die Möglichkeit beim fairplaid Crowdfunding persönliche Dankeschöns an deine Unterstützer für ihre finanzielle Unterstützung zu geben. Dabei kann es sich sowohl um materielle als auch immaterielle Gegenleistungen handeln. Ziel ist hier, einen möglichst attraktiven Prämien-Shop auf der Projektseite zu erstellen, um zusätzliche Anreize für potentielle Unterstützer zu bieten.

„Aber unser Projekt wird auch so unterstützt.“

Natürlich gibt es immer Menschen, die auch ohne Gegenleistung unterstützen – das sind eure treuesten Unterstützer. Menschen, die euch ohne viel Überzeugungsarbeit unterstützen, weil sie euch und das Projekt gut kennen und an eure Mission glauben. Wunderbar!
Beim Crowdfunding geht es aber nicht nur darum, Gelder von Bekannten einzusammeln, sondern auch darum mit seiner Community zu interagieren, um diese zu stärken und nachhaltig zu erweitern. Je weiter weg die Menschen emotional vom Projekt/Projektstarter entfernt sind, desto eher unterstützen sie nur, wenn zusätzliche Anreize gegeben sind. Mit Prämien wird also die Zielgruppe weiter gefasst und mehr Menschen zur Unterstützung überzeugt. So sammeln Projekte mit Prämien dann auch mehr Geld ein als Projekte ohne Prämien. Laut Sportcrowdfunding-Monitor werden Projekte im Schnitt zu 60% über Prämien finanziert.

„Aber wenn ich Prämien anbiete, gebe ich ja wieder Geld aus.“

Jeder – wirklich jeder – kann Prämien anbieten, die nicht mehr als etwas Fleißarbeit oder etwas Muskelkraft kosten. Es fängt bei einfachen Dankes-Videobotschaften an, Social Media Shout outs, exklusiven WhatsApp-Gruppenzugängen als Turnierbericht, bis hin zu echten Dienstleistungen wie Rasenmähen, „Wir feuern euer Team beim Heimspiel an“ und den allseits beliebten Liegestützprämien, wo der Projektstarter für einen bestimmten Betrag zu Liegestützen gezwungen wird – natürlich auf Kamera festgehalten!

Beispiel-Prämien aus dem Projekt der Mannheim Tornados
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Für die Grafik (anklicken zum Vergrößern) haben wir alle angebotenen Prämien der Projekte aus 2017 in Kategorien eingeteilt und aufbereitet. Hier zeigt sich, dass insbesondere Trainingseinheiten fast den größten Teil der Prämieneinnahmen ausmacht. Hier handelt es sich insbesondere um Gruppentrainings, welche gerade von Unternehmen als Teambuildingmaßnahmen gekauft werden können.

„Aber die wirklich beliebten Prämien kosten mich doch was“

In der Tat sind materielle Prämien etwas beliebter als immaterielle (siehe Sportcrowdfunding-Monitor). Die am häufigsten ausgewählten Prämien sind Karten, wie etwa Postkarten aus dem Wettkampfort oder persönlich signierte Autogrammkarten oder auch eigens kreierte E-Cards. Diese werden meist zu offensichtlich höheren Preisen angeboten als der Einkaufspreis der Karten + Versand. Jedoch ist hier den Unterstützern der persönliche Charme und der symbolische Gegenwert wichtiger. Mit den Preisen sollte man dennoch nicht zu hoch gehen, denn auch der symbolische Mehrwert hat eine Schmerzgrenze.

Hinzu kommt: Prämien müssen nicht unbedingt vom Projektstarter selbst kommen. Viele Prämien aus der Kategorie „Waren“ und „Gutscheine“ wurden von externen Anbietern bereit gestellt. Denn nicht jeder muss mit Geld helfen. Viele Unternehmen sind eher bereit ihre Produkte direkt oder in Form von Gutscheinen kostenlos anzubieten, damit sie im Prämienshop verkauft werden können.

„Aber wenn ich so viele Prämien anbiete, habe ich hinterher so viel Aufwand.“

Hier zeigt sich eben, dass ein Crowdfunding Projekt auch viel Arbeit beinhaltet: Engagierte Projektstarter, die ihre Unterstützer mit Leidenschaft gewinnen scheuen sicherlich keine Mühen, um ihr Ziel zu erreichen.

Prämien setzen nicht nur zusätzliche Anreize für Unterstützer, sondern  stellen auch das Engagement des Projektstarters sehr gut dar. Und genau das ist das, was Menschen überzeugt: Engagement. Wer sieht, dass sich die Projektstarter richtig ins Zeug legen, weil sie unbedingt ihr Projekt vorantreiben wollen, der unterstützt auch. Wer nun viele Prämien anbietet, gerade auch interaktive und persönliche Prämien, legt ein perfektes Zeugnis seiner Leidenschaft vor.

Dennoch soll sich die Prämienabwicklung in einem gut realisierbaren Maße abspielen und nicht allzu lange dauern. Mit einer guten Planung vor Projektstart kann man hier viel Zeit sparen.

 

fairplaid-Tipps:

  • Brainstorming im Team
    Setzt euch zusammen und erstellt ein Prämienbrainstorming. Dabei sind auch die verrücktesten Ideen erwünscht. Später wird dann evaluiert, was wirklich umsetzbar ist und was nicht. Solltest du ein Einzelsportler sein, dann such dir ein Projektteam zusammen, welches dir bei der Erstellung des Shops hilft. Mehrere Köpfe brainstormen besser!
  • Bei anderen Projekten klauen
    Es ist nicht verboten, das anzubieten, was andere auch schon angeboten haben. Ganz im Gegenteil: Bei anderen Projekten könnt ihr auch sehen, was gut lief und welche Preise angesetzt werden können. Stöbert einfach mal auf den Projektseiten herum!
  • Crowd fragen
    Die Ideen müssen nicht immer von euch selbst kommen. Fragt einfach in eurer Community nach, was sie sich von euch wünschen oder wer Prämien bereitstellen kann. So kommt ihr auf neue Ideen und habt ein realistisches Bild von dem, was am ehesten gekauft wird.
  • Prämienabwicklung in Zielsumme einkalkulieren
    Wenn ihr nun doch reale Ausgaben für die Prämiener- und -bereitstellung habt, dann addiert diese auf die Zielsumme mit rauf. So geht ihr sicher, dass nach der Prämienabwicklung auch noch ausreichend Geld für die Realisierung des eigentlichen Projekts zur Verfügung steht.
  • Preise realistisch gestalten
    Behandelt den Prämien-Shop wie euren eigenen Online-Shop und fragt euch selbst, ob ihr die Prämien zu den gesetzten Preisen kaufen würdet. Am häufigsten werden Prämien zu 10€ und 20€ von Unterstützern ausgewählt, die höchsten Fundingbeträge erreicht man jedoch mit 50€- und 100€-Prämien.

Mehr Infografiken zum Thema Prämien gibt es in unserem Sportcrowdfunding-Monitor .


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