• So überzeugt Dein Sportprojekt Unterstützer und Sponsoren

    Du hast dich sicherlich auch schon das ein oder andere Mal dabei erwischt. Du surfst in einem Online-Shop,  guckst Dich um und kaufst am Ende doch nichts. Gründe kann es hierfür viele geben: Kann ich dem Betreiber vertrauen, werden meine Käufe pünktlich geliefert? Ist mein gewünschtes Produkt dabei? Gibt es nicht einen besseren/günstigeren Shop? Ist meine gewünschte Bezahlmethode dabei (53% Abbruchquote! für alle, die die Kontodaten auf der Vereinswebseite noch für zeitgemäß befinden)? Bin ich ÜBERZEUGT?

    Wenn sich also 100 Menschen in einem Online Shop umschauen, heißt das nicht gleich, dass alle 100 kaufen. Je nachdem, wie gut der Shop ist, kaufen z.B. 3 am Ende wirklich ein. Man nennt dies Konversionsrate, weil 3 Menschen vom Umhersurfer zum Käufer konvertiert sind. 3 Menschen haben sich am Ende für den Shop entschieden.

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    13.000 Menschen waren auf dem fairplaid-Projekt der U21-Damen Kanupolo Nationalmannschaft, die 2017 für die Reise zur WM innerhalb von wenigen Tagen 20.000€ herzaubern mussten. 303 haben letztendlich unterstützt und das Projekt zum Erfolg geführt. 13.000 Menschen haben umhergesurft, 303 wurden konvertiert zu Unterstützern.

    Du siehst also, dass es den Menschen auf Deiner Projektseite geht, wie in jedem Online-Shop. Sie klicken auf der Projektseite umher und entscheiden aufgrund Design, Benutzerfreundlichkeit, Bezahlmethoden (unsere Verantwortung) sowie Bilder, Texte und dem Projekt an sich (Deine Verantwortung), ob sie unterstützen – oder eben nicht. Und so überzeugst Du sie:

     

    Der erste Eindruck: Du hast einen Plan

    Ich habe bereits einen ausführlichen Artikel geschrieben, der Dir zeigen soll: Wir können jeden Euro gebrauchen funktioniert nicht.

    Ziele und Visionen sind wichtig, denn sie zeigen, dass Du einen Plan hast, was mit dem Geld passiert. Du gehst ja auch nicht zur Bank und sagst: Ich brauche Geld. Du gehst zur Bank und sagst: Ich brauche 100.000€ für ein tolles Haus. Dieses wird toll, weil Baufirma X es für 70.000€ und der Handwerker Y es für 30.000€ richtig schön macht. Hier sind ihre Angebote und der Plan dazu.

    Stelle Deine Ziele deshalb in den Mittelpunkt, in den Fokus und benenne auch Dein Projekt danach:

    Nachwuchsförderung für unseren Verein
    Besser: Mission Oberliga 2017: Unsere U16 an die Spitze

    Fanutensilien und Werbematerialien für die Halle
    Besser: Hölle West brennt: Let’s get ready to rumble!

    Trainingslager in Portugal
    Besser: Mein Weg nach Rio

    Kunstrasenplatz
    Besser: Eine neue Heimat für Euch und uns!

    Ihr habt also ein Ziel und es ist klar: um ein Ziel zu erreichen müssen finanzielle Mittel her. Die Trikots, das Trainingslager, die neue Halle, die Werbematerialien sind nur Maßnahmen, um dieses Ziel zu erreichen.

     

    Gib den Menschen einen Sinn

    Egal ob Dein Projekt eher sozial oder eher professionell aufgestellt ist, sollte es immer hervorheben, was Deine Unterstützer eigentlich für einen großen Nutzen haben, wenn das Projekt umgesetzt wird.

    Es kann die Motivation, der Wille, Ruhm, Neid, Anerkennung sein, für den Menschen alles geben, welcher ihnen jeden Preis wert ist. Dass ihre Kinder richtig trainieren und groß rauskommen. Dass der Erzfeind überwunden werden kann. Dass andere Mannschaften neidisch auf die gute Ausrüstung der eigenen Mannschaft blicken. Dass Kinder aufschauen auf die Leistung und diese nachahmen. Zeige den Menschen auf, wieso es wichtig ist, dass das Projekt realisiert wird und zwar indem Du Salz in die Wunden der Menschen streust. “Mein Projekt dient nicht nur mir, sondern ist auch für DICH. Stell Dir vor…”

     

    Bilder und Videos: Sei sympathisch

    In Stuttgart gibt es unglaublich viele Pizzerien und Restaurants. Besonders bekannt aber ist das Il Pomodoro. Hier würde ich mich schon fast als Stammgast bezeichnen und das, obwohl der Vapiano nur 100m weiter entfernt ist. Und wieso? Ich MAG die Inhaberin, sie ist einfach sympathisch und nett. Jedes Mal muss ich selbst mit Reservierung eine halbe Stunde warten, aber es gibt immer ein Glas Prosecco und Pizzabrot zum Warten, jede Kellnerin lächelt Dich an und die Chefin beschäftigt sich mit Dir. Von mir aus kann sie die Preise um 30% erhöhen, ich wünsche ihr sogar, dass sie Millionärin wird.

    Und das ist Dein Ziel: Die Menschen müssen Dich auf den ersten Blick und Klick mögen, sich mit Dir oder Deiner Situation identifizieren können. “Ja genau das kenne ich, genau in derselben Situation stecke ich auch.” “Oh was macht die Mannschaft für tolle Sachen, toll dass sie sich so engagieren.” “ Wow, was die erreichen wollen, hier möchte ich Teil von etwas GROSSEM werden.“

    Ohne Visualisierung geht das nicht. Du kannst beispielsweise Deine ganz persönliche Videobotschaft an Deine Unterstützer hochladen. Sich ein Video anschauen ist einfach immer noch bequemer, als Text zu lesen. Was bewegt euch? Wieso macht ihr das? Was treibt euch an? Wieso benötigt ihr Unterstützung? Ein Handyvideo, nicht länger als 100 Sekunden (!), ist hierbei völlig ausreichend.

     

     

    Der große Vorteil: Videos verbreiten sich z.B. in facebook besser, da nur Text im Stream Deiner Freunde nicht so häufig erscheint, wie ein Video.

    Sei transparent und zeige Deine Pläne

    Vertrauen spielt eine große Rolle, wenn Menschen ihren Geldbeutel zücken sollen. So hatte ich ein fast schon traumatisches Erlebnis als 8-jährige, als ich einem Bettler 2€ meines Taschengeldes überließ und ihn auf dem Rückweg mit einer frischen Packung Zigaretten sah.

    Gib den Menschen das Gefühl, dass sie euch vertrauen können. Seid ehrlich mit der finanziellen Situation des Vereins, Deines Teams, von Dir selbst. Transparenz ist insbesondere in Bezug auf die Verwendung des gesammelten Geldes sehr wichtig, wenn nicht der wichtigste Faktor in der Projektbeschreibung. Die potentiellen Unterstützer möchten ganz genau wissen wofür ihr Geld verwendet wird.

    Ein Beispiel. Das Trainingslager kostet 550€, die wie folgt zustande kommen:

    225€ Übernachtung im Schullandheim
    150€ Verpflegung der Kinder
    75€ Benzinkosten
    100€ Teilnahme-Gebühr

     

    Geh nicht betteln, sondern biete Mehrwerte

    Neben Deinem Projekt selbst und Deiner persönlichen Überzeugungskraft gibt es noch die Möglichkeit Deinen Unterstützern weitere Anreize zu bieten, z.B. durch eigene Prämien. Und genau hier soll sich Crowdfunding vom klassischen Spendensammeln unterscheiden: die Unterstützer erhalten für ihren Beitrag etwas zurück, was über das “Gute Gefühl” hinausgeht.

    Hierbei steht eine Frage im Mittelpunkt: Für was würden meine Familie, Freunde, Fans, Mitglieder Geld ausgeben. Was ist ihnen etwas wert? Von der speziellen Behandlung beim Heimspiel, VIP-Tickets oder der Kuchenflatrate kann dies ein monetärer Mehrwert sein. Die Prämien sollte es dann nur während der Laufzeit des Projektes geben, ganz exklusiv für Deine Unterstützer. Sei dabei ruhig kreativ! Denn es kann auch sein, dass es Deinen Freunden etwas wert ist, Dich “leiden” zu sehen, z.B. weil Du für jeden Euro eine Liegestütze oder Linienlauf machst oder die Icebucket-Challenge durchführst.

    Bei uns stellen euch zudem Unternehmen Prämien zur Verfügung. So kann jeder Unterstützer seine 5€-Unterstützung z.B. gegen einen 10€-Gutschein eintauschen oder seine 15€ für zwei Tickets eines Bundesliga-Clubs. Nutze diese exklusiven Prämien und Gutscheine auch als Werbemittel, denn diese gibt es NUR über die Unterstützung Deines Projektes!

    Und das Wichtigste zum Schluss:

    Zeige Engagement

    Ein Crowdfunding-Projekt läuft nicht von alleine, deshalb solltest Du Dich bewusst auf Dein Projekt einlassen. Bereite die Inhalte für Dein Projekt im Vorfeld gut vor und plane genügend Zeit für die Bewerbung Deines Projekts vor und während der Laufzeit ein. Dein Engagement ist hier gefragt! Diese Vorbereitung zahlt sich am Ende im wahrsten Sinne des Wortes aus. Denn umso schneller Dein Projekt bekannt wird, umso eher erreichst Du potentielle Unterstützer, desto eher vermarktet sich Dein Projekt und der Stein kommt ins Rollen.

    Noch besser ist es aber, wenn Du Dich nicht alleine engagierst. Beziehe bereits in der Vorbereitung mehrere Menschen in das Projekt ein und gründe ein “Orga-Team”. So fühlst nicht nur Du Dich für den Erfolg des Projektes verantwortlich, sondern auch andere.

    Also ran an die Schrauben und sammle erfolgreich Gelder für Dein Projekt!

    Starte gleich mit deinem Sport-Crowdfunding-Projekt.

  • So gewinnst Du auch ohne große Fanbase viele Unterstützer für Dein Crowdfunding-Projekt

    Als wir in einem unserer Interviews Sven Knipphals zum Thema Crowdfunding befragten, schrieb dieser zu den möglichen Nachteilen: “Einmal steht und fällt das Projekt mit der Aufmerksamkeit, die für das jeweilige Projekt generiert werden kann. Die “Randsportarten” haben leider eh ein Aufmerksamkeitsproblem, da beißt sich der Fuchs in den Schwanz.”

    Tatsächlich ist eine große Fangemeinschaft ein großer Vorteil, der zum Erfolg einer Crowdfunding-Kampagne verhelfen kann. Eine große Fangemeinschaft ist aber nicht nur für eine Crowdfunding-Kampagne wichtig. Die Fans kommen in die Halle, um die Mannschaft vor Ort zu unterstützen. Die Fans zahlen Eintritt beim Spiel und finanzieren damit den Spielbetrieb mit. Je mehr Fans, desto bessere Chancen bei der Sponsorensuche.

    Wie also ist es möglich, Crowdfunding genau dazu zu nutzen, eine Fangemeinschaft für eine Mannschaft aufzubauen? Was, wenn Du zwar viele Menschen kennst – nur hattest du zu den besagten Personen schon ewig keinen Kontakt mehr? Wie gar völlig fremde Menschen vom Vereins-Projekt begeistern?

    Wichtig ist hierbei nicht nur, WIE Du Deine potentiellen Unterstützer kontaktierst, sondern auch WANN. Eins sei vorweggenommen: mit dem Start des Crowdfunding-Projekts ist es bereits zu spät. Wieso? Kontaktierst Du schon fast vergessene Freunde erst mit dem Projekt, stehen sie vor vollendeten Tatsachen. Sie sind nicht Teil des Projekts, haben nicht an diesem mitgearbeitet und können sich nicht damit identifizieren. Zudem zählt nach nur wenigen Tagen nicht nur, was Du für ein tolles Projekt hast und was es bewirkt, sondern auch, wie viele Menschen Dir schon ihr Vertrauen geschenkt und es unterstützt haben. Je eher also viele Menschen unterstützen, desto eher kommt ein Stein ins Rollen. Bei einer begrenzten Projektlaufzeit ist dies essentiell.

    Deine Herausforderung: Du möchtest Geld von den Menschen. Nimm Dir also um die vier Wochen Zeit, um Deine Kommunikation zu planen und das Netzwerk von Dir bzw. des Vereins in die Projektentstehung mit einzubeziehen. So lässt Du Dein Netzwerk für Dich arbeiten.

     

    Schritt eins: Stelle zwei Netzwerk-Listen zusammen (4 Wochen vor dem Start)

    Mindestens vier Wochen bevor die Crowdfunding Kampagne online geht solltest Du (und im besten Falle Deine Teammitglieder) zwei Listen zusammenstellen.

    DIREKTES EIGENES NETZWERK
    Die Liste “eigenes Netzwerk” enthält alle Personen aus Deinem Bekanntenkreis. Gehe hierzu z.B. deine Freundeslisten bei facebook, Instagram oder Xing/LinkedIn durch und schreibe diese in eine Liste. Sie kann so aussehen:

    • Familie + enge Freunde (unterstützen sofort)
    • Bekannte, Arbeitskollegen, entfernte Bekannte/Verwandte (unterstützen nach mehrmaligen Erinnern bzw. nach Incentive durch einen Gutschein)
    • eigene Teammitglieder, eigene Abteilung (nicht vergessen!)
    • andere Abteilungen des Vereins (Abteilungsleiter, Trainer)

    MULTIPLIKATOREN/PROJEKTPATEN
    Die Liste “Multiplikatoren” enthält Personen, die aus Deiner Sicht als Meinungsbilder oder auch “Beeinflusser” gelten, die ein goßes Netzwerk ansprechen z.B. in Deiner Sportart oder Deinem lokalen Umfeld und als Fürsprecher für Dein Projekt auftreten können.
    Wichtige Kriterien bei Wahl und Ansprache der Multiplikatoren:

    • Deine Multiplikatoren habe die gleiche Zielgruppe, z.B. Sportart oder (Wohn-)Ort.
    • Der Multiplikator hat etwas von seinem Engagement, z.B. wird er als Projektpate im Projekt oder im Zeitungsbericht genannt.

    Beispiele können sein: berühmte Persönlichkeiten des Sports, Bürgermeister, Vorstände von Unternehmen, Local Heroes (lokale Persönlichkeiten), Social Media Kanäle (facebook-Seiten), Blogs, Online-Medien, Presse

     

    Schritt zwei: Beziehe Dein Netzwerk in die Projektentstehung ein

    Die Netzwerkliste zu haben ist die eine Sache, das Netzwerk nun richtig anzusprechen die andere. Was möchtest Du erreichen? Natürlich möchtest Du, dass Dein Netzwerk das Projekt unterstützt und es weiterträgt. Letztendlich möchtest Du aber auch, dass diese von Dir und Deinem Team schon einmal gehört haben und langfristig gesehen als Fans in die Halle kommen.

     

    DIREKTES EIGENES NETZWERK

    Als Damenbasketballerin weiß ich, dass Menschen realistischerweise nicht zu uns in die Halle kommen, um sich ein Oberliga-Damenbasketballspiel anzusehen. Sie kommen, weil sie uns kennen und mögen, uns gerne unterstützen. Sie haben eine emotionale Bindung zu den Spielerinnen (oder zumindest zu einer Spielerin vom Team).

    Eine emotionale Bindung zu Deinem Crowdfunding-Projekt aufzubauen ist nun die große Herausforderung. Eine Maßnahme kann sein, das Netzwerk schon bei der Erstellung des Projektes einzubeziehen und diese Teil des Projektes werden zu lassen. So teilen sie später kein fremdes Projekt, sondern ihr “eigenes”.

    Hier ein E-Mail-Vorschlag:

    Hallo XY,

    ich weiß, dass ich Dich gerade aus dem Nichts überfalle. Wie Du vielleicht noch weißt, spiele ich Basketball hier in Stuttgart. Wir möchten  etwas ganz Neues ausprobieren und unser erstes Crowdfunding-Projekt starten.

    Damit diese so erfolgreich wie möglich verläuft wollte ich Dich fragen, ob Du mir bei der Erstellung kurz aushelfen könntest, indem Du mir Dein Feedback zum Projekt gibst? Was hältst Du davon? Was würdest Du z.B. bei der Beschreibung ändern? Welche Prämien für Unterstützer würdest Du mir empfehlen? Was wäre eine Prämie, die Du erwerben würdest?

    Ich würde Dir gerne dazu ein paar Screens zuschicken und natürlich die Infos, um welches Projekt es sich handelt… Was meinst Du? Hast Du Lust mir hierbei helfen?

    Viele Grüße,
    XY

    Ich habe absichtlich die Screens nicht gleich beigefügt, um der Person die Gelegenheit zu geben, aktiv sich dafür zu entscheiden.

    MULTIPLIKATOREN/PROJEKTPATEN

    Multiplikatoren und Projektpaten kommen nicht nur als Unterstützer in Frage, sie haben ein großes Netzwerk, ggf. Kontakte zu potentiellen Sponsoren, schaffen mit ihrem Gesicht Vertrauen zum Projekt und erklären sich vielleicht sogar bereit, eine Prämie zu stellen (z.B. ein Treffen, ein Blick hinter die Kulissen).  Denke hier auch daran, es gibt immer jemanden, der jemanden kennt, der als Türöffner dienen kann. Ich habe noch nie schlechte Erfahrungen damit gemacht, auch in sozialen Netzwerken nach Kontakten oder Hilfe zu fragen.
    Die Herausforderung: diese Personen haben meist wenig Zeit und erhalten derartige Anfragen sehr häufig. Die erste Frage, die sich jeder stellen wird: Was habe ich davon?

    Folgende Mehrwerte können das sein:

    • Anerkennung, positives Image
    • Beteiligung am Projekt
    • Darstellung in der Presse, Aufhänger, um wieder in der Öffentlichkeit zu erscheinen

     

    Hier ein E-Mail-Vorschlag mit dem Ziel eines Telefonats oder persönlichen Treffens:
    Guten Tag Herr/Frau XY,

    mein Name ist …, ich bin Abteilungsleiter/in bei … Um mit unseren Kindern richtig trainieren zu können ist unser Ziel, endlich einen neuen Bolzplatz in unserem Dorf zu errichten. Sie können sich vorstellen, dass das wir als ehrenamtlich geführter Verein die finanziellen Mittel hierfür leider nicht stemmen können. Deshalb möchten wir etwas ganz Neues machen und unser erstes Crowdfunding-Projekt starten.

    Hierfür suchen wir einen Projektpaten, der uns hierbei unterstützt, z.B. durch das Weiterleiten an interessierte Unterstützer oder als Fürsprecher für dieses Jugendprojekt. 
    Im Gegenzug können wir anbieten:

    • Darstellung auf der Projektseite
    • Darstellung und Erwähnung in den dafür verbreiteten Pressemitteilungen
    • exklusive VIP-Einladung zur Eröffnung des Platzes
    • Eingravierung des Namens “Unterstützt durch…”

    Gerne würde ich Ihnen bei einem kurzen Treffen/Telefonat mehr von uns und unserem Projekt erzählen. Vielleicht haben Sie selbst Interesse oder kennen jemanden, der uns hierbei unterstützen könnte? Würde Ihnen z.B. direkt Montag, der 16.10.2014 passen?

    Herzliche Grüße,
    XY

    Schritt drei: Rückmeldungen einarbeiten

    Du hast es geschafft, von vielen Menschen aus Deinen Netzwerklisten hast Du eine Rückmeldung erhalten. Sammle die E-Mail-Adressen in einem Verteiler. Achte nun besonders gut darauf, diese auch wertzuschätzen, schließlich haben sich die Menschen Zeit genommen, um sich in Dein Projekt einzudenken.

    Hallo XY,

    vielen, vielen Dank für Deine Rückmeldung. Sie hat uns sehr geholfen, das Projekt besser aufzubauen.

    Wir haben diese direkt eingebaut und zwar unter dem Punkt Z, du wirst diese also finden, sobald wir online sind.

    Wenn es dir nichts ausmacht, würde ich Dir Bescheid geben, sobald es losgeht?

    Viele Grüße,
    XY

     

     

    Schritt vier: Countdown

    Aufgrund der Vorarbeit und Beschreibung des Projektvorhabens, sind nun alle gespannt, wann es endlich losgeht. Damit Dein Netzwerk auch weiterhin das Gefühl hat, bei der Sache ganz vorne mit dabei zu sein, sende Ihnen einen kurzen Hinweis vor dem Start (“In 2 Tagen geht es los!”) und nenne diese z.B. im Projektblog oder in einem facebook-Post.

    Vielen Dank an X, Y und Z ohne die dieses Projekt nicht zu einer so tollen Crowdfunding-Kampagne geworden wäre.

     

     

    Schritt fünf: Start des Projekts

    Wir empfehlen in der ersten Welle immer erst Dein enges Netzwerk anzugehen, welche Dein Projekt auf jeden Fall sofort unterstützen und mit denen Du schon im Vornherein Kontakt hattest. So setzen diese bereits ein Vertrauenszeichen an Bekannte, Arbeitskollegen oder sogar völlig Fremde, welche später auf das Projekt aufmerksam werden und sehen, wie viele Menschen das Projekt schon gefördert haben (Stichwort Social Proof).

    Und kleiner Tipp zum Schluss: Wenn Du nicht selbst in Dein Projekt investierst, wieso sollten es dann Fremde tun? Sei Dein erster Unterstützer!

  • 7 Gründe, warum die Crowd auf fairplaid baut

    Unterstützt Du auf fairplaid ein Projekt von einem Menschen oder einem Verein, den Du vielleicht sogar gar nicht kennst, ist Vertrauen ein wichtiger Aspekt. Schließlich willst Du, dass Dein Geld auch genau für das Projekt eingesetzt wird – und nicht anders. Nur woher das wissen?

    Hier sind 7 Gründe, wieso bereits über 25.000 Unterstützer fairplaid-Projekten ihr Geld anvertraut haben.


    1. Der Status eines fairplaid-Projektes wird automatisch aktualisiert.

    Das Sammeln von Geldern auf fairplaid.org ist für Dich als Unterstützer sogar transparenter als bei jedem Spendenkonto. Denn Du weißt genau, wie viel auf dem Projekt-Konto bereits eingezahlt wurde und wer das Projekt gefördert hat. Alleine die Unterstützerzahl und Namen, die dahinter stehen, setzen ein Vertrauenszeichen.

    2. Der Projektstarter kann seine Projektseite nach der Live-Stellung nicht mehr ändern.

    Die Projektseiten sind auch lange nach Projektende noch verfügbar und für den Projektstarter ab Veröffentlichung des Projektes nicht mehr änderbar. Schnell den Projekttitel oder die -beschreibung umzuschreiben und damit zu suggerieren, man hätte alles richtig kommuniziert, ist nicht möglich.

    3. fairplaid schafft Öffentlichkeit für die Projekte

    fairplaid-Projekte spielen sich in der Öffentlichkeit ab. Wer ein Projekt auf fairplaid startet muss auch damit rechnen, dass die Medien über das Projekt und den Fortgang berichtet und die Projekte auch über unsere fairplaid Kanäle verbreitet werden. Medien wie zeit-online.de, SWR.de, Bayrischer Rundfunk,  SKY Inside Report, Donaukurier, Nordkurier und viele mehr haben schon über die neue Sportförderung berichtet und hierbei auch viele Projekte in ihre Recherchen mit einbezogen.
    Auf unserer presse.fairplaid.org Seite findest du immer die aktuellsten Berichte.

    4. Die Crowd reguliert und prüft die Projekte

    Sobald die 100%-Marke geknackt ist, steht fest, dass das unterstützte Projekt realisiert werden kann. Der Projektstarter ist nun am Zug – sowohl der Projektinhalt wird nun umgesetzt als auch die ausgewählten Prämien an die Unterstützer verteilt.

    Die ersten Unterstützer eines fairplaid-Projektes sind meist Menschen aus dem engsten Umfeld des Projektstarters, sprich Familienmitglieder, Freunde, Bekannte, Mitglieder. Dieser wird durch die Förderung vieler Menschen nicht nur von einem Augenpaar, sondern von vielen beobachtet. Erfolgt die Umsetzung nicht, meldet sich die Crowd sofort zu Wort.

    5. Wir überprüfen Identität und Kontodaten der Projektstarter

    Aufgrund gesetztlicher Bestimmungen des Geldwäschegesetzes sind wir verpflichtet, Identität und Kontodaten eines jeden Projektstarters, sei es Verein, Stiftung oder Privatperson, nachzuweisen. Dieser Legitimationsprozess geht durch verschiedene Instanzen und wird manuell und für jeden Fall einzeln durchgeführt. Niemand kann in falschem Namen ein Projekt starten.

    6. Wir dokumentieren erfolgreiche Projekte auf unseren Kanälen

    Wir nutzen facebook, Instagram und andere Kanäle, um Vereinen und Projektstartern auch nach Projektende zu folgen und Erfolgsgeschichten aktiv zu teilen.

    7. Wir haken aktiv nach

    Wir fragen proaktiv nach Bild- und Videomaterial, meist schon, weil wir diese zu Pressezwecken benötigen. Auch bei den Unterstützern haken wir nach, ob alles  korrekt abgelaufen ist. Durch die selbstregulierende Crowd bekommen wir so sehr schnell mit, wenn Leistungen nicht erfüllt wurden.

    Was hast Du als Unterstützer für Ansprüche?

    Hast Du als Unterstützer eine Prämie ausgewählt, entsteht in vielen Fällen ein Kaufvertrag. Du hast also natürlich Anspruch auf Deine Prämie und kannst diese einfordern. Auch bei einer freien Unterstützung kannst Du eine Spendenbescheinigung anfordern. Bei gesponserten Prämien von unseren Partnerunternehmen (z.B. Gutscheine oder Tickets) stehen wir als fairplaid in der Verantwortung.

    Möchtest Du aus welchem Grund auch immer einen Verstoß angehen, hast Du folgende Möglichkeiten:

    • Verstoß melden:  Du schreibst uns eine Email an projekte@fairplaid.org und meldest den Verstoß mit Angabe des Projektlinks und deiner Unterstützungs-ID. Wir nehmen dann Kontakt mit dem Verein auf und haken erneut aktiv nach.
    • Andere Möglichkeiten Kontakt mit unserem Support aufzunehmen: Kontaktiere unseren Support über Telefon oder unsere sozialen Kanäle. Wir antworten in jedem Fall innerhalb von einem Tag.
    • Kontakt zu dem Verein aufnehmen: Jeder Verein und jede Person muss bei uns legitimiert werden. Dies bedeutet, ein Vereinsprojekt kann nicht ohne das Wissen des Vorstandes eingestellt werden. Vereine müssen zudem ein Impressum angeben. Wenn Du Zweifel hast, kannst Du natürlich Dich beim Vorstand melden und Deine Zweifel ansprechen.
    • Unterstützung stornieren (bis 14 Tage nach Projektende möglich): Du kannst jederzeit während der Projektlaufzeit sowie 14 Tage nach Projektende (gesetzliches Widerrufsrecht) Deine Unterstützung stornieren.

    FAZIT:

    Da das Projekt mit seiner Beschreibung und Finanzierungssumme öffentlich sichtbar ist und sich laufend aktualisiert, ist das Spenden in ein fairplaid-Projekt sogar transparenter, als jedes Spendenkonto! Die Entscheidung dafür liegt aber letztendlich bei Dir.

    Möchten Projektstarter Vertrauen aufbauen, um somit mehr Unterstützer zu gewinnen, sollten sie so viele Informationen wie möglich darstellen und teilen, beispielsweise über ein Projekt-Video, eine detaillierte Projektbeschreibung und eine transparente Berichterstattung im Nachgang zum Projekt. Der nachhaltige Erfolg steht somit stark im Zusammenhang mit der Transparenz sowohl während der Projektphase als auch nach Kampagnenende. Als Plattform bieten wir hier alle technischen Möglichkeiten und gehen dahingehend beratend auf die Projektstarter ein.

  • 5 große Fehler, die Du besser NICHT bei Deinem Crowdfunding-Projekt tun solltest

    „Hätte ich DAS mal vorher gewusst!”

    Um die Einleitung ganz kurz zu machen: Diese Reaktion will ich euch ersparen und deswegen habe ich euch hier die 5 größten Fehler, die bei einer Crowdfunding-Aktion passieren können, zusammengefasst. Die Inhalte habe ich entweder bitter selbst erfahren müssen (ich habe bisher drei Crowdfunding-Projekte selbst gestartet) oder bei unseren Projektstartern miterlebt.

    Fehler 1: Vergiss Dein engstes Umfeld nicht

    Als wir unser erstes Crowdfunding-Projekt starteten wussten alle Bescheid – außer der eigene Vorstand und die eigenen Mitglieder. Wir zwei aus dem Vorstand hatten das beschlossen und vergessen, unser engstes Netzwerk einzubinden, einfach weil es so selbstverständlich für uns war, dass diese mitziehen würden.

    Das Ergebnis: Eigentlich hat sich keiner für das Projekt interessiert. Schließlich wussten sie nicht, wieso, weshalb, warum sie das Projekt überhaupt unterstützen sollten. Auch haben wir die emotionale Bindung überschätzt, die innerhalb der Abteilung und der Mannschaften bestand. Wenn die eigenen Mitglieder nicht hinter dem Projekt stehen und es nicht mittragen, ist das Projekt fast schon zum Scheitern verurteilt.

    Unser Fazit: Binde Dein engstes Umfeld schon in der Vorbereitung in das Projekt mit ein und stelle sicher, dass jeder von der Idee überzeugt ist. Sollen wir dies tun? Hat jemand Ideen für Prämien? Kennt jemand jemanden, der uns bei der Bewerbung helfen kann? Je mehr emotionale Bindung die Menschen zum Projekt haben, desto mehr ziehen diese mit und werden zum weiteren Multiplikator.

    Fehler 2: Aktivieren, ohne einen Plan zu haben

    Ein Unternehmer erzählte mir einmal von einem seiner Praktika: “Ich musste viele kleine Teilchen zusammenschweißen. Der ganze Raum war voll, mein Meister rechnete damit, dass ich eine ganze Woche lang daran sitzen würde. Ich habe daraufhin einen halben Tag gar nichts geschweißt, sondern die Zeit investiert, eine kleine Maschine zu bauen, mit der ich 10 Teilchen gleichzeitig schweißen konnte. Nach zwei Tagen war ich dann fertig.”

    Viele unserer Projektstarter starten ein Crowdfunding-Projekt erstmal und überlegen sich dann, wie sie das Projekt bewerben wollen und fangen dann auch erst mit der Bewerbung an. Das Projekt ist dann aber online und öffentlich und dümpelt in den ersten Tagen so erstmal vor sich hin. Ein Fehler! Denn die ersten Tage sind essentiell in einer Crowdfunding-Kampagne. Schon nach wenigen Tagen zählt nicht nur, was ihr für ein tolles Projekt habt, sondern viel mehr, wie viele das Projekt schon unterstützt haben.

    Fazit: Die Spannungskurve eines Projekts muss schon vor dem eigentlichen Projektstart hochgefahren werden – zunächst mit der Einbindung des eigenen Umfelds und dann nach außen hin z.B. mit einem öffentlichen Countdown. Der erste Höhepunkt wird mit der Aktivierung des Projekts erreicht.

    Bei der weiteren Kommunikationsplanung könnt ihr auch auf einige Internet-Tools zurückgreifen. Buffer z.B. lässt euch eure Social-Media-Posts planen, die dann automatisch zu den angegebenen Zeitpunkten versendet werden – ohne dass ihr auch nur einen Gedanken daran verschwenden müsst.

    Fehler 3: Selbstüberschätzung

    “Wir haben eine große Community, das klappt auf jeden Fall!” “Wir haben nächste Woche einen Beitrag im Fernsehen, alles kein Problem.” Haben wir alles schon gehört, nur um die Projekte am Ende scheitern zu sehen.

    Die Überschätzung sehen wir nicht nur in der Summe, die finanziert werden soll. Wenn wir mal ehrlich sind, wird Dir wahrscheinlich kein Unterstützer 80.000€ geben, um einen Triathlon in Übersee zu machen. Sei realistisch und kalkuliere genau und transparent. Wie viel Geld benötige ich und habe ich die notwendigen Ressourcen (Zeit zur Vorbereitung und Bewerbung, Community, die schon dahinter steht, Kontakte zu Presse oder Multiplikatoren, Menschen, die mir helfen), um diese Summe zu sammeln. Wenn nein, kann ich das Projekt gegebenenfalls mit weniger wuppen (jedes Projekt kann überfinanziert werden!). Oder habe ich die Zeit, um mir eine Community noch im Vornhinein aufzubauen?

    Auch bei den Prämien neigen die Projektstarter zur Überschätzung. Stelle Dir die Frage deshalb auch selbst: Würdest Du für eine Autogrammkarte eines unbekannten Sportlers 30€ ausgeben? Oder 50€ für ein T-Shirt? Wie siehts mit einer Trainingsstunde für 100€ aus? Auch nicht? Sei realistisch und frage vorsichtshalber in Deinem Bekanntenkreis: Würdest Du diesen Preis für diese Leistung bezahlen? Wofür würden die Menschen Dir realistischerweise Geld geben, auch wenn sie Dich oder Deinen Verein gar nicht kennen? Was ist so eine tolle Prämie, dass sie wirklich jeder haben will?

    Fehler 4: Einfach laufen lassen

    Auch wenn ich jetzt viele Leser enttäuschen muss: die Plattform, auf der man ein Projekt online stellt und das Geld dann von alleine fließt, gibt es nicht und ich wage jetzt eine Zukunftsaussicht: Wird es auch niemals geben. Wenn fairplaid.org diese Plattform wäre, würde ich auch nicht mehr für Euch schreiben, sondern sicherlich an einem Strand auf den Bahamas liegen und Cocktails schlürfen. Crowdfunding ist kein Selbstläufer.

    Es gibt viele Erfolgsfaktoren beim Crowdfunding, aber der aus meiner Sicht größte Faktor ist dieser: Herz! Wenn Du mit vollem Herzen dahinter stehst und Dich voll dafür engagierst, wirst Du es schaffen! Zeige den Menschen nicht nur “WAS” du tust, sondern auch “WIESO”.

    Wir helfen euch, wo es geht, aber jeder ist seines Glückes Schmied. Menschen für Dein Projekt zu begeistern liegt an Dir!

    Fehler 5: Bettele nicht, sondern schaffe Mehrwerte

    Oder auch:„Don’t make the people give you money, let them!“ (Amanda Palmer)
    Crowdfunding ist GEBEN und NEHMEN. Du bietest den Menschen die Chance auf eine ganz exklusive Gegenleistung für ihre Unterstützung. Sie können Teil eines unterstützenswerten Projektes oder Vereins in ihrer Kommune sein – erinnert euch immer daran! Ihr seid etwas wert, zeigt dies.

    Während der Laufzeit wirst Du Deine Nachricht häufig wiederholen müssen, denn wie auch in der Werbung handeln viele Menschen erst, wenn sie 3x von etwas gehört haben. Damit dies nicht nervig wird, finde immer wieder unterschiedliche Wege, um Deine Aktion zu verbreiten. Poste immer wieder eine andere Prämie, die du bereit stellst, ein lustiges Bild oder Video von Dir oder Deinem Team.

    DESHALB SOLLTEST DU DIESE FEHLER NICHT MEHR MACHEN:

    Nach dem Projekt ist vor dem Projekt: Eine Crowdfunding-Kampagne ist eine Chance, nicht nur Gelder zu sammeln, sondern eine Community aufzubauen. Richtig durchgeführt habt ihr die Gelegenheit, etwas Großes aus dieser Kampagne zu machen, neue Helfer zu finden, neue Fans zu gewinnen und schlussendlich an den Verein zu binden.

    Was wir beginnen, schaffen wir! Eine professionell und vor allem erfolgreich durchgeführte Kampagne ist ein Zeichen für Mitglieder, Fans aber auch und im Besonderen für Eure Sponsoren. Ihr zeigt so, dass ihr nicht nur innovativ, modern und offen für Neues seid, sondern auch, dass ihr dies zudem erfolgreich tut. Weg vom “gib mal gefälligst Geld, wir sind ein armer Verein” hin zum Schaffen von Mehrwerten für alle Beteiligten. Potentielle Sponsoren erkennen so das Potenzial, dass hinter dem Verein steht, sei es anhand der Anzahl der Unterstützer oder weil sie durch die großen Außenwirkung der Kampagne erst von Euch erfahren haben.

  • So viel Geld kannst du mit deiner Crowdfunding-Kampagne einwerben

    Lieber ein großes Projekt, oder mehrere Kleine? Wie viel Geld kann ich als Athlet/ Verein mit fairplaid-Crowdfunding einsammeln? Ist es als Einzelathlet überhaupt möglich, Crowdfunding zu betreiben? Ist meine Crowd zu klein? Ist ein 100.000€ Projekt überhaupt realistisch?

    Diese Fragen hören wir häufig. Dieser Artikel soll dir helfen, genau dies einzuschätzen. Da sich vor allem Athleten und Sportvereine mit großen Summen schwer tun, gehen wir von größeren Projekten im fünf- bis sechsstelligen Bereich aus.

    Alles ist möglich, wenn…

    Grundsätzlich gab es auf fairplaid bisher Crowdfunding-Kampagnen von 250€ (Ringer aus Weiden) bis 565.000€ (1.Eishockey-Bundesliga Hamburg Freezers). Und ja, auch kleinere Oberliga-Clubs haben bei uns schon sechsstellige Summen über ein fairplaid-Projekt möglich gemacht, auch Einzelathleten fünfstellige Summen erreichen können. Sprich: Alles ist möglich.

    Damit aber alles möglich ist, bedarf es einer entsprechenden Vorbereitung. Je mehr Geld eingeworben werden soll, desto besser muss das Projekt vorbereitet und durchgeführt werden. Und so kannst du den Aufwand einschätzen.

    Wie groß muss die Crowd für welche Summe sein?

    Beim fairplaid-Crowdfunding geht es darum, dass viele Menschen gemeinsam ein Projekt stemmen, anstatt nur eine Organisation oder ein Unternehmen.

    Dies bedeutet: Die Hürde, Sponsoren/Unterstützer zu finden ist viel geringer, weil jeder ab 1€ mitmachen kann. Dafür ist es notwendig, statt nur Einem, Viele zu erreichen. Ohne Crowd kein Crowdfunding.

    Wie viele Unterstützer notwendig sind ist einfache Mathematik. Im Schnitt unterstützen die Menschen mit 60-80€, das sagen unsere Daten. Gehen wir vorsichtshalber von weniger aus, dann reden wir von 50€ pro Projekt-Unterstützer.

    Je höher die Summe, desto höher werden im Normalfall die gegebenen Durchschnittssummen. Bei 100.000€ liegen diese bereits bei um die 80€. Dies seht ihr an den folgenden Beispielen.

    Um die 5000€

    Dies bedeutet nach unserer Rechnung:
    5000€ (benötigte Summe) : 50€ (Unterstützersumme im Schnitt) = 100 Unterstützer

    Charles Franzke zeigt mit seinem Projekt dies auch in der Realität. Er finanziert seinen Weg zur WM über fairplaid-Crowdfunding (Hier geht es zu seiner Projektseite).

    fairplaid-crowdfunding-sport-ocr-weltmeisterschaft

    Auch das Floorball-Nationalteam machte mit 88 Unterstützern eine Summe von 5.727,50€ möglich (hier geht es zur Projektseite).

    fairplaid-crowdfunding-sport-floorball-herren-nationalmannschaft

     

    Um die 50.000€

    Wer bis zu 50.000€ einwerben möchte, sollte mit entsprechend 1000 Unterstützern rechnen.

    50.000€ notwendige Summe  : 50€ im Schnitt = 1000 Untersützer

    Unser Beispiel zeigt jedoch, dass 50€ nicht immer die Durchschnittssumme sein muss. 330 Unterstützer ermöglichten mit 43.651€ die Lizenz für die zweite Bundesliga der Nürnberg Falcons. Die Durchschnittssumme lag hier bereits bei 132€ (hier geht es zur Projektseite).

    fairplaid-crowdfunding-sport-basketball-nuernberg-falcons

    Um die 100.000€

    In unserer Rechnung:
    100.000€ (benötigte Summe) : 50€(gegebene Summe im Schnitt) = 2000 Unterstützer.

    Bad Nauheim hat aber bereits für knapp dieselbe Summe nur 973 Unterstützer benötigt. Die Durchhschnittssumme lag bei 88€ pro Unterstützer (hier geht es zur Projektseite).

    fairplaid-crowdfunding-sport-eishockey-bad-nauheim

    Die Icefighters Leipzig liegen schon eher in diesem Bereich. 163.725€ und 2303 Unterstützer, macht eine Durchschnittssumme von 71,10€ (hier geht es zur Projektseite).

    fairplaid-crowdfunding-sport-eishockey-icefighters-leipzig

    Um die 500.000€

    In unserer Rechnung werden bei 500.000€ bereits 10.000 Unterstützer benötigt:
    500.000€ notwendige Summe: 50€ Summe im Schnitt = 10.000 Unterstützer

    Die bisher erfolgreichste fairplaid-Kampagne lieferte Freezers-Fan Frederik Gutzeit in Zusammenarbeit mit Christoph Schubert, dem Kapitän der Hamburg Freezers, sowie Moritz Fürste.  In 5 Tagen kamen von 3450 Unterstützern eine Summe von 567.512€ zusammen. Durchschnittlich hat hier jeder Unterstützer 164,50€ in die Wagschale geworfen, also die Dreifache Summe (hier geht es zum Projekt).
    fairplaid-crowdfunding-sport-eishockey-hamburg-freezers

     

    Wie erreiche ich eine hohe Durchschnitts-Summe?

    Je höher die im Durchschnitt gegebene Summe ist, desto weniger Unterstützer werden am Ende benötigt. Hierzu möchte ich noch erwähnen, dass viele Unterstützer nicht schlecht sind. Im Gegenteil: Je mehr Menschen sich finanziell beteiligen, desto mehr Interesse besteht danach an dem Projekt selbst und seinem Fortlauf.

    Vor allem aber bei Projekten mit hohem Finanzierungsziel sollten Durchschnitts-Summen von 100€ angestrebt werden.

    Besonders Attraktive Prämien im höheren Preissegment

    Bei den Hamburg Freezers kam dies vor allem deshalb zustande, da das Retter-Trikot, die attraktivste Prämie für die Supporter 150€ kostete und von den meisten Supportern gekauft wurde. Es besteht also die Möglichkeit, die Menschen mit besonders attraktiven Prämein im gewünschten Durchschnitts-Niveau dazu zu motivieren, mehr zu geben, als sie ursprünglich geplant hatten. Vor allem bei größeren Projekten sollten viele kleinteilige Prämien deshalb vermieden werden, um damit die Menschen gar nicht erst auf die Idee zu bringen, weniger könnte auch reichen. Stattdessen im Preisniveau von 100€ mehrere besonders attraktive Prämien einstellen kann helfen.

    Durchschnitts-Niveau in Kommunikation einbetten und häufig wiederholen

    Bereits in der Kommunikation könnt ihr die durchschnittliche Summe, die ihr anstrebt und bei der ihr die attraktivsten Prämien platziert habt, den Menschen im Gehirn einpflanzen. Hierzu sollte diese in den Texten (z.B. bei E-Mail-Ansprachen oder facebook-Posts) untergebracht werden und mehrfach wiederholt werden. Hier ein paar Beispiele.

    „Nur 1000 Menschen mit 100€, und schon wird unser Stadion Realtiät.“
    „Die ersten 100 von 1000 mit jeweils 100€ sind bereits dabei.“
    „Für 100€ kannst du dir Prämie XY sichern. Eine einmalige Chance.“

    Wie finde ich meine Crowd?

    Eine Crowd zu haben reicht alleine nicht. Man muss sie auch erreichen können.

    Strategisch Kontaktdaten sammeln

    Viele Vereine sagen uns, dass sie ja meine Mitgliederliste, passt also. Aber: Viele der Menschen, die als Geldgeber in Frage kommen, können nicht erreicht werden. Eltern zum Beispiel, deren Kinder zwar Mitglied sind, sie selbst aber nicht. Hier müsste bei einer Kampagne der Umweg um den Trainer oder sogar den Spieler selbst gegangen werden. Zu viele Ecken und an jeder Ecke kann jemand hängen bleiben.

    Auch nicht jeder, der ab und an in die Halle zu einem Heimspiel kommt, hat irgendwo mal seine E-Mail-Adresse hinterlassen oder auf den Gefällt-mir-Button auf facebook geklickt. Nichtsdestotrotz sind diese potentielle Geldgeber und müssen persönlich angesprochen werden können.

    Deswegen ist Schritt 1 eine Excel-Liste zu starten und dort ab jetzt strategisch E-Mail-Adressen und Kontaktdaten einzutragen oder nachzutragen, beispielswiese von Eltern oder auch von der Personengruppe, die am wahrscheinlichsten an einer Crowdfunding-Kampagne als Unterstützer teilnehmen: ehemalige Spieler des Vereins. Diese sind aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit meist nicht mehr aktiv und haben keine Zeit mehr, dafür mehr Geld. Hier ein Beispiel, wie eine solche Liste aussehen kann.

    Online-Community ausbauen

    Wie bei den E-Mails ist auch nicht jeder Freund und Freundesfreund gleich ein Facebook-Fan oder Instagram Follower. Die Community kann mit einigen einfachen Mitteln aufgebaut werden.

    Facebook Einladungs-Funktion nutzen

    Wer einen Beitrag deiner Vereins-Facebookseite liked und nicht Fan von deiner Seite ist, kann von dir eingeladen werden, Fan zu werden. Zumindest 10% der Menschen, die eingeladen werden, klicken danach den Gefällt-mir-Button. Wie du diese Funktion richtig nutzen kannst, erfährst du in diesem Artikel.

    Instagram Like-Funktion nutzen

    Damit Freunde von Spielern auf deine Instagram aufmerksam werden, kann die Like-Funktion genutzt werden. Einfach auf die Abonnenten von Spielern klicken und einige Bilder von Freunden mit einem Herz markieren. Die Abonnenten erhalten dann eine Nachricht, dass das Bild von dieser Seite geliked wurde und werden neugierig. Sie besuchen zumindest die Seite und klicken bei gefallen auf „Folgen“.

    Ein Projekt oder mehrere Projekte?

    Du kannst nur ein bis zwei Kampagnen im Jahr machen, wenn dieselben Menschen angesprochen werden. Für die Crowd erscheint dies sonst so, als hättet ihr keinen Plan gehabt und etwas „vergessen“, was ihr jetzt nachziehen müsst.

    Zudem hast du Aufwand, gleich wie groß die Kampagne ist. Ein fairplaid-Projekt muss vorbereitet werden. Erst wird eine Projekt-Idee bestimmt, dann die Projektseite gestaltet und die Verbreitung vorbereitet. Dies muss passieren, gleich ob viel oder wenig gesammelt wird. Da man sowieso schon Aufwand hat, lohnt sich dieser umso mehr, je mehr Geld im Nachhinein dabei herauskommt. Lieber also einmal Zeiteinsatz und das Größtmögliche dabei herausholen, als diesen Zeiteinsatz alle drei Monate zu haben.

    Anders verhält sich es, wenn Abteilungen innerhalb eines Vereins ein fairplaid-Projekt starten. Hier werden bei jeder Kampagne verschiedene Personengruppen angesprochen, dementsprechend können hier sogar zwei fairplaid-Projekte parallel laufen.

  • 5 Gründe, wieso du beim Finanzierungsziel GROSS denken solltest

    Viele Projektstarter haben Angst davor, groß zu denken und geben lieber eine kleinere Summe an. Oft fehlt es hier am Wissen, was möglich ist, oder wie selbst große Summen zu stemmen sind. Verständlich. Schließlich ist es schwer einzuschätzen, was realistisch ist (siehe hierzu auch: Soviel Geld kannst du mit deiner Crowdfunding-Kampagne einwerben)

    Wir haben euch deshalb 5 Gründe herausgesucht, wieso euer Ziel lieber größer, als kleiner sein sollte.

    1. Diese Vereine und Athleten haben auch Großes geschafft

    Wenn die das können, kannst du das auch!

    2. Weniger Aufwand für mehr Ertrag: Crowdfunding als große, einmalige Gelegenheit pro Jahr

    Eine fairplaid-Kampagne kann „nur“ einmal im Jahr durchgeführt werden. Versuche also das Meiste herauszuholen.

    Bei Startup-Unternehmen hört man häufig von Finanzierungsrunden. Hier definieren die Gründer den nächsten Meilenstein und wie viel Geld sie benötigen, um diesen Meilenstein zu erreichen. Dann gehen diese auf Investorensuche. Da die Geldgebersuche an sich schon Zeit in Anspruch nimmt, wird der Meilenstein meist so geplant, dass das Geld für 1-2 Jahre auf jeden Fall ausreicht. Dies schafft Planbarkeit und Klarheit für das Unternehmen – aber auch für die Investoren.

    Nicht anders ist es auch bei deinem fairplaid-Projekt für deinen Verein oder deine Sportlerkarriere. Bei der Durchführung einzelner kleiner Kampagnen müsste das Fundament jedes Mal von Neuem aufgesetzt werden. In der Außendarstellung erscheint das dauernde Aktivieren des Unterstützerumfeldes außerdem planlos und unprofessionell.

    Es ist also weniger aufwendig eine große Kampagne zu machen und Sicherheit für einen längeren Zeitraum zu haben, als viele kleine Projekte auf das Jahr zu verteilen –  mit dem Risiko, dass es vielleicht nicht weitergehen kann.

    Dies bedeutet: Im Idealfall startest du 1x im Jahr eine Crowdfunding-Kampagne und zwar so, dass das Geld ausreicht, um das Jahr zu meistern.  Anderenfalls erhältst du zwar Geld, aber nicht genug, um das Jahr zu meistern –  bis sich die nächste Gelegenheit für eine Crowdfunding-Kampagne ergibt.

    Helfen kann dabei der Grundsatz: Finanziere die Mission (den Meilenstein), nicht die Maßnahme (oder auch: finanziere nicht, was du kaufen willst, sondern, was du erreichen willst.).

    3. Ohne Moos nix los: Förderer unterstützen lieber Projekte, die eine große und nachhaltige Wirkung haben

    In einem Feedback schrieb Sebastian Mahr an zukünftige Projektstarter: „Nicht zu konservativ planen. Ich habe mich gefragt, ob es überhaupt Leute gibt, die mich unterstützen und habe nur 5.000€ veranschlagt. Hätte ich es gewusst, wäre ich höher gegangen, auch wenn ich am Ende 8.400€ hatte. Sport ist teuer, von daher ehrlich sagen, was man braucht.“

    Weitere Tipps von Sebastian Mahr gibt es hier:

    Die finanziellen Ambitionen müssen zu den sportlichen Ambitionen passen. Ansonsten leidet die Glaubwürdigkeit. Als Nadine Schmietendorf ihr fairplaid-Projekt für den Regionalliga-Aufstieg plante, setzte sie das Finanzierungsziel auf 2.000€ an. Zu groß war die Angst, das Ziel nicht zu erreichen. Bei unserer Beratung überzeugten wir Nadine, die tatsächlich benötigte Summe mit 5.000€ auch anzugeben. Denn: wer glaubt denn, dass eine Mannschaft in der Regionalliga mit 2.000€ irgendetwas erreichen kann?  Das Finanzierungsziel muss zum Meilenstein passen.

    Die Angst zeigt sich im Finanzierungsziel. Schon nach außen wird so gezeigt: Mehr trauen wir uns auch gar nicht zu. Während ein ambitioniertes und selbstbewusstes Ziel zeigt: Wir haben hier Großes vor UND wir glauben auch daran, unser Ziel zu erreichen und umzusetzen. Ein Vertrauenszeichen für Geldgeber.

    Denn wer fördert, möchte, dass für das Investment auch ein größtmöglicher Return on Investment zurückkommt. In diesem Fall also z.B. indem der Verein sportlich sehr erfolgreich ist, eine entsprechend gute Jugendarbeit aufgesetzt wird usw. Den Förderern ist auch klar: Ohne Moos nix los.

    4. Große Ziele erzeugen mehr Aufmerksamkeit und damit größere Summen

    Du erhältst Geld auf Grundlage der Aufmerksamkeit, die du erzeugen kannst, NICHT auf der Grundlage, wie lange zum Beispiel die Kampagne läuft.

    Sprich: Je mehr Menschen von deinem fairplaid-Projekt erfahren, desto mehr Unterstützer erhältst du. Unseren Auswertungen nach entspricht jeder Klick auf die Projektseite ungefähr 1€. Dein Ziel ist es also, so viele Menschen, wie möglich, auf deine Projektseite zu locken.

    Das schaffst du vor allem dann, wenn dein fairplaid-Projekt in den Medien und in Social Media geteilt wird. Größere Projekte erzeugen an sich schon mehr Aufmerksamkeit, da

    1. die Vorbereitung auf eurer Seite als Projektstarter dann schon entsprechend besser ist, weil das Risiko höher ist.
    2. große Summen viele Unterstützer benötigen und damit z.B. für Presse an sich schon interessanter sind.
    3. große Unternehmen meist auch nur große Summen ausgeben. Eure Chancen also bei Sponsoren auch große Summen zu erhalten steigen.

    Hinzu kommt, dass die Durchschnittsumme pro Unterstützung bei größeren Projektsummen steigt (siehe auch Crowdfunding-Monitor 2017). Sprich, bei größeren Summen erhältst du ohne Mehraufwand an sich schon mehr Geld, einfach weil deine Summe nach außen höher erscheint und die Menschen dann auch von sich aus mehr beisteuern.

    Nutze eine fairplaid-Kampagne als eine große Marketing-Kampagne, für die du auch noch bezahlt wirst.

    5. Sobald das Ziel erreicht wurde, lässt die Dynamik nach

    Sobald das Ziel erreicht wurde, sehen viele Unterstützer keinen Grund mehr (außer bei besonders attraktiven Prämien), noch tätig zu werden. Sie klicken auf die Projektseite und brechen im schlimmsten Fall wieder ab. Dies bedeutet: du hast sprichwörtlich Geld verloren.

    Jan Diringer zeigt das in folgendem Video sehr gut: Wie den Unterstützern jetzt zeigen, dass man statt den wie anfangs angegebenen 3.333€ eigentlich über 5.000€ benötigte? Nur weil man sich anfangs nicht traute, mehr anzugeben? Es entstand ein Kommunikationsproblem und damit auch mehr Aufwand in der Verbreitung der Kampagne. Keiner kann sagen, wie viele Unterstützer den Handballern dadurch verloren gingen, weil sie sich nicht trauten, mit der „wahren“ Summe anzutreten.

     

    Zusammenfassung und Vorteile:

    • Klarheit, Sicherheit und Planbarkeit für einen großen Zeitraum (z.B. ein Jahr), und nicht nur für ein einzelnes Trainingslager/Turnier/Trikotsatz.
    • Einmal Aufwand, aber höherer Ertrag, als wenn einzelne Maßnahmen jeweils von Neuem durchgeführt werden müssen
    • höhere Aufmerksamkeit, die erzeugt wird – Stichwort „bezahltes Marketing“
  • So kannst du dein Crowdfunding auf Twitter, Facebook & Co. pushen

    Über den Autor:
    Chris Höb ist Journalist, seine Ausbildung hat er an der Deutschen Journalistenschule in München gemacht. Jetzt lebt er in Berlin. Er war unter anderem bei der Süddeutschen Zeitung und beim Bayerischen Rundfunk. Was er jetzt beruflich so macht, siehst du auf seinem Torial-Profil.
    Bei seinem Crowdfunding ging es um einen Internet-Radio-Livestream für Football-Spiele der Berlin Adler. Dafür waren 3000 Euro notwendig. Ihr könnt ihm auf Twitter und Instagram folgen und ihn kontaktieren. Sein Nutzername ist @ChrisHoeb. Sein Torial Profil ist: https://www.torial.com/christian.hoeb

    3000 Euro – diese Summe sollte für einen Internet-Radio-Livestream zusammenkommen. Und es hat geklappt! Wie du deine Follower auf Twitter, Facebook & Co. neugierig machst und für dein Projekt begeisterst? Das zeigt Chris Höb beispielhaft anhand seiner besten Crowdfunding-Tweets.
    Am Anfang war die Idee: Die Leute neugierig und heiß machen… und dabei noch nicht allzu konkret werden.

    Als die Projektseite auf fairplaid.org online ging, haben wir natürlich auch den offiziellen Account des Vereins genutzt – und ich habe es retweetet/geteilt und gelikt. Das habe ich auch während des ganzen Projekts durchgezogen. Alles retweeten/teilen und liken, was mit dem Crowdfunding zu tun hat.


    Eine Möglichkeit ist immer, bestimmte Erfolge zu bewerben. So wie hier das Knacken der 500€-Marke.


    Was auch hilft: Deine Follower reizen, bei etwas ganz Konkretem zu helfen, wie zum Beispiel dem nächsten Etappenziel.


    Auf die Tage hinweisen, die noch für das Crowdfunding bleiben, ist eine weitere Option:

    Alle Accounts nutzen, die einem zur Verfügung stehen: Natürlich habe ich alles über meinen privaten Twitter-Account rausgehauen und über den der Berlin Adler. Aber ich habe auch @NFLshow genutzt – einfach, um möglichst viele Football-Fans zu erreichen. Dabei durfte auch der Hinweis auf #ranNFL- und NFLshow-Experte Roman Motzkus nicht fehlen. Der erreicht nämlich über seinen Retweet/Share auch nochmal zusätzliche Leute.


    Ein weiterer Tipp von mir: Verallgemeinern, um die Zielgruppe zu erweitern. In diesem Fall heißt das: Nicht nur die Berlin-Adler-Fans gezielt ansprechen, sondern Football-Fans generell und den deutschen Football ins Spiel bringen.


    Wenn ein User dein Projekt promotet – dann auf jeden Fall retweeten/teilen und liken!


    Eine Variante für den Fortschritt des Projekts: Nicht die Summe in Euro, sondern Prozente angeben.


    Denke dir eine besondere Prämie aus und tease darauf. Tipp: Nicht über alle Accounts den gleichen Text/die gleichen Bilder raushauen.

    Wir haben die angekündigte Prämie dann natürlich auch umgesetzt. 😉

    Generell gilt: Sprich gezielt Follower an, die du kennst und bitte sie um Hilfe. Hier ein Beispiel, bei dem Max auch die Deutsche Journalistenschule ins Spiel gebracht (auch ich habe dort meine Ausbildung gemacht) hat. Dadurch wurde wieder eine andere Zielgruppe angesprochen – in diesem Fall Journalisten.


    Trau dich! Poste auch mal ein Video.


    Immer gut: Gezielter Hinweis auf die Prämien, die es beim Crowdfunding gibt. In diesem Fall habe ich konkret die Berlin-Adler-Fans angesprochen (in Kombination mit der nächsten Marke, die geknackt werden soll).

    Hier habe ich den Tweet etwas allgemeiner formuliert und es vermieden, die Leute aufzurufen, uns zu helfen.


    Du kannst auch die Anzahl der Menschen, die dich bisher unterstützt haben, erwähnen. Diese Option bietet sich an, wenn du bereits ein paar Supporter vorweisen kannst.


    Nutze die Möglichkeiten von Social Media und die Zeichen, die es gibt!

    Beim eigenen Projekt darf man ruhig überzeugt auftreten. Stichwort „geiles Projekt“. Wenn du nicht davon überzeugt bist, wer dann?

    Think outside the box: Wer hat noch etwas von deinem Projekt? In unserem Fall haben wir auch gezielt die Fans der anderen GFL-Teams angesprochen und diese Mannschaften gebeten, auf ihren Kanälen auf unseren Livestream hinzuweisen.


    Verrückt sein! Hier habe ich einen Snapchat-Filter benutzt und das Video auch auf Twitter hochgeladen.

    Nutze das Vokabular deiner Sportart. Hier habe ich ganz gezielt Begriffe aus dem American Football verwendet, um zu beschreiben, wo wir mit dem Projekt stehen.

    Und dann war es soweit:

  • Wie du den facebook-Shop für Vereinsprodukte, Heimspieltickets und Crowdfunding-Prämien nutzen kannst

    Einige werden es schon gemerkt haben. Immer wieder werden in facebook-Posts Produkte markiert, die per Klick sofort eingekauft werden können. Sprich, ich sehe ein Video, in dem jemand ein T-Shirt trägt. Es wird mir darunter als Produkt angezeigt und ich kann per Klick direkt das T-Shirt einkaufen.

    Hier ein Beispiel einer Startup-Konferenz:

     

    Mit Blick auf den Sport gibt es auch dort Produkte, die ihr so vielleicht einfacher „an den Mann“ bekommen könnt, z.B. wenn ihr Tickets für das Heimspiel, den Vereinspulli besser verkaufen, ein Produkt eines Sponsor vertaggen oder mehrere Crowdfunding-Prämien zeigen wollt. Für diese Fälle zeigen wir euch jetzt, wie das geht.

    Was ist der facebook-Shop und wo finde ich den?

    Jede Facebook-Seite Reiter, die ihr in der linken Spalte findet. Dort könnt ihr einen Shop-Reiter hinzufügen und dann Produkte einstellen, wie Tickets fürs Heimspiel oder den Vereinspulli.

    Ich habe bei der Erstellung des Shops „Check out on another Website“ angeklickt und meine Beispiele sind darauf ausgerichtet. Laut Facebook-Hilfeseite kann man aber auch einen PayPal-Account hinterlegen und die Menschen direkt in Facebook bezahlen lassen.


     

    Nach Erstellung des Shops einfach auf „Produkt hinzufügen“ klicken und in wahrscheinlich wenigen Minuten (ich habe ca. 3 Minuten benötigt) ein Produkt online stellen. Die Besonderheit: der Käufer kauft nicht innerhalb von Facebook, sondern wird einfach auf eure Seite weitergeleitet, also z.B. auf euren Vereins-Shop. Wenn ihr einen bitly-Link verwendet, dann könnt ihr sogar sehen und analysieren, wie viele Menschen geklickt haben und diese Funktion nutzen.

    Für Vereine, bei der der Eintritt nichts kostet oder die keinen Ticket-Shop besitzen, gibt es dennoch Möglichkeiten, die ich weiter unten im Punkt „Heimspiel“ aufführe.

    Hierbei ist es auch möglich ein 0,00€-Produkt zu veröffentlichen, für alle Athleten und Mannschaften, die derzeit noch kostenfrei besucht werden können.

    Vier Anwendungsbeispiele: Merchandising, Heimspiel Produktbewerbung von Sponsoren, Crowdfunding-Kampagne

    Merchandising

    Als Beispiel fungiert mein alter Verein, der MTV Stuttgart.

    1. Schritt: Produkt im facebook Shop einstellen und auf Shop verlinken

     

    2. Schritt: Produkt in Bild- oder Video-Post vertaggen.

     

    3. Post veröffentlichen und verbreiten

    P.S. der Post wurde nicht veröffentlicht, sondern als Draft abgespeichert. Entschuldigt den Vertipper 🙂

    4. Bei Klick auf den Hoodie gelangt der Käufer dann auf die Shop-Seite, wo er den Vereinspulli erwerben kann. Wenn ihr keinen Shop habt, dann leitet z.B. auf eine Seite eurer Webseite weiter, wo ihr beschreibt, dass man den Hoodie z.B. in der Halle beim nächsten Heimspiel oder in der Geschäftsstelle kaufen kann.

    5. Mehr Menschen kaufen deinen Vereinspulli

    Heimspiel

    Fall 1: Euer Heimspiel kostet Eintritt und ihr habt einen Shop

    Einfach das Ticket als Produkt einstellen und auf den Ticket-Shop weiterleiten. Bei jedem Aufruf zum Heimspiel das Ticket vertaggen.

    Gibt es verschiedene Ticket-Kategorien (z.B. VIP-Ticket), dann natürlich mehrere Produkte einstellen.

     

    Fall 2: Euer Heimspiel kostet Eintritt und ihr habt keinen Shop

    In diesem Fall würde ich das Ticket als Produkt einstellen und auf die Facebook-Veranstaltungsseite weiterleiten. Dort würde ich den Text einfügen: „Tickets können vor Ort gekauft werden.“ Auch wenn ihr die Menschen nicht direkt als Käufer gewinnen könnt, könnt ihr sie ggf. doch dazu bekommen, zumindest bei der Facebook-Veranstaltung auf „Zusagen“ zu klicken.

    Wie ich gerade auf der Facebook-Hilfeseite für den Shop sehe, kann man bei der Erstellung des Shops auch angeben, dass die Menschen per PayPal oder dem Bezahldienst Stripe innerhalb von Facebook bezahlen können. Dies habe ich nicht getestet. Wenn ihr damit Erfahrung habt oder das austestet, dann schreibt mir gerne mit Euren Erfahrungen, dann updaten wir den Artikel.

     

    Fall 3: Euer Heimspiel kostet keinen Eintritt

    Auch dann könnt ihr die Funktion nutzen, z.B. um auf euren Hallenverkauf aufmerksam zu machen (Bier –  1,50€, Kuchen – 1€ etc.) mit Weiterleitung auf die Facebook-Veranstaltung. Für das Ticket könnt ihr ein 0,00€-Produkt einstellen, mit Weiterleitung auf die Facebook-Veranstaltung.

    Produktbewerbung von Sponsoren

    Analog wie beim Vereinspulli, können z.B. die Produkte von Sponsoren verlinkt werden, bspw. wenn deren Logos ersichtlich sind auf den Trikots oder wenn es Aktionen gibt.

    Die Menschen können dann einfach auf die Sponsoren-Seite weitergeleitet werden. Wenn ihr einen bitly-Link verwendet, dann könnt ihr dem Sponsor sogar nachweisen, wie viele Menschen geklickt haben.

    Crowdfunding-Kampagne

    Wer ein fairplaid-Projekt startet, kann seine Prämien als Produkt im facebook-Shop einstellen und bei jedem Post verlinken. Dabei kann jedes Mal eine andere Prämie im Vordergrund stehen.

    Als Beispiel habe ich unseren Post vom fairplaid-Projekt von Anne Ruff beigefügt.

     Fazit

    Es gibt mit dem Facebook-Shop einige Möglichkeiten, wie ihr eure Fans auf Produkte rund um Euren Verein oder Eure Wettkämpfe aufmerksam machen könnt. Und nur wenn Eure Fans wissen, dass es diese Produkte gibt, können sie diese kaufen. Also nutzt die neuen Funktionen, die euch kostenlos zur Verfügung stehen, um mehr Gelder in die Vereinskasse fließen zu lassen.