• Mit Crowdfunding in die Medien: Sven Knipphals zeigt, wie es geht

    Interview mit Sven Knipphals, Leichtathlet beim VfL Wolfsburg e.V.

    Sven Knipphals zählt zum deutschen Leichtathletik-Team der Männerstaffel auf 4 x 100 m. Sie konnten sich bereits 2015 den 4. Platz bei den Weltmeisterschaften in Peking sichern und werden auch 2016 in Rio bei den Olympischen Spielen an den Start gehen.

    Trotz seiner sportlichen Erfolge und der Unterstützung durch die Stiftung Deutsche Sporthilfe und der Landesverbände, ist Sven – so wie viele professionelle Athleten fernab der Mediensportart Fußball –  auf Sponsoren abseits der staatlichen Förderung angewiesen.

    Der erfolgreiche Leichtathlet gehört zu den wenigen professionellen Sportlern, die durch ihr großes Marktpotential auch das Interesse von potentiellen Sponsoren geweckt hat.

    Laut eigener Aussage war seine Crowdfunding-Kampagne der Start.

    Durch die beim Crowdfunding zustande gekommene große Medienresonanz, steigerte sich auch das Interesse von Sponsoren.“

    Dies wusste Sven für sich zu nutzen und kann heute noch immer von den nachhaltigen Effekten seiner Crowdfunding-Kampagne profitieren.

    Im Interview erzählt er von seiner damaligen Kampagne und was ihn so erfolgreich gemacht hat.

     

  • Die Zukunft wird groß: Fusion eine Chance für kleine Vereine?

    Interview mit Florian Mönich von Sportkultur Stuttgart e.V.

    2011 entstanden aus 4 kleineren Vereinen ein großer: Sportkultur Stuttgart e.V.. Der Weg dorthin war nicht einfach. Bereits 2001 und somit 10 Jahre vor der offiziellen Fusion wurden die ersten Grundsteine gelegt.

    Laut Florian Mönich hat dieser Schritt viele Vorteile mit sich gebracht: Gemeinsam konnte sich der Verein weiterentwickeln, neue Sportangebote schaffen; Gemeinsam sei es um ein vielfaches einfacher auf die Gefahren, die der demografische Wandel mit sich bringt, reagieren zu können und gemeinsam hat der Verein einen anderen Stand sowohl bei Sponsoren, als auch bei Institutionen, wie der Stadt oder dem Verband. Um nur einige, der von ihm angesprochenen Punkte zu nennen.

    Werden zukünftig alle kleineren Vereine fusionieren müssen, um überhaupt mithalten zu können? Bzw. macht es für jeden Verein überhaupt Sinn diesen Schritt zu vollziehen und was sollte man dabei beachten?

    Vielen Dank Florian, für dieses aufschlussreiche Interview!

  • Aus der Gemeindehalle Bittenfeld in die Porsche Arena

    Interview mit Jürgen Schweikardt und Sven Heib vom TVB 1898 Stuttgart

    Durch den rasanten Aufstieg der letzten Jahre bis in die 1. Handball-Bundesliga, kamen für den schwäbischen Handballverein TVB 1898 Stuttgart verschiedene strategische Entscheidungen auf den Aufsteiger zu. Vom Umzug, über die Namensänderung bis hin zur Sponsorenakquise hat der ursprünglich TV Bittenfeld genannte Verein die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt. Über diese und weitere Themen haben wir uns mit dem Geschäftsführer des TVB 1898 Stuttgart, Jürgen Schweikardt und dem Technischen Leiter Sven Heib unterhalten.

  • Snapchat bindet die Fans mit in den Spieltag ein – erstmals in der Premiere League

    Snapchat untermauert erneut sein riesiges Potential in der Sportwelt. Erstmals wurde ein Fußballspiel in der besten Liga der Welt, der englischen Premiere League, von den Fans begleitet. Für das Spiel Newcastle United vs. Manchester United konnten die Fans 24 Stunden, also vor, während und nach dem Spiel ihre Bilder und Videos anderen ‚Snapchattern‘ bereitstellen. Dadurch konnte beispielsweise der Elfmeter von Wayne Rooney oder das Bier nach dem Spiel eines Fans mit den Freunden im Pub aus verschiedenen Blickwinkeln bestaunt werden. Zudem stellt Snapchat verschiedenen Content, passend zum Spiel, bereit. Zuvor wurde diese Funktion unter anderem für das El Clasico in Spanien (FC Barcelona gegen Real Madrid) und für die NFL in den USA bereitgestellt. Es wird in Zukunft also weiterhin interessant sein, wie sich die Sportwelt und vor allem Sportevents in die digitale Welt übertragen.

    Three goals in his last three games – @WayneRooney gives #mufc a 1-0 lead at Newcastle.

    Ein von Manchester United (@manchesterunited) gepostetes Foto am

    Weitere Informationen auf digitalsports.co

  • Auf welcher Seite läufst Du?

    Sportlichen Star Wars-Fans wird nun ein weiterer Weg geboten Ihre Liebe zu der erfolgreichen Saga zum Ausdruck zu bringen. Gene Lu hat das bereits getan. Mittels der Nike+ App (für Android und IOS) können sowohl Hobby- als auch Profi-Läufer ihre Laufstrecken, die Laufgeschwindigkeit und die Laufzeit ganz einfach direkt mit ihrem Smartphone aufzeichnen.

     

    Dabei können unbeabsichtigt oder absichtlich witzige Bilder entstehen. Gene Lu plante mit der App seine Laufstrecke im Voraus und so entstanden die Imperialen Läufer (AT-AT), ein Sturmtruppler, ein TIE-Jäger und sogar Darth Vader auf den Straßen Portlands.

    Anschließend postete er seine künstlerischen Laufstrecken auf Instagram, wo sie bereits um die 600 mal geliked wurden. Auch wenn Gene Lu offensichtlich die Dunkle Seite der Macht favorisiert – Daumen Hoch für so viel Kreativität.

    Alternativ kann beispielsweise auf Applikationen wie Runtastic, Endomondo, Runkeeper oder Strava zurückgegriffen werden.

     

  • fairplaid Award 2015

    Ende November stand für uns fest, dass wir uns für dieses tolle und spannende Jahr bei unseren Projektstartern bedanken wollen. Aber wie? Einen Weihnachtskalender – das macht ja irgendwie jeder. Außerdem wollten wir noch einmal die Aufmerksamkeit darauf lenken was über den Erfolg oder Misserfolg eines Crowdfunding-Projekts  zu einem beträchtlichen Teil mitentscheidet. Nämlich das Engagement und die Motivation des Projektstarters!

    Anhand unterschiedlicher Kriterien wie beispielsweise der Anzahl der Unterstützer, der antizipierten und tatsächlich erreichten Fundingsumme, sowie auch den Aktivierungs- bzw. Werbemaßnahmen haben wir die 12 engagiertesten Projekte aus dem Jahr 2015 ausgewählt. Wie diese Projektstarter im Einzelnen für ihre Projekte geworben haben, könnt ihr hier nachlesen.

    Nachdem wir die nominierten Projektstarter über unser Vorhaben informiert hatten, erhielten wir von allen durchweg eine positive Rückmeldung. Gemeinsam mit Ihnen haben wir es geschafft den fairplaid Award so erfolgreich umzusetzen! Unter den 12 Projekten befanden sich die unterschiedlichsten Sportarten – von American Football, über Billard, Synchroneiskunstlauf, Kanu oder Sportakrobatik – eine bunte Mischung, die zusammen mehr als 150.000 Menschen erreicht hat. Mehr als 2.000 Menschen haben für ihr Lieblings-Sportprojekt abgestimmt. Ein wunderschönes Zeichen für den Sport und seine Vielfalt.

    Das sind die Gewinner

    Platz 1: Charles Franzke

    Über den Titel „Bestes Projekt 2015“ durfte sich Charles Franzke freuen. Ein Ausnahmesportler einer außergewöhnlichen Sportart: Obstacle Course Racing (OCR). Im OCR verteilen sich bis zu 150 Hindernisse auf einer Distanz zwischen 10 und 20 km. Bei den Hindernissen kann es sich dabei um 2m hohe Holzwände, Kraftaufgaben, wie das Tragen von 25 kg schweren Sandsäcken oder das Durchqueren von eiskalten Wassergräben handeln. An gleich 2 Weltmeisterschaften nahm Charles 2015 erfolgreich teil – und erhält im Frühjahr 2016 nun auch noch den fairplaid Award.

    fairplaid Charles

    Charles ist sehr zielgruppenspezifisch vorgegangen. Da seine Sportart in Deutschland noch sehr unbekannt ist, hat er mithilfe von Youtube-Videos zu allererst ein wenig Aufklärungsarbeit geleistet, in dem er OCR und einige der Hindernisse, die bei den Weltmeisterschaften auf ihn zugekommen sind, vorstellte. Bei „Gleichgesinnten“ dagegen machte er vor allem durch Flyer und Mundpropaganda auf seine Crowdfunding-Kampagne  aufmerksam. Es ist beachtlich das Charles als Einzelsportler so viele Menschen für sich gewinnen konnte. Herzlichen Glückwunsch!

    Platz 2: Die Rhönradturner Yana Looft und Marcel Schawo

    Über den zweiten Platz freuten sich die beiden Rhönradturner Yana Looft und Marcel Schawo die Anfang des Jahres 2015 auf fairplaid Gelder für ihre Teilnahme an den Weltmeisterschaften in Lignano (Italien) sammelten, von der sie mit Gold und Silber zurückkehrten.

    fairplaid Rhönrad

    Platz 3: Die Drachenboot Nationalmannschaft

    Den dritten Platz belegte  die Drachenboot Nationalmannschaft, die sich bereits bei der Weltmeisterschaft in Kanada zweimal Bronze sichern konnte. Das Team um Projektstarterin Anna Schönberg bekam mit den ersten Sponsoren und Sponsorinnen auch mehr mediale Aufmerksamkeit. Neben einigen Lokalzeitungen und einem Gastauftritt beim Rundfunk Berlin Brandenburg, berichtete sogar das Lokalfernsehen von der Kampagne der Paddler. Wir freuen uns auch sehr über dieses erfolgreiche Crowdfunding-Projekt und drücken für die Zukunft weiterhin die Daumen.

    fairplaid Drachenboot

     

  • 10 Reform-Ideen für den Deutschen Sport

    Der deutsche Sport ist sehr traditionsreich. Sehr gut nachvollziehbar, dass viele Athleten von der Olympia-Absage so enttäuscht reagiert haben und es ist ganz offensichtlich, dass sich etwas verändern muss. Oliver Fritsch, Sportredakteur der ZEIT ONLINE äußert sich in seinem Artikel „Zehn Ideen für ein neues Sportland“ zu Themen wie Breiten- versus Spitzensport, Förderung unserer Nachwuchsathleten und die ineffiziente Verwaltung des Deutschen Sports.

    10ReformenDiese 10 Punkte würde der Autor verbessern:

    1. Schulsport aufwerten
    2. Besseres Kindertraining in Vereinen
    3. Bildungsoffensive Sport
    4. Trainer spezialisieren
    5. Sportstätten sanieren
    6. Verwaltung verschlanken
    7. Leistungssport zentralisieren
    8. Duales Studium ermöglichen
    9. Über Doping reden
    10. Kritiker einbinden

    Besonders aufmerksam wurden wir bei Punkt 2 und 6. Was haltet ihr von den angesprochenen Punkten?

    Ein guter Artikel, den wir jedem nur wärmstens empfehlen können. Welche konkreten Vorschläge Oliver Fritsch in seinem Artikel macht, könnt ihr HIER nachlesen.

  • Olympische Sportarten verlieren an Bedeutung

    „Während die deutsche Bewerbung für die Fußball-EM 2024 in der Bevölkerung mehrheitlich positiv gesehen wird, müssen die olympischen Sportarten sich ohne ein Großereignis im eigenen Land nach Alternativen umschauen, um Aufmerksamkeit zu generieren.“

     

    Und diese Aufmerksamkeit benötigen sie dringend!

    Olympische

    Die Infografik von Statista und SPIEGEL ONLINE zeigt: Es steht nicht gut um die früher so beliebten Olympischen Sportarten wie Leichtathletik, Handball oder den Reitsport.

    Während der Deutsche Turner Bund (DTB) seine Mitgliederzahlen in etwa konstant halten konnte und der Deutsche Golf Verband als einziger sogar um 6,6% zugenommen hat, verzeichneten alle anderen großen Sportverbände innerhalb der letzten fünf Jahre einen Mitgliederrückgang. Der Leichtathletik-Verband ist mit etwa 820.000 Mitgliedern nun offiziell kleiner als der Deutsche Alpenverband.

    Andere Verbände freuen sich dagegen weiterhin über Mitgliederzuwachs. Welche das sind lest Ihr HIER.

     

  • fairplaid Award „Bestes Projekt 2015“ Teil 1

    Diese Projekte haben alles gegeben um ihr Ziel zu errreichen

    1. Erste Damen in die Vorbereitung

    Die erste Damen des HV Lüneburg sammelte auf fairplaid Gelder um 2 Trainingslager durchführen zu können. Durch die Absolvierung der Trainingslager konnten sie ihre konditionellen und spielerischen Fähigkeiten weiter aufbessern und als Mannschaft noch enger zusammenwachsen.1DamenDie Projektstarterin Anna-Lena hat es neben der regionalen Presse bis ins Lüneburger Radio geschafft. Diese aufmerksamkeitsstarke Aktion ist sicherlich mit ein Grund für die Sage und Schreibe 105 Unterstützer. Zusätzlich inserierten die Damen des HV Lüneburg in der vereinseigenen Handballzeitung, die genau wie extra angelegte Flyer bei jedem Heimspiel ausgelegt wurde um andere Handball-interessierte anzusprechen.

    2. Drachenboot Nationalmannschaft auf ihrem Weg nach Kanada

    Als amtierende Europameister hatte die Deutsche Drachenboot-Nationalmannschaft des Damen- und Mixedbootes große Ziele an die Weltmeisterschaft in Welland/Kanada.  Dank ihren Unterstützern auf fairplaid konnten sie ihre Sportgeräte sicher nach Kanada befördern und mussten sich auch um den Transport vor Ort keine Sorgen mehr  machen.drachenbootDie insgesamt 46 Sportlerinnen und Sportler legten viel Wert auf ihre privaten Kontakte. Sie haben Freunde, Familie, Bekannte und Unternehmen direkt angesprochen und auf ihr Projekt aufmerksam gemacht.  Mit den ersten Sponsoren und Sponsorinnen wurde dann auch die Presse auf das Team um Anna Schönberg aufmerksam. Neben einigen Lokalzeitungen und einem Gastauftritt beim Rundfunk Berlin Brandenburg, berichtete sogar das Lokalfernsehen von der Kampagne der Paddler. Zusätzlich nutzte das Damen und Mixedteam die sozialen Netzwerke wie Facebook (1500 Follower auf der eigenen Facebook-Page), sowie Instagram und Vimeo. Gerade über Bilder und Videos konnten die Sportler auf ihren noch recht unbekannten Sport aufmerksam machen. Die Art und Weise wie unsere Drachenboot Nationalmannschaft die Werbetrommel gerührt hat, scheint ganz gut funktioniert zu haben. Mit 7.625€ konnte das Projekt mehr als finanziert werden und besonders uns freut es, dass weitere Drachenboot-Kolleginnen und Kollegen Crowdfunding auf fairplaid für sich entdeckt haben.

    3. Saxony Ice Pearls träumen vom Trainingslager in Finnland

    Die Mädchen der Saxony Ice Pearls konnten ihren Traum vom Trainingslager in Finnland dank Crowdfunding verwirklichen. Dort konnten sie von den Erfahrungen der weltbesten Teams lernen und ihre neue Kür unter der Leitung ihrer Trainerin, sowie eines finnischen Trainers perfektionieren.EisperlenDie Eisperlen haben sich einen Nachmittag zum Häkeln getroffen. Abgesehen von viel Spaß hatten die Mädels am Ende selbstgehäkelte Schlüsselanhänger, die sie zusammen mit bunten Buttons auf verschiedenen Messen verkauften und somit einen Teil der 8.100€ finanzierten. Zusätzlich holten sie sich von der Stadt Dresden eine Standgenehmigung um auf der Einkaufsstraße einen Kuchenbasar zu veranstalten. Durch den Verkauf der Kuchen und verschiedene Tanzauftritte der Mädchen kamen ca. 3.000€ zusammen. Ihre Trainerin ist vollkommen zurecht mächtig stolz auf den Einsatz ihrer Mädels, die zusammen neben der „Arbeit“ eine tolle Zeit miteinander erleben durften.  In Dresden kennt man die Eisperlen nun.

    4. Neue Sprungbahn für die Finther Sportakrobaten

    Die Mädels des KKSV Mainz-Finthen waren sehr engagiert, sodass sie neben der gelenkschonenden neuen Sprungbahn zusätzlich auch noch in einen Transportwagen zur Lagerung und dem Transport der Teile, sowie einen Flick-Flack-Trainer investieren konnten.SportakrobatenDie Mädels des KKSV Mainz-Finthen haben sich ganz schön was einfallen lassen. Zu allererst haben sie sowohl aktuelle als auch ehemalige Vereinsmitglieder mit ins Boot geholt. Je mehr Menschen man erreicht, desto besser. Wie schon Sören Kalz, hat auch Projektstarterin Katja Klein größere Firmen in und um Mainz kontaktiert. Des Weiteren hat sie sich an Stiftungen gewannt. Etwas völliges neues, war für mich jedoch die Idee persönlich bei den örtlichen Unternehmen und Geschäften in Finthen vorbeizugehen um sich und das Projekt vorzustellen. Dabei waren die Mädels sehr erfolgreich. Katja Klein berichtet, dass die Rückmeldung durchaus positiv ausgefallen ist: In vielen Läden durften die Mädels Spendendosen aufstellen; ein Bekleidungsgeschäft spendete sogar den Erlös aus einer Sonderverkaufsaktion an die Crowdfunding-Kampagne der Sportakrobaten. All das hat die Mädels nur noch enger zusammengeschweißt: „Alle sind sehr stolz auf das was wir gemeinsam auf die Beine gestellt haben.“

    5. Mein Weg zur OCR Worldchampionship – Cincinnati 2015

    Charles Franzke hatte sich für gleich zwei Weltmeisterschaften im Obstacle Course Racing (OCR) qualifiziert und sammelte auf fairplaid Gelder um am finalen Rennen der Spartan Race Serie, sowie zwei Wochen später an den OCR Worldchampionships in Cincinnati teilnehmen zu können.CharlesFranzkeWie nahezu alle unsere Projektstarter hat auch Charles Franzke sich eine Art Marketingmaßnahmen-Plan für seinen Auftritt in den Sozialen Netzwerken zurechtgelegt. Da seine Sportart in Deutschland noch sehr unbekannt ist, hat er mithilfe von Youtube-Videos zu allererst ein wenig Aufklärungsarbeit geleistet, in dem er OCR und einige der Hindernisse, die bei den Weltmeisterschaften auf ihn zugekommen sind, vorstellte. Offline ist er dagegen zielgruppenspezifischer vorgegangen. Vor allem bei „Gleichgesinnten“ macht er abseits des Internets ordentlich Werbung für seine Crowdfunding-Kampagne, indem er OCR Trainingsgruppen über sein Vorhaben informierte und sie in die Kampagne integrierte, sowie an Wettkampfstätten Flyer auslegte. Man merkt, dass sich Charles intensiv mit seiner Crowdfunding-Kampagne auseinander gesetzt hat und so letzten Endes von 94 Freunden, Bekannten und völlig Fremden unterstützt wurde. Als Einzelsportler so viele Menschen zu erreichen ist definitiv bemerkenswert.

    6. Wildwasser WM mit Fuldaer Beteiligung

    Die beiden Kanuten aus Fulda hatten sich für die Junioren WM im August diesen Jahres qualifiziert. Dank ihren vielen Unterstützern auf fairplaid konnten sich Moritz und Moritz ihre verdiente Reise in die USA verwirklichen, sowie die hohen Materialkosten finanzieren.KanuMoritz Zentgraf und Moritz Fladung fielen vor allem durch ihre bodenständige und sympatische Art auf. Das Youtube-Video zeigt beispielsweise zusätzlich die Versprecher der beiden Spitzenathleten, die zum Zeitpunkt des Projekts noch die Oberstufe besuchten. Und das ganze hat sich durchaus rentiert: Bereits im ersten Rennen der männlichen Junioren konnte Moritz Fladung dann auch mit einer Top 5 Platzierung überzeugen.

  • fairplaid Award „Bestes Projekt 2015“ Teil 2

    Diese Projekte haben alles gegeben um ihr Ziel zu errreichen

    7. Blume Benefiz-Mitternachtsturnier

    Der Eissportverein ESG Esslingen e.V. ermöglichte ihrem Sportskameraden Michael Blümchen, der im Wachkoma liegt, ein spezielles Rehabilationsbett und somit optimale Bedingungen für die Ergotherapie. Um für das Projekt zu werben organisierten sie unter anderem erfolgreich ein  Eishockey-Mitternachtsturnier.BlumeDie Teamkollegen von Michael Blümchen – Blume – waren wirklich sehr engagiert. Vor allem in den Sozialen Netzwerken wie Facebook machten sie regelmäßig auf das anstehende Benefiz-Mitternachtsturnier aufmerksam, welches als krönender Abschluss ein voller Erfolg wurde. Vollkommen zu recht wurde dieses tolle Projekt zu 265% überfinanziert.

    8. Berlin Adler – Rettet den American Football Traditionsverein

    Zu viele Schulden aus den vergangenen Jahren bedrohten die Existenz des  Sportvereins. Crowdfunding bot für die Adler den letzten Ausweg. Auf fairplaid.org riefen sie ihre Fans  dazu auf, sie zu unterstützen. Durch die über 40.000€ konnte der Spielbetrieb 2015 somit erfolgreich gesichert werden.AdlerDie Adler holten wirklich alles raus! Natürlich nutzen sie ihren Fan-Seiten auf Facebook (über 5.000 Fans), Instagram (über 1.000 Abonennten) und Twitter (987 Follower) äußerst professionell und erreichten entsprechend  viele Unterstützer. Sogar das Fernsehen wurde auf den Profiverein aufmerksam. Sky, Sat1 und Sport1 berichteten über die Crowdfunding-Kampagne und auch der deutsche NFL-Superstar Björn Werner (trainierte in der Jugend bei den Adlern; heute spielt er in der National Football League bei den Indianapolis Colts) unterstützte seinen Jugendverein bei ihrem Vorhaben so gut es ging. Da ist es kein Wunder, dass insgesamt 386 Menschen den Berliner Traditionsverein unterstützten. Mich hat bei diesem großen Marketingaufgebot vor allem das Youtube-Video berührt, in dem kleiner und große Spieler, Trainer, Cheerleader und Fans um Hilfe bitte. Einfach, aber effektiv!

    9. Unterstützung für die F-Junioren des Kerkower SC

    Die F-Junioren  benötigten dringend neue Spielbekleidung und Trainingsgeräte. Die vorhandenen Trikots des Vereins waren bereits über 10 Jahre alt und nicht in ausreichender Zahl vorhanden. Durch die Kampagne wurde sogar ein längerfristiger Sponsor auf die Mannschaft aufmerksam.kerkowerSCProjektstarter Sören Kalz hat von Beginn an den den ganzen Verein mit eingebunden. Er veranstaltete eine Elternversammlung: Natürlich stand jeder hinter ihm und packte mit an. Der Verein entwickelte sogar ein eigenes Profilbild für Whatsapp um so viele Menschen wie möglich zu erreichen. Des Weiteren erarbeitete Sören einen exakten Marketingplan. Sowohl für die sozialen Netzwerke (schrittweise neue Prämien eingestellt, Countdown zum Ende, usw.) als auch offline. Die Presse berichtete zu Beginn  und rief zum Ende auch noch einmal zur Unterstützung auf. Ähnlich ging er auch bei örtlichen Unternehmen vor, die er sowohl zu Beginn der Kampagne, als auch kurz vor Schluss kontaktierte. Hier erzählt Sören im Interview ganz genau, wie er es geschafft hat, das dreifache der antizipierten Fundingsumme zu finanzieren und gleichzeitig einen längerfristigen Sponsor für sich zu gewinnen.

    10. „Refugees on the move“

    Team AfriQa möchte jungen Flüchtlingen eine Chance bieten über eine sportliche Perspektive, Anschluss in unsere Gesellschaft zu finden. Zu diesem Zweck organisierten Sie eine 600km lange Radtour von Frankfurt nach Berlin. Während der Tour legten Sie an ausgewählten Flüchtlingsheimen Pausen ein um dort den Dialog mit Flüchtlingen und Bürgern zu suchen.TeamAfriqaProjektstarter Zerai Abraham sorgte vor allem durch Geruilla-Aktionen dafür, dass viele Medien, sei es RTL Hessen, der HR oder die regionale Presse auf sein Vorhaben aufmerksam wurde und über das Projekt „Refugees on the move“ berichtete. Zusätzlich wurde er auf diversen Veranstaltungen vorstellig, verteilte Flyer und kontaktierte Sponsoren. So konnte er immerhin 97 Unterstützer für sein Projekt begeistern.

    11. Cue Queens – Billardsportlerinnen fordern die Männer heraus

    Jasmin Michel, Kristina Schagan und Ina Kaplan gehören bei den Frauen zu Europas-Spitze der sonst so Männer-dominierten Billardwelt.  Sie sammelten mit fairplaid Gelder um an den größten Turnieren Deutschlands auch ihre männlichen Kollegen ordentlich aufzumischen.BilliardProjektstarter Jochen Maurer berichtete hier bereits detailliert wie er und die Cue Queens es geschafft haben von über 50 Unterstützer mehr als 3.800€ für ihre Ziele zu sammeln.  Bis heute berichtet er auf dem fairplaid Blog von den Erfolgen der Cue Queens und hält seine Unterstützer somit auf dem Laufenden. Dass die 3 Billardspielerinnen sogar extra an einem professionellen Fotoshooting / Videodreh teilnahmen, zeigt wie engagiert alle Beteiligten hier waren. Rückblickend summiert Jochen, dass die Vorbereitung einer Crowdfunding-Kampagne die wichtigste Phase ist. Um sich optimal vorzubereiten, haben die Cue Queens und er eigenen Angaben zufolge jede Seite, jeden Blogbeitrag gelesen.

    12. Weltmeisterschaft Rhönradturnen 2015 Italien

    Yana und Marcel, Teil der deutschen Rhönradturnen Nationalmannschaft, schafften den Sprung zur Weltmeisterschaft 2015 in Lignano (Italien). Per Crowdfunding auf fairplaid.org konnten sie die Kosten für ihre Teilnahme decken.RhönradAuch diese beiden Spitzenathleten nutzen vor allem die sozialen Netzwerke um auf ihr Crowdfunding-Projekt aufmerksam zu machen. Auf ihrer eigenen Facebook-Page präsentierten sie unter anderem auch  eigene Youtube-Videos und berichteten über die von den Vorbereitungen der Weltmeisterschaft. Von dieser kehrten sie übrigens überaus erfolgreich zurück: Wir gratulieren zu Silber und Gold!!

  • Die besten Weihnachtsgeschenke für Sportler

    Weihnachten rückt immer näher und so langsam müssen wir uns wieder Gedanken über geeignete Geschenke machen. Aus diesem Grund haben wir hier sportliche Geschenkmöglichkeiten in jeglichen Preissegmenten herausgesucht. Außerdem findet ihr am Ende noch weitere hilfreiche Internetadressen um das perfekte Weihnachtsgeschenk für euren sportverrückten Lieblingsmenschen zu finden.

    Für alle denen Outdoorsport am meisten Spaß macht

    Sportgeschenk_Wildbahn

     

    1. Die Stirnlampe kann vor allem im Winter sehr nützlich sein.
    2. Perfekt zum Campen und Wandern ist die solarbetriebene, wasserdichte Lampe von LuminAID.
    3. Eine witzige Idee für längere Wanderungen ist der Scrubba Wash Bag – eine tragbare Waschmaschine.
    4. Jochen Schweizer oder mydays bieten tolle Angebote für ein gemeinsames Abenteuer. Z.B. ein Wildnis-Survival-Camp.
    5. Ein etwas hochpreisigeres Weihnachtsgeschenk ist der Laser-Entfernungsmesser.

    Für alle die HighTech lieben

    Sportgeschenk_Technik

    1. Durch die bunten LED´s wird man auf jeden Fall zum Hingucker und im Straßenverkehr nicht übersehen.
    2. SmartWatch – zu deutsch: schlaue Uhr – gibt es von unterschiedlichen Herstellern. Neben der Uhrzeit verfügt sie über zusätzliche Sensoren und Computerkonnektivität.
    3. Die Iphone Halterung für Helm und Snowboard garantieren einzigartigen Aufnahmen aus dem Winterurlaub
    4. Der Smart Body Analyzer  gibt genaue Auskunft über Körperfett, Gewicht und Herzfrequenz und Überwacht die Gesundheit
    5. HighTech Eletroroller – ist das vielleicht das Fortbewegungsmittel der Zukunft

    Für alle Individualisten, die sich über etwas persönliches am meisten freuen

    Sportgeschenk_Personalisiert

    1. Bei Adidas kann man nun seine persönlichen Laufschuhe entwerfen. Für alle die Nike bevorzugen: der führende Sportartikelhersteller bietet diese Dienstleistung natürlich auch an.
    2. 60 Minuten Musik: Du stellst Deine besten Workout-Songs zusammen. Das animiert noch mehr zum Sporteln.
    3. Bei epubli kannst Du ein persönliches Kochbuch mit den gesunden und leckeren Rezepten zusammenstellen.
    4. Zusammen macht Sport treiben gleich doppelt so viel Spaß. Warum also nicht einen Probemonat im Fitnessstudio – inklusive gemeinsamen Training.

    Für alle die auch im Büro nicht auf Sport verzichten wollen

    Sportgeschenk_Büro

    1. Clocky der Weglaufwecker sorgt direkt am Morgen schon für Bewegeung.
    2. Für sportliche Aktivitäten im Büro eignet sich zum Beispiel das Schreibtisch Tischtennis Set,
    3. die Puttingmatte mit Rücklauffunktion,
    4. oder der Basketball-(Papier-)korb, der jeden Treffer mit entsprechendem Sound untermalt.
    5. Nach dem Feierabend kann man bei einer Runde Miniatur-Kicker gegen seine Kollegen antreten.

     

    Weitere coole Geschenkideen für Sportler findet ihr außerdem auf givester.de und Was soll ich schenken? Tolle Ideen speziell für Läufer gibt es zusätzlich auf dem „being fit is fun„-Blog von Jenny.

  • Rapid Wien macht´s vor: Crowdfinanzierung im Profifußball

    Während viele kleinere Vereine und Einzelsportler Crowdfunding als alternative Finanzierungsform bereits für sich entdeckt haben, hält die sogenannte „Schwarmfinanzierung“ nun auch im Profifussball-Bereich Einzug.

    Rapid Wien startete nun mit Rapid InvesTOR die erste Crowdinvesting-Kampagne des Vereins. Das über die Kampagne eingesammelte Geld will der Fußball-Bundesligist aus Österreich für das im Bau befindliche Allianz-Stadion verwenden. Das Gesamtbudget für dieses Projekt liegt bei rund 53 Millionen Euro und ist laut Rapid-Angaben bereits ausfinanziert. Mit der Initiative Rapid InvesTOR können sich nun auch Fans und Mitglieder am Bau des Stadions beteiligen.

    Die Initiative beinhaltet 3 verschiedene Produkte (Tranchen), die sich jeweils bei Laufzeit und Basisverzinsung unterscheiden. Beim Rapid InvesTOR 5 können Crowdinvestoren dem Verein für fünf Jahre Geld leihen. Beim InvesTOR 7 für sieben Jahre und beim InvesTOR 9 für neun Jahre. Der Mindestbetrag aller 3 Tranchen beläuft sich auf 100€ und die Zinsen belaufen sich auf 2%, 2,5% und 3% entsprechend der Laufzeit.

    Weitere Informationen findet ihr hier:

    https://www.format.at/wirtschaft/oesterreich/rapid-wien-investor-treffer-crowdfunding-6105448

    https://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/4872714/Anleger-sollen-Rapid-Geld-leihen

     

  • 626€ im Monat bei einer 60-Stunden-Woche – Warum Spitzensportler unter Existenzängsten leiden

    37,1% der deutschen Spitzensportler beenden ihre Karriere, weil sie sich auf Studium und Beruf konzentrieren wollen. Im Vergleich: Nur 10,2% tuen es aus Altersgründen, 10,5% aufgrund von Verletzungen und nur 4,6% wegen Erfolgs- und Perspektivlosigkeit. Das ergab die Umfrage der Deutschen Sporthochschule in Köln.

    Fazit:

    Für unsere Spitzensportlern werden das finanzielle Auskommen und die Möglichkeit zur Dualen Karriere während der aktiven Laufbahn zu immer wichtigeren Erfolgsfaktoren. Nicht mangelnder Erfolg, sondern die Konzentration auf Ausbildung und Studium ist die Hauptursache für das Karriereende vieler Spitzensportler.

    Kaderathleten erhalten durchschnittlich 626 Euro netto im Monat – bei einer 60-Stunden-Woche. Kein Wunder also, dass rund 57% der Athleten unter Existenzängsten leiden. Eine weitere Erkenntnis aus der Studie zeigt, dass B-Kaderathleten, die nach 3 Jahren keine Platzierung im A-Kader erhalten haben, auch signifikant weniger Chancen auf zukünftige Medaillen haben. Aus diesem Grund soll zukünftig die maximale Förderzeit im B- und C-Kader beschränkt werden um „die begrenzten Mittel auf jene Athleten (zu) konzentrieren, die Chancen auf die absolute Weltspitze hätten“. Mit dieser Entscheidung würden die Athleten natürlich noch mehr unter Druck gesetzt werden.

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    Unsere Spitzenathleten stehen unter gewaltigem Druck.

    Aus diesem Grund hat die Stiftung Deutsche Sporthilfe u.a. gemeinsam mit dem DOSB und Vertretern der deutschen Wirtschaft die Initiative „Sprungbrett Zukunft – Sport & Karriere“ ins Leben gerufen. Ziel ist es langfristig die berufliche Situation der Athleten nach der sportlichen Karriere abzusichern. Dies soll erreich werden durch:

    • Schaffung von vier- bis sechswöchige Kurzzeitpraktika in Unternehmen, mit Rücksicht auf die sportlichen Verpflichtungen
    • Möglichkeit einer Kennwortbewerbung mit Gesprächsoptionen für ausgeschrieben Stellen für Sportler, und solche, die ihre sportliche Karriere bereits beendet haben
    • Auflagen eines Mentoren-Programms, mit dem Entscheider aus der Wirtschaft Begleiter junger Athleten werden

    Die Athleten wollen sich mit ihrer Zukunft auseinandersetzen. Doch leider müssen für eine erfolgreiche Ausbildung auch (bzw. noch mehr) die Unternehmen mitspielen. Noch im Juli diesen Jahres gingen der DOSB, die Sportministerkonferenz der Länder (SMK) und der DIHK davon aus, dass etwa 200 spitzensportkompatible Ausbildungsplätze und ca. 300 mit dem Spitzensport vereinbare Arbeitsplätze fehlen. Kein Wunder also, dass viele Athleten „Angst“ vor der unsicheren Zeit nach der Sportkarriere haben. Und das ist widerrum sicherlich nicht hilfreich, wenn sie versuchen ihre Leistungen weiterhin abrufen zu können und sogar noch zu verbessern.

    Hier gibt es weitere Informationen zu der Initiative.

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    Einen guten Weg ist Hamza Touba, Fliegengewicht im Boxen, gegangen. Er bekam die Chance seine sportliche Karriere mit einer Ausbildungsstelle zu verbinden. Daimler ist eines der wenigen Unternehmen, die eine Kooperation mit dem Hochleistungssport führen. Im Interview erzählt er von seinem Alltag als Spitzenathlet mit einer dualen Karriere.

    Dirk Schimmelpfennig, der Vertreter des Deutschen Olympischen Sportbundes fordert aus diesem Grund, dass die Duale Karriere bei der Neustrukturierung der Spitzensportförderung eine wichtige Rolle einnehmen soll. Angedacht sei beispielsweise die Möglichkeit der Ablegung des Abiturs in zwei Blöcken, sowie eine Anpassung der Präsenzzeitenregelung.

    Bereits vor 2 Jahren wollte der DOSB mit dem Zehn-Punkte-Papier zur Dualen Karriere im Sport einen signifikanten Schritt nach vorne gehen. Leider hängt es hier an „Umsetzungsproblem“.

  • Nach 5 Jahrzehnten: Landesregierung beschließt Anhebung der Übungsleiterpauschale

    Gute Nachrichten für den Sport. Die baden-württembergische Regierung und der Landessportverband (LSV) setzen den Solidarpakt Sport fort. Sport III wird für die Jahre 2017 bis 2021 gelten.

    Das wurde für den Solidarpakt Sport III beschlossen:

    • Über die gesamte Laufzeit soll das Fördervolumen des Solidarpakts Sport III gegenüber seinem Vorgänger um insgesamt 87,5 Mio. Euro erhöht werden.
    • Dass die Erhöhung der Mittel (vollkommen zu Recht) auch den Übungsleitern zugutekommt, begründet Minister Schmid mit den Worten: „Ohne die Übungsleiter geht in den Vereinen so gut wie nichts!“ Die Übungsleiterpauschale wurde seit den 1960er Jahren nicht mehr verändert und wird nun ab 2017 von 1,80 auf 2,50 Euro angehoben.
    • Von der Erhöhung des Fördervolumens profitieren neben den Übungsleitern, auch der Leistungssport, der Schulsport, sowie die Integration und Inklusion.
    • Für Entspannung sorgt Sport III auch bei der aktuellen Sportstättensituation in Baden- Württemberg. Das Programmvolumen von bisher 12 Mio. für den kommunalen Sportstättenbau wird auf 17. Mio. Euro angehoben.
    • Neben dem Sport partizipieren auch die Wander- und Rettungsdienstorganisationen von der Erhöhung des Fördervolumens.

     

    Da kann man nur hoffen, dass bis zur nächsten Anhebung der Übungsleiterpauschale nicht noch einmal 5 Jahrzehnte verstreichen.

  • Flüchtlingskrise: Erst verlieren Vereine ihre Gemeinnützigkeit – dann doch nicht?

    Vor zwei Wochen gingen die ersten Mahnungen vom Finanzamt raus: Weil Vereine sich für die Flüchtlingshilfe engagieren, können sie nun eventuell ihren Status der Gemeinnützigkeit verlieren. Mit Verlust der Gemeinnützigkeit müssten die Vereine u.a. auf wichtige Steuervergünstigungen verzichten, ohne die viele langfristig nicht bestehen würden. Das Problem: grundsätzlich dürften Vereinsmitglieder nur die Leistungen ihres Vereins in Anspruch nehmen, wenn sie hierfür einen Beitrag entrichten. Wenn Flüchtlinge kostenfrei mittrainieren, würde das somit gegen das Vereinsrecht verstoßen. Ausnahmen sind möglich, müssen jedoch ausdrücklich in der Satzung genannt werden. Da viele Flüchtlinge noch nicht vollständig registriert sind, können sie allerdings auch nicht in den Verein aufgenommen werden.

    Flüchtlingskrise

    Letzte Woche kam die Erleichterung: Das Engagement der Vereine in der Flüchtlingshilfe gefährdet nicht die Gemeinnützigkeit. „Zwar müsse die Verwendung von Geldmitteln oder geldwerten Leistungen für sogenannte „mildtätige Zwecke“ grundsätzlich aufgeführt sein, in der augenblicklichen Situation seien Ausnahmen jedoch gerechtfertigt“. Sportvereine können ohne Gefährdung ihrer Gemeinnützigkeit Spenden für Flüchtlinge sammeln und diese an zuständige Behörden oder Hilfsorganisationen weiterleiten. Und auch dass Flüchtlinge kostenlos mittrainieren, sei kein Problem. Dieses Angebot könnte gleichgesetzt werden mit den kostenlos durchgeführten „Schnupperangeboten“  und dient somit dem Ziel der Mitgliedergewinnung. Das offizielle Statement vom DOSB gibt es hier.

     „Der Einsatz der Flüchtlinge ist gut und richtig und kann keine negativen Konsequenzen für die steuerliche Gemeinnützigkeit haben.“
    -Finanzsenator Kollatz-Ahnen

    Das Vorgehen der Finanzämter stieß bei vielen auf Unverständnis. Gerade für die jugendlichen Flüchtlinge schafft Sport die nötige Ablenkung vom tristen Alltag und eine Möglichkeit ihrer aktuellen Situation kurz zu entfliehen. Des Weiteren stellen zahlreiche Vereine ihre Hallen zur Verfügung um die Flüchtlinge unterzubringen.

    Flucht_in_den_Fussball_-_DK_14Feb15_0001

    Doch genau das könnte zukünftig zum Problem werden. Immer mehr abgesagte Ligaspiele und weniger und ungünstige Trainingszeiten führen zu schlechter Stimmung.  In manchen Vereinen seien aus diesem Grund in den vergangenen Monaten bis zu 30 Prozent der Mitglieder ausgetreten.

    Alfons Hörman, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) möchte verhindern, dass die „traditionelle Willkommenskultur des Sports und die Akzeptanz bei den Mitgliedern sowie den Ehrenamtlichen immer mehr schwindet“.

    1000 Hallen werden bundesweit mit Flüchtlingen belegt. Bis Ende des Jahres sind 1500 prognostiziert. Ca. 1/5 der rund 90.000 Vereine hätten in den vergangenen Monaten Integrationsmaßnahmen umgesetzt. Aktuell erhält der Sport von der Politik umgerechnet einen Euro pro Flüchtling. Vollkommen zurecht wünscht sich Hörmann aus diesem Grund  mehr Unterstützung Seitens der Politik. Um den Ansturm an Flüchtlingen gerecht zu werden, muss Sport und Politik zusammenarbeiten.

    Denn:

    WO BEKOMMEN WIR INTEGRATION BESSER, NACHHALTIGER, PREISGÜNSTIGER HIN ALS ÜBER UNSERE SPORTVEREINE?

    Beispielsweise das vom Verein Goitsche Sport ins Leben gerufene Programm „Laufen und Lernen – Training und Ausbildung“ beweist: durch Sport lässt sich Integration und Weiterbildung vereinen. Peter Junge rief Anfang des Jahres zum gemeinsamen Training auf und so nahm alles seinen Lauf. Dank Ihm nehmen mittlerweile 20 Flüchtlinge regelmäßig am Training teil. Und auch für die Zukunft hat der 71-jährige noch einiges geplant. Im Mai 2016 soll ein Integrationssportfest in Bittenfeld stattfinden. Nähere Informationen zur Flüchtlingsarbeit des Vereins gibt es hier.

     

    Quellen:

    https://www.dosb.de/de/sportentwicklung/sportentwicklungs-news/detail/news/dosb_informiert_sportverbaende_fluechtlingshilfe_gefaehrdet_nicht_die_gemeinnuetzigkeit/

    https://www.morgenpost.de/berlin/article206564477/Hilfe-fuer-Fluechtlinge-Vereinen-droht-Aerger-mit-Finanzamt.html

    https://www.swp.de/ulm/sport/sonstige/Sportpolitik-Migration-Fluechtlinge-Stimmungswandel-Sporthalle-Ligaspiel-Trainingszeit-Fluechtlingsproblem-Fluechtling-Verein-Stich;art1157854,3520100

    https://www.berlin.de/sen/finanzen/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung.401534.php

  • 6,3 Mio. Follower: Das kannst Du Dir bei den Fußball-Bundesligisten abschauen

    Fußball ist die liebste Sportart der Deutschen und mittlerweile auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. In der Fußball-Bundesliga stammt mehr als die Hälfte der Erlöse aus dem Verkauf von Medienrechten und aus Sponsoringerlösen.

    Kein Wunder also, dass alle 18 Erstligisten ihre attraktiven Inhalte nutzen und sich selbst über ihre Social Media Kanäle vermarkten. Besonders beliebt ist Instagram, eine Kombination aus einer intuitiven Bildbearbeitung verbunden mit den Funktionen eines sozialen Netzwerks, wodurch es den Spielern und Trainern ermöglicht wird, kurze Videos und Fotos vom Training oder aus der Kabine mit ihren Fans zu teilen und so auf eine authentische und emotionale Art und Weise mit ihnen zu kommunizieren. Des Weiteren erhalten ihre Follower über Instagram einen einzigartigen Blick hinter die Kulissen. Ein weiterer Weg eine noch bessere und engere Fananbindung aufzubauen.

    Horizont.net, der Online-Dienst der Zeitung für Werbung, Marketing und Medien hat alle Erstligisten genauer unter die Lupe genommen und geschaut wie die Vereine bei ihrer Selbstvermarktung über Instagram vorgehen:

    • Der FC Bayern nutzt das  Bildbearbeitungsprogramm von Instagram optimal für sich: Während die Bilder z.B. nach der Niederlage gegen Arsenal London trist und grau erscheinen, dominieren nach den Siegen kräftige Farbtöne und untermauern die positiven Emotionen. Positiv zu erwähnen ist, dass die Logos der Sponsoren und Vereinspartner beim Instagram-Auftritt des aktuellen Tabellenführers eher im Hintergrund bleiben.
    • Der BVB räumt seinen Fans viel Platz ein und animiert seine Fans mittels Instagram zum Interagieren. „Welcher Spieler verbirgt sich hinter welcher Silhouette?“ Der HSV geht sogar noch weiter und bittet um direktes Feedback.

    HSV

    • Insgesamt sollte die Auswahl der Inhalte wohl überlegt sein. Neben den obligatorischen Jubelposen freuen sich die Follower auch über exklusive Szenen und Interviews, an die man sonst nur schwer kommt.

    Noch mehr Tipps und Tricks zum Abschauen gibt es hier.

  • Deswegen wurde unser Crowdfunding Projekt erfolgreich – Trotz Nischensportart!

    Ein Beitrag von Jochen Maurer:

    Zunächst vielen Dank für die Möglichkeit, über fairplaid.org ein Crowdfunding-Projekt für unseren Nischensport Pool-Billard zu starten und damit die Möglichkeit zu erhalten, eine breitere Masse zu erreichen und somit Gelder zu generieren, die man sonst nie bekommen hätte.

    Am Ende haben wir nach 45 Tagen Projekt-Laufzeit sogar über 20% mehr erzielt, als notwendig gewesen wäre. Das Ziel waren 3.000,00 Euro.

    Bei meinem/unserem Projekt ging es um die Förderung von drei jungen Pool-Billard-Spielerinnen (genannt „Cue Queens“), die allesamt national und international schon sehr erfolgreich waren und sind. Nun lautet das nächste Ziel, sich mit den Männern auf den großen nationalen Turnieren zu messen. Diese Turnierteilnahmen kosten sehr viel und via fairplaid sollten die nötigen Gelder gesammelt werden.

    3CueQueens

    Rückblickend betrachtet hängt der Erfolg oder Misserfolg eines Projekts viel von der Vorbereitung ab. So habe ich in der Tat jede einzelne Seite auf der fairplaid-Website gelesen und mich über die verschiedenen Möglichkeiten informiert. Zudem gab es intern zwischen den drei „Cue Queens“ und mir einen steten Austausch und Telefonkonferenzen, bei denen die Marschroute festgelegt wurde.
    Daraufhin wurden entsprechende Fotos gemacht, die in Kombination mit „Action-Fotos“ als Grundlage zur Vorstellung der Spielerinnen diente.
    Sogar ein Video wurde gedreht, bei dem sich die Spielerinnen sehr ins Zeug gelegt haben. So ein 40-Sekunden-Video ist in der Produktion und Nachbearbeitung deutlich zeitaufwändiger als man das glauben mag.

    Wichtig war uns vor allen Dingen auch, unser Anliegen in wenigen Worten verständlich rüber zu bringen. Ich denke, das ist ganz gut gelungen und selbst, wenn man nur auf das Vorschau-Bild unseres Projekts geschaut hat, wusste man eigentlich sofort, um was es ging. Das ist bei anderen Projekten nicht zwingend der Fall gewesen.

    Ein wichtiger Faktor sind übrigens die Prämien.

    Die vorgegebenen Prämien sind allesamt toll, aber als wichtig haben wir alle schon vor Beginn erachtet, eigene, individuelle Prämien einzufügen. Sich diese zu überlegen, ist jetzt auch nicht so schwer gewesen und mit unserer Weihnachtskeks-Prämie haben wir beispielsweise voll ins Schwarze getroffen.
    Wichtig war uns, dass die Unterstützer erkennen, dass sich die Mädels für die Spende wirklich ins Zeug legen und nicht nur einfach „kassieren“ wollen.
    Bei anderen Projekten fehlt mir hingegen etwas der erkennbare Enthusiasmus.

    Auch die Gutschein-Prämie des Partners Buschbillards.de erwies sich als Volltreffer. Natürlich hat kein einziger, der dort einen Billardtisch gekauft hat, von sich aus die fairplaid-Aktion entdeckt, aber glücklicherweise hatten wir bei Buschbillards einen Mitarbeiter sitzen, der die Kunden darauf aufmerksam gemacht hat.
    Mit anderen Worten: Wenn man bei seinem Partner niemanden sitzen hat, der aufpasst, macht der Gutschein auch keinen Sinn….

    Als dann das Projekt online war, haben wir sofort die Werbetrommel gerührt. Per Mail, Facebook und natürlich Mundpropaganda. Das Projekt wurde richtig gut angenommen und schnell waren die ersten Spenden gesammelt.
    Intern in der Billard-Szene und einen entsprechendem Billard-Internetforum ist uns kurioserweise ein wenig Neid – fast schon Missgunst – entgegengestoßen, aber so ist das nun mal. Wer nichts macht, kriegt auch nichts. Und Kritik ist leicht geäußert und profilieren kann man sich darüber auch noch…
    Glücklicherweise ebbte das recht schnell ab und der aufkommende Frust und die Verwunderung sind schnell gewichen.
    Schwieriger bzw. unterschiedlicher als gedacht gestaltete sich die Unterstützerfreudigkeit innerhalb des Verwandten- und Freundeskreis der Spielerinnen. Letztlich hängt das aber auch von der finanziellen und persönlichen Situation jedes einzelnen ab.
    Zu beobachten war auch, dass man außerhalb der Billard-Szene nur wenig bis gar nichts bekam. Das war aber nicht anders zu erwarten. Leute, die nicht direkt aus der Billard-Szene kamen, konnten wir quasi nur mit dem Billardtisch-Gutschein über 250,00 Euro (für 200 Euro Spende) erreichen. Das war uns aber auch vorher schon klar.

    Letztlich haben die Gutschein-Nehmer aber sehr gerne mitgemacht und hatten einen großen Anteil am Erfolg.

    Wichtig waren ebenso zwei Groß-Unterstützer, die gleich mehrere hundert Euro gegeben haben. Ohne diese und die Gutschein-Nehmer wäre unser Projekt womöglich gescheitert. Trotz aller im Vorfeld getätigten Mühen! Das wäre natürlich schade gewesen.

    Gutscheine CueQuuens

    Der auf der fairplaid-Seite angebotene Blog wurde unsererseits nahezu wöchentlich genutzt.

    Inwieweit das Einfluss auf den Erfolg hatte, vermag ich nicht zu beurteilen. Mir ist bei anderen Projekten aufgefallen, dass da fast nichts oder sehr wenig stand. Mir erschien es wichtig, auch diesen Bereich zu pflegen und mit Leben zu füllen.

    Zu Gute kam dem Projekt sicherlich, dass die Cue Queens schon im Vorfeld zumindest in der Szene bekannt waren und eine funktionierende Facebook-Seite hatten. Über diese erreichen wir pro Post zwischen 1.500 und 4.000 Leuten. Das ist natürlich schon mal ein guter Ansatz.

    Letztlich erschließt sich für mich in Summe folgendes FAZIT:

    Die fairplaid-Möglichkeit ist sensationell und neben Klinken putzen quasi die einzige Möglichkeit, an Unterstützung zu gelangen, wenn man nicht gerade Fußball ist.
    Gezeigt hat sich aber auch, dass Projekte einzelner Personen fast nie zu schaffen sind. Mannschaften oder kleinere Teams wie die Cue Queens haben höhere Chancen, weil einfach „die Last“ auf mehrere Schultern verteilt wird. Sprich, zehn Leute kennen mehr als zwei und daraus folgernd: Tausend potenzielle Unterstützer geben mehr als zwanzig.

    Zu bemerken ist auch, dass fairplaid exakt bei genau niemanden meiner Freunde und der Freunde der Cue Queens ein Begriff war. Natürlich arbeitet das fairplaid-Team erst seit kurzem zusammen, aber in Sachen Bekanntheit muss noch etwas investiert werden. Die Zahl von derzeit nur 14 aktiven Projekten (Stand 15.Okt. 2015 18:00) ist für mich gleichermaßen unverständlich niedrig wie erschreckend.
    Warum nutzen nicht mehr Vereine fairplaid? Es kostet doch im ersten Step nichts außer ein wenig Arbeit! Wacht mal auf, ihr Vereine und Clubs!
    Die Cue Queens und ich danken fairplaid sehr für diese Crowdfunding-Möglichkeit.
    Natürlich werden wir auch über die Einlösung der Prämien berichten. Ich bin mir sicher, das wird ein Spaß!

    Kurzum, weiter so, liebes fairplaid-Team!

    Jochen Maurer

    Logo_Cue_Queens_0001

    P.S.: Das fairplaid-Projekt hat den Cue Queens übrigens einen weiteren Sponsor beschert. Dazu später mehr in einer gesonderten Meldung. Wie ich auf Facebook gelesen habe, waren wir wohl auch nicht die ersten, die weitere Gönner gefunden haben.

    Lieber Jochen, Vielen Dank für dein ehrliches Feedback!

  • Diese Sportmarketing Trends solltest Du für 2016 stets im Hinterkopf behalten

    1. Vom normalen Spieltag zum Event

    Mitglieder-Gewinnung ist ein Thema, das alle Vereine betrifft. Die Konkurrenz wird immer härter und um ihre Fans zu halten und an Reichweite zu gewinnen, lassen sich die Clubs ganz schön was einfallen. Dabei geht es vor allem darum das eigene Angebot zu verbessern, dem Fan ein einzigartiges Erlebnis zu bieten und ihn in das Geschehen zu integrieren. Bei den Final 4, dem Endspiel-Wochenende des Deutschen Handballbundes, wurde den Zuschauern neben vier großartigen Spielen auf Top-Niveau dieses Jahr außerdem vier spektakuläre Eröffnungsshows geboten, die das ultimative Sport- und Unterhaltungsevent zauberten.

    Die Fans hatten am Abend zuvor die Gelegenheit ihre Gesichter und ihren Gesang zu dem Song „Seven nation army“ aufzeichnen zu lassen. Diese Aufnahmen wurden zu einem gigantischen Fan-Mosaik zusammengefügt und in die Eröffnungsshow beim Spiel um Platz drei integriert.

    Eine etwas andere Art der Zuschauereinbindung finden wir in der National Basketball Association. Die Videos der KissCam sorgten weltweit für Unterhaltung.

    Doch eine wirklich gute Fan-Einbindung geschieht nicht nur IM Stadion, sondern auch AUSSERHALB! Beispielsweise durch Gewinnspiele (Quiz, Tombola) im Vorfeld des Spieltags oder dem Rahmenprorgramm rund um die Sportveranstaltung(zu Gewinnen gibt es exklusive Sitzplätze oder die Teilnahme bei der Afterparty mit den Spielern).

    Das bedeutet für euch: bindet eure Mitglieder stärker ein. Sie sind ein Teil des Vereins und wollen dies auch aktiv spüren. Fragt sie in kleineren Abstimmungen nach ihrer Meinung. Außerdem schafft ihr es durch kleinere Gewinnspiele und Feste (Sommerfest, Frühlingsfest, Weihnachtsfeier) eine ganz neue Nähe zu euren Mitgliedern aufzubauen und sie noch tiefer in den Verein zu integrieren. Denn, wer sich in seinem Verein wohlfühlt, nimmt gerne auch ein paar Stunden Ehrenamt in Kauf.

    2. Internet: Immer und überall

    Im Mai 2014 besaßen rund 41 Millionen Personen in Deutschland ein Smartphone. Dabei wird Zugang zum Internet zu jeder Zeit und an jedem Ort erwartet. Da das Mobilfunknetz bei Großveranstaltungen in Stadion, Arenen oder Messen häufig überlastet ist, bieten die Bundesliga Vereine ihren Fans unter dem Begriff „Connected Stadium“ (oder auch „Stadium Vision“ genannt) nun kostenlos WLAN.

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    Anzahl der Smartphone-Nutzer in Deutschland in den Jahren 2009 bis 2015 (in Mio.)

    Bevor ihr euch nun Horrorgeschichten von Missbrauchsfällen eures Internetzugangs für illegale Downloads ausmalt, können wir euch beruhigen:

    1.  Es gibt die Möglichkeit, das Internet per Passwort zu schützen, welches dann NUR an die Vereinsmitglieder herausgegeben wird.
    2.  Für den Fall, dass ihr trotzdem noch nicht überzeugt seid: Nach aktueller Gesetzeslage kann man annehmen, dass der Betreiber von der Haftung befreit ist, wenn er seine Nutzer mittels sogenannter Nutzungvereinbarungen (die der Nutzer akzeptieren muss, bevor er das Passwort für den Zugang erhält) darüber aufgeklärt hat, dass der Nutzer die gesetzlichen Vorschriften zum Jugensschutzrecht, zum Urheberrecht und zum Strafrecht beachtet werden müssen.

    Jetzt werden viele Vorstände noch erwidern: Ohne Telefonkabel kein Internet. Glücklicherweise ist es via Satellit mittlerweile auch ohne Kabel- und DSL-Anschluss möglich Zugang zum Highspeed-Internet zu erhalten. Weitere Informationen zu diesem Thema findet ihr hier.

    Der große Vorteil: Die Fans können während des Spiels  posten, tweeten und ihr Erlebnis mit der Außenwelt teilen und machen damit Werbung für den Verein. Damit wären wir auch schon beim nächsten Thema.

    3. Behind the scenes: Fans produzieren ihren eigenen Inhalt

    Fans lieben es eigene Inhalte zu produzieren und zu teilen und somit ihre Beziehung zum jeweiligen Club zum Ausdruck zu bringen. Diese von den Fans produzierten Inhalte sind effektiv und kostengünstig. Das beste Beispiel liefert uns Kayla Itsines. Sie lässt andere für sich und ihr Produkt werben und hat damit eine Community von mehr als 3 Millionen Followern aufgebaut. Ihre Kundinnen posten ihre Erfolgsgeschichten auf Instagram – besser und effektiver als jede teure Imagekampagne.

    Immerhin teilen fast zwei Drittel ihre Handy-Schnappschüsse in sozialen Netzwerken. Das bedeutet beispielsweise, dass über 400 Millionen Menschen Instagram zum Teilen von Fotos oder Videos nutzen und dort pro Tag durchschnittlich 80 Millionen Bilder hochladen. Unter ihren Erlebnissen können die Fans dann Ihren Verein markieren und somit eine direkte Verbindung zu ihm herstellen. Super Werbung, vollkommen kostenlos! Auch hier geht es wieder darum aus einer normalen Veranstaltung ein Event zu machen, welches sie unbedingt mit ihren Freunden teilen wollen. Um diese kostenlose Werbung zu forcieren können Vereine ihre Fans dazu aufrufen z.B. das emotionalste Fan-Bild zu posten. Natürlich mit der Verlinkung zum jeweiligen Verein 😉

    Nichts ist glaubwürdiger als ein Fan (bzw. Mitglied) der von seinem einzigartigen Erlebnis bei eurem Event schwärmt und dies laut und deutlich über seine Sozialen Netzwerke kommuniziert.

    4. Media-Partnerschaften

    Die NFL macht es uns mit Kooperationen mit Yahoo (weltweiter Live Stream von den Spielen der Buffalo Bills und der Jacksonville Jaguars) und Snapchat, sowie Twitter (Video Content) bereits vor. Und es werden noch mehr Partnerschaften mit Digitalen Medien kommen. Der Erfolg der NFL zeigt es: besonders mit Social Media und Messaging Plattformen machen solche Kooperationen durchaus Sinn.

    Auch als Verein ist es wichtig flexibel auf aktuelle Trends in den Medien zu reagieren und sich für Social Media Kanäle zu öffnen. Schalke 04 beispielsweise überträgt als erster Bundesligist überhaupt seine Pressekonferenz via Periscope (ein neues Livestreaming-Pool von Twitter) und lässt so seine Fans live an der Pressekonferenz teilnehmen.

    Die neuen Medien bieten so viele Möglichkeiten sich mit Mitgliedern und Fans zu connecten. Deutschland hat hier noch einiges aufzuholen.

    5. Crowdfunding als Marketing-Kampagne

    Während es meist darum geht den Fan in die Halle zu locken, wird beim Crowdfunding das Augenmerk auf  die Notwendigkeit ihrer Unterstützung und den Zusammenhalt im Verein gelenkt. Die Fans und Mitglieder können aktiv ihren Beitrag leisten. Zusammen mit ihnen ein Projekt erfoglreich zu verwirklich schweißt zusätzlich zusammen, abgesehen von den positiven Auswirkungen auf Ruf und Reichweite des Vereins. Pascal Roller, ehemaliger Basketball-Nationalspieler ist der Meinung, dass durch eine Crowdfunding-Kampagne dem Vereinsumfeld eine tolle Gelegenheit geboten wird, „ein Teil (der) Entstehungsgeschichte zu werden – quasi so etwas wie Mit(be)gründer. Damit schafft man meiner Meinung nach am ehesten die Möglichkeit eine Identifikation und Nachhaltigkeit herzustellen.“

     

  • Nützliche Internetadressen für Vereine!

    Dem Internet sei Dank gibt es mittlerweile viele hilfreiche Adressen, die euch den Vereinsalltag vereinfachen und euch Arbeit abnehmen.

    Mitgliederverwaltung

    jverein.de:

    ist eine KOSTENLOSE Software zur Mitgliederverwaltung und einfachen Buchhaltung für Vereine. Inklusive Onlinebanking (ist direkt an das Onlinebanking-Tool Hibiskus angebunden) und Statistikmodulen! Das Programm erstellt Rechnungen, Mahnungen und Spendenquittungen, sowie je nach Bedarf Listen von Mitglieder, Geburtstagen und ähnlichem. Weitere Berichte findet ihr hier.

    QuickVerein Plus:

    wurde bewusst intuitiv bedienbar entwickelt, so dass auch Computeranfänger nicht mit scheinbar sinnlosen Funktionen überhäuft werden. Die Software zum Download gibt es hier.

    Software zur Verwaltung von Sportanlagen und Turnieren:

    aidoo und ebusy

    www.aidoo-software.de und www.ebusy.de stellen geeignete Software zur Verwaltung von Sportanlagen, wie Tennis- oder Badmintonplätze, Beachvolleyballfelder, Eisstockbahnen oder andere Räumlichkeiten, zur Verfügung.

    Stifter-helfen.de

    Stifter-helfen arbeitet mit namhaften It-Unternehmen zusammen, die gemeinnützige Vereine mit gespendeten Produkten unterstützen, um so die EDV wieder auf Vorderman zu bringen.

    tickaroo.com

    ist eine Liveticker-App für lokale Sportereignisse jeder Art.

    Software für die Vereinshompage:

    comave.de

    liefert die technischen Grundlagen, sodass jeder (beliebig viele Benutzer möglich) den Inhalt der Homepage auch ohne spezielles Wissen gestalten kann und für eine ansprechende Außendarstellung gesorgt ist.

    vereinsknowhow

    Unter https://vereinsknowhow.meinverein.de findet ihr allgemeine Informationen Rund um das Thema Vereinsmanagement

    Gelder sammeln

    fairplaid.org

    ist deutschlandweit die größte Crowdfunding-Plattform speziell für Sportverein und Sportler. Mit knapp 100 erfolgreichen Projekten wurden so  bereits über 300.000€ gesammelt.

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    bettervest.de

    bietet eine Crowdfunding-Plattform zur Finanzierung energiesparender Maßnahmen. Anregungen und Ideen, wie Vereine Geld sparen und gleichzeitig die öklogisch nachhaltig arbeiten findet ihr hier

    fundraisingbox & altruja

    fundraisingbox.com und altruja.de bieten Spendentools und passende Online-Spendenformulare für die Vereinshomepage.

    Smoo.st

    Smoo.st geht noch weiter und stellt eine APP zur Verfügung , auf der Spendenprojekte gesammelt werden. Und das für nur ein paar Cent im Monat.

    foerderdatenbank.de

    Unter www.foerderdatenbank.de erhält man vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Hilfe bei der Suche nach Fördermittlen von Bund, Land und EU.

    connectinghelp.de

    verwaltet das Vermögen von über 1.200 Stiftungen. Eine Art Spendenmarktplatz für Non-Profit-Organisationen.

    anschlusstor und clubspo11

    anschlusstor.de und clubspo11.de vermitteln und vermarkten Flächen für Trikot- und Werbebandensponsoring.

    Sponsoo.de

    geht noch weiter und vermittelt direkt Sponsoren. Weitere Informationen findest du hier.

    Opel Family Cup

    Beim OPEL FAMILY CUP erhalten die teilnehmenden Teams wertvolle Sachpreise.

     

    Marketing und PR:

    Google Ad Grants

    Google Ad Grants ist eine für gemeinnützige Organisationen konzipierte Version von AdWords, dem Online-Werbetool von Google. Als Teilnehmer am Google Ad Grants-Programm erhalten gemeinnützige Organisationen monatlich 10.000,00 $ in Form von kostenloser AdWords™-Werbung, um auf den Google-Suchergebnisseiten zu werben.

    Cleverreach.de

    Briefe versenden war gestern. Geld sparen und die Umwelt schonen , indem man auf E-Mails umsteigt. Bei www.Cleverreach.de erhalten Non-Profit-Organisationen Rabatt.

    2ndgoods und fitnessmarkt

    2ndgoods.de stellt eien Handelsplattform für (gebrauchtes) Sportequipment und unter www.fitnessmarkt.de findet ihr einen großen Marktplatz für Fitness- und Gesundheitsgeräte.

    prosharing.de

    stellt dagegen eine Plattform zur Verfügung auf der Sportvereine eine Art Einkaufsgemeinschaft bilden und so Geld sparen können.

    myfooza.de

    konzeptioniert, designt und produziert individuelle Sammelalben und Sticker für Amateur- und Profisportvereine (fast) aller Sportarten und sind somit das, was Panini einst für die Bundesliga war.

  • So hat der Kerkower SC das Dreifache für einen Trikotsatz erhalten

    Sören Kalz vom Kerkower SC suchte im Sommer diesen Jahres nach einer Möglichkeit trotz nur knapp gefüllter Vereinskassen die immer größer werdende Nachwuchsabteilung zu unterstützen. Vor allem die Finanzierung der dringend benötigten Spielkleidung für die F-Junioren sowie Trainingsgeräte und Bälle für alle Nachwuchsmannschaften des Vereins stand ganz oben auf der Liste. Über SKY hat er fairplaid entdeckt und gleich darauf eine Kampagne gestartet . Mit riesigem Erfolg. Von 1.200€, die er angab, kamen am Ende knapp 3.500€ zusammen. Wie er das geschafft hat, erzählt er euch hier.

     

    Die herkömmliche Finanzierung regionaler Sportvereine läuft doch über Mitgliedsbeiträge, Wirtschaftsförderung und staatliche Fördermittel. Warum habt ihr Euch nun für die Crowdfunding-Plattform fairplaid entschieden?

    Seit längerer Zeit hatte ich die Problematik mit der Spielkleidung auf dem Schirm. Unsere Mannschaft wuchs immer mehr und unser bisheriger Trikotsatz war doch um einiges in die Jahre gekommen und auch zahlenmäßig nicht mehr ausreichend. Mehrere Eltern sprachen mich darauf an und haben mir auch ihre Unterstützung bei der Finanzierung angeboten. Ebenso habe ich in meinem persönlichen Umfeld Personen, die die Vereinsarbeit gerne mit Beträgen unterstützen möchten. Nichtsdestotrotz würden die Unterstützungen allein aber für die Finanzierung eines Trikotsatzes nicht ausreichen. Eher zufällig erfuhr ich durch einen TV-Auftritt der fairplaid-Gründerin Marthe-Victoria Lorenz im „Sky Inside Report“ von der Crowdfunding-Plattform fairplaid. Zwar war mir die Finanzierungsform Crowdfunding bereits aus meiner beruflichen Ausbildung und Studium durchaus bekannt, bekam nun aber aufgrund meiner aktuellen „Trikot-Problematik“ eine völlig neue Bedeutung. Crowdfunding ermöglicht einer Vielzahl von Personen bzw. auch Firmen ein gemeinsames Projekt zu unterstützen. Fairplaid bietet den Unterstützern sogar noch eine Art Gegenleistung, die als Dankeschön entweder eine selbsterstellte Prämie des Vereins oder aber ein Gutschein eines mit fairplaid kooperierenden Unternehmens sein kann.

    Die Mitgliedsbeiträge in unserem Verein sind sehr familienfreundlich und werden aufgrund der Vereinsphilosophie auch nicht angepasst. Auch die Einnahmen aus Wirtschaftssponsoring und staatlicher Förderung reichen einfach für die Anschaffung neuer Spielkleidung nicht aus. Die Nachwuchsarbeit in unserem Verein ist, wenn man so will ein Minus-Geschäft. Nach dem Beitrag im Sky Inside Report begann meine Recherche zum Thema Crowdfunding und natürlich auch fairplaid. Recht schnell wuchs dann mein Entschluss: Crowdfunding ist genau das was ich suche und brauche. Für ein gemeinsames Ziel kann ich mehrere Parteien als Unterstützer ins Boot holen. Alternativen wären vielleicht noch die Anschaffung sehr günstiger Spielkleidung (no-name-Produkte) gewesen, ich wollte aber in einem Jahr nicht wieder vor dem gleichen Problem stehen und Angst um die Qualität haben müssen.  Ich hatte bereits mehrere potenzielle Unterstützer im Hinterkopf und war mir sicher, dass dies ein guter Grundbaustein für ein erfolgreiches Crowdfunding-Projekt sein würde.

    Wie ging es weiter, nach dem fest stand, dass Du das Crowdfunding-Projekt über fairplaid starten möchtest?
    Im Nachhinein kann ich sagen, dass die Arbeit vor dem eigentlichen Projektbeginn die wichtigste Phase für die erfolgreiche Projektdurchführung war. Zum einen ging es nun natürlich darum, mögliche Supporter zu gewinnen und die Legitimation durch den Verein zu enthalten. Schnell wurde klar, dass alle Beteiligten, also Verein und Eltern hinter der Aktion stehen und unterstützen möchten.
    Weiterhin muss natürlich die gesamte Projektdurchführung durchdacht und geplant werden. Etliche Szenarien und Ideen liefen immer wieder quasi im Geiste ab.

    Was würdest Du anderen Projektstartern empfehlen, was sollte beachtet werden?

    Das fairplaid-Team war mir bei der Planung und natürlich auch später bei der Umsetzung eine riesengroße Hilfe und Unterstützung. Die ganze Plattform ist auch so aufgebaut, dass man Schritt für Schritt durch die Planung durchgeführt wird. Sicher war es ganz wichtig, die finanzielle Seite zu beachten. Also wieviel Geld benötige ich tatsächlich? Ich empfehle hierzu verschiedene Angebote einzuholen. Nichts wäre schlimmer als eine Summe X in den Raum stellen, die dann aber im Endeffekt tatsächlich gar nicht zur erfolgreichen Projektumsetzung genügt.

     

    Kerkower SC
    Wie habt ihr für das Projekt geworben?

    Auch hier war die Vorplanung besonders wichtig. Vorab habe ich eine Art Marketing-Plan entworfen. Generell wollte ich möglichst viele Kanäle nutzen um eine Vielzahl von Nutzern zu erreichen. Dazu habe ich mir eine Zeitleiste skizziert und Texte entworfen. Fairplaid war hier ebenfalls eine große Hilfe und stellte u.a. Textideen zur Verfügung und bot durch Blog-Beiträge tolle Hilfestellungen wenn es darum geht „richtig zu werben“. Zum Beispiel kann es unter Umständen entscheidend sein zu welcher Uhrzeit man Beiträge auf Facebook postet um möglichst viele Nutzer zu erreichen.

    Durch eine recht ausführliche Recherche habe ich durch Online-Firmenverzeichnisse gezielt regionale Unternehmen ermittelt und mir eine Liste mit Firmen, Kontaktdaten und Ansprechpartnern erstellt. Zu Projektbeginn, Projektmitte und kurz vor Projektende haben ausgewählte Unternehmen persönliche Mails von mir erhalten in denen ich für unser Projekt geworben habe. Über Facebook haben wir sehr regelmäßig über dieses Projekt berichtet, schwerpunktmäßig zu Beginn und Ende der Kampagne. Eigens für Facebook- und WhatsApp-Nutzer haben wir ein Logo entwickelt welches auf unser fairplaid-Projekt aufmerksam gemacht hat. Weitere Werbeinstrumente waren die lokale Zeitung, sowie selbsterstellte Flyer und Plakate, die beispielsweise bei Heimspielen des Vereins verteilt wurden. Ganz besonders wichtig war auch die „Mundpropaganda“ durch Eltern und Vereinsmitglieder, die auf das Projekt im Rahmen von Elternversammlungen u.ä. gezielt eingestimmt wurden.
    Fairplaid bietet die Plattform für die Umsetzung des Projekts. Wichtig ist dabei natürlich auch eine gelungene Projektbeschreibung als Aushängeschild.

    Du hast die Prämien angesprochen, die die Unterstützer vo Euch erhalten können. Welche Prämien habt ihr angeboten?

    Natürlich habe ich mir hier viele Ideen von erfolgreichen fairplaid-Projekten holen können. Ich habe das Rad nicht neu erfunden. Grundsätzlich war meine Maßgabe, dass für jeden etwas dabei sein sollte. Ich habe also versucht mich in die Sichtweise eines potenziellen Unterstützers hinein zu versetzen. Jemand, der den Verein gern mit einem kleinen Beitrag unterstützen möchte, freut sich vielleicht über ein Erinnerungsfoto oder eine persönliche Video-Botschaft, während Firmen wahrscheinlich mehr Interesse an Werbemaßnahmen haben. Grundsätzlich muss natürlich auch hier vernünftig kalkuliert werden, die Prämien müssen bezahlbar und finanziell überschaubar bleiben.

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    Kannst Du verraten wer euer Projekt unterstützt hat? Waren auch Firmen oder „Externe“ unter den Unterstützern dabei?

    Insgesamt gab es 32 verschiedene Unterstützer. Ich finde es ganz toll, dass sich fast alle Eltern daran beteiligt haben. Viele der Unterstützer kamen aus dem Umfeld des Vereins. Bemerkenswert empfand ich auch, dass sich ein regionaler Bundestagsabgeordneter an der Aktion beteiligt hat. Er wurde durch meine an ihn gerichtete Mail auf das Projekt aufmerksam und hat sogar noch innerhalb seiner Partei für unsere Aktion geworben. Weiterhin haben sich auch regionale Firmen unser Projekt finanziell unterstützt. Ein riesiger Erfolg war auch unsere „Premium-Sponsor“-Prämie, bei der ein Unterstützer sich bei Finanzierung der kompletten Projektsumme, eine Art Werbepaket sichern konnte, in dem das Firmenlogo u.a. unsere neuen Trikots, sowie das Titelbild der Facebook-Seite des Vereins ziert. Mit dem Unternehmen ToniTec Beschlagsfachhandel hat sich ein junges und erfolgreiches Unternehmen entschieden uns auf diese Art und Weise zu unterstützen.

    Das heißt durch das fairplaid-Projek sind auch langfristige Kooperationen entstanden?

    Mit dem sog. Premium-Sponsor pflegen wir einen engen Kontakt. Wir haben gemeinsam die Trikotübergabe veranstaltet und das Unternehmen konnte sich bei dieser Gelegenheit von der Arbeit in unserem Verein überzeugen. Das Unternehmen verfolgt weiterhin sehr interessiert die Entwicklung der Mannschaft und hat nun auch zugesagt, anlässlich der Weihnachtsfeier jedem Mannschaftsmitglied einen Vereins-Schal zur Verfügung zu stellen. Von Vereinsseite sind wir von dem Engagement dieser Firma natürlich völlig begeistert. Erwähnenswert ist aber auch, dass sich im Nachgang des Projekt noch zwei weitere regionale Großunternehmen bei uns gemeldet haben und an einer Unterstützung unserer Nachwuchsarbeit interessiert sind. Das macht uns natürlich sehr stolz.

     

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    Würdest Du die Crowfunding-Plattform fairplaid noch einmal nutzen und was würdest Du eventuell anders machen?

    Bei der Umsetzung von Projekten im Sportbereich kann ich fairplaid nur wärmstens weiterempfehlen. Die Projektbetreuung hätte nicht besser sein können, jede Anfrage wurde sehr schnell, persönlich und kompetent beantwortet. Fairplaid bietet eine tolle Gelegenheit für Projekte aus verschiedenen Bereichen und Sportarten, egal ob es sich um die Finanzierung von Mannschaftsfahrten, Aktionstagen oder auch die Unterstützung von Einzelsportlern handelt. Verbessern würde ich bei einem weiteren Fairplaid-Projekt die face-to-face-Werbung. Persönliche Kommunikation macht einiges leichter und unmissverständlicher.

    P.S. Am Wochenende kam eine weitere freudige Mitteilung: dank der Aktion ist auch die Sparkasse Uckermark auf unseren Verein aufmerksam geworden und hat sich bei mir gemeldet.
    Nachdem ich den Verein beim Vorstand der Sparkasse präsentiert hatte, kam nun die schriftliche Mitteilung dass wir nun noch 800 € für die Anschaffung von Vereinskleidung erhalten.

    Die Öffentlichkeitsarbeit und Berichterstattung im Rahmen der fairplaid-Aktion haben sich meines Erachtens auch positiv auf die Mitgliederzahlen und auch auf das Image des Vereins ausgewirkt. Ich war gestern Zuschauer eines gut besuchten Fußballspiels in der Region und wurde dort von etlichen Leuten auf das Projekt angesprochen. Das Feedback war ausnahmslos positiv. Einige beschäftigen sich jetzt auch mit dem Gedanken über Crowdfunding Projekte zu finanzieren.

     

    Interessant für alle Fußballvereine die genau wie Sören einen neuen Trikotsatz benötigen! Seit diesem Monat haben wir eine neue Kooperation mit Karstadt sports: 
     - 30% der benötigten Summe werden von Karstadt sports übernommen
     - 30% werden von einem lokalen Partner gesponsert
     - 40% werden über fairplaid realisiert
    Um weitere Informationen zu erhalten, schreibt uns einfach über projekte@fairplaid.org oder kontaktiert uns unter 0711 21725970.
  • VW-Affäre: Warum man lieber nicht von einem Sponsor abhängig sein sollte

    UPDATE 22.11.2015:
    Wie in den Medien (BAMS, Welt, Zeit.de) bekannt wurde, soll es bereits eine Streichliste geben. Auf der Liste stünden die Fußball-Bundesligisten Hannover 96, Werder Bremen und Schalke 04 sowie Zweitligist 1860 München, berichtete die BAMS vorab. Besonders betroffen wären aber die Grizzlys aus Wolfsburg, die ca. 5 Millionen Euro von VW erhalten. „Ein Komplett-Ausstieg würde das DEL-Aus bedeuten“, sagte Fliegauf, dessen Vertrag ausläuft. Erst wenn es eine VW-Entscheidung gibt, kann auch über die Zukunft des Managers entschieden werden berichtet ndr.de.

     

    VW gehört zu den mächtigsten Sponsoren im deutschen Fußball. Der Konzern engagiert sich zur Zeit bei über 17 Vereinen. Allein der VfL Wolfsburg erhält schätzungsweise 80 Mio. Euro im Jahr.

    Aber: Die Abgasaffäre wird den Autobauer wohl einiges kosten. Ein guter Grund, um aktuelle Sponsoring-Maßnahmen unter die Lupe zu nehmen. Matthias Müller, der Vorstandsvorsitzende der AG, erklärte nun auf einer Betriebsversammlung: „Was nicht zwingend notwendig ist, wird gestrichen oder geschoben“.

    Das die Unterstützungen zu großen Clubs wie dem VfL oder Bayern München (mit VW-Tochter Audi ist man mit ca.8% an der Profiabteilung des FCB beteiligt) gekürzt werden ist zwar unwahrscheinlich, aber bei kleineren Engagements durchaus denkbar. Die Affäre trifft also nicht nur Volkswagen selbst, sondern auch die Vereine, die bisher auf VW als Sponsor gesetzt haben.

    In seinem Handelsblatt Artikel schlussfolgert Christoph Metzelder „Das kommunikative Territorium Fußball wird für andere Automarken wieder eröffnet.“ Zu seinem Artikel kommt ihr  hier.

    Wieso einer, wenn Du Viele haben kannst.

    Wer bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Sponsors nicht gleich das Zeitliche segnen möchtet, sollte auf Vielfalt legen und sich ein breitgefächertes Sponsoring-Portfolio zulegen. Fällt einer weg, kann die Lücke besser geschlossen werden.

    Diese Vorgehensweise hilft auch bei Verhandlungen. Denn wer nicht unbedingt auf das Sponsoring angewiesen ist oder zumindest so erscheint, hat bei den Verhandlungen die besseren Karten. Eleftherios Hatziioannou von der Firma smoope, ist zwar kein Verein. Aber er hatte nur ein Vier-Mann-Unternehmen, als er mit dem Hightech-Gründerfonds über ein Investment von 500.000€ verhandelte. Er, der kleine Fisch, auf der anderen Seite der große Fonds mit vielen Anwälten. Sein Resumée: „Du musst Dir denken: Hey, ihr erhaltet von mir etwas, das ist eine Chance für Euch. Und Du musst bereit sein, den Tisch zu verlassen, wenn Dir die Konditionen nicht fair erscheinen. Andernfalls wirst Du immer in der Bittsteller-Roller sein.“

    Wer weiß, dass er im Zweifelsfall auf den Sponsor verzichten kann, kann im Fall der Fälle auch bessere Konditionen verhandeln.

    Sponsorbalken

    Hilfreich kann hier auch die wahrscheinlich bekannte Sponsoring-Pyramide sein, die mehrere Ebenen umfasst und ein Angebot für jedes Budget bereit hält, ähnlich wie die Prämienstaffelung in einem Crowdfunding-Projekt. Während der Hauptsponsor beispielsweise für 40.000€ als Namensgeber für ein Turnier und groß auf dem Trikot präsentiert wird, erhält der Businesspartner für 3.500€ einen Platz auf der Bande und wird auf der Homepage und im Saisonheft genannt.

    pyramide (2)

    Auch Crowdfunding setzt auf dieses Prinzip der Staffelung. Viele Förderer für ein Projekt, die Abhängigkeit von einer Person oder einem Unternehmen entfällt so. Vielmehr war die Unabhängigkeit von Firmen und Institutionen die Ursache für die Entstehung von Crowdfunding. Bands wollten unabhängig von Musikverleihfirmen werden, Kreditnehmer unabhängig von der Zusage einzelner Banken, Firmen unabhängig von einzelnen Investoren und Vereine von einzelnen Sponsoren. Und wer die Macht der Masse zu nutzen weiß nutzt, kann sich andersrum Sponsoren aussuchen. Dann nämlich wenn sie bei einem anklingeln und nicht andersrum.

  • Handball-Bundesligist Füchse Berlin dank Crowdfunding auf Trikot des australischen Nationalteams

    Football, Rugby, Surfen, Pferderennen, Tennis bis hin zu Cricket. Viele Sportarten erfreuen sich in Australien großer Popularität. Handball gehört jedoch nicht dazu.

    Auch ein Grund, weshalb Spieler, Trainer und Betreuer der Nationalmannschaft sämtliche Kosten selbst tragen müssen. Aufgrund der fehlenden Reichweite gilt die Sportart in Australien werden für das olympische Komitee noch für Sponsoren als förderwürdig genug.

    Um die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio 2016 zu sichern, müssen die australischen Handballer zum asiatischen Qualifikationsturnier anreisen. Kosten: 10.000 australische Dollar (umgerechnet knapp 6.500€). Um dies möglich zu machen, setzt die Mannschaft nun auf Crowdfunding.

     

    Olympiateilnahme durch Crowdfunding

    Mit Erfolg: In nur 23 Tagen wurde die Crowdfunding-Kampagne 843 mal geteilt (Stand 17:15, 12.10.2015) und erreichte auch die deutschen Gefilden.

    Neben prominenten Unterstützern wie Pascal Winkler, dem Teammanager vom Sidney University HC oder Diego Llorente, einem argentinischen Nationalspieler, hat auch ein deutscher Profi-Club in die Tasche gegriffen, um sich für das Team zu engagieren.  Bob Hanning, Geschäftsführer der Füchse Berlin erklärt warum: „Als wir von der originellen Aktion erfuhren, stand für uns sofort fest, dass wir hier helfen„. 2.000 Dollar zahlten die Füchse und erwarben sich so eine Werbefläche auf dem Rücken der Nationalmannschafts-Trikots. Die Chancen stehen also gut, dass wir 2016 in Rio das Logo der Füchse auf dem Rücken der Australier bewundern dürfen.

    Fuechse_berlin

  • Kooperation zwischen NFL und Snapchat – ein Vorbild für andere Ligaverbände?

    Die National Football League (NFL) geht im Bereich Social Media neue Wege. In einer offiziellen Kooperation mit Snapchat bietet der Verband den Fans ganz neue Möglichkeiten, sich im Stadion medial auszutoben. Snapchat ist ein Instant-Messaging-Dienst über den seine User kostenlos, mit Nachrichten versehene Bilder und Videos, per Smartphone und Tablet an Freunde versenden können. Die Dateien sind nur eine bestimmte Anzahl von Sekunden sichtbar und zerstören sich dann selbst.

    Vorausgesetzt die Ortungsdienste sind eingeschaltet, erkennt die App wenn der User an einem Event der NFL teilnimmt oder ein Spiel besucht. Werden über die App Fotos oder Videos aufgenommen, erhält der Nutzer die Möglichkeit die Datei auch über das Feature „Live Story“ zu veröffentlichen, wo es bis zu 24 Stunden nach dem Event allen Snapchat-Usern zur Verfügung steht. Das Feature beinhaltet zusätzlich von der NFL kreierten Content, stellt beispielsweise alle 32 NFL Teams dar und bietet somit eine interessante Kombination aus User-produzierten snaps und offiziellem „Insider“-Inhalt aus der NFL. Klingt nach einer wirklich interessanten Sache für alle NFL-Fans und somit auch für werbetreibende Unternehmen, die auf große Reichweiten hoffen dürfen.

    nfl-on-snapchat
    By Mark Lelinwalla, Tech Times | September 17, 11:39 AM

    Bleibt noch eine Frage zu klären: worin genau besteht der Nutzen für NFL und snapchat?

    Die TV-Rechte der NFL gehören zu den teuersten der Welt. In den USA werden die Spiele von insgesamt vier verschiedenen TV-Sendern übertragen. Wieso also diese exklusiven Inhalte frei zugänglich überall auf der Welt, wenn auch nur für begrenzte Zeit, anbieten?

    Werbung in den bis zu 15-sekündigen Videoclips zu schalten, soll die Unternehmen laut re/code 2 Cent per View für eine 10 Sekunden-Ad kosten. Den Gewinn teilen sich die zwei, aber es steckt noch mehr dahinter:

    Für Snapchat liegt der Nutzen in der Möglichkeit mit den exklusiven Werbepartner der NFL in Kontakt zu treten, während die NFL Zugang zu den jungen, mobilen Snapchat Usern erhält.

    Der Live-Test zum Saisonauftakt beim NFL Draft in Chicago fiel durchaus positiv aus: knapp 15. Mio. nutzen das „Live Story“-Feature von Snapchat.

     

    gefunden auf Twitter bei Peter Bock