• 5 Gründe, wieso du beim Finanzierungsziel GROSS denken solltest

    Viele Projektstarter haben Angst davor, groß zu denken und geben lieber eine kleinere Summe an. Oft fehlt es hier am Wissen, was möglich ist, oder wie selbst große Summen zu stemmen sind.

    Verständlich. Schließlich ist es schwer einzuschätzen, was realistisch ist (siehe hierzu auch: Soviel Geld kannst du mit deiner Crowdfunding-Kampagne einwerben)

    Wir haben euch deshalb 5 Gründe herausgesucht, wieso euer Ziel lieber größer, als kleiner sein sollte.

    1. Diese Vereine und Athleten haben auch Großes geschafft

    Wenn die das können, kannst du das auch!

    2. Weniger Aufwand für mehr Ertrag: Crowdfunding als große, einmalige Gelegenheit pro Jahr

    Eine fairplaid-Kampagne kann „nur“ einmal im Jahr durchgeführt werden. Versuche also das Meiste herauszuholen.

    Bei Startup-Unternehmen hört man häufig von Finanzierungsrunden. Hier definieren die Gründer den nächsten Meilenstein und wie viel Geld sie benötigen, um diesen Meilenstein zu erreichen. Dann gehen diese auf Investorensuche. Da die Geldgebersuche an sich schon Zeit in Anspruch nimmt, wird der Meilenstein meist so geplant, dass das Geld für 1-2 Jahre auf jeden Fall ausreicht. Dies schafft Planbarkeit und Klarheit für das Unternehmen – aber auch für die Investoren.

    Nicht anders ist es auch bei deinem fairplaid-Projekt für deinen Verein oder deine Sportlerkarriere. Bei der Durchführung einzelner kleiner Kampagnen müsste das Fundament jedes Mal von Neuem aufgesetzt werden. In der Außendarstellung erscheint das dauernde Aktivieren des Unterstützerumfeldes außerdem planlos und unprofessionell.

    Es ist also weniger aufwendig eine große Kampagne zu machen und Sicherheit für einen längeren Zeitraum zu haben, als viele kleine Projekte auf das Jahr zu verteilen –  mit dem Risiko, dass es vielleicht nicht weitergehen kann.

    Dies bedeutet: Im Idealfall startest du 1x im Jahr eine Crowdfunding-Kampagne und zwar so, dass das Geld ausreicht, um das Jahr zu meistern.  Anderenfalls erhältst du zwar Geld, aber nicht genug, um das Jahr zu meistern –  bis sich die nächste Gelegenheit für eine Crowdfunding-Kampagne ergibt.

    Helfen kann dabei der Grundsatz: Finanziere die Mission (den Meilenstein), nicht die Maßnahme (oder auch: finanziere nicht, was du kaufen willst, sondern, was du erreichen willst.).

    3. Ohne Moos nix los: Förderer unterstützen lieber Projekte, die eine große und nachhaltige Wirkung haben

    In einem Feedback schrieb Sebastian Mahr an zukünftige Projektstarter: „Nicht zu konservativ planen. Ich habe mich gefragt, ob es überhaupt Leute gibt, die mich unterstützen und habe nur 5.000€ veranschlagt. Hätte ich es gewusst, wäre ich höher gegangen, auch wenn ich am Ende 8.400€ hatte. Sport ist teuer, von daher ehrlich sagen, was man braucht.“

    Weitere Tipps von Sebastian Mahr gibt es hier:

    Die finanziellen Ambitionen müssen zu den sportlichen Ambitionen passen. Ansonsten leidet die Glaubwürdigkeit. Als Nadine Schmietendorf ihr fairplaid-Projekt für den Regionalliga-Aufstieg plante, setzte sie das Finanzierungsziel auf 2.000€ an. Zu groß war die Angst, das Ziel nicht zu erreichen. Bei unserer Beratung überzeugten wir Nadine, die tatsächlich benötigte Summe mit 5.000€ auch anzugeben. Denn: wer glaubt denn, dass eine Mannschaft in der Regionalliga mit 2.000€ irgendetwas erreichen kann?  Das Finanzierungsziel muss zum Meilenstein passen.

    Die Angst zeigt sich im Finanzierungsziel. Schon nach außen wird so gezeigt: Mehr trauen wir uns auch gar nicht zu. Während ein ambitioniertes und selbstbewusstes Ziel zeigt: Wir haben hier Großes vor UND wir glauben auch daran, unser Ziel zu erreichen und umzusetzen. Ein Vertrauenszeichen für Geldgeber.

    Denn wer fördert, möchte, dass für das Investment auch ein größtmöglicher Return on Investment zurückkommt. In diesem Fall also z.B. indem der Verein sportlich sehr erfolgreich ist, eine entsprechend gute Jugendarbeit aufgesetzt wird usw. Den Förderern ist auch klar: Ohne Moos nix los.

    4. Große Ziele erzeugen mehr Aufmerksamkeit und damit größere Summen

    Du erhältst Geld auf Grundlage der Aufmerksamkeit, die du erzeugen kannst, NICHT auf der Grundlage, wie lange zum Beispiel die Kampagne läuft.

    Sprich: Je mehr Menschen von deinem fairplaid-Projekt erfahren, desto mehr Unterstützer erhältst du. Unseren Auswertungen nach entspricht jeder Klick auf die Projektseite ungefähr 1€. Dein Ziel ist es also, so viele Menschen, wie möglich, auf deine Projektseite zu locken.

    Das schaffst du vor allem dann, wenn dein fairplaid-Projekt in den Medien und in Social Media geteilt wird. Größere Projekte erzeugen an sich schon mehr Aufmerksamkeit, da

    1. die Vorbereitung auf eurer Seite als Projektstarter dann schon entsprechend besser ist, weil das Risiko höher ist.
    2. große Summen viele Unterstützer benötigen und damit z.B. für Presse an sich schon interessanter sind.
    3. große Unternehmen meist auch nur große Summen ausgeben. Eure Chancen also bei Sponsoren auch große Summen zu erhalten steigen.

    Hinzu kommt, dass die Durchschnittsumme pro Unterstützung bei größeren Projektsummen steigt (siehe auch Crowdfunding-Monitor 2018). Sprich, bei größeren Summen erhältst du ohne Mehraufwand an sich schon mehr Geld, einfach weil deine Summe nach außen höher erscheint und die Menschen dann auch von sich aus mehr beisteuern.

    Nutze eine fairplaid-Kampagne als eine große Marketing-Kampagne, für die du auch noch bezahlt wirst.

    5. Sobald das Ziel erreicht wurde, lässt die Dynamik nach

    Sobald das Ziel erreicht wurde, sehen viele Unterstützer keinen Grund mehr (außer bei besonders attraktiven Prämien), noch tätig zu werden. Sie klicken auf die Projektseite und brechen im schlimmsten Fall wieder ab. Dies bedeutet: du hast sprichwörtlich Geld verloren.

    Jan Diringer zeigt das in folgendem Video sehr gut: Wie den Unterstützern jetzt zeigen, dass man statt den wie anfangs angegebenen 3.333€ eigentlich über 5.000€ benötigte? Nur weil man sich anfangs nicht traute, mehr anzugeben? Es entstand ein Kommunikationsproblem und damit auch mehr Aufwand in der Verbreitung der Kampagne. Keiner kann sagen, wie viele Unterstützer den Handballern dadurch verloren gingen, weil sie sich nicht trauten, mit der „wahren“ Summe anzutreten.

     

    Zusammenfassung und Vorteile:

    • Klarheit, Sicherheit und Planbarkeit für einen großen Zeitraum (z.B. ein Jahr), und nicht nur für ein einzelnes Trainingslager/Turnier/Trikotsatz.
    • Einmal Aufwand, aber höherer Ertrag, als wenn einzelne Maßnahmen jeweils von Neuem durchgeführt werden müssen
    • höhere Aufmerksamkeit, die erzeugt wird – Stichwort „bezahltes Marketing“
  • So kommunizierst Du Dein Sportcrowdfunding-Projekt ohne zu spammen

    Eine fairplaid-Kampagne läuft maximal 60 Tage. Lange Zeit, um dafür Werbung zu machen und viele Menschen auf die Projektseite zu holen. Zu lange? Nicht, wenn Du ein paar Spielregeln befolgst.

    Beginne mit der Kommunikation schon VOR dem Start des Projektes:

    Wir haben schon oft darüber geschrieben und erzählen es auch immer wieder in unserem Webinar, wie wichtig es ist, das enge Umfeld schon bei der Vorbereitung des Projekts mitgestalten zu lassen.

    Auch wenn ihr kein berühmter Sportler seid oder schon eine riesige Community habt.  Die Menschen helfen gerne! Also fragt sie nach ihrem Rat: Vom Namen des Projekts bis hin zu den Prämien. Wie willst Du sonst wissen, welche Prämien Deine Mitglieder, Familie, Freunde überhaupt toll finden würden und für was sie Geld ausgeben würden? Wer vielleicht ein Unternehmen hat und eine Prämie stiften könnte? Wer Kontakte zu Menschen mit einem großen Netzwerk hat?
    Zeige Ihnen dafür Einblicke in das Projekt, die sonst niemand bekommt, lange bevor es für die Öffentlichkeit online geht.

    Supporter-Shirt: Was soll drauf?

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    Countdown zum Projekt :

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    Ein Tipp: Plant Texte für E-Mails schon voraus und plant Countdowns und Posts, die ihr schon jetzt voraussehen könnt (z.B. Countdown zum Projekt oder “Die Hälfte der Zeit ist abgelaufen) einfach mit dem Social Media-Tool Buffer oder Grum (in der Basis-Version kostenlos nutzbar). So habt ihr während der Kampagne weniger Arbeit und könnt euch darauf konzentrieren, auf den Fortgang des Projekts zu reagieren.

    Nicht selbst kommunizieren sondern kommunizieren lassen:

    In sozialen Medien gilt: Menschen kaufen wahrscheinlicher ein Produkt, wenn sie dieses nicht per Werbebanner vom Hersteller selbst vor die Nase gesetzt bekommen, sondern wenn es ein Freund/eine Freundin empfiehlt.

    Und so ist es auch bei Deinem Crowdfunding-Projekt. Finde Multiplikatoren, die Deine fairplaid-Kampagne in ihrem Netzwerk verbreiten und zwar in Ihrem Namen. “Ich habe gerade das Projekt unterstützt, wer unterstützt mit mir?” “Habt ihr schon von der fairplaid-Kampagne von XY gehört? Unbedingt supporten!”

    Wie Du diese dazu bekommst? Lasse Freunde und Fans sowie Multiplikatoren bei der Gestaltung des Projekts mitreden und frage Sie um Rat. Dies hat den großen Vorteil, dass Sie Teil des Projekt-Teams werden, auch für Sie wird der Projekterfolg zur Motivation!

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    Auch eine Möglichkeit: Veranstalte eine Launch-Party. Alle Menschen an einem Ort zu sammeln, die alle gespannt auf das Projekt sind, schafft ein Wir-Gefühl. Lade 50 motivierte Freunde ein, die sich engagieren und aktiv sind. Halte eine Rede und zeige Dein Projekt-Video. Du wirst sehen: Die Menschen, die bei Deiner Launch-Party waren werden zu Deinen ersten Unterstützern und die leidenschaftlichsten Verfechter für Dein Projekt.
    Damit Du Dich in keine Unkosten stürzen musst, frage eine lokale Brauerei nach einem Getränke-Sponsoring oder biete Bier, Wein und Wasser zum Einkaufspreis an. Für gute Musik kann Spotify genutzt werden.

    Tag a friend: Verlinkungen und das Netzwerk Deiner Freunde nutzen.

    Nutze besonders auf facebook eigens gedrehte Videos, die Du direkt bei facebook hochlädst. Diese werden auf der Pinnwand Deiner Freunde häufiger angezeigt und damit öfter gesehen. Verlinke auf den Bildmaterialien nicht nur das Projekt-Team, sondern Deine “Evangelisten”, die Menschen, die Dich bei der Kommunikation am meisten unterstützen.
    Über die Verlinkungsfunktion kannst Du auch neue Kontakte knüpfen, wie es beispielsweise Björn Hesse von den Berlin Adlern getan hat. Über Twitter fragte er einen Sport1-Moderator, ob diese das Projekt erwähnen könnten – mit Erfolg.

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    Lass Erfolge für Deine fairplaid-Kampagne sprechen:

    Der Mensch ist ein Herdentier und folgt meistens der Masse. Er möchte dazugehören. Es muss also das Gefühl entstehen, etwas zu verpassen oder bei einer wichtigen Aktion nicht dabei gewesen zu sein. Da nicht jeder jeden Tag auf die Projektseite einen Blick wirft, ist es wichtig, Erfolge nach außen hin zu feiern, seien sie auch noch so klein:

    • Wir haben die 100er-Marke geknackt. 100 Menschen unterstützen unser Projekt. Ihr seid unfassbar! Danke!
    • Schon 5.000€ im Pott, die Hälfte ist zusammen und noch 20 Tage für “Alles oder Nichts”. Jetzt nochmal alle Kräfte bündeln, wir gehen hier nur mit einem Sieg raus.
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    Verschieße nicht Dein ganze Pulver von Beginn an.

    Support us! Unterstützt uns! Seid dabei! Die Aufforderung zum Unterstützen der fairplaid-Kampagne wird auf Dauer langweilig. Analog wie bei einem Newsletter sollten Deine Posts, E-Mails und Tweets etwas “Neues” enthalten.

    Zwei Beispiele:

    • Schon 1.000€ im Pott. Tausend Dank! Weil wir uns so freuen haben wir zwei weitere Prämien für euch freigeschaltet. Hier findet ihr heraus, welche das sind: [Link einfügen]
    • Neue gesponserte Prämie online: reBuy schenkt euch 10€ für Euren 5€-Beitrag.
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    In den Sportcrowdfunding Erfolgsgeschichten stöbern und nachlesen, wie es andere gemacht haben, ihr Projekt erfolgreich abzuschließen.

  • Social Media für Ehrenamtliche mit wenig Zeit

    Wer bei facebook, Instagram & Co. viele Fans und viel Aufmerksamkeit gewinnen will, muss sich hierfür Zeit nehmen. Zeit, die vor allem Ehrenamtliche oder angehende Profisportler nicht haben.

    Aus diesem Grund wollen wir Dir hier einige Anwendungen zeigen, die Dir dabei helfen können, deine Social-Media-Kanäle mit minimalem Zeitaufwand zu bedienen.

    Herausforderung: Entscheidend dafür, wie viele Menschen Deine Posts in sozialen Netzwerken sehen, ist die Uhrzeit zu der Du postest. Verständlich, denn wer fokussiert arbeitet, surft nicht unbedingt auf facebook, Instagram und Co. ⇨ Weiterführende Artikel zur Uhrzeit beim Posten findest Du unten in der Linksammlung.

    Den Wecker stellen, um zur effektivsten Uhrzeit auf facebook zu posten, ist für die arbeitende Bevölkerung unter uns recht schwierig. Was viele aber nicht wissen: Hierfür gibt vielerlei Lösungen. Mit den folgenden Anwendungen kannst Du Deine Posts z.B. am Wochenende schreiben und am gewünschten Tag, zur besten Uhrzeit veröffentlichen lassen. So sparst du nicht nur Zeit, sondern erzielst auch noch größere Reichweiten.

    Facebook-Beiträge planen

    facebook selbst bietet eine gute Möglichkeit Posts von Unternehmensseiten – also z.B. von Deiner Vereins-Facebookseite – vorzuplanen. Hierzu erstellst du ganz einfach unter „Beitragsoptionen“ einen neuen Post und anstatt diesen direkt zu veröffentlichen, klickst du auf „Beitrag planen“. Direkt im Anschluss öffnet sich das Timing-Fenster und du kannst Dir überlegen, wann dein Post (egal ob Bild, Link oder Video) veröffentlicht werden soll.

    In der Übersicht der Beitragsoptionen hast du immer alles im Blick: bereits veröffentlichten Beiträge, geplante Beiträge oder auch Entwürfe.

    Außerdem kannst über die Insights live sehen, welche Reichweiten und Interaktionszahlen deine Beiträge erzielen.

    Der große Vorteil: das Ganze kostet nix! Findet Deine Social-Media-Kommunikation hauptsächlich auf facebook statt, ist dies sicherlich die beste Option für Dich!

    Instagram-Beiträge planen

    Instagram bietet so eine Möglichkeit nicht. Auch die Planung und Veröffentlichung über den Desktop wird nicht intensiv verfolgt, vielmehr wird eine Nutzung am Handy gewünscht.

    GRUM.CO

    grum.co ist ein Tool, über das Du Instagram vom Laptop aus planen kannst. Dieses Tool ist allerdings nicht kostenfrei verfügbar und Videos können bislang nicht eingeplant werden. Wenn Du aber viel mit Instagram zu tun hast, und nicht immer alles über Dein Handy durchführen möchtest, ist dieses Tool sicherlich eine große Hilfe!

    PLANOLY

    planoly ist ein Tool ausschließlich für die Planung von Instagram-Posts. Hier ist eine gratis Version verfügbar, mit der Du einen Account verknüpfen kannst.

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    Um nun aber mehrere Social-Media-Accounts gleichzeitig über den Laptop planen und bedienen zu können, gibt es auch hierfür einige hilfreiche Tools:

    BUFFER

    Kostenlos kannst Du bei Buffer drei Social-Media Profile verknüpfen: Bspw. facebook, Instagram & Twitter.

    Möchtest Du einen Post auf mehreren Kanälen gleichzeitig planen, musst Du diesen nur einmal erstellen. Du kannst aber auch einzelne Kanäle an- und ausschalten. Dies macht vor allem dann Sinn, wenn etwas mehr geschrieben werden soll – bei Twitter ist der Text ja z.B. auf 140 Zeichen begrenzt.

    Lange Links werden bei Buffer automatisch gekürzt. Möchtest Du das nicht, kannst Du mit gedrückter Strg-Taste den Link anklicken und der Original-Link wird wieder angezeigt.

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    Im Analysebereich kannst Du nicht nur prüfen, wie viele Menschen den Beitrag gesehen, sondern auch auf den Link/das Foto/das Video geklickt haben. Noch mehr Analyse-Möglichkeiten hast Du, wenn Du 10$ im Monat in „Awesome-Plan“ investierst. Für viele wird der Free-Plan aber ausreichend sein.

    Gegründet von einem Österreicher, ist Buffer in den USA ansässig und damit nur auf Englisch verfügbar.

    Was nicht ganz so optimal ist:

    • Video-Posting funktioniert nicht einwandfrei. Als wir Buffer zeitweise getestet haben, gab es immer wieder Probleme bei den Videoposts: Videos wurden nicht gepostet. Zwar gab es eine Fehlermeldung, aber ohne die Begründung.
    • Das Handling ist manchmal etwas knifflig und nicht immer intuitiv.

    HOOTSUITE

    Dieses Tool ist zwar nicht kostenfrei, aber du kannst es einen Monat lang gratis testen – Kosten: knapp 30 Euro/Monat. Die Funktionalität ist ähnlich wie bei Buffer. Du kannst mehrere Social-Media-Kanäle verknüpfen und die Posts für die verschiedenen Medien gleichzeitig oder einzeln erstellen. Im Vergleich zu Buffer ist Hootsuite zudem etwas einfacher in der Bedienung.

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    FAZIT

    Generell sind alle vorgestellten Tools hilfreich. Grundsätzlich macht es natürlich Sinn, wenn Du für dich ausprobierst, welches Tool Dir am besten liegt. Auch der Kostenfaktor spielt sicherlich eine Rolle. Wenn es also nur um 2-3 Postings die Woche geht, ist eine der oben vorgestellten kostenfreien Varianten sicherlich die beste Wahl! Die Usability aller Tools ist relativ eingängig und sollte keine Hürde darstellen.

    Natürlich ist unsere Liste nicht vollständig, es gibt unendlich viele Tools – gerne kannst Du einen Kommentar hinterlassen, mit welchen Anwendungen Du gute Erfahrungen gemacht hast – und somit anderen helfen! 👍

    Linksammlung Social-Media-Planung

  • „Wir können jeden Euro gebrauchen“ funktioniert nicht!

    “Wieso muss ich mich auf ein Budget beschränken? Und wieso bekommen wir das Geld nicht, wenn wir unser Ziel nicht erreichen? Wir als Verein können doch jeden Euro gebrauchen!”

    Es stimmt, Vereine können jeden Euro gebrauchen, schließlich tun sie etwas Gutes. Das Problem: Es ist kein Argument! Denn: Geld kann ja irgendwie jeder gebrauchen.

    Genau aus diesem Grund ist es schwierig für “Wir können jeden Euro gebrauchen“ Geldgeber zu finden. Der Satz erscheint nach außen, als ob man sich keine Gedanken gemacht hätte, was mit dem Geld passieren soll. Anders ist es so: “Wir brauchen 500€, um uns Trikots für die Jugend kaufen zu können.”

    Im ersten Schritt solltet Ihr also herausfinden, was Ihr genau wollt: Wieso braucht Ihr Geld? Was soll damit gekauft werden? Mit welchem Ziel soll das Geld ausgegeben werden? Für welche Mission benötigt ihr Gelder?

    Nur wer sein Ziel kennt, kennt auch den Weg!

    Im Sport geht es meist darum, bestimmte Ziele in einer bestimmten Zeit zu erreichen.

    Zwei Beispiele:

    • So schnell wie möglich die 100m-Linie erreichen.
    • So viele Tore wie möglich in 90 Minuten erzielen.

    Jedes Ziel hat also ein ENDE, an dem man zurückblicken kann und sehen kann: Ich habe mein Ziel erreicht – oder auch nicht. In diesen zwei Beispielen ist das ZIEL nach der 100m-Linie oder nach 90 Minuten erreicht.

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    Wie Ziele richtig aussehen

    Je konkreter Ziele sind, desto glaubwürdiger erscheinen sie. Hier ein paar Beispiele aus dem Alltag, die Euch zeigen werden, wie schnell konkrete Angaben ein Ziel verändern können:

    • Ich will abnehmen vs. ich will bis Ende Juli 4 kg abnehmen
    • Ich will neue Kunden gewinnen vs. ich will 10 neue Kunden bis Ende Februar gewinnen.
    • Wir möchten die Besten werden vs. Wir möchten in zwei Jahren Oberliga-Meister werden.
    • Wir möchten so viele Mitglieder wie möglich gewinnen vs. wir möchten innerhalb von zwei Jahren unsere Mitgliederzahl verdoppeln.

    Als in den USA Crowdfunding aufkam, entstand genau aus diesem Grunde das Alles-oder-Nichts-Prinzip.

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    Wer schon mal eine Bachelor-Arbeit oder Ähnliches geschrieben hat, weiß wie wichtig es ist, eine Deadline für sein Ziel zu haben und welche Energien man kurz vor Ablauf der Deadline auf einmal besitzt.  So ist es auch meist bei Crowdfunding-Projekten. Während der Projekt-Laufzeit passiert das Meiste am Anfang und eben am Ende. Ohne Ende würde also nicht viel passieren.

    Zum Anderen ist klar, dass Ziele nur umgesetzt werden können, wenn die entsprechenden finanziellen Mittel da sind. Entweder Du hast Geld für 12 Trikots zusammen – oder nicht. Ein Mittelding gibt es nicht. Es gibt keinen halben Trikotsatz, ein halbes Stadion oder nur die Hälfte der Mannschaft fährt zur WM. Entweder fahren alle – oder keiner. Entweder man baut ein Stadion – oder nicht. Entweder man kauft einen ganzen Trikotsatz – oder keine. Mehr geht immer, weniger nicht.

    Wie Du dies für Deinen Verein/Dich umsetzen kannst

    Zunächst ist es wichtig zu wissen, was man will und diese Ziele zu formulieren. Was möchtest Du mit dem Verein, mit der Abteilung, oder als Sportler langfristig erreichen? Und was für Schritte müssen dafür getan werden?

    Ein Beispiel:
    In 5 Jahren möchten wir eine Jugendbundesliga-Mannschaft stellen.

    Das große Ziel liegt mit 5 Jahren also langfristig in der Zukunft. Dennoch müssen Schritte bereits JETZT eingeleitet werden, z.B. das Schul-AG-Netzwerk ausgebaut werden, ggf. ein neuer, professioneller Trainer angestellt werden, neue Hallenzeiten angefordert werden, ein Teammanager gefunden werden, die Außendarstellung ausgebaut werden, regelmäßige Trainingslager stattfinden etc. Dass sich die Mitgliederzahl dadurch erhöht und die Strukturen professioneller werden, sind hierbei positive Nebeneffekte, die automatisch dabei auftreten (sollten).

    Willst Du eine Sportcrowdfunding-Kampagne starten, sollte das Ziel nicht in allzu weiter Ferne liegen (z.B. Ausbau des Schul-AG-Netzwerkes), damit die Unterstützer schnell Ergebnisse sehen können. Die Vision (Jugendbundesliga-Team in 5 Jahren) kannst und solltest Du aber deutlich machen.

    Denn:image

    Fazit

    Für eine Crowdfunding Kampagne ist es wichtig, klare Ziele zu definieren, nur so wissen Unterstützer und Unterstützerinnen, wofür genau Gelder benötigt werden, und sind eher bereit zu unterstützen.

    Unsere Projektberatung hilft dir kompetent und mit vielen  Erfahrungswerten bei der ersten Einschätzung. Hierfür haben wir eine Evaluations-Seite für Dein eigenes oder Dein Vereins-Projekt erstellt: evaluation.fairplaid.org

  • 3 Punkte, die du beim Finanzierungsziel beachten solltest

    1. Finanziere die Mission, nicht die Maßnahme!

    Wir empfehlen eine Sportcrowdfunding-Kampagne nur einmal im Jahr durchzuführen. Versuche also das Meiste herauszuholen.

    Denn wer alle 3 Monate versucht Geldgeber im Umfeld zu aktivieren, erscheint planlos und unprofessionell. Mal davon abgesehen, dass jede Kampagne auch Vorbereitungsaufwand mit sich bringt. Vom Aufwand, aber auch von der Planbarkeit her ist es sowieso besser, sich einmal richtig hinzusetzen und dann Klarheit für den Rest des Jahres zu haben.

    Dies bedeutet aber, dass du nur einmal im Jahr die Gelegenheit hast, Gelder über dieses Finanzierungsmittel einzuholen.  Das solltest du nutzen! Andernfalls erhältst du zwar Geld, aber nicht genug, um das Jahr zu meistern, bis sich die nächste Gelegenheit ergibt.

    Viele denken jetzt: ja gut, aber ich habe kein Projekt. Was tun?

    Finanziere die Mission nicht nur die Maßnahme. Viele haben Probleme damit ein Projekt zu gestalten, weil sie keine klare Maßnahme haben. Dies ist nicht unbedingt schlimm. Aber: es ist notwendig eine Mission zu haben.

    Dein Projekt sollte also so gestaltet sein, dass das Geld für ungefähr ein Jahr ausreicht und du dann für das darauffolgende Jahr wieder auf Crowdfunding zurückgreifen kannst.

    Wichtig hierbei: Erzähle Menschen nicht, was du kaufen möchtest, sondern vor allem wieso du etwas kaufen möchtest. Bedenke hierbei: Menschen investieren in die Zukunft, besser in eine große Zukunft. Es ist also wichtig eine Mission zu haben.

    Ein Beispiel ist der Trikotsatz. So wäre das Projekt nicht optimal gestaltet:

    „Wir brauchen einen neuen Trikotsatz, weil der alte kaputt gegangen ist.“

    Dies ist sehr rückwärtsgewandt. Sprich: Man argumentiert mit der Vergangenheit. In der Vergangenheit ist etwas kaputtgegangen und deswegen muss etwas Neues angeschafft werden.

    Besser ist es mit der Zukunft zu argumentieren. In diesem Fall:

    „Wir wollen die Meisterschaft nach Hause holen. Um dies zu schaffen, wollen wir einen neuen Trikotsatz anschaffen, um das Gemeinschaftsgefühl der Mannschaft zu stärken und uns nach außen entsprechend zu präsentieren.“

    Hier argumentieren wir also nicht mit der Vergangenheit, sondern geben den Menschen eine Zukunft. Und Menschen wollen immer in die Zukunft investieren. Sie wollen wissen, dass mit ihrem Geld in der Zukunft etwas wirkungsvolles passiert.

    Wie man dies am besten umsetzt, zeigten beispielsweise die Volleyball-Damen des USV Potsdam e.V. mit ihrem Projekt „Mission dritte Liga“.

    Ihr Ziel setzten sie bei 4.444€ an, womit das Startgeld, Schiedsrichterkosten, Fahrtkosten, Verpflegung und die Hallensprecher/Ballholer finanziert werden sollten. Die übergeordnete Mission hierbei war jedoch der Aufstieg in die dritte Liga. Statt also nur eine einzige Maßnahme zu finanzieren (wie z.B. Fahrtkosten), haben sie entlang der übergeordneten Mission die größten Kostenpunkte mit einem Projekt abgedeckt.

    Deswegen ist es wichtig den Menschen eine Mission zu geben, eine Vision, wo will der Verein in den nächsten Jahren hin? Was soll konkret passieren? Sei dabei so konkret wie möglich. Nicht: Wir wollen neue Jugendmannschaften aufbauen. Sondern: Wir wollen in den nächsten drei Jahren fünf neue Jugendmannschaften aufbauen.

    Wieso kann das vorteilhaft sein?

    Die Menschen die euch dann im ersten Jahr unterstützt haben, können unter dem selben Motto mit dem nächsten Schritt wieder angegangen werden. Die Mission ändert sich also nicht. Die Menschen sind also bereits in Wohlwollen und können über Jahre an den Verein und seine Mission gebunden werden. Außerdem kann es möglich sein, dass der ganze Verein die Kampagne trägt, weil eben auch alle Mannschaften davon profitieren.

    Dies bedeutet: Mehr Aufmerksamkeit und die Last verteilt sich auf mehrere Schultern.

    2. Sei mutig und gleichzeitig transparent

    Bei der Findung der Zielsumme ist es wichtig, mit konkreten Zahlen zu arbeiten, die für die Crowd auch nachvollziehbar sind. Daher ist eine präzise Kostenaufstellung ein Muss in der Projektbeschreibung. Denn Unterstützer wollen genau wissen, wo ihr Geld hingeht.

    Da das Alles-oder-Nichts-Prinzip beim Crowdfunding gilt (das Projekt also nur ausgezahlt wird, wenn die gesetzte Zielsumme erreicht wird), neigen viele zunächst dazu, die Kosten zu biegen und nur Teilbeträge in die Zielsumme miteinzuberechnen. So soll sichergestellt werden, dass die Zielsumme auch erreicht wird. Das Ziel des Unterstützers ist es jedoch, dass mit seinem Geld auch die angegebenen Maßnahmen durchgeführt werden können. Dies geschieht jedoch realistischerweise nur, wenn der gesamte Betrag finanziert wird.

    Stimmt die Summe der Kostenaufstellung nicht mit der Zielsumme überein, werden die potentiellen Unterstützer also skeptisch und sehen dann eher von einer Unterstützung ab. Achte also immer darauf, dass das Gesamtkonzept stimmig ist und sich Zielsumme und Kostenplan nicht widersprechen.

    Wer sich jetzt denkt „Na, dann gebe ich nur eine kleine Summe mit weniger Kostenpunkten an. Der Rest kann ja auch durch Überfinanzierung reingeholt werden.“, sollte bedenken, dass die Unterstützungsdynamik nach Erreichung des Minimalziels erfahrungsgemäß rapide abnimmt und in den häufigsten Fällen sogar stehen bleibt. Sobald das Ziel erreicht ist und die Crowd die 100% sehen, denken sie „Meine Hilfe wird hier nicht mehr gebraucht.“ und unterstützen eben nicht. Nutze also die Zielsumme als Instrument, um das Maximum aus deinem Projekt herauszuholen.

    3. Think Big: Deine sportlichen Ambitionen müssen sich mit deinen finanziellen Ambitionen decken.

    Denn Angst zeigt sich auch im Finanzierungsziel. Schon nach außen wird so gezeigt: Mehr trauen wir uns auch gar nicht zu. Während ein ambitioniertes Ziel zeigt: wir haben hier Großes vor und glauben auch daran, es zu erreichen.

    Du erhältst Geld auf Grundlage der Aufmerksamkeit, die du erzeugst. Sprich: Je mehr Menschen von deinem fairplaid-Projekt erfahren, desto mehr Unterstützer erhältst du. Unseren Datenauswertungen zufolge entspricht jeder Klick auf die Projektseite ungefähr 1€. Dein Ziel ist es also, so viele Menschen, wie möglich, auf deine Projektseite zu locken.

    Das schaffst du vor allem dann, wenn dein fairplaid-Projekt in den Medien und in Social Media geteilt wird. Größere Projekte erzeugen an sich schon mehr Aufmerksamkeit, da

    1. die Vorbereitung auf eurer Seite als Projektstarter dann schon entsprechend besser ist, als wenn ihr „nur“ 1.000€ als Ziel vorgebt.
    2. große Summen viele Unterstützer benötigen und damit z.B. für Presse an sich schon interessanter sind.
    3. große Unternehmen meist auch nur große Summen ausgeben. Eure Chancen bei Sponsoren auch große Summen zu erhalten steigen also.

    Hinzu kommt, dass die Durchschnittsumme pro Unterstützung bei größeren Projektsummen steigt (siehe auch Crowdfunding-Monitor 2017). Sprich, bei größeren Summen erhältst du ohne mehr Aufwand an sich schon mehr Geld, einfach weil deine Summe nach außen höher erscheint und die Menschen dann auch von sich aus mehr beisteuern.

    Fazit

    Zusammenfassend lässt sich also festhalten, dass du in jedem Falle deine Zielsumme entlang der Maßnahmen deiner langfristigen Mission richten solltest. Dabei solltest du dir und deinen sportlichen Zielen ruhig etwas zutrauen, dabei aber auch transparent bleiben. Glaube selbst an dich und deine Crowd wird das auch tun!


     

    5 Gründe, wieso du beim Finanzierungsziel GROSS denken solltest

     

  • 3,5 Argumente für Dein Crowdfunding-Projekt

    “Der Vereins-Vorstand hat Angst, in der Öffentlichkeit als Bittsteller aufzutreten.” “Der Verein muss also Spenden sammeln, der hat es wohl nötig.” “Das ist zu modern, bitte stoppt das Projekt.”

    Sportvereinen und ihren Funktionären eilt der Ruf voraus, sehr konservativ zu sein und bei etwas Neuem erstmal grundsätzlich dagegen zu sein, schließlich wurde es bisher ja immer schon so gemacht und früher war sowieso alles besser.

    Wir haben euch deshalb drei Argumente zusammengefasst, wie ihr selbst skeptische Vorstände überzeugen könnt!

    (1) Wir betreiben Sponsoring – nur schneller und einfacher

    Crowdfunding ist eigentlich gar nichts anderes, als das schon seit Jahrzehnten durchgeführte Sponsoring. Per Definition ist Sponsoring die Förderung durch eine Einzelperson, eine Organisation oder ein kommerziell orientiertes Unternehmen, in Form von Geld-, Sach- und Dienstleistungen mit der Erwartung, eine die eigenen Kommunikations- und Marketingziele unterstützende Gegenleistung zu erhalten. (Quelle vibss.de)

    Zusammengefasst: Der Sponsor gibt Geld und erhält hierfür Werbe-Leistung zurück. Geben und Nehmen.

    Auch beim Crowdfunding erhalten die Menschen und Unternehmen, die Geld geben, etwas zurück. Nur dass es nicht nur einen Sponsor gibt, sondern meist viele “Sponsoren”, welche die zu finanzierende Summe gemeinsam stemmen.

    VORTEIL CROWDFUNDING: ES GEHT SCHNELLER UND EINFACHER

    Sponsoring sieht meist so aus: Man zieht von Tür zu Tür, der Chef ist aber gerade nicht da. Ist er da und schlägt einem nicht gleich die Tür vor der Nase zu, führt man meist mehrere persönliche Gespräche, die Termine und somit sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Danach verhandelt man Sponsoring-Verträge (nur dass diese bei Unterschriftsreife dann doch nicht unterzeichnet werden, weil der Chef des Unternehmens es sich doch anders überlegt hat usw).

    Dann kommt hinzu: Wie erstelle ich eine Sponsoringmappe? Wie schreibe ich einen Sponsor richtig an? Wie komme ich überhaupt an die Person ran, die entscheidet, ob Geld ausgegeben wird? Viele Vereine scheitern schon daran, weil sie einfach nicht genug über Sponsoring wissen, den Sponsor falsch ansprechen oder z.B. keine ansprechende Mappe erstellen können, weil ihnen Grafikkenntnisse fehlen.

    Crowdfunding ist hier viel einfacher und schneller. Eine Crowdfunding-Aktion ist (je nach Vorbereitungsphase!) in wenigen Tagen oder sogar Stunden gestartet: Texte hochladen, Bilder oder Videos hochladen, Prämien hochladen. Fertig. Über das Internet (E-Mail, Facebook, Instagram, Whatsapp, etc.) können außerdem sehr viele Menschen kostenfrei und schnell erreicht werden, über soziale Netzwerke werden auch fremde Menschen erreicht oder erfahren von dem Projekt. Da die Beträge von 1€ an losgehen, kann einfach jeder zum Sponsor werden. Viele kleine Privat-Sponsoren zu finden ist also einfacher und schneller, als einen großen Sponsor zu überzeugen, der gleich eine große Summe ausgeben soll.

    GEBEN UND NEHMEN

    Und was bekommen die “Sponsoren” und Unterstützer*innen zurück? Das hängt davon ab, wie viel der besagte Sponsor gibt. Wer viel gibt, erhält viel zurück. Wer weniger gibt, erhält weniger zurück – genau wie bei Sponsoring-Paketen verschiedener Höhen. Was sie erhalten, kann jeder Crowdfunding-Projektstarter selbst bestimmen, hier besteht vollkommene Freiheit. Ziel sollte es nur sein, dass die Gegenleistung so toll ist, dass die Menschen sie unbedingt haben wollen und dafür auch bezahlen.

    In unserem Magazin-Artikel „Die beliebtesten Prämien, die wirklich jeder anbieten kann – ohne wenn und aber“ findet ihr einige Beispiele, wie Crowdfunding-Prämien aussehen können und welche besonders beliebt sind.

    MÖGLICHER EINWAND: Crowdfunding ist nicht nachhaltig genug

    Wie im Sport üblich hat Crowdfunding ein Ziel: eine Summe, die finanziert werden soll. Deswegen ist Crowdfunding natürlicherweise für abschließende Projekte geeignet und soll und wird das klassische Sponsoring nicht in jedem Fall ersetzen. ABER: Dennoch kann Crowdfunding auch für nachhaltigere Projekte eingesetzt werden.

    Ein Beispiel: Es soll Geld für einen neuen Trainer gesammelt werden. Mehr als 200 Menschen unterstützen dieses Projekt und ermöglichen die Trainerstelle für ein Jahr. Der Verein kann nun zu potentiellen Sponsoren gehen und zeigen: “Schauen Sie her: Mehr als 200 Menschen stehen hinter diesem Verein und haben für das Wachstum des Vereins bereits Geld gegeben. Wie Sie sehen sind wir auf einem guten Weg und Sie können nun die weiteren Jahre mit Teil dieses Wachstums sein.”

    Und mit diesem Beispiel kommen wir nun schon zu Punkt 2:

    (2) Ihr macht mit der Crowdfunding-Aktion gleichzeitig viel Werbung für den Verein

    Eine Crowdfunding-Aktion ist gleichzeitig auch eine Werbe-Aktion. Da viele Sponsoren benötigt werden, müssen auch erstmal viele Menschen von dem Projekt erfahren.

    Das Internet hat es möglich gemacht, viele Menschen schnell und kostenlos zu erreichen, selbst wenn diese nicht in nächster Umgebung leben. Ein einfacher facebook-Post, eine E-Mail, ein Instagram-Post benötigen nur wenige Sekunden und können Wellen lostreten.

    So gut wie niemand kannte die Amputierten Fußball-Nationalmannschaft aus Berlin. Vom DFB und anderen Sponsoren erhielten sie Absagen zur Förderung ihres Projektes. Dann starteten sie ihre Crowdfunding-Aktion und sammelten innerhalb von 12 Tagen knapp 16.600€ von 273 Förderern für ihre WM-Reise nach Mexiko. Neben der Berliner Zeitung und anderen Medien berichtete auch Sky Sport über das Projekt und den Unterstützungsaufruf.

    10.000 Besucher sahen sich daraufhin das Projekt an. Auch völlig Fremde, die vorher noch nie von dem Team gehört hatten, hörten in der Presse von dem Projekt und griffen zur Kreditkarte. Die Mannschaft ist nun nicht nur bekannt, sondern hat neue Fans gewonnen. So viele Fans, dass neben den 273 Unterstützern noch zusätzlich zwei große Sponsoren auf das Team aufmerksam wurden und diese nun finanziell begleiten.

     

    Auch das Crowdfunding-Projekt der SG Wattenscheid 09 mit dem Sportcrowdfunding Projekt zur Vereinsrettung hat sehr viel „Medienrummel“ bekommen! Dieses Projekt zeigte deutlich, wie so eine Crowdfunding-Aktion die Aufmerksamkeit auf die aktuelle Situation richten kann. Das Projekt mit dem Titel „Rette die SG Wattenscheid 09“ war ein Weckruf für mehr als 2.000 Unterstützer und damit auch ein Lebenszeichen, welches nachhaltige Folgen hatte. Nicht nur hat sich aufgrund der hervorragenden Resonanz der bisherige Sponsor WTC Sports dazu bewogen einen  Großteil der Fundingsumme zu übernehmen, vielmehr haben sich durch die Kampagne viele Türen geöffnet, die zur Gewinnung von neuen Partnern führte.

    Mehr Presseberichte zu Sportcrowdfunding-Projekten findet ihr auf presse.fairplaid.org

    (3) Es geht nicht nur um uns, es geht um das Große Ganze: Gemeinsam Reichweite für Unternehmen der Zukunft schaffen

    Was ein Verein oder ein Sportler alleine nicht schafft, schaffen viele Vereine und Sportler zusammen: Reichweite für Unternehmen.

    Mit fairplaid.org bauen wir einen Marktplatz auf, eine neue Säule der Sportförderung, die jeder nutzen kann und zwar egal ob Fußball oder Fechten. Ein Marktplatz auf dem sich alle Vereine und Sportler treffen. Ein Netzwerk, bei dem Unternehmen nicht mehr nur ein Projekt sponsorn, sondern viele Vereine zusammen –  ein Paket sozusagen.

    Ein Beispiel: Unternehmen X wird Förderer des Deutschen Basketballs. Egal wo in Deutschland ein Basketball-Projekt auf fairplaid.org gestartet wird, gibt Unternehmen X für jede 5€ noch 5€ dazu. Dafür erhält das Unternehmen sein Logo auf der Projektseite und wird jedes Mal gesehen, wenn jemand ein Basketball-Projekt unterstützt. Die Gelder werden vom System automatisch zugeteilt. Es entsteht weder für den Sponsor noch für den Verein ein großer Aufwand.

    Je mehr Projekte mitmachen, desto attraktiver ist die Plattform IM GANZEN für Unternehmen und desto größere Chancen haben wir, Sponsoren für alle Vereine zu gewinnen. Jedes Projekt zählt und trägt zu dieser neuen Form der Sportförderung bei.

    (3,5) Und last but not least: Wieso nicht?

    Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

  • Gesponsorte Prämien beim Crowdfunding richtig nutzen?

    Wieso gibt es eigentlich Gutscheine bei fairplaid.org und was bringen mir diese als Projektstarter?

    1. Warum?

    Crowdfunding funktioniert nach dem Prinzip: “Geben und Nehmen”. Der Unterstützer oder die Unterstützerin gibt einem Projekt Geld und erhält im Normalfall etwas vom realisierten Projekt zurück. Ein Beispiel: Mit den Crowdfunding-Geldern soll die Produktion eines Filmes finanziert werden. Ein Unterstützer erhält – je nach Höhe des Beitrages – z.B. den Film noch eine Woche vor allen anderen als DVD zugeschickt, den Namen im Abspann, die Hauptfigur trägt den Namen des Unterstützers, es winkt eine Statistenrolle im Film oder Ähnliches.

    Was aber geben, wenn man ein Kreisligaverein ist und Benzingeld sammeln möchte, um mit der Jugendmannschaft ins Trainigslager fahren zu können? Oder wenn man als ziemlich unbekannte Sportart zur nächsten Weltmeisterschaft fahren möchte? Natürlich kann man ein Meet&Greet mit dem Starspieler anbieten oder eine Autogrammkarte – aber was wenn es keine Starspieler gibt und Tickets eigentlich nichts kosten?

    So kam die Idee: Wieso eigentlich nicht Unternehmen einbinden, die diese Prämien sponsern? Beispielsweise mit ihren Produkten, Gutscheinen oder auch unvergesslichen Momenten? So kam es zu dem Bonus-System, welches ihr auf eurer fairplaid Projektseite sowie auf den Projektseiten unserer Partnerplattformen finden könnt!

    Hier mal ein Beispiel von unserer Partnerplattform der berlin-recycling-crowd.de – hier gibt es neben zusätzlich noch regionale Gutscheinpartner, die wie ein Gutschein für ein Jahresabo der Berliner Morgenpost (Stand Februar 2019).

    2. Was bringt mir das?

    Jeder Gutschein hat mindestens den gleichen Wert, wie der Beitrag, den die Menschen an Dein Projekt geben.

    So kann zum Beispiel dein Arbeitskollege seine 10€-Unterstützung gegen einen 10€-Gutschein von Space Wallet eintauschen. Er unterstützt Dich und bekommt dazu noch einen gleichwertigen Gutschein!

    Wieso macht Space Wallet das? Space Wallet wird auf unseren Plattformen beworben, erhält über den Gutschein neue Kunden und tut – ganz nebenbei – auch noch was Gutes.

    Du hast mit den Gutscheinen die einmalige Gelegenheit, vor allem die vielen Zögerer zur Unterstützung für dein Projekt zu begeistern, selbst wenn diese mit Deinem Sport in erster Linie nichts anfangen können. Auch unterstützen gegebenenfalls völlig fremde Menschen Dein Projekt, weil sie gerne einen Gutschein haben möchten.

    Hier die aktuell Auswahl von gesponserten Prämien auf fairplaid.org.

    3. Wie mach ich das am besten mit den Gutscheinen?

    In unseren  Vorlagen, die jedem neuen Projektstarter für sein Crowdfunding Projekt kostenfrei zur Verfügung gestellt werden, findest du auch Posting-Vorschläge für Prämien in der Rubrik PROJEKT-BEWERBUNG:

    Dann heißt es teilen, teilen, teilen. Du kennst Freunde, die auf einen Gutschein besonders gut reagieren würden? Dann schreibe diese auch direkt an.

    Du hilfst damit natürlich nicht nur Dir, sondern auch uns. Da wir für deinen Service kein Geld verlangen, können wir mit den Einnahmen die Plattform für Dich und andere Vereine am Laufen halten und im besten Falle weiterentwickeln. So möchten wir gerne noch mehr Features einbauen, nachhaltiges Crowdfunding mit Abomodellen ermöglichen und natürlich fehlt uns auch noch eine App.

    4. Kann ich mein Projekt nicht auch ohne die Gutscheine machen?

    Natürlich steht es Dir frei zu entscheiden, wie und wann Du auf Dein Projekt aufmerksam machst. fairplaid bietet die technische Infrastruktur UND eben die Gutscheine, um weitere Unterstützer für Dein Projekt zu mobilisieren.

  • Darum müssen wir das Ehrenamt retten

    Wenn ich an meine ehrenamtliche Zeit denke, dann denke ich an Spaß. Sonst hätte ich es wohl auch nicht gemacht. Nichts hat mir damals so viel Spaß gemacht, wie für den Verein zu arbeiten. Kostenlos. Knapp 40 Stunden im Monat. Mit Mitstreitern, Gleichgesinnten, die auch kostenlos arbeiteten. Eben nicht wegen des Geldes, sondern weil es uns Spaß machte.

    Aufgeben musste ich es am Ende aus dem Grund, aus dem Viele das Ehrenamt aufgeben: des Berufs wegen. Wer viel arbeitet, dem fehlt eben auch die Zeit. Und wieso arbeiten wir viel, vielleicht sogar zu viel? Weil wir ohne Geld um unsere Existenz fürchten. Oder weil wir denken, dass es nach zwei Jahren eben doch das neue iPhone 7 für unfassbare 1000€ braucht, obwohl wir noch ein funktionierendes Handy besitzen.

    Da viele Menschen in unserer Leistungsgesellschaft eben viel arbeiten und wenig Zeit haben für das Ehrenamt, dachte ich lange Zeit, dass die Professionalisierung von Vereinen eine Notwendigkeit ist. Und Professionalisierung ging aus meiner Sicht immer mit bezahlten Arbeitskräften einher. Denn wer soll sonst um 13 Uhr mittags die Schul-AG betreuen, oder um 15 Uhr die F-Jugend trainieren? Wer soll den ganzen Bürokratie-Aufwand bewältigen, den Gemeinnützigkeit und neue Themen wie Mindeslohn mit sich bringen?  Bezahlte Trainer, bezahlte Vereinsmanager sollen es richten, den dramatischen Rückgang des Ehrenamtes ausgleichen und damit die Vereinslandschaft retten vor dem drohenden Wettbewerb aus Fitness-Studios, Fitness-Apps und der Fußball-Dominanz.

    Doch heute habe ich Raphael Fellmer auf facebook wiederentdeckt. Er lebte mehr als 5 Jahre ohne Geld. Statt mit dem  Zug zu fahren trampt er, statt im Hotel zu übernachten nutzt er Couchsurfing, statt Miete zu bezahlen hilft er in einer kirchlichen Einrichtung als Hausmeister und darf mietfrei wohnen, statt Essen einzukaufen bekommt er von Supermärkten und Bäckereien abends essen, dass sonst einfach weggeschmissen worden wäre. Sein statt haben, teilen statt besitzen. Frei sein.

     

     

    Denn: Wer Geld braucht, muss Geld verdienen und begibt sich damit in eine Abhängigkeit, ist nicht frei. Wer für Personal mehr Geld ausgibt, der erhöht seine Fixkosten und muss damit gleichzeitig auch kontinuierlich mehr Geld verdienen. Und Geld verdient wird im Normalfall nicht mit Behinderten-, Frauen-, Jugend- und Nischensport.

    Um seine Passion nach außen zu tragen, gründet Raphael Fellmer Online-Plattformen, bei der Menschen teilen, was sie selbst zu viel haben. Auf foodsharing.de kann jeder kostenlos Essenskörbe einstellen, zum Beispiel wenn vor dem Urlaub der Kühlschrank noch leer ist. Wer Essen braucht kann sich dies einfach abholen. Design, Technik, Umsetzung erfolgte von Menschen, die er inspirierte, die ihm helfen wollten. Kostenlos. Er schafft das, was nun vielen Vereinen verloren geht: eine Bewegung, der Menschen folgen. Menschen, die ihm folgen, weil er sie inspiriert, weil er selbst lebt was er predigt, weil er wie er selbst sagt, die Veränderung lebt, die er selbst sein möchte.

    Heißt also, wenn immer weniger Menschen ehrenamtlich arbeiten, die Millionen-Bewegung „Sport“ ihre Inspiration verloren hat? Nach den Skandalen beim DFB, FIFA, dem Doping-gebeuteltem Leichtathletik-Verband sowie den Diskussionen im Tennis, wer denn jetzt wie viel Preisgeld ausgeschüttet bekommen soll, wäre das wohl mehr als verständlich. Der Sport wird immer mehr zu Angebot und Nachfrage und verliert damit seine Kraft, Menschen zu inspirieren. Weil er immer mehr zum Geschäft wird und immer weniger zur Bewegung ist. Weil der eigene Nutzen dem gesellschaftlichen Nutzen übersteigt. Weil er sich nicht mehr so sehr vom kapitalistischen und „professionellen“ Wirtschafts-System unterscheidet.

    Und, wer rettet jetzt den Sport? Einer unserer Projektstarter hat es einmal sehr gut zusammengefasst. Als seine Mannschaft ins Trainingslager wollte war klar, dass für Benzin und Unterkunft Kosten anfallen. „Das macht doch der Verein oder?“ haben seine Spielerinnen gesagt. Er antwortete: „Der Verein, das seid ihr.“

    Alfons Hörmann hat verlangt dass im Verein mehr Controlling stattfinden müsste. Der Sport bräuchte endlich wieder ehrliche Menschen. Eigentlich ein Schlag ins Gesicht für jeden ehrenamtlichen Menschen. Denn der Sport hat längst ehrliche Menschen: uns. Nicht der Verein, nicht der DOSB, nicht die Landesverbände, nicht die Wirtschaft. WIR, die über 8 Millionen Ehrenamtlichen, sind die Seele des Sports.

    WIR können den Sport retten. Wir müssen vorleben, was es heißt, gemeinschaftlich zu leben, mitzuhelfen, auch wenn es einem selbst gerade nichts bringt, zusammenzuhalten auch in schweren Zeiten, Dinge zu tun, auch wenn man dafür keine Gegenleistung erhält. WIR müssen inspirieren, so wie es Raphale Fellmer tut. WIR müssen diejenigen sein, denen gefolgt wird. WIR müssen als Erwachsene wissen, welches Vorbild wir für unsere Kinder sein möchten.

    Verliert der Sport in Deutschland uns, seine ehrenamtlichen Helfer, dann verliert er auch das, was ihn ausmacht: seine Seele.

  • So gewinnst du als Athlet und Sportverein schnell mehr Fans auf Facebook

    Facebook hat eine Funktion, die nicht jeder kennt, die du aber sehr gut nutzen kannst, um für deine Athleten- oder Vereins-Page auf Facebook neue Fans zu gewinnen: die „Facebook-Invite“-Funktion (wer Facebook auf deutsch nutzt die „Einladen-Funktion“.

    So funktioniert Facebook Invite

    Mit Facebook Invite lädst du Menschen dazu ein, deine Seite zu liken. Und zwar Menschen, mit denen du nicht befreundest bist. Voraussetzung: Diese Person hat einen deiner Beiträge geliked. Und so findest du heraus, ob jemand einen Beitrag geliked hat, aber kein Fan deiner Seite ist:

    fairplaid-crowdfunding-sport-facebook-invite-2

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    Um mehr Menschen dazu einladen zu können, deine Seite zu liken, musst du im ersten Schritt also diese dazu bekommen, einen Beitrag zu liken. Das sind deine Möglichkeiten:

    Veröffentliche Gruppenbilder und verlinke alle Personen auf dem Bild

    Durch die Markierung wird das Bild auch an die Freunde der verlinkten Personen ausgespielt, die nun wahrscheinlicher das Bild mit „Gefällt mir“ markieren. Sobald sie dies tun, kannst du die Freunde dazu einladen, auch die Seite mit „Gefällt mir“ zu markieren (siehe oben).

    Führe regelmäßig Facebook-Gewinnspiele und Contests mit der Like-Funktion durch

    Es ist kein Geheimnis, dass die Menschen häufig bei Gewinnspielen mitmachen und je niedriger die Schwelle, desto besser. Ein Like-Button ist schnell gedrückt und schaden tut dies niemandem. Man kann fast nur gewinnen.

    Du kannst z.B. in Zusammenarbeit mit befreundeten Unternehmen, Sponsoren oder sogar mit neuen Unternehmen Gewinnspiele ausloben, nach dem Motto „Für alle, die diesen Beitrag liken, verlosen wir eine Stunde Training, ein gemeinsames Essen für zwei, einen Gutschein in Höhe von 50€, ein kostenloses Reifenwechseln.“

    Euer Sponsor bekommt Aufmerksamkeit, eure facebook-Seite auch (es hat sich sogar gelohnt euch zu folgen, sonst hätte man von diesem und zukünftigen Gewinnspielen gar nicht erst erfahren) und ihr habt nun wieder die Möglichkeit, viele Menschen dazu einzuladen, eure Seite zu liken.

    Es muss aber nicht immer ein Gewinnspiel sein. Es kann auch der „Spieler des Monats“ oder das „Tor/Korb des Monats“ zur Wahl stehen. Unter den Leuten, die mitmachen, wird eine Thekenflatrate verlost. So habt ihr neue Likes und zusätzlich  noch ein, zwei weitere Personen beim Heimwettkampf.

    Teilnahmebedingungen nicht vergessen!

    Poste Beiträge, die viele Menschen ansprechen

    Die Menschen liken die Beiträge, die ihnen gefallen. Also musst du herausfinden, was den Menschen gefällt (das muss nicht immer das sein, was dir gefällt! Finde heraus, was deine Community sehen will, dann liken sie auch). Im Sport funktionieren häufig Motivationssprüche, lustige Anekdoten und Geschichten aus dem Vereinsleben oder auch Hintergrundstories von Spielern und Spielen, bei denen die Emotion vom Sport rübergebracht werden.

  • Der einzige Grund, wieso dein Team keine Zuschauer hat

    In meinem Bekanntenkreis befinden sich viele Sportler, von Basketball bis Football bis Turnen.

    Eigentlich müsste ich jedes Wochenende massive Entscheidungsprobleme haben, zu welchem Heimspiel ich gehe, denn sicherlich hat eine/r davon am Wochenende ein Heimspiel/Turnier/Wettkampf.

    Habe ich aber nicht.

    Und genau das ist der Grund, wieso viele Sportarten und Teams keine Zuschauer haben und die Halle nicht vor  Zuschauerzahlen aus allen Nähten platzen:

    Es wird schlichtweg niemand eingeladen zu kommen.

    Ich gebe zu, ich habe keine Studie, die meine Aussage stützt und gebe hier rein meine Erfahrungen wieder als Spielerin und als ehemalige Abteilungsleiterin.

    An einem Samstag beispielsweise arbeitete ich im Büro nur 10 Gehminuten von der Halle entfernt. Am Tag darauf erfuhr ich über Bilder auf facebook, dass dort ein Heimspiel stattfand – meines eigenen Vereins. Hätte ich es gewusst, ich wäre auf jeden Fall hingegangen. Ich wusste es aber nicht, die Information hatte mich nicht erreicht.

    Wir haben also auf der einen Seite Vereine, die gerne Zuschauer hätten und auf der anderen Seite Menschen, die gerne zuschauen. Fehlt nur noch die Verknüpfung. Diese nennt sich im Eventmanagement „Einladungsmanagement“. Aus dem Rückblick als Abteilungsleiterin und Spielerin habe ich folgende Punkte ausgemacht, mit denen ihr mehr Zuschauer erhaltet:

    60% der Zeit damit verbringen, Menschen auf das Heimspiel aufmerksam zu machen

    Gerade war ich auf dem Stuttgarter Medienkongress. Dort erzählte eine Journalistin, die für den WDR einen Youtube-Account aufbaute, wie ein Video mit einem Superstar 5.000 Views auf Youtube hatte. 5.000 Views. Auf Youtube. Ein Video mit einem Teenie-Superstar. Die ganze Arbeit (Termin mit Superstar koordinieren, Interview vorbereiten, Zeit für Interview, Schneiden des Interviews etc.) hatte sich so nicht gelohnt. Also setzte sie sich hin und schrieb sämtliche Fanclubs und weitere Multiplikatoren an, die das Interview daraufhin teilten. Am Ende hatte das Video 366.000 (!) Views auf Youtube.

    Ihre Erkenntnis: Ein Youtube Video wird nicht von allein ein Knaller. Man muss seine Zuschauer aktiv suchen, Verbreitung ist das WICHTIGSTE. Wichtiger als das Video selbst.

    40% der Zeit verwendet sie seitdem, um Videos zu produzieren, 60% der Zeit verbringt sie damit, das Video zu verbreiten und Zuschauer auf die Videos aufmerksam zu machen.

    Zu gleichem Ergebnis kommt der Unternehmensblog „Groove“, der mittlerweile über 50.000 Leser hat. Sie verwenden 50% der Zeit damit, Artikel zu schreiben und 50% der Zeit damit, diesen an Blogger, Zeitungen und an Menschen zu senden, die dieser interessieren könnte.

    Als ich Abteilungsleiterin war, haben wir genau dies nicht getan. Im Rückblick haben wir alles gemacht, AUSSER uns darum zu kümmern, dass Leute in die Halle kommen.

    • Wir haben uns stundenlang über unsere Webseite Gedanken gemacht, die nur wenige hundert Besucher im Monat hatte
    • Wir haben hochkarätige Fotos der Mannschaften von Fotografen schießen lassen, die nur selten zum Einsatz kamen,
      Wir haben uns stundenlang über die Höhe des Eintrittspreises Gedanken gemacht
    • Wir haben Roll-Ups produziert und jedes Mal aufgestellt
    • Wir haben den Kuchenverkauf jedes Mal aufwendig organisiert
    • Wir haben  jedes Mal ein „Stadionblättle“ gemacht, was uns Stunden gekostet hat zu erstellen, zu schreiben, zu drucken und danach in der ganzen Halle wieder einzusammeln und als Abfall wegzuschmeißen.
    • Wir haben frische Pommes angeboten, weil wir dachten, dass wenn die Leute kommen und gutes Essen haben, sie dann wahrscheinlicher wieder kommen werden.

    Blöd nur, dass diese, um in den Genuss dieser ganzen Dinge zu kommen, eben halt auch mindestens einmal kommen müssten.

    Im Verhältnis zu den Stunden, die wir mit den oben genannten Tätigkeiten verbracht haben, haben wir den Schritt „Zuschauer auf Spiel aufmerksam machen“ vorsichtshalber mit so wenig Zeit wie möglich bemessen. Unser Einladungsmanagement bestand meist aus „einer macht in 5 Minuten eine Facebook-Veranstaltung und lädt dann so passiv wie möglich seine facebook-Freunde per Mausklick ein.“

    Zeit für Spieltagsorganisation anders planen

    Wir müssen also unsere Zeit gegebenenfalls anders planen. Wer mehr Zeit investieren möchte, um mehr Zuschauer in die Halle zu bekommen, muss diese woanders kürzen. Auch wenn es weh tut.

    Deswegen gilt es, den Heimspieltag oder auch die Spieltagsorganisation einmal runterzubrechen und dann zu entscheiden: Was ist essentiell, dringend notwendig und kann nicht verändert werden? Und: Was ist ein „nice to have“, bringt aber weder Zuschauer, noch Geld und kann entsprechend gekürzt werden (aufgeschoben heißt ja nicht aufgehoben).

    Ein Beispiel ist sicher das Stadionblatt: Kommen die Menschen in die Halle, weil es ein „Stadionblättle“ gibt? Ich sage: Nein. Wird mit dem Stadionblatt Geld verdient? In den meisten Fällen wohl nicht. Es ist ein „nice to have“. Das Gestalten, Schreiben, Drucken, Auslegen und danach wieder Einsammeln ist eine Zeit, die man einsparen kann.

    Kommen die Menschen wegen der Roll-Ups, oder merken sie gar nicht, dass diese dastehen?

    Wie viel vom Kuchenverkauf/ Essen wird jedes Mal gegessen, was kommt gut an, was nicht? Kann man aufwendiges Kuchen organisieren ggf. eintauschen gegen das Einkaufen von Schokoriegeln beim Supermarkt nebenan? (immer daran denken: Manche Punkte können zu einem späteren Zeitpunkt wieder eingeführt werden, nämlich dann, wenn durch mehr Zuschauer auch mehr Geld in die Kasse gespült wurde oder sich der Aufwand aufgrund der Masse der Zuschauer auch einfach lohnt.)

    In vielen Fällen muss also die Entscheidung getroffen werden: Will ich einen „schönen“ Heimspieltag mit wenig Zuschauern oder will ich einen weniger schönen Heimspieltag mit vielen Zuschauern. Beides wird vor allem bei ehrenamtlich geführten Abteilungen nicht immer möglich sein.

    Family und Friends first, Event later

    Niemand kommt gerne in eine leere Halle. Die Halle oder der Austragungsort muss ein Ort werden, an dem sich Menschen treffen. Mütter und Väter mit anderen Müttern und Vätern. Freunde des einen Spielers mit Freunden des anderen Spielers. Es muss ein Treffpunkt sozialer Kontakte werden.

    Hierbei müssen die Früchte geerntet werden, die am Niedrigsten hängen: Familie und Freunde. Diese kommen, um die Person – den Spieler, die Spielerin – zu unterstützen und nicht wegen des Events selbst oder weil das Spiel „schön anzuschauen“ ist. Ob es einen Kuchenverkauf gibt, oder wie die Stimmung in der Halle ist, ist hier für Familienmitglieder und Freunde erst einmal zweitrangig. Sie wollen die Person supporten, die sie kennen. Um also eine Basisanzahl an Menschen in die Halle zu bekommen, für die das ganze „Außen herum“ nicht so wichtig ist, muss erst einmal dieser Personenkreis regelmäßig in die Halle kommen. Der Multiplikator für eine volle Halle sind zu Beginn also die Spieler selbst. Sie tragen die Neuigkeit an Familie und Freunde weiter, zu denen der Vereinsvorstand keinen Zugang, keinen Kontakt hat.

    Je weiter weg vom Spieler oder Verein die Kontakte sind (Freunde von Freunden oder sogar völlig Fremde), desto wichtiger wird das „Außen herum“, also Qualität des Essens, Stimmung, Musik, ein schönes Spiel etc. Darum müssen wir uns aber erst Gedanken machen, wenn wir eine gewisse Basis an Zuschauern haben. Man muss erst Schritt 1 gehen, bevor man Schritt 2 gehen kann.

    Hierbei ist es wichtig, den Spielern auch zu zeigen, wie sie ihre Freunde am Besten einladen, wenn wir nicht beim Mausklick landen möchten.

    Angst vor Spam nehmen

    Die Spieler müssen vom Trainer im Training motiviert werden, ihre Familienmitglieder und Freunde einzuladen. Diese Vorgehensweise muss also mit den Trainern besprochen werden.

    Jetzt könnte man meinen, das ist selbstverständlich, aber als ehemalige Spielerin und Trainerin kann ich sagen: wir haben das fast nie gemacht. Ich zumindest bin nur dann wirklich aktiv geworden, wenn es wichtige Spiele waren, also bei Aufstiegspiel oder Nicht-Abstiegs-Spiel.
    Dazwischen fühlte es sich wohl einfach nicht wichtig genug an. Vielleicht hatte man als Damenbasketballerin aber auch das Gefühl, dass sich die meisten diesen Sport eher nicht gerne ansehen und man deren Zeit nicht in Anspruch nehmen möchte. Diese Angst muss den Spielern genommen werden.

    Viele haben zudem Angst davor, ihre Freunde zuzuspammen. Auch die Angst davor sollte den Spielern genommen werden. Im Marketing beispielsweise heißt es, dass die Menschen erst dann handeln, wenn sie mit einer Marke mehr als 3 mal in Kontakt gekommen sind. Sprich: Man sieht die Werbung im Fernsehen, dann auf facebook und dann erzählt einem ein Freund von dem Produkt. Erst dann handeln die Menschen: sie kaufen das Produkt.

    Das müssen wir nun auch für unseren Heimspieltag erreichen. Der mögliche Zuschauer sieht es bei facebook, dann fragt einen ein Spieler über Whatsapp und dann erzählt ein Freund, dass er auch hingeht. Erst dann wieder der mögliche Zuschauer überzeugt sein, nun auch hinzugehen und dafür den tollen Film, den er sich gerade bequem auf dem Sofa anschauen wollte, fallen zu lassen.

    Und damit kommen wir schon zum nächsten Punkt.

    Zuschauer persönlich ansprechen

    Eine Veranstaltungseinladung ist KEINE persönliche Einladung. Jeder weiß, dass diese per Mausklick massenweise herausgeschickt wird. Deswegen reagieren auch so wenige Leute darauf. Es ist einfach keine persönliche Einladung, sondern eine Massenmail.

    Wenn ihr Freunde und Familienmitgliedern persönlich einladet und auch ein, zweimal nachhakt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich dann die Zeit nehmen. Auch wird eine persönliche Einladung nicht so sehr als Spam wahrgenommen, wie eine Massennachricht.

    Deswegen den Link zur Veranstaltung nehmen und z.B. den facebook Chat durchgehen und Freunde einzeln und persönlich anschreiben. Es gibt tatsächlich aber auch Menschen (z.B. Eltern, Großeltern), die nicht bei facebook sind. Auch diese Menschen müssen erreicht werden. Die persönliche Einladung muss also auch auf anderen Kanälen gestreut werden.

    Andere Kanäle verwenden

    Die facebook-Veranstaltung ist ein toller Ort. Die Menschen können hierbei öffentlich zusagen und damit anderen zeigen: Ich komme auch. Dies ist vor allem deshalb wichtig, um einen sogenannten „Social Proof“ zu erreichen, der nichts anderes bedeutet, als dass wir Dinge eher tun, wenn sie unsere Freunde oder Bekannte Menschen auch tun.

    ABER: Facebook ist aber auch vor allem eins: ein Medium, dass eben auch wirklich ALLE für ihre Veranstaltung nutzen. Aktuell befinden sich fast 20 Veranstaltungen in meiner facebook-Liste, schließlich sendet eben auch jeder Hintz und Kuntz dort Veranstaltungseinladungen raus, vom Geburtstag, zum Konzert, zur Firmenfeier und eben zu Sport-Events. Da kann eine Einladung schon mal untergehen oder schlichtweg nicht mehr „wahrgenommen“ werden. Zu dem Heimspiel von der Einleitung hatte ich laut meinem Team beispielsweise wohl eine facebook-Einladung erhalten. Bewusst gesehen habe ich sie aber nicht.

    Was wir also brauchen ist Aufmerksamkeit. Wer auffallen möchte, der muss dort seine Information auch an Orten streuen, wo eben nicht so viel los ist.

    Hier bieten sich weitere Tools an, über die ich bereits Artikel verfasst habe, wie beispielsweise Whatsapp (Lies auch hier: Wie du Whatsapp für deinen Verein nutzen kannst) oder auch die E-Mail (Lies auch hier: Vergiss facebook, die E-Mail kommt wieder), das Telefonat oder ganz klassisch das persönliche Gespräch in der Mittagspause oder beim Kaffee.

    Kontakteliste aufbauen und Umkreis erweitern

    Spieler können wechseln oder auch einfach nach anfänglicher Euphorie nach einiger Zeit keine Lust mehr haben. Es wird also wichtig, dass die Abteilung sich im Laufe der Zeit unabhängiger von den Spielern gestaltet.
    Hierzu muss die Abteilung die Kontakte zu den Menschen in dem Umfeld aufbauen und abspeichern, damit die Zuschauer auch erreicht werden können, wenn der Spieler nicht mehr dabei ist oder aktiv ist.

    Deswegen ist es wichtig, Daten zu sammeln. In diesem Fall: Die Zuschauer zu animieren, die facebook/Instagram-Seite mit Gefällt mir zu markieren. Oder sogar indem die E-Mail-Adresse oder Handy-Nummer abgefragt wird.

    Besitzt Euer Verein z.B. eine Liste aller ehemaligen Spieler/innen, die nicht mehr aktiv Mitglied im verein sind, aber immer noch zum Spiel kommen könnten? Von Wettbewerbsvereinen, die wissen wollen, wie es bei euch läuft?

    Wie eine Kontakteliste aussehen kann, seht ihr hier.

    Erstellt einen Zeitplan für jeden Heimspieltag

    Gehen wir davon aus, dass der Heimspieltag am Samstag nachmittag um 17 Uhr stattfindet, dann könnte eine Checkliste so aussehen:

    • Montag: facebook-Veranstaltung erstellen
    • Montag: Trainer daran erinnern, die Spieler zu erinnern, dass diese ihre Familie und Freunde persönlich einladen. Den facebook-Link wird im besten Fall per E-Mail über einen Verteiler an alle Spieler versendet (hierzu ist es notwendig alle E-Mail-Adressen zu haben, deswegen einsammeln!)
    • Montag: Mit gutem Beispiel vorangehen. Vorstand und Trainer sind die ersten, die  mit gutem Beispiel vorangehen
    • Donnerstag: 2. Erinnerung versenden. In die facebook-Veranstaltungen erste Bilder und Updates einstellen, damit die Menschen, die auf interessiert geklickt haben, eine Nachricht erhalten.
    • Samstag morgen: 3. Erinnerung versenden.

    Das habt ihr davon

    Mehr Geld in der Vereinskasse

    Je mehr Menschen kommen, desto mehr Geld wird über Ticketeinnahmen, den Verkauf von Pullis oder T-Shirts vor Ort oder auch schlicht und einfach mit dem Verkauf von Wasser, Bier und Kuchen verdient.  Auch hier gilt wieder: Die Zeit, die man in das Organisieren und Backen von Kuchen steckt sollte sich lohnen. Was bringt es, 10 Kuchen zu backen und am Ende nur die Hälfte zu verkaufen, weil nicht genug Menschen das Angebot in Anspruch nehmen?

    Die Zeit, um die Halle aufzubauen und herzurichten ist immer gleich lang, egal wie viele Menschen kommen. Den Aufwand hat man also sowieso. Ein fixer „Kostenblock“, der umso mehr Gewinn in die Kassen spült, je mehr Menschen kommen. Es lohnt sich einfach, sich die Mühe zu machen.

    Mehr Chancen beim Crowdfunding und Sponsoring

    Je größer die Community wird, desto einfacher wird es, über die Community Kapital zu erhalten, z.B. über eine Crowdfunding-Kampagne oder indirekt über Sponsoren, die wiederum eine große Community erreichen wollen.

    Die Spieler sind motivierter

    Es ist einfach etwas anderes, vor voller Halle zu spielen, als vor einer leeren Halle.

    Was sind eure Tipps?

     

  • Ein Spitzensportler muss 50% seiner Zeit mit Marketing verbringen

    „Ich bin nun mal kein Medienmensch,“ hatte Christoph Harting einst gegenüber Journalisten gesagt. Die Medien seien nochmal ein komplett anderes Berufsfeld. Er sei in erster Linie Sportler.

    Diese Aussagen von einem Goldmedaillen-Olympiagewinner zeigen, wie sehr Profisportler ihren Beruf verkennen. Zumindest die, die von ihrem Beruf Sport leben wollen. Den Unterhalt bestreiten. Mit Geld.

    Denn der Beruf „Athlet“ besteht eben nicht nur aus dem Sport. Nur mit Sport alleine verdient kaum ein Athlet Geld. Selten sind Siegprämien so hoch, dass damit der Unterhalt bestritten werden kann. Sind die Siegprämien hoch, dann ist auch entsprechend der Wettbewerb hoch, es wird dementsprechend auch schwerer, zu gewinnen (deswegen ist es nicht so einfach Profi-Fußballer zu werden). Schon alleine deshalb nutzen die Sportler zur Quersubventionierung etwas anderes: die Plattform außen herum. Das Sport-Event an sich, welches Zuschauer anzieht. Die Übertragung des Ereignisses ins Fernsehen oder ins Netz. Vermarktung.

    Nicht mit dem Sieg wird Geld verdient, sondern mit der Plattform außen herum. Das ist das Geschäftsmodell, auf dem der Sport basiert. Bekanntheit, die man eben nur durch Medien transportiert.

    Was passiert, wenn man bekannter ist:

    • Mehr Menschen kommen live zu deinen Sport-Events
    • Mehr Menschen verfolgen deine Sport-Karriere
    • Du wirst erst zum Vorbild, wenn andere Menschen dich kennen. Ohne dich zu kennen, kannst du für niemanden ein Vorbild sein.

     

     

    „Wenn deine Idee keinen Markt besitzt, ist es ein Hobby, aber kein Business.“

    Dabei kämpfen Sportler – wie Unternehmen auch – mit dem Henne-Ei-Prinzip. Ohne Training kannst Du nicht gewinnen und damit auch nicht mit dem sportlichen Erfolg bei Sponsoren hausieren gehen und Geld zu verdienen. Ohne Geld kannst Du aber nicht mit einem freien Kopf trainieren und damit wahrscheinlicher nicht gewinnen.

    Nehmen wir an, ein Athlet ist ein Selbstständiger. Ein Unternehmer, wie jeder andere auch. So gelten auch für ihn die Prinzipien, die für Unternehmen gelten.

    Wieso Marketing dann hochpriosiert werden sollte, zeigen Fälle, in denen eben auch ohne großen sportlichen Erfolg Geld verdient wird. Bestes Beispiel: Anna Kournikova.

    Das Geschäftsmodell im Sport basiert auf Bekanntheit.

    Das passiert, wenn Dich mehr Leute kennen:

    • du nimmst mehr Geld ein durch Zuschauer
    • du wirst interessanter für  Medien
    • du bekommst mehr Sponsoren

     

    Cash is oxygen: Ohne Moos nix los

    Gary Vaynerchuk ist einer der erfolgreichsten Unternehmer auf Social Media. Auf die Frage „What would you prioritize as a one-person business“ schreibt er: „In the beginning of every venture, it can be difficult to predict your cash cycle and know what to prioritize because everything feels imperative. Customer satisfaction is huge, as are issues like establishing company culture, budget, marketing, and hiring.

    But there is one thing that always transcends everything else: Cash. It is the oxygen of your business. You can make the greatest cup of coffee, the greatest sneaker, the greatest TV Show, or the greatest work of art ever, but if you can’t sell your product you are out of business. So your first priority is sales, because it generates cash, and cash is what allows you to do everything else. Without it you’re a fish out of water, gasping for breath. I can’t say it enough times: Cash is oxygen.“

    Seiner Meinung nach also sollten sich Sportler erst darum kümmern, sich ein wenig zu vermarkten, um dann das damit generierte Geld zu nutzen, um die sportliche Karriere weiter nach vorne zu bringen.

    Um diesem Zyklus des Henne-Ei-Prinzipes zu entfliehen, heißt für die meisten Unternehmen das Zauberwort „Anschubfinanzierung“, etwa in Form eines Kredites oder von Investoren, die im Gegenzug Anteile erhalten.

    Was also tun, wenn die Reichweite noch nicht groß genug ist, es also noch keinen Markt gibt?

    Eine gute Möglichkeit der Anschubfinanzierung kann Crowdfunding sein.

    Das passiert, wenn du ein Crowdfunding-Projekt durchführst:

    • Du baust ein Netzwerk auf
    • Du erregst Aufmerksamkeit
    • Du finanzierst dein Projekt

     

    Wie machst Du Social Media zu Geld?

    Einige Gründe, die für Crowdfunding sprechen:

    • Selbst unbekannte Sportler mit wenig Crowd können diese nutzen (Erfolgsbeispiel Laura, Charles Franzke, Armin Ceric)
    • Denn anders als Unternehmen, können Sportler Privatpersonen andere Gegenleistung als Reichweite bieten (die diese noch nicht haben).

    Dann wenn der Sportler oder Verein eben noch nicht genug Reichweite besitzt, um Unternehmen für sich zu begeistern. Die Hürden sind geringer und bei Privatpersonen stecken auch meist andere Beweggründe dahinter.

    Viele Spitzensportler denken: Wenn ich Sportler bin, mache ich Sport. Lieber trainere ich 10 Stunden am Tag, als mich um die lästige Medienarbeit zu kümmern.

    Ob man will oder nicht, spielt hierbei keine Rolle. Das sind die Regeln, wie das Business funktioniert. Unternehmen werden deshalb selten alleine gegründet. Gründer-Teams ergänzen sich meist in den verschiedenen Kompetenzen. Der eine kann besser programmieren, der andere besser vermarkten.

    „I think the NBA, for example, is a league where a lot of the athletes view themselves as entertainers or half-athletes, half-entertainers. The reason is simple: if you are a celebrity, you get the big bucks.“

    Die Lösung 1: Helfer gewinnen,

    Sind Sportler nicht Vermarkter in Person, müssen sie sich Helfer suchen, die am Ende vom gemeinsam erwirtschafteten Geld profitieren.

    Die Lösung 2: Social Media

    • Social Media ist kostenlos und du kannst sofort loslegen
    • du kannst selbst als Nischensportler deine Nische erreichen (einfach mal Unterwasserhockey bei Instagram eingeben)
    • alle andere nutzen sie auch, scheint also nicht falsch zu sein
    • schon eine kleine Crowd kannst Du zum Crowdfunding nutzen und damit deine Anschubfinanzierung möglich machen

    Die Lösung 3: Crowdfunding

    Ohne Crowd kein Crowdfunding

    Wer das erkannt hat weiß: Marketing gehört zu meinem Job. Ob ich will oder nicht.

    Fazit: Am Ende wollen Athleten doch vor allem eins

    Am Ende will jeder Sportler genau das, was nur Marketing ihm bringt: dass seine Leistung, für die man so hart trainiert hat, auch gesehen und anerkannt wird.

  • Die erste und wichtigste Handlung direkt nach Crowdfunding-Projektstart!

    Ein Projekt geht online.

    Zwei Stunden später: 0 Unterstützer.

    Ein Tag später: 0 Unterstützer.

    Für uns ist bereits dann klar: Das Projekt wird scheitern. Wahrscheinlich sogar mit 0 Euro. Denn der Athlet oder die Mannschaft ist davon ausgegangen: Ich treibe Sport, finanzieren sollen das die anderen.

    Würdest jedoch Du in eine Idee, in ein Projekt, in eine Person investieren, bei der die Initiatoren nicht einmal selbst in das Projekt investieren? Für mich kann ich dies verneinen. Ich merke schnell, wenn ich selbst in ein Projekt einzahlen möchte, dass auf dem Titelbild zwar 25 Personen zu sehen sind, aber nur 7 Unterstützer angezeigt werden. Auf den ersten Blick zeigt mir das: Nicht einmal die 25 Personen selbst haben die Muße besessen, 5 Euro in ihr eigenes Projekt zu legen, oder sich die Mühe gemacht, ihre Eltern und engsten Verwandten zu fragen. Wieso sollte ich das als fremde Person dann tun?

    Denn: Auch in anderen Teilen der Finanzierung ist es üblich, dass der Geldempfänger selbst Geld mitbringt und so ein Zeichen setzt: „Wir hängen hier gemeinsam in einem Boot“. Ist dies nicht der Fall, erscheint es schnell, als solle nur „fremdes Geld verbrannt“ werden.

    Bei der Bank nennt sich das „Eigenkapital mitbringen“. Selten wird ein Kredit gewährt, ohne dass die Kreditempfänger einen Teil selbst beisteuern. Für die Bank bedeutet dies die Sicherheit, dass die Person selbst mit Geld investiert und deshalb ein Interesse hat, das Projekt Hausbau z.B. zum Erfolg zu bringen.

    Auch wenn Investoren in Unternehmen investieren, wird von den Gründern verlangt, mit eigenem Geld bereits gestartet zu sein oder im Gegenzug für sehr wenig Geld zu arbeiten und eben durch die Arbeitszeit zu investieren.
    Der erste Unterstützer Deines fairplaid-Projektes bist also Du selbst!

    Hierbei ist es unerheblich, wie viel Geld, Schweiß und Tränen Du bereits vorher investiert hast. Für den Crowdfunding-Unterstützer zählt, was er auf den ersten Blick erkennt, ohne ein Video anzusehen, ohne den Text gelesen zu haben. Und auf den ersten Blick sieht er den Titel, ein Titelbild, wie viele Personen das Projekt bereits mit wie viel unterstützt haben. Dieser erste Eindruck muss sofort überzeugen, ansonsten besteht die Gefahr, dass Du diesen Unterstützer für Deine Sache verlierst – ohne dass die Person sich überhaupt die Mühe gemacht hat, sich näher mit Deinem Projekt zu beschäftigen.

    Der Aufwand, öffentlich ein paar Euros in das eigene Projekt zu legen ist im Verhältnis zu den Geldern, die Du dadurch gewinnst, sehr gering. Diese Chance solltet Ihr Euch nicht entgehen lassen.

     

    Weil wir wollen, dass Ihr Eure Projekte realisieren könnt, bieten wir unter anderem zu genau diesem Thema wöchentlich kostenfreie Webinare (Online-Seminare) an. Erfahrungsgemäß sehen Projekte von Teilnehmern besser aus und werden erfolgreicher! Anmelden könnt Ihr Euch ganz einfach unter https://webinar.fairplaid.org/.

  • So überzeugt Dein Sportprojekt Unterstützer und Sponsoren

    Du hast dich sicherlich auch schon das ein oder andere Mal dabei erwischt. Du surfst in einem Online-Shop,  guckst Dich um und kaufst am Ende doch nichts. Gründe kann es hierfür viele geben: Kann ich dem Betreiber vertrauen, werden meine Käufe pünktlich geliefert? Ist mein gewünschtes Produkt dabei? Gibt es nicht einen besseren/günstigeren Shop? Ist meine gewünschte Bezahlmethode dabei (53% Abbruchquote! für alle, die die Kontodaten auf der Vereinswebseite noch für zeitgemäß befinden)? Bin ich ÜBERZEUGT?

    Wenn sich also 100 Menschen in einem Online Shop umschauen, heißt das nicht gleich, dass alle 100 kaufen. Je nachdem, wie gut der Shop ist, kaufen z.B. 3 am Ende wirklich ein. Man nennt dies Konversionsrate, weil 3 Menschen vom Umhersurfer zum Käufer konvertiert sind. 3 Menschen haben sich am Ende für den Shop entschieden.

    image
    13.000 Menschen waren auf dem fairplaid-Projekt der U21-Damen Kanupolo Nationalmannschaft, die 2017 für die Reise zur WM innerhalb von wenigen Tagen 20.000€ herzaubern mussten. 303 haben letztendlich unterstützt und das Projekt zum Erfolg geführt. 13.000 Menschen haben umhergesurft, 303 wurden konvertiert zu Unterstützern.

    Du siehst also, dass es den Menschen auf Deiner Projektseite geht, wie in jedem Online-Shop. Sie klicken auf der Projektseite umher und entscheiden aufgrund Design, Benutzerfreundlichkeit, Bezahlmethoden (unsere Verantwortung) sowie Bilder, Texte und dem Projekt an sich (Deine Verantwortung), ob sie unterstützen – oder eben nicht. Und so überzeugst Du sie:

     

    Der erste Eindruck: Du hast einen Plan

    Ich habe bereits einen ausführlichen Artikel geschrieben, der Dir zeigen soll: Wir können jeden Euro gebrauchen funktioniert nicht.

    Ziele und Visionen sind wichtig, denn sie zeigen, dass Du einen Plan hast, was mit dem Geld passiert. Du gehst ja auch nicht zur Bank und sagst: Ich brauche Geld. Du gehst zur Bank und sagst: Ich brauche 100.000€ für ein tolles Haus. Dieses wird toll, weil Baufirma X es für 70.000€ und der Handwerker Y es für 30.000€ richtig schön macht. Hier sind ihre Angebote und der Plan dazu.

    Stelle Deine Ziele deshalb in den Mittelpunkt, in den Fokus und benenne auch Dein Projekt danach:

    Nachwuchsförderung für unseren Verein
    Besser: Mission Oberliga 2017: Unsere U16 an die Spitze

    Fanutensilien und Werbematerialien für die Halle
    Besser: Hölle West brennt: Let’s get ready to rumble!

    Trainingslager in Portugal
    Besser: Mein Weg nach Rio

    Kunstrasenplatz
    Besser: Eine neue Heimat für Euch und uns!

    Ihr habt also ein Ziel und es ist klar: um ein Ziel zu erreichen müssen finanzielle Mittel her. Die Trikots, das Trainingslager, die neue Halle, die Werbematerialien sind nur Maßnahmen, um dieses Ziel zu erreichen.

     

    Gib den Menschen einen Sinn

    Egal ob Dein Projekt eher sozial oder eher professionell aufgestellt ist, sollte es immer hervorheben, was Deine Unterstützer eigentlich für einen großen Nutzen haben, wenn das Projekt umgesetzt wird.

    Es kann die Motivation, der Wille, Ruhm, Neid, Anerkennung sein, für den Menschen alles geben, welcher ihnen jeden Preis wert ist. Dass ihre Kinder richtig trainieren und groß rauskommen. Dass der Erzfeind überwunden werden kann. Dass andere Mannschaften neidisch auf die gute Ausrüstung der eigenen Mannschaft blicken. Dass Kinder aufschauen auf die Leistung und diese nachahmen. Zeige den Menschen auf, wieso es wichtig ist, dass das Projekt realisiert wird und zwar indem Du Salz in die Wunden der Menschen streust. “Mein Projekt dient nicht nur mir, sondern ist auch für DICH. Stell Dir vor…”

     

    Bilder und Videos: Sei sympathisch

    In Stuttgart gibt es unglaublich viele Pizzerien und Restaurants. Besonders bekannt aber ist das Il Pomodoro. Hier würde ich mich schon fast als Stammgast bezeichnen und das, obwohl der Vapiano nur 100m weiter entfernt ist. Und wieso? Ich MAG die Inhaberin, sie ist einfach sympathisch und nett. Jedes Mal muss ich selbst mit Reservierung eine halbe Stunde warten, aber es gibt immer ein Glas Prosecco und Pizzabrot zum Warten, jede Kellnerin lächelt Dich an und die Chefin beschäftigt sich mit Dir. Von mir aus kann sie die Preise um 30% erhöhen, ich wünsche ihr sogar, dass sie Millionärin wird.

    Und das ist Dein Ziel: Die Menschen müssen Dich auf den ersten Blick und Klick mögen, sich mit Dir oder Deiner Situation identifizieren können. “Ja genau das kenne ich, genau in derselben Situation stecke ich auch.” “Oh was macht die Mannschaft für tolle Sachen, toll dass sie sich so engagieren.” “ Wow, was die erreichen wollen, hier möchte ich Teil von etwas GROSSEM werden.“

    Ohne Visualisierung geht das nicht. Du kannst beispielsweise Deine ganz persönliche Videobotschaft an Deine Unterstützer hochladen. Sich ein Video anschauen ist einfach immer noch bequemer, als Text zu lesen. Was bewegt euch? Wieso macht ihr das? Was treibt euch an? Wieso benötigt ihr Unterstützung? Ein Handyvideo, nicht länger als 100 Sekunden (!), ist hierbei völlig ausreichend.

     

     

    Der große Vorteil: Videos verbreiten sich z.B. in facebook besser, da nur Text im Stream Deiner Freunde nicht so häufig erscheint, wie ein Video.

    Sei transparent und zeige Deine Pläne

    Vertrauen spielt eine große Rolle, wenn Menschen ihren Geldbeutel zücken sollen. So hatte ich ein fast schon traumatisches Erlebnis als 8-jährige, als ich einem Bettler 2€ meines Taschengeldes überließ und ihn auf dem Rückweg mit einer frischen Packung Zigaretten sah.

    Gib den Menschen das Gefühl, dass sie euch vertrauen können. Seid ehrlich mit der finanziellen Situation des Vereins, Deines Teams, von Dir selbst. Transparenz ist insbesondere in Bezug auf die Verwendung des gesammelten Geldes sehr wichtig, wenn nicht der wichtigste Faktor in der Projektbeschreibung. Die potentiellen Unterstützer möchten ganz genau wissen wofür ihr Geld verwendet wird.

    Ein Beispiel. Das Trainingslager kostet 550€, die wie folgt zustande kommen:

    225€ Übernachtung im Schullandheim
    150€ Verpflegung der Kinder
    75€ Benzinkosten
    100€ Teilnahme-Gebühr

     

    Geh nicht betteln, sondern biete Mehrwerte

    Neben Deinem Projekt selbst und Deiner persönlichen Überzeugungskraft gibt es noch die Möglichkeit Deinen Unterstützern weitere Anreize zu bieten, z.B. durch eigene Prämien. Und genau hier soll sich Crowdfunding vom klassischen Spendensammeln unterscheiden: die Unterstützer erhalten für ihren Beitrag etwas zurück, was über das “Gute Gefühl” hinausgeht.

    Hierbei steht eine Frage im Mittelpunkt: Für was würden meine Familie, Freunde, Fans, Mitglieder Geld ausgeben. Was ist ihnen etwas wert? Von der speziellen Behandlung beim Heimspiel, VIP-Tickets oder der Kuchenflatrate kann dies ein monetärer Mehrwert sein. Die Prämien sollte es dann nur während der Laufzeit des Projektes geben, ganz exklusiv für Deine Unterstützer. Sei dabei ruhig kreativ! Denn es kann auch sein, dass es Deinen Freunden etwas wert ist, Dich “leiden” zu sehen, z.B. weil Du für jeden Euro eine Liegestütze oder Linienlauf machst oder die Icebucket-Challenge durchführst.

    Bei uns stellen euch zudem Unternehmen Prämien zur Verfügung. So kann jeder Unterstützer seine 5€-Unterstützung z.B. gegen einen 10€-Gutschein eintauschen oder seine 15€ für zwei Tickets eines Bundesliga-Clubs. Nutze diese exklusiven Prämien und Gutscheine auch als Werbemittel, denn diese gibt es NUR über die Unterstützung Deines Projektes!

    Und das Wichtigste zum Schluss:

    Zeige Engagement

    Ein Crowdfunding-Projekt läuft nicht von alleine, deshalb solltest Du Dich bewusst auf Dein Projekt einlassen. Bereite die Inhalte für Dein Projekt im Vorfeld gut vor und plane genügend Zeit für die Bewerbung Deines Projekts vor und während der Laufzeit ein. Dein Engagement ist hier gefragt! Diese Vorbereitung zahlt sich am Ende im wahrsten Sinne des Wortes aus. Denn umso schneller Dein Projekt bekannt wird, umso eher erreichst Du potentielle Unterstützer, desto eher vermarktet sich Dein Projekt und der Stein kommt ins Rollen.

    Noch besser ist es aber, wenn Du Dich nicht alleine engagierst. Beziehe bereits in der Vorbereitung mehrere Menschen in das Projekt ein und gründe ein “Orga-Team”. So fühlst nicht nur Du Dich für den Erfolg des Projektes verantwortlich, sondern auch andere.

    Also ran an die Schrauben und sammle erfolgreich Gelder für Dein Projekt!

    Starte gleich mit deinem Sport-Crowdfunding-Projekt.

  • So gewinnst Du auch ohne große Fanbase viele Unterstützer für Dein Crowdfunding-Projekt

    Als wir in einem Interview Sven Knipphals zum Thema Crowdfunding befragten, schrieb dieser zu den möglichen Nachteilen: “Einmal steht und fällt das Projekt mit der Aufmerksamkeit, die für das jeweilige Projekt generiert werden kann. Die “Randsportarten” haben leider eh ein Aufmerksamkeitsproblem, da beißt sich der Fuchs in den Schwanz.”

    Tatsächlich ist eine große Fangemeinschaft ein großer Vorteil, der zum Erfolg einer Crowdfunding-Kampagne verhelfen kann. Eine große Fangemeinschaft ist aber nicht nur für eine Crowdfunding-Kampagne wichtig. Die Fans kommen in die Halle, um die Mannschaft vor Ort zu unterstützen. Die Fans zahlen Eintritt beim Spiel und finanzieren damit den Spielbetrieb mit. Je mehr Fans, desto bessere Chancen bei der Sponsorensuche.

    Wie also ist es möglich, Crowdfunding genau dazu zu nutzen, eine Fangemeinschaft für eine Mannschaft aufzubauen? Was, wenn Du zwar viele Menschen kennst – nur hattest du zu den besagten Personen schon ewig keinen Kontakt mehr? Wie gar völlig fremde Menschen vom Vereins-Projekt begeistern?

    Wichtig ist hierbei nicht nur, WIE Du Deine potentiellen Unterstützer kontaktierst, sondern auch WANN. Eins sei vorweggenommen: mit dem Start des Crowdfunding-Projekts ist es bereits zu spät. Wieso? Kontaktierst Du schon fast vergessene Freunde erst mit dem Projekt, stehen sie vor vollendeten Tatsachen. Sie sind nicht Teil des Projekts, haben nicht an diesem mitgearbeitet und können sich nicht damit identifizieren. Zudem zählt nach nur wenigen Tagen nicht nur, was Du für ein tolles Projekt hast und was es bewirkt, sondern auch, wie viele Menschen Dir schon ihr Vertrauen geschenkt und es unterstützt haben. Je eher also viele Menschen unterstützen, desto eher kommt ein Stein ins Rollen. Bei einer begrenzten Projektlaufzeit ist dies essentiell.

    Deine Herausforderung: Du möchtest Geld von den Menschen. Nimm Dir also um die vier Wochen Zeit, um Deine Kommunikation zu planen und das Netzwerk von Dir bzw. des Vereins in die Projektentstehung mit einzubeziehen. So lässt Du Dein Netzwerk für Dich arbeiten.

    Schritt eins: Stelle zwei Netzwerk-Listen zusammen (4 Wochen vor dem Start)

    Mindestens vier Wochen bevor die Crowdfunding Kampagne online geht solltest Du (und im besten Falle Deine Teammitglieder) zwei Listen zusammenstellen.

    DIREKTES EIGENES NETZWERK
    Die Liste “eigenes Netzwerk” enthält alle Personen aus Deinem Bekanntenkreis. Gehe hierzu z.B. deine Freundeslisten bei facebook, Instagram oder Xing/LinkedIn durch und schreibe diese in eine Liste. Sie kann so aussehen:

    • Familie + enge Freunde (unterstützen sofort)
    • Bekannte, Arbeitskollegen, entfernte Bekannte/Verwandte (unterstützen nach mehrmaligen Erinnern bzw. nach Incentive durch einen Gutschein)
    • eigene Teammitglieder, eigene Abteilung (nicht vergessen!)
    • andere Abteilungen des Vereins (Abteilungsleiter, Trainer)

    MULTIPLIKATOREN/PROJEKTPATEN
    Die Liste “Multiplikatoren” enthält Personen, die aus Deiner Sicht als Meinungsbilder oder auch “Beeinflusser” gelten, die ein goßes Netzwerk ansprechen z.B. in Deiner Sportart oder Deinem lokalen Umfeld und als Fürsprecher für Dein Projekt auftreten können.
    Wichtige Kriterien bei Wahl und Ansprache der Multiplikatoren:

    • Deine Multiplikatoren habe die gleiche Zielgruppe, z.B. Sportart oder (Wohn-)Ort.
    • Der Multiplikator hat etwas von seinem Engagement, z.B. wird er als Projektpate im Projekt oder im Zeitungsbericht genannt.

    Beispiele können sein: berühmte Persönlichkeiten des Sports, Bürgermeister, Vorstände von Unternehmen, Local Heroes (lokale Persönlichkeiten), Social Media Kanäle (facebook-Seiten), Blogs, Online-Medien, Presse

    Schritt zwei: Beziehe Dein Netzwerk in die Projektentstehung ein

    Die Netzwerkliste zu haben ist die eine Sache, das Netzwerk nun richtig anzusprechen die andere. Was möchtest Du erreichen? Natürlich möchtest Du, dass Dein Netzwerk das Projekt unterstützt und es weiterträgt. Letztendlich möchtest Du aber auch, dass diese von Dir und Deinem Team schon einmal gehört haben und langfristig gesehen als Fans in die Halle kommen.

     

    DIREKTES EIGENES NETZWERK

    Als Damenbasketballerin weiß ich, dass Menschen realistischerweise nicht zu uns in die Halle kommen, um sich ein Oberliga-Damenbasketballspiel anzusehen. Sie kommen, weil sie uns kennen und mögen, uns gerne unterstützen. Sie haben eine emotionale Bindung zu den Spielerinnen (oder zumindest zu einer Spielerin vom Team).

    Eine emotionale Bindung zu Deinem Crowdfunding-Projekt aufzubauen ist nun die große Herausforderung. Eine Maßnahme kann sein, das Netzwerk schon bei der Erstellung des Projektes einzubeziehen und diese Teil des Projektes werden zu lassen. So teilen sie später kein fremdes Projekt, sondern ihr “eigenes”.

    Hier ein E-Mail-Vorschlag:

    Hallo XY,

    ich weiß, dass ich Dich gerade aus dem Nichts überfalle. Wie Du vielleicht noch weißt, spiele ich Basketball hier in Stuttgart. Wir möchten  etwas ganz Neues ausprobieren und unser erstes Crowdfunding-Projekt starten.

    Damit diese so erfolgreich wie möglich verläuft wollte ich Dich fragen, ob Du mir bei der Erstellung kurz aushelfen könntest, indem Du mir Dein Feedback zum Projekt gibst? Was hältst Du davon? Was würdest Du z.B. bei der Beschreibung ändern? Welche Prämien für Unterstützer würdest Du mir empfehlen? Was wäre eine Prämie, die Du erwerben würdest?

    Ich würde Dir gerne dazu ein paar Screens zuschicken und natürlich die Infos, um welches Projekt es sich handelt… Was meinst Du? Hast Du Lust mir hierbei helfen?

    Viele Grüße,
    XY

    Ich habe absichtlich die Screens nicht gleich beigefügt, um der Person die Gelegenheit zu geben, aktiv sich dafür zu entscheiden.

    MULTIPLIKATOREN/PROJEKTPATEN

    Multiplikatoren und Projektpaten kommen nicht nur als Unterstützer in Frage, sie haben ein großes Netzwerk, ggf. Kontakte zu potentiellen Sponsoren, schaffen mit ihrem Gesicht Vertrauen zum Projekt und erklären sich vielleicht sogar bereit, eine Prämie zu stellen (z.B. ein Treffen, ein Blick hinter die Kulissen).  Denke hier auch daran, es gibt immer jemanden, der jemanden kennt, der als Türöffner dienen kann. Ich habe noch nie schlechte Erfahrungen damit gemacht, auch in sozialen Netzwerken nach Kontakten oder Hilfe zu fragen.
    Die Herausforderung: diese Personen haben meist wenig Zeit und erhalten derartige Anfragen sehr häufig. Die erste Frage, die sich jeder stellen wird: Was habe ich davon?

    Folgende Mehrwerte können das sein:

    • Anerkennung, positives Image
    • Beteiligung am Projekt
    • Darstellung in der Presse, Aufhänger, um wieder in der Öffentlichkeit zu erscheinen

     

    Hier ein E-Mail-Vorschlag mit dem Ziel eines Telefonats oder persönlichen Treffens:
    Guten Tag Herr/Frau XY,

    mein Name ist …, ich bin Abteilungsleiter/in bei … Um mit unseren Kindern richtig trainieren zu können ist unser Ziel, endlich einen neuen Bolzplatz in unserem Dorf zu errichten. Sie können sich vorstellen, dass das wir als ehrenamtlich geführter Verein die finanziellen Mittel hierfür leider nicht stemmen können. Deshalb möchten wir etwas ganz Neues machen und unser erstes Crowdfunding-Projekt starten.

    Hierfür suchen wir einen Projektpaten, der uns hierbei unterstützt, z.B. durch das Weiterleiten an interessierte Unterstützer oder als Fürsprecher für dieses Jugendprojekt. 
    Im Gegenzug können wir anbieten:

    • Darstellung auf der Projektseite
    • Darstellung und Erwähnung in den dafür verbreiteten Pressemitteilungen
    • exklusive VIP-Einladung zur Eröffnung des Platzes
    • Eingravierung des Namens “Unterstützt durch…”

    Gerne würde ich Ihnen bei einem kurzen Treffen/Telefonat mehr von uns und unserem Projekt erzählen. Vielleicht haben Sie selbst Interesse oder kennen jemanden, der uns hierbei unterstützen könnte? Würde Ihnen z.B. direkt Montag, der 16.10.2014 passen?

    Herzliche Grüße,
    XY

    Schritt drei: Rückmeldungen einarbeiten

    Du hast es geschafft, von vielen Menschen aus Deinen Netzwerklisten hast Du eine Rückmeldung erhalten. Sammle die E-Mail-Adressen in einem Verteiler. Achte nun besonders gut darauf, diese auch wertzuschätzen, schließlich haben sich die Menschen Zeit genommen, um sich in Dein Projekt einzudenken.

    Hallo XY,

    vielen, vielen Dank für Deine Rückmeldung. Sie hat uns sehr geholfen, das Projekt besser aufzubauen.

    Wir haben diese direkt eingebaut und zwar unter dem Punkt Z, du wirst diese also finden, sobald wir online sind.

    Wenn es dir nichts ausmacht, würde ich Dir Bescheid geben, sobald es losgeht?

    Viele Grüße,
    XY

     

     

    Schritt vier: Countdown

    Aufgrund der Vorarbeit und Beschreibung des Projektvorhabens, sind nun alle gespannt, wann es endlich losgeht. Damit Dein Netzwerk auch weiterhin das Gefühl hat, bei der Sache ganz vorne mit dabei zu sein, sende Ihnen einen kurzen Hinweis vor dem Start (“In 2 Tagen geht es los!”) und nenne diese z.B. im Projektblog oder in einem facebook-Post.

    Vielen Dank an X, Y und Z ohne die dieses Projekt nicht zu einer so tollen Crowdfunding-Kampagne geworden wäre.

     

     

    Schritt fünf: Start des Projekts

    Wir empfehlen in der ersten Welle immer erst Dein enges Netzwerk anzugehen, welche Dein Projekt auf jeden Fall sofort unterstützen und mit denen Du schon im Vornherein Kontakt hattest. So setzen diese bereits ein Vertrauenszeichen an Bekannte, Arbeitskollegen oder sogar völlig Fremde, welche später auf das Projekt aufmerksam werden und sehen, wie viele Menschen das Projekt schon gefördert haben (Stichwort Social Proof).

    Und kleiner Tipp zum Schluss: Wenn Du nicht selbst in Dein Projekt investierst, wieso sollten es dann Fremde tun? Sei Dein erster Unterstützer!

  • 7 Gründe, warum die Crowd auf fairplaid baut

    Unterstützt Du auf fairplaid ein Projekt von einem Menschen oder einem Verein, den Du vielleicht sogar gar nicht kennst, ist Vertrauen ein wichtiger Aspekt. Schließlich willst Du, dass Dein Geld auch genau für das Projekt eingesetzt wird – und nicht anders. Nur woher das wissen?

    Hier sind 7 Gründe, wieso bereits über 48.000 Unterstützer fairplaid-Projekten ihr Geld anvertraut haben.


    1. Der Status eines fairplaid-Projektes wird automatisch aktualisiert.

    Das Sammeln von Geldern auf fairplaid.org ist für Dich als Unterstützer sogar transparenter als bei jedem Spendenkonto. Denn Du weißt genau, wie viel auf dem Projekt-Konto bereits eingezahlt wurde und wer das Projekt gefördert hat. Alleine die Unterstützerzahl und Namen, die dahinter stehen, setzen ein Vertrauenszeichen.

    2. Der Projektstarter kann seine Projektseite nach der Live-Stellung nicht mehr ändern.

    Die Projektseiten sind auch lange nach Projektende noch verfügbar und für den Projektstarter ab Veröffentlichung des Projektes nicht mehr änderbar. Schnell den Projekttitel oder die -beschreibung umzuschreiben und damit zu suggerieren, man hätte alles richtig kommuniziert, ist nicht möglich.

    3. fairplaid schafft Öffentlichkeit für die Projekte

    fairplaid-Projekte spielen sich in der Öffentlichkeit ab. Wer ein Projekt auf fairplaid startet muss auch damit rechnen, dass die Medien über das Projekt und den Fortgang berichten und die Projekte auch über unsere fairplaid Kanäle verbreitet werden. Medien wie zeit-online.de, SWR.de, Bayrischer Rundfunk,  SKY Inside Report, Donaukurier, Nordkurier und viele mehr haben schon über die neue Sportförderung berichtet und hierbei auch viele Projekte in ihre Recherchen mit einbezogen.
    Auf unserer presse.fairplaid.org Seite findest du immer die aktuellsten Berichte.

    4. Die Crowd reguliert und prüft die Projekte

    Sobald die 100%-Marke geknackt ist, steht fest, dass das unterstützte Projekt realisiert werden kann. Der Projektstarter ist nun am Zug – sowohl der Projektinhalt wird nun umgesetzt als auch die ausgewählten Prämien an die Unterstützer verteilt.

    Die ersten Unterstützer eines fairplaid-Projektes sind meist Menschen aus dem engsten Umfeld des Projektstarters, sprich Familienmitglieder, Freunde, Bekannte, Mitglieder. Dieser wird durch die Förderung vieler Menschen nicht nur von einem Augenpaar, sondern von vielen beobachtet. Erfolgt die Umsetzung nicht, meldet sich die Crowd sofort zu Wort.

    5. Wir überprüfen Identität und Kontodaten der Projektstarter

    Aufgrund gesetztlicher Bestimmungen des Geldwäschegesetzes sind wir verpflichtet, Identität und Kontodaten eines jeden Projektstarters, sei es Verein, Stiftung oder Privatperson, nachzuweisen. Dieser Legitimationsprozess geht durch verschiedene Instanzen und wird manuell und für jeden Fall einzeln durchgeführt. Niemand kann in falschem Namen ein Projekt starten.

    6. Wir dokumentieren erfolgreiche Projekte auf unseren Kanälen

    Wir nutzen facebook, Instagram und andere Kanäle, um Vereinen und Projektstartern auch nach Projektende zu folgen und Erfolgsgeschichten aktiv zu teilen.

    7. Wir haken aktiv nach

    Wir fragen proaktiv nach Bild- und Videomaterial, meist schon, weil wir diese zu Pressezwecken benötigen. Auch bei den Unterstützern haken wir nach, ob alles  korrekt abgelaufen ist. Durch die selbstregulierende Crowd bekommen wir so sehr schnell mit, wenn Leistungen nicht erfüllt wurden.

    Was hast Du als Unterstützer für Ansprüche?

    Hast Du als Unterstützer eine Prämie ausgewählt, entsteht in vielen Fällen ein Kaufvertrag. Du hast also natürlich Anspruch auf Deine Prämie und kannst diese einfordern. Auch bei einer freien Unterstützung kannst Du eine Spendenbescheinigung anfordern. Bei gesponserten Prämien von unseren Partnerunternehmen (z.B. Gutscheine oder Tickets) stehen wir als fairplaid in der Verantwortung.

    Möchtest Du aus welchem Grund auch immer einen Verstoß angehen, hast Du folgende Möglichkeiten:

    • Verstoß melden:  Du schreibst uns eine Email an projekte@fairplaid.org und meldest den Verstoß mit Angabe des Projektlinks und deiner Unterstützungs-ID. Wir nehmen dann Kontakt mit dem Verein auf und haken erneut aktiv nach.
    • Andere Möglichkeiten Kontakt mit unserem Support aufzunehmen: Kontaktiere unseren Support über Telefon oder unsere sozialen Kanäle. Wir antworten in jedem Fall innerhalb von einem Tag.
    • Kontakt zu dem Verein aufnehmen: Jeder Verein und jede Person muss bei uns legitimiert werden. Dies bedeutet, ein Vereinsprojekt kann nicht ohne das Wissen des Vorstandes eingestellt werden. Vereine müssen zudem ein Impressum angeben. Wenn Du Zweifel hast, kannst Du natürlich Dich beim Vorstand melden und Deine Zweifel ansprechen.
    • Unterstützung stornieren (bis 14 Tage nach Projektende möglich): Du kannst jederzeit während der Projektlaufzeit sowie 14 Tage nach Projektende (gesetzliches Widerrufsrecht) Deine Unterstützung stornieren.

    FAZIT:

    Da das Projekt mit seiner Beschreibung und Finanzierungssumme öffentlich sichtbar ist und sich laufend aktualisiert, ist das Spenden in ein fairplaid-Projekt sogar transparenter, als jedes Spendenkonto! Die Entscheidung dafür liegt aber letztendlich bei Dir.

    Möchten Projektstarter Vertrauen aufbauen, um somit mehr Unterstützer zu gewinnen, sollten sie so viele Informationen wie möglich darstellen und teilen, beispielsweise über ein Projekt-Video, eine detaillierte Projektbeschreibung und eine transparente Berichterstattung im Nachgang zum Projekt. Der nachhaltige Erfolg steht somit stark im Zusammenhang mit der Transparenz sowohl während der Projektphase als auch nach Kampagnenende. Als Plattform bieten wir hier alle technischen Möglichkeiten und gehen dahingehend beratend auf die Projektstarter ein.


     

    fairplaid-Zahlen: Stand 10/2018

  • 5 große Fehler, die Du besser NICHT bei Deinem Crowdfunding-Projekt tun solltest

    „Hätte ich DAS mal vorher gewusst!”

    Um die Einleitung ganz kurz zu machen: Diese Reaktion will ich euch ersparen und deswegen habe ich euch hier die 5 größten Fehler, die bei einer Crowdfunding-Aktion passieren können, zusammengefasst. Die Inhalte habe ich entweder bitter selbst erfahren müssen (ich habe bisher drei Crowdfunding-Projekte selbst gestartet) oder bei unseren Projektstartern miterlebt.

    Fehler 1: Vergiss Dein engstes Umfeld nicht

    Als wir unser erstes Crowdfunding-Projekt starteten wussten alle Bescheid – außer der eigene Vorstand und die eigenen Mitglieder. Wir zwei aus dem Vorstand hatten das beschlossen und vergessen, unser engstes Netzwerk einzubinden, einfach weil es so selbstverständlich für uns war, dass diese mitziehen würden.

    Das Ergebnis: Eigentlich hat sich keiner für das Projekt interessiert. Schließlich wussten sie nicht, wieso, weshalb, warum sie das Projekt überhaupt unterstützen sollten. Auch haben wir die emotionale Bindung überschätzt, die innerhalb der Abteilung und der Mannschaften bestand. Wenn die eigenen Mitglieder nicht hinter dem Projekt stehen und es nicht mittragen, ist das Projekt fast schon zum Scheitern verurteilt.

    Unser Fazit: Binde Dein engstes Umfeld schon in der Vorbereitung in das Projekt mit ein und stelle sicher, dass jeder von der Idee überzeugt ist. Sollen wir dies tun? Hat jemand Ideen für Prämien? Kennt jemand jemanden, der uns bei der Bewerbung helfen kann? Je mehr emotionale Bindung die Menschen zum Projekt haben, desto mehr ziehen diese mit und werden zum weiteren Multiplikator.

    Fehler 2: Aktivieren, ohne einen Plan zu haben

    Ein Unternehmer erzählte mir einmal von einem seiner Praktika: “Ich musste viele kleine Teilchen zusammenschweißen. Der ganze Raum war voll, mein Meister rechnete damit, dass ich eine ganze Woche lang daran sitzen würde. Ich habe daraufhin einen halben Tag gar nichts geschweißt, sondern die Zeit investiert, eine kleine Maschine zu bauen, mit der ich 10 Teilchen gleichzeitig schweißen konnte. Nach zwei Tagen war ich dann fertig.”

    Viele unserer Projektstarter starten ein Crowdfunding-Projekt erstmal und überlegen sich dann, wie sie das Projekt bewerben wollen und fangen dann auch erst mit der Bewerbung an. Das Projekt ist dann aber online und öffentlich und dümpelt in den ersten Tagen so erstmal vor sich hin. Ein Fehler! Denn die ersten Tage sind essentiell in einer Crowdfunding-Kampagne. Schon nach wenigen Tagen zählt nicht nur, was ihr für ein tolles Projekt habt, sondern viel mehr, wie viele das Projekt schon unterstützt haben.

    Fazit: Die Spannungskurve eines Projekts muss schon vor dem eigentlichen Projektstart hochgefahren werden – zunächst mit der Einbindung des eigenen Umfelds und dann nach außen hin z.B. mit einem öffentlichen Countdown. Der erste Höhepunkt wird mit der Aktivierung des Projekts erreicht.

    Bei der weiteren Kommunikationsplanung könnt ihr auch auf einige Internet-Tools zurückgreifen. Buffer z.B. lässt euch eure Social-Media-Posts planen, die dann automatisch zu den angegebenen Zeitpunkten versendet werden – ohne dass ihr auch nur einen Gedanken daran verschwenden müsst.

    Fehler 3: Selbstüberschätzung

    “Wir haben eine große Community, das klappt auf jeden Fall!” “Wir haben nächste Woche einen Beitrag im Fernsehen, alles kein Problem.” Haben wir alles schon gehört, nur um die Projekte am Ende scheitern zu sehen.

    Die Überschätzung sehen wir nicht nur in der Summe, die finanziert werden soll. Wenn wir mal ehrlich sind, wird Dir wahrscheinlich kein Unterstützer 80.000€ geben, um einen Triathlon in Übersee zu machen. Sei realistisch und kalkuliere genau und transparent. Wie viel Geld benötige ich und habe ich die notwendigen Ressourcen (Zeit zur Vorbereitung und Bewerbung, Community, die schon dahinter steht, Kontakte zu Presse oder Multiplikatoren, Menschen, die mir helfen), um diese Summe zu sammeln. Wenn nein, kann ich das Projekt gegebenenfalls mit weniger wuppen (jedes Projekt kann überfinanziert werden!). Oder habe ich die Zeit, um mir eine Community noch im Vornhinein aufzubauen?

    Auch bei den Prämien neigen die Projektstarter zur Überschätzung. Stelle Dir die Frage deshalb auch selbst: Würdest Du für eine Autogrammkarte eines unbekannten Sportlers 30€ ausgeben? Oder 50€ für ein T-Shirt? Wie siehts mit einer Trainingsstunde für 100€ aus? Auch nicht? Sei realistisch und frage vorsichtshalber in Deinem Bekanntenkreis: Würdest Du diesen Preis für diese Leistung bezahlen? Wofür würden die Menschen Dir realistischerweise Geld geben, auch wenn sie Dich oder Deinen Verein gar nicht kennen? Was ist so eine tolle Prämie, dass sie wirklich jeder haben will?

    Fehler 4: Einfach laufen lassen

    Auch wenn ich jetzt viele Leser enttäuschen muss: die Plattform, auf der man ein Projekt online stellt und das Geld dann von alleine fließt, gibt es nicht und ich wage jetzt eine Zukunftsaussicht: Wird es auch niemals geben. Wenn fairplaid.org diese Plattform wäre, würde ich auch nicht mehr für Euch schreiben, sondern sicherlich an einem Strand auf den Bahamas liegen und Cocktails schlürfen. Crowdfunding ist kein Selbstläufer.

    Es gibt viele Erfolgsfaktoren beim Crowdfunding, aber der aus meiner Sicht größte Faktor ist dieser: Herz! Wenn Du mit vollem Herzen dahinter stehst und Dich voll dafür engagierst, wirst Du es schaffen! Zeige den Menschen nicht nur “WAS” du tust, sondern auch “WIESO”.

    Wir helfen euch, wo es geht, aber jeder ist seines Glückes Schmied. Menschen für Dein Projekt zu begeistern liegt an Dir!

    Fehler 5: Bettele nicht, sondern schaffe Mehrwerte

    Oder auch:„Don’t make the people give you money, let them!“ (Amanda Palmer)
    Crowdfunding ist GEBEN und NEHMEN. Du bietest den Menschen die Chance auf eine ganz exklusive Gegenleistung für ihre Unterstützung. Sie können Teil eines unterstützenswerten Projektes oder Vereins in ihrer Kommune sein – erinnert euch immer daran! Ihr seid etwas wert, zeigt dies.

    Während der Laufzeit wirst Du Deine Nachricht häufig wiederholen müssen, denn wie auch in der Werbung handeln viele Menschen erst, wenn sie 3x von etwas gehört haben. Damit dies nicht nervig wird, finde immer wieder unterschiedliche Wege, um Deine Aktion zu verbreiten. Poste immer wieder eine andere Prämie, die du bereit stellst, ein lustiges Bild oder Video von Dir oder Deinem Team.

    DESHALB SOLLTEST DU DIESE FEHLER NICHT MEHR MACHEN:

    Nach dem Projekt ist vor dem Projekt: Eine Crowdfunding-Kampagne ist eine Chance, nicht nur Gelder zu sammeln, sondern eine Community aufzubauen. Richtig durchgeführt habt ihr die Gelegenheit, etwas Großes aus dieser Kampagne zu machen, neue Helfer zu finden, neue Fans zu gewinnen und schlussendlich an den Verein zu binden.

    Was wir beginnen, schaffen wir! Eine professionell und vor allem erfolgreich durchgeführte Kampagne ist ein Zeichen für Mitglieder, Fans aber auch und im Besonderen für Eure Sponsoren. Ihr zeigt so, dass ihr nicht nur innovativ, modern und offen für Neues seid, sondern auch, dass ihr dies zudem erfolgreich tut. Weg vom “gib mal gefälligst Geld, wir sind ein armer Verein” hin zum Schaffen von Mehrwerten für alle Beteiligten. Potentielle Sponsoren erkennen so das Potenzial, dass hinter dem Verein steht, sei es anhand der Anzahl der Unterstützer oder weil sie durch die großen Außenwirkung der Kampagne erst von Euch erfahren haben.

  • So viel Geld kannst du mit deiner Crowdfunding-Kampagne einwerben

    Lieber ein großes Projekt, oder mehrere Kleine? Wie viel Geld kann ich als Athlet/ Verein mit fairplaid-Crowdfunding einsammeln? Ist es als Einzelathlet überhaupt möglich, Crowdfunding zu betreiben? Ist meine Crowd zu klein? Ist ein 100.000€ Projekt überhaupt realistisch?

    Diese Fragen hören wir häufig. Dieser Artikel soll dir helfen, genau dies einzuschätzen. Da sich vor allem Athleten und Sportvereine mit großen Summen schwer tun, gehen wir von größeren Projekten im fünf- bis sechsstelligen Bereich aus.

    Alles ist möglich, wenn…

    Grundsätzlich gab es auf fairplaid bisher Crowdfunding-Kampagnen von 250€ (Ringer aus Weiden) bis 158.993€ (Vorärts Spoho e.V. aus Köln). Und ja, auch kleinere Oberliga-Clubs haben bei uns schon sechsstellige Summen über ein fairplaid Sportcrowfunding Projekt möglich gemacht, auch Einzelathleten fünfstellige Summen erreichen können. Sprich: Alles ist möglich.

    Damit aber alles möglich ist, bedarf es einer entsprechenden Vorbereitung. Je mehr Geld eingeworben werden soll, desto besser muss das Projekt vorbereitet und durchgeführt werden. Und so kannst du den Aufwand einschätzen.

    Wie groß muss die Crowd für welche Summe sein?

    Beim fairplaid Sportcrowdfunding geht es darum, dass viele Menschen gemeinsam ein Projekt stemmen, anstatt nur eine Organisation oder ein Unternehmen.

    Dies bedeutet: Die Hürde, Sponsoren/Unterstützer zu finden ist viel geringer, weil jeder ab 1€ mitmachen kann. Dafür ist es notwendig, statt nur Einem, Viele zu erreichen. Ohne Crowd kein Crowdfunding.

    Wie viele Unterstützer notwendig sind ist einfache Mathematik. Im Schnitt unterstützen die Menschen mit 60-80€, das sagen unsere Daten. Gehen wir vorsichtshalber von weniger aus, dann reden wir von 50€ pro Projekt-Unterstützer.

    Je höher die Summe, desto höher werden im Normalfall die gegebenen Durchschnittssummen. Bei 100.000€ liegen diese bereits bei um die 80€. Dies seht ihr an den folgenden Beispielen.

    Um die 5000€

    Dies bedeutet nach unserer Rechnung:
    5000€ (benötigte Summe): 50€ (Unterstützersumme im Schnitt) = 100 Unterstützer

    Beispielsweise das Projekt von Philipp Wolfrum:  Er finanziert seinen Weg zur Trampolin-WM über fairplaid Sportcrowdfunding (Hier geht es zu seiner Projektseite).

    Auch das Floorball-Nationalteam machte mit 88 Unterstützern eine Summe von 5.727,50€ möglich (hier geht es zur Projektseite).

    fairplaid-crowdfunding-sport-floorball-herren-nationalmannschaft

     

    Um die 50.000€

    Wer bis zu 50.000€ einwerben möchte, sollte mit entsprechend 1000 Unterstützern rechnen.

    50.000€ notwendige Summe  : 50€ im Schnitt = 1000 Untersützer

    Unser Beispiel zeigt jedoch, dass 50€ nicht immer die Durchschnittssumme sein muss. 330 Unterstützer ermöglichten mit 43.651€ die Lizenz für die zweite Bundesliga der Nürnberg Falcons. Die Durchschnittssumme lag hier bereits bei 132€ (hier geht es zur Projektseite).

    fairplaid-crowdfunding-sport-basketball-nuernberg-falcons

    Um die 100.000€

    In unserer Rechnung:
    100.000€ (benötigte Summe) : 50€(gegebene Summe im Schnitt) = 2000 Unterstützer.

    Bad Nauheim hat aber bereits für knapp dieselbe Summe nur 973 Unterstützer benötigt. Die Durchhschnittssumme lag bei 88€ pro Unterstützer (hier geht es zur Projektseite).

    fairplaid-crowdfunding-sport-eishockey-bad-nauheim

    Die Icefighters Leipzig liegen schon eher in diesem Bereich. 163.725€ und 2303 Unterstützer, macht eine Durchschnittssumme von 71,10€ (hier geht es zur Projektseite).

    fairplaid-crowdfunding-sport-eishockey-icefighters-leipzig

    Um die 500.000€

    In unserer Rechnung werden bei 500.000€ bereits 10.000 Unterstützer benötigt:
    500.000€ notwendige Summe: 50€ Summe im Schnitt = 10.000 Unterstützer

    Die bisher erfolgreichste fairplaid-Kampagne lieferte Freezers-Fan Frederik Gutzeit in Zusammenarbeit mit Christoph Schubert, dem Kapitän der Hamburg Freezers, sowie Moritz Fürste.  In 5 Tagen kamen von 3450 Unterstützern eine Summe von 567.512€ zusammen. Durchschnittlich hat hier jeder Unterstützer 164,50€ in die Wagschale geworfen, also die Dreifache Summe (hier geht es zum Projekt).
    fairplaid-crowdfunding-sport-eishockey-hamburg-freezers

     

    Wie erreiche ich eine hohe Durchschnitts-Summe?

    Je höher die im Durchschnitt gegebene Summe ist, desto weniger Unterstützer werden am Ende benötigt. Hierzu möchte ich noch erwähnen, dass viele Unterstützer nicht schlecht sind. Im Gegenteil: Je mehr Menschen sich finanziell beteiligen, desto mehr Interesse besteht danach an dem Projekt selbst und seinem Fortlauf.

    Vor allem aber bei Projekten mit hohem Finanzierungsziel sollten Durchschnitts-Summen von 100€ angestrebt werden.

    Besonders Attraktive Prämien im höheren Preissegment

    Bei den Hamburg Freezers kam dies vor allem deshalb zustande, da das Retter-Trikot, die attraktivste Prämie für die Supporter 150€ kostete und von den meisten Supportern gekauft wurde. Es besteht also die Möglichkeit, die Menschen mit besonders attraktiven Prämein im gewünschten Durchschnitts-Niveau dazu zu motivieren, mehr zu geben, als sie ursprünglich geplant hatten. Vor allem bei größeren Projekten sollten viele kleinteilige Prämien deshalb vermieden werden, um damit die Menschen gar nicht erst auf die Idee zu bringen, weniger könnte auch reichen. Stattdessen im Preisniveau von 100€ mehrere besonders attraktive Prämien einstellen kann helfen.

    Durchschnitts-Niveau in Kommunikation einbetten und häufig wiederholen

    Bereits in der Kommunikation könnt ihr die durchschnittliche Summe, die ihr anstrebt und bei der ihr die attraktivsten Prämien platziert habt, den Menschen im Gehirn einpflanzen. Hierzu sollte diese in den Texten (z.B. bei E-Mail-Ansprachen oder facebook-Posts) untergebracht werden und mehrfach wiederholt werden. Hier ein paar Beispiele.

    „Nur 1000 Menschen mit 100€, und schon wird unser Stadion Realtiät.“
    „Die ersten 100 von 1000 mit jeweils 100€ sind bereits dabei.“
    „Für 100€ kannst du dir Prämie XY sichern. Eine einmalige Chance.“

    Wie finde ich meine Crowd?

    Eine Crowd zu haben reicht alleine nicht. Man muss sie auch erreichen können. Zu diesem Thema haben wir einen extra Magazin-Artikel für dich verfasst:

    Deine Crowd: Wo kommen die Unterstützer her?

    Strategisch Kontaktdaten sammeln

    Viele Vereine sagen uns, dass sie ja meine Mitgliederliste, passt also. Aber: Viele der Menschen, die als Geldgeber in Frage kommen, können nicht erreicht werden. Eltern zum Beispiel, deren Kinder zwar Mitglied sind, sie selbst aber nicht. Hier müsste bei einer Kampagne der Umweg um den Trainer oder sogar den Spieler selbst gegangen werden. Zu viele Ecken und an jeder Ecke kann jemand hängen bleiben.

    Auch nicht jeder, der ab und an in die Halle zu einem Heimspiel kommt, hat irgendwo mal seine E-Mail-Adresse hinterlassen oder auf den Gefällt-mir-Button auf facebook geklickt. Nichtsdestotrotz sind diese potentielle Geldgeber und müssen persönlich angesprochen werden können.

    Deswegen ist Schritt 1 eine Excel-Liste zu starten und dort ab jetzt strategisch E-Mail-Adressen und Kontaktdaten einzutragen oder nachzutragen, beispielswiese von Eltern oder auch von der Personengruppe, die am wahrscheinlichsten an einer Crowdfunding-Kampagne als Unterstützer teilnehmen: ehemalige Spieler des Vereins. Diese sind aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit meist nicht mehr aktiv und haben keine Zeit mehr, dafür mehr Geld. Hier ein Beispiel, wie eine solche Liste aussehen kann.

    Online-Community ausbauen

    Wie bei den E-Mails ist auch nicht jeder Freund und Freundesfreund gleich ein Facebook-Fan oder Instagram Follower. Die Community kann mit einigen einfachen Mitteln aufgebaut werden.

    Facebook Einladungs-Funktion nutzen

    Wer einen Beitrag deiner Vereins-Facebookseite liked und nicht Fan von deiner Seite ist, kann von dir eingeladen werden, Fan zu werden. Zumindest 10% der Menschen, die eingeladen werden, klicken danach den Gefällt-mir-Button. Wie du diese Funktion richtig nutzen kannst, erfährst du in diesem Artikel.

    Instagram Like-Funktion nutzen

    Damit Freunde von Spielern auf deine Instagram aufmerksam werden, kann die Like-Funktion genutzt werden. Einfach auf die Abonnenten von Spielern klicken und einige Bilder von Freunden mit einem Herz markieren. Die Abonnenten erhalten dann eine Nachricht, dass das Bild von dieser Seite geliked wurde und werden neugierig. Sie besuchen zumindest die Seite und klicken bei gefallen auf „Folgen“.

    Ein Projekt oder mehrere Projekte?

    Du kannst nur ein bis zwei Kampagnen im Jahr machen, wenn dieselben Menschen angesprochen werden. Für die Crowd erscheint dies sonst so, als hättet ihr keinen Plan gehabt und etwas „vergessen“, was ihr jetzt nachziehen müsst.

    Zudem hast du Aufwand, gleich wie groß die Kampagne ist. Ein fairplaid-Projekt muss vorbereitet werden. Erst wird eine Projekt-Idee bestimmt, dann die Projektseite gestaltet und die Verbreitung vorbereitet. Dies muss passieren, gleich ob viel oder wenig gesammelt wird. Da man sowieso schon Aufwand hat, lohnt sich dieser umso mehr, je mehr Geld im Nachhinein dabei herauskommt. Lieber also einmal Zeiteinsatz und das Größtmögliche dabei herausholen, als diesen Zeiteinsatz alle drei Monate zu haben.

    Anders verhält sich es, wenn Abteilungen innerhalb eines Vereins ein fairplaid-Projekt starten. Hier werden bei jeder Kampagne verschiedene Personengruppen angesprochen, dementsprechend können hier sogar zwei fairplaid-Projekte parallel laufen.

  • So kannst du dein Crowdfunding auf Twitter, Facebook & Co. pushen

    Über den Autor:
    Chris Höb ist Journalist, seine Ausbildung hat er an der Deutschen Journalistenschule in München gemacht. Jetzt lebt er in Berlin. Er war unter anderem bei der Süddeutschen Zeitung und beim Bayerischen Rundfunk. Was er jetzt beruflich so macht, siehst du auf seinem Torial-Profil.
    Bei seinem Crowdfunding ging es um einen Internet-Radio-Livestream für Football-Spiele der Berlin Adler. Dafür waren 3000 Euro notwendig. Ihr könnt ihm auf Twitter und Instagram folgen und ihn kontaktieren. Sein Nutzername ist @ChrisHoeb. Sein Torial Profil ist: https://www.torial.com/christian.hoeb

    3000 Euro – diese Summe sollte für einen Internet-Radio-Livestream zusammenkommen. Und es hat geklappt! Wie du deine Follower auf Twitter, Facebook & Co. neugierig machst und für dein Projekt begeisterst? Das zeigt Chris Höb beispielhaft anhand seiner besten Crowdfunding-Tweets.
    Am Anfang war die Idee: Die Leute neugierig und heiß machen… und dabei noch nicht allzu konkret werden.

    Als die Projektseite auf fairplaid.org online ging, haben wir natürlich auch den offiziellen Account des Vereins genutzt – und ich habe es retweetet/geteilt und gelikt. Das habe ich auch während des ganzen Projekts durchgezogen. Alles retweeten/teilen und liken, was mit dem Crowdfunding zu tun hat.


    Eine Möglichkeit ist immer, bestimmte Erfolge zu bewerben. So wie hier das Knacken der 500€-Marke.


    Was auch hilft: Deine Follower reizen, bei etwas ganz Konkretem zu helfen, wie zum Beispiel dem nächsten Etappenziel.


    Auf die Tage hinweisen, die noch für das Crowdfunding bleiben, ist eine weitere Option:

    Alle Accounts nutzen, die einem zur Verfügung stehen: Natürlich habe ich alles über meinen privaten Twitter-Account rausgehauen und über den der Berlin Adler. Aber ich habe auch @NFLshow genutzt – einfach, um möglichst viele Football-Fans zu erreichen. Dabei durfte auch der Hinweis auf #ranNFL- und NFLshow-Experte Roman Motzkus nicht fehlen. Der erreicht nämlich über seinen Retweet/Share auch nochmal zusätzliche Leute.


    Ein weiterer Tipp von mir: Verallgemeinern, um die Zielgruppe zu erweitern. In diesem Fall heißt das: Nicht nur die Berlin-Adler-Fans gezielt ansprechen, sondern Football-Fans generell und den deutschen Football ins Spiel bringen.


    Wenn ein User dein Projekt promotet – dann auf jeden Fall retweeten/teilen und liken!


    Eine Variante für den Fortschritt des Projekts: Nicht die Summe in Euro, sondern Prozente angeben.


    Denke dir eine besondere Prämie aus und tease darauf. Tipp: Nicht über alle Accounts den gleichen Text/die gleichen Bilder raushauen.

    Wir haben die angekündigte Prämie dann natürlich auch umgesetzt. 😉

    Generell gilt: Sprich gezielt Follower an, die du kennst und bitte sie um Hilfe. Hier ein Beispiel, bei dem Max auch die Deutsche Journalistenschule ins Spiel gebracht (auch ich habe dort meine Ausbildung gemacht) hat. Dadurch wurde wieder eine andere Zielgruppe angesprochen – in diesem Fall Journalisten.


    Trau dich! Poste auch mal ein Video.


    Immer gut: Gezielter Hinweis auf die Prämien, die es beim Crowdfunding gibt. In diesem Fall habe ich konkret die Berlin-Adler-Fans angesprochen (in Kombination mit der nächsten Marke, die geknackt werden soll).

    Hier habe ich den Tweet etwas allgemeiner formuliert und es vermieden, die Leute aufzurufen, uns zu helfen.


    Du kannst auch die Anzahl der Menschen, die dich bisher unterstützt haben, erwähnen. Diese Option bietet sich an, wenn du bereits ein paar Supporter vorweisen kannst.


    Nutze die Möglichkeiten von Social Media und die Zeichen, die es gibt!

    Beim eigenen Projekt darf man ruhig überzeugt auftreten. Stichwort „geiles Projekt“. Wenn du nicht davon überzeugt bist, wer dann?

    Think outside the box: Wer hat noch etwas von deinem Projekt? In unserem Fall haben wir auch gezielt die Fans der anderen GFL-Teams angesprochen und diese Mannschaften gebeten, auf ihren Kanälen auf unseren Livestream hinzuweisen.


    Verrückt sein! Hier habe ich einen Snapchat-Filter benutzt und das Video auch auf Twitter hochgeladen.

    Nutze das Vokabular deiner Sportart. Hier habe ich ganz gezielt Begriffe aus dem American Football verwendet, um zu beschreiben, wo wir mit dem Projekt stehen.

    Und dann war es soweit:

  • Mehr Geld sammeln im Team!

    Zusammen ist man stärker! Dieses Motto gilt im Team-Sport, aber lässt sich auch auf Crowdfunding anwenden.

    Beim Crowdfunding denken viele nicht daran, dass das Aufstellen und Ausarbeiten des Projektes nicht alleine gestemmt werden muss. Obwohl natürlich viele Kampagnen auch von einem einzelnen Projekt-Initatior allein erfolgreich durchgeführt werden, ist ein starkes Projektmanagement-Team ein Posten, der sich positiv auf die ganze Kampagne auswirkt. IndieGoGo zufolge sind Crowdfunding Projekte mit einem Projektmanagement Team um bis zu 80% erfolgreicher!

    Also, neben der Aufteilung des Arbeitsaufwandes einer Crowdfunding Kampagne auf einzelne Team-Mitglieder ist das Aufbauen eines ganzen Crowdfunding-Teams wichtig, um die Chancen auf erfolgreiche Finanzierung zu stärken.

    Mitglieder frühzeitig ins Boot holen

    Als wir von fairplaid mit unserem Verein ein Crowdfunding-Projekt gestartet und irgendwann gemerkt, dass selbst aus der eigenen Abteilung Wenige aktiv wurden, sei es finanziell oder bei der Verbreitung. Hierbei ist uns aufgefallen, dass wir bei der Planung einfach missachtet hatten, auch den kompletten Vorstand der Abteilung sowie die Spieler und Eltern frühzeitig ins Boot zu holen und überhaupt von unserem Vorhaben zu erzählen. Als das Projekt dann online war, war es fast schon zu spät, viele fühlten sich vor den Kopf verstoßen, was der Vorstand da schon wieder plant und was das Ganze eigentlich soll.

    Unser Tipp aus eigener Erfahrung:
    Kommuniziere Dein Projekt und das Ziel schon in der Planung und bevor das Projekt online ist, damit sich jeder damit identifizieren kann und sich zudem verantwortlich für den Erfolg des Projektes fühlt. Fast aber noch wichtiger: Holt euch Feedback ein: Was haltet ihr von dieser Prämie? Meinst Du, das Finanzierungsziel ist erreichbar, würdest Du dabei helfen, das zu schaffen? Alleine das “gefragt werden” löst bei vielen schon das Helfer-Syndrom aus, man möchte gemeinsam an einem Strang ziehen.

    Eigene Unternehmenskultur im Team aufbauen

    Ähnlich wie im Unternehmen, ist es beim Crowdfunding-Team wichtig, dass die Mitglieder ähnliche Ziele und Überzeugungen mitbringen, damit das Crowdfunding-Projekt in die richtige Richtung gehen kann. Das Ziel muss hierbei nicht alleine das finanzielle Ziel sein. Vielleicht wird die Crowdfunding-Kampagne auch genutzt, um z.B. neue facebook-Fans zu gewinnen oder eine größere Bekanntheit in der lokalen Umgebung zu erlangen? Wie beim Projektmanagement im Unternehmen können auch hier Meilensteine und Ziele gesetzt und Arbeitspakete verteilt werden.

    So könnten die Arbeitspakete und Teams bspw. aussehen während der Finanzierungsphase:

    • Presse-Team (Online -Blogs + Print)
    • Social Media-Team
    • Promotion-Team (Flyer beim Heimspiel, Abreißzettel in der lokalen Umgebung etc.)

    Meilensteine könnten wie folgt zusammengefasst werden. Sie geben die Richtung für alle Maßnahmen vor:

    • 20% des Finanzierungsziels nach 5 Tagen von 20 Unterstützern
    • 50% des Finanzierungsziels nach 25 Tagen

    So hat jeder ein wenig zu tun, die Last wird auf viele Schultern verteilt und man kann sich austauschen und steht nie alleine da.

    Wo gibt es die Team-Mitglieder?

    Wie bei der Organisation im Verein ist es auch hier wichtig, Menschen ins Team zu holen, auf deren Einsatz Du Dich verlassen kannst. Denn was nützt Dir der größte Netzwerker, wenn er z.B. zuviel arbeitet oder zum Zeitraum der Finanzierung im Urlaub ist und damit gar keine Zeit hat, sein Netzwerk überhaupt anzugehen.

    Aus unserer Sicht sind folgende Punkte wichtig:

    • Motivation + Lust, das Projekt durchzuführen
    • Zeit zur Planung der Maßnahmen, v.a. aber auch in der Finanzierungsphase
    • bestenfalls ein großes Netzwerk, dass genutzt werden kann.

    Insbesondere der letzte Punkt ist bei einer Crowdfunding-Kampagne immens wichtig. Mach Dich deshalb frühzeitig bei Trainern und anderen Mitgliedern schlau, ob hier nicht auch Eltern oder Familienmitglieder von Spielern in Frage kommen, auch wenn sie nicht unbedingt aus den eigenen Reihen stammen.

    ————-

    Lies hierzu gerne auch noch:

    Wieso dein Projekt von dir und nicht von deinem Management durchgeführt werden sollte!

  • Wie du den facebook-Shop für Vereinsprodukte, Heimspieltickets und Crowdfunding-Prämien nutzen kannst

    Einige werden es schon gemerkt haben. Immer wieder werden in facebook-Posts Produkte markiert, die per Klick sofort eingekauft werden können. Sprich, ich sehe ein Video, in dem jemand ein T-Shirt trägt. Es wird mir darunter als Produkt angezeigt und ich kann per Klick direkt das T-Shirt einkaufen.

    Hier ein Beispiel einer Startup-Konferenz:

     

    Mit Blick auf den Sport gibt es auch dort Produkte, die ihr so vielleicht einfacher „an den Mann“ bekommen könnt, z.B. wenn ihr Tickets für das Heimspiel, den Vereinspulli besser verkaufen, ein Produkt eines Sponsor vertaggen oder mehrere Crowdfunding-Prämien zeigen wollt. Für diese Fälle zeigen wir euch jetzt, wie das geht.

    Was ist der facebook-Shop und wo finde ich den?

    Jede Facebook-Seite hat Reiter, die ihr in der linken Spalte findet. Dort könnt ihr einen Shop-Reiter hinzufügen und dann Produkte einstellen, wie Tickets fürs Heimspiel oder den Vereinspulli.

    Ich habe bei der Erstellung des Shops „Check out on another Website“ angeklickt und meine Beispiele sind darauf ausgerichtet. Laut Facebook-Hilfeseite kann man aber auch einen PayPal-Account hinterlegen und die Menschen direkt in Facebook bezahlen lassen.


     

    Nach Erstellung des Shops einfach auf „Produkt hinzufügen“ klicken und in wenigen Minuten (ich habe ca. 3 Minuten benötigt) ein Produkt online stellen. Die Besonderheit: Der Käufer kauft nicht innerhalb von Facebook, sondern wird einfach auf eure Seite weitergeleitet, also z.B. auf euren Vereins-Shop. Wenn ihr einen bitly-Link verwendet, dann könnt ihr sogar sehen und analysieren, wie viele Menschen geklickt haben und diese Funktion nutzen.

    Für Vereine, bei der der Eintritt nichts kostet oder die keinen Ticket-Shop besitzen, gibt es dennoch Möglichkeiten, die ich weiter unten im Punkt „Heimspiel“ aufführe.

    Hierbei ist es auch möglich ein 0,00€-Produkt zu veröffentlichen, für alle Athleten und Mannschaften, die derzeit noch kostenfrei besucht werden können.

    Vier Anwendungsbeispiele: Merchandising, Heimspiel Produktbewerbung von Sponsoren, Crowdfunding-Kampagne

    Merchandising

    Als Beispiel fungiert mein alter Verein, der MTV Stuttgart.

    1. Schritt: Produkt im facebook Shop einstellen und auf Shop verlinken

     

    2. Schritt: Produkt in Bild- oder Video-Post vertaggen.

     

    3. Post veröffentlichen und verbreiten

    P.S. der Post wurde nicht veröffentlicht, sondern als Draft abgespeichert. Entschuldigt den Vertipper 🙂

    4. Bei Klick auf den Hoodie gelangt der Käufer dann auf die Shop-Seite, wo er den Vereinspulli erwerben kann. Wenn ihr keinen Shop habt, dann leitet z.B. auf eine Seite eurer Webseite weiter, wo ihr beschreibt, dass man den Hoodie z.B. in der Halle beim nächsten Heimspiel oder in der Geschäftsstelle kaufen kann.

    5. Mehr Menschen kaufen deinen Vereinspulli

    Heimspiel

    Fall 1: Euer Heimspiel kostet Eintritt und ihr habt einen Shop

    Einfach das Ticket als Produkt einstellen und auf den Ticket-Shop weiterleiten. Bei jedem Aufruf zum Heimspiel das Ticket vertaggen.

    Gibt es verschiedene Ticket-Kategorien (z.B. VIP-Ticket), dann natürlich mehrere Produkte einstellen.

     

    Fall 2: Euer Heimspiel kostet Eintritt und ihr habt keinen Shop

    In diesem Fall würde ich das Ticket als Produkt einstellen und auf die Facebook-Veranstaltungsseite weiterleiten. Dort würde ich den Text einfügen: „Tickets können vor Ort gekauft werden.“ Auch wenn ihr die Menschen nicht direkt als Käufer gewinnen könnt, könnt ihr sie ggf. doch dazu bekommen, zumindest bei der Facebook-Veranstaltung auf „Zusagen“ zu klicken.

    Laut der Facebook-Hilfeseite für den Shop, kann man bei der Erstellung des Shops auch angeben, dass die Menschen per PayPal oder dem Bezahldienst Stripe innerhalb von Facebook bezahlen können. Dies habe ich nicht getestet. Wenn ihr damit Erfahrung habt oder das austestet, dann schreibt uns gerne Eure Erfahrungen, dann aktualisieren wir den Artikel.

     

    Fall 3: Euer Heimspiel kostet keinen Eintritt

    Auch dann könnt ihr die Funktion nutzen, z.B. um auf euren Hallenverkauf aufmerksam zu machen (Bier –  1,50€, Kuchen – 1€ etc.) mit Weiterleitung auf die Facebook-Veranstaltung. Für das Ticket könnt ihr ein 0,00€-Produkt einstellen, mit Weiterleitung auf die Facebook-Veranstaltung.

    Produktbewerbung von Sponsoren

    Analog wie beim Vereinspulli, können z.B. die Produkte von Sponsoren verlinkt werden, bspw. wenn deren Logos ersichtlich sind auf den Trikots oder wenn es Aktionen gibt.

    Die Menschen können dann einfach auf die Sponsoren-Seite weitergeleitet werden. Wenn ihr einen bitly-Link verwendet, dann könnt ihr dem Sponsor sogar nachweisen, wie viele Menschen geklickt haben.

    Crowdfunding-Kampagne

    Wer ein fairplaid-Projekt startet, kann seine Prämien als Produkt im facebook-Shop einstellen und bei jedem Post verlinken. Dabei kann jedes Mal eine andere Prämie im Vordergrund stehen.

    Als Beispiel habe ich unseren Post vom fairplaid-Projekt von Anne Ruff beigefügt.

     Fazit

    Es gibt mit dem Facebook-Shop einige Möglichkeiten, wie ihr eure Fans auf Produkte rund um Euren Verein oder Eure Wettkämpfe aufmerksam machen könnt. Und nur wenn Eure Fans wissen, dass es diese Produkte gibt, können sie diese kaufen. Also nutzt die neuen Funktionen, die euch kostenlos zur Verfügung stehen, um mehr Gelder in die Vereinskasse fließen zu lassen!

  • 8.363€ in 2 Tagen: 5 Tipps für ein erfolgreiches Sportcrowdfunding von Sebastian Mahr

    Endlich den Schritt wagen zum Profi, das hat er sich immer gewünscht. Dafür wollte er das ultimative Rennen mitmachen: Den Ironman Hawaii. Mit Hilfe von Crowdfunding ist sein Wunsch wahr geworden. 8.363€ sammelte er mit seinem fairplaid-Projekt innerhalb von nur 2 Tagen.

    Grund genug, ihn zu besuchen und zu interviewen. In unserem facebook-Live erzählt er, wie es dazu kam:

    Hier hat er seine 5 wichtigsten Tipps zusammengefasst:

    Tipp 1: Am Online-Seminar teilnehmen

    Jeden Mittwoch abend um 18.30 Uhr veranstalten wir bei fairplaid ein frei zugängliches Online-Seminar, in dem ihr genau erfahrt, wie andere ihr Crowdfunding-Projekt erfolgreich gestaltet haben. Sebastian erzählte uns mehrfach „ich habe einfach nur gemacht, was ihr mir gesagt habt.“ Anmelden dafür könnt ihr euch hier.

    Tipp 2: Liste erstellen mit potentiellen „Helfern“

    „Wen kenn ich? Wer kann mir helfen? Wer kann Multiplikator sein und mein Projekt verbreiten?“ Macht euch eine Liste, egal ob auf Papier oder mit Excel. Sebastian erzählt im Video, dass er überrascht war, wie viele Menschen dann auftauchten, von denen er gar nicht mehr wusste, dass sie existieren oder die er „wiedergefunden“ hat.

    Tipp 3: Die Menschen im Vorfeld fragen, was sie haben wollen

    Nachdem Sebastian einige Freunde fragte, was sie denn haben wollen würden, kamen die wildesten Ideen zurück. Vom Bier aus Hawaii bis hin zu den Radmänteln vom  Rennen. Vier bis fünf neue Prämien kamen so zustande, die auch als Erstes ausverkauft waren.

    Tipp 4: Überlegt euch, wie ihr die Leute „mitnehmen“ könnt

    Um die Unterstützungen greifbar zu machen, bastelte Sebastian eine Art Spendentafel, deren aktuellen Stand er immer wieder auf facebook postete. Die Unterstützer kommen zudem mit einem Transparent mit nach Hawaii und sind somit „symbolisch dabei“.

    Tipp 5: Traut euch!

    Es waren für Sebastian zwei anstrengende aber bereichernde Wochen. „Ich hätte nie gedacht, dass es klappt.“ Also macht es!

  • Mit Sportcrowdfunding zu 165.000€ in 12 Tagen: Interview mit Sven Gerike (Icefighters Leipzig)

    Die Icefighters Leipzig haben in 12 Tagen für ihr einzigartiges Eiszelt über 150.000€ gesammelt und damit ihr Überleben gesichert!

    Mitte Juni rief uns Sven im Büro an. Um ihre Spielstätte zu erhalten und den Zeltbauer abzugelten, benötigen die Icefighters Leipzig rund 150.000€ und zwar eher schnell. Als ich fragte: „Was heißt schnell?“ antwortete er: „Bis Ende Juni.“

    Niemals wird das was, dachten wir uns. Eine Kampagne so schnell auf die Beine zu ziehen bei so einer Summe, eine schwere Geburt. Bei dem Riesen-Projekt der Hamburg Freezers war das eine Sache. Der Club stand nach dem kurzfristigen Absage seines Hauptsponsors vor dem Aus, war als 1.Liga-Club aber höcht professionell aufgestellt, hatte allein bei den Heimspielen um die 14.000 Zuschauer in der Halle, eine riesige Fanbase und einen Namen, den man in ganz Deutschland kannte. Zudem ging es bei den Hamburg Freezers um Leben und Tod, das Projekt war hochemotional. So kamen in 5 Tagen über 560.000€ zusammen.

    Die Icefighters Leipzig dagegen sind ein Oberliga-Club mit lokaler Fanbase, zumindest wir hatten noch nie von ihnen gehört. Zusammen konzipierten wir eine Kampagne und am Ende belehrten uns die Icefighters Leipzig eines Besseren. 165.000€ kamen in 12 Tagen zusammen, von knapp 2.300 Unterstützern. Das hatte noch keiner mit diesen Voraussetzungen vor ihnen geschafft.

    In unserem Interview erzählt er, wie sie die Kampagne schnell aufgebaut und sie die Crowd aktiviert haben.

    00:30 Hintergrund zum Projekt
    01:45 Deswegen für Crowdfunding entschieden
    02:00 Vorbereitung sowie Kampagnenplanung
    05:42 Rolle der Prämien
    07:38 Resonanz auf Prämien
    08:52 Kontakt zu fairplaid
    09:20 Abwicklung Prämien
    09:48 Kommuikation nach Projektende
    10:02 Kommunikation und Bewerbung
    11:20 Rumsprechen + Dinge auf der Straße
    12:15 Laufzeit

    Projektverlauf

    Für Eure Übersicht haben wir eine Infografik erstellt.

    Zu dem Erfolg trugen in erster Linie auch die Prämien bei, von denen immer wieder neue online gestellt und kommuniziert wurden. Wie man am Projektverlauf schön erkennen kann, spielte jedoch auch die gerade die kurze Laufzeit eine wichtige Rolle in der Kommunikation und ließ die Unterstützungen gegen Ende noch einmal rasant ansteigen.

    Die Projektseite „Wir sind das Zelt“ nochmal anschauen!

    2016-07-20_Infografiken_V3_Leipzig-final

  • Der Spielerfrau – der coolste Account seit es Instagram gibt

    Kampfgericht machen, Kuchen backen, Tasche tragen, nach dem Sport die Wäsche waschen und natürlich beim Spiel genauso aufgeregt sein. Der Spielerfrau kann und macht alles. Und veröffentlicht es auch noch auf seinem Instagram-Account. Das sollten wir loben. Eine Hommage an den Instagram-Account Der Spielerfrau. Und so sieht das dann aus. #follow #it

     

    #spiel ist zu Ende. Der #spielerfrau trägt die Tasche nachm #Handball

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    Wer wäscht nach dem #sport? Na klar!

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    #handball-#kontrollzentrum

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    Ich bin dann auch immer so #aufgeregt, wenn es gleich los geht. #handball #teamgeist

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    Natürlich habe ich auch heute Taschen getragen #Handball #sonntag #fleißig

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  • Dschungelcamp-Diskussion: Stoppt das Bashing gegen Fußball!

    Vor einigen Wochen schrieben wir ein Praktikum bei fairplaid aus. Unter den Bewerbern befand sich auch ein Profisportler, der gerade seine Karriere beendet hatte. 15 Jahre war er Profisportler gewesen, Berufserfahrung: Keine. Auf die Frage, wieso er sich für ein Praktikum bewerbe, meinte er, dass er gerne Berufserfahrung sammeln möchte um den Einstieg ins Berufsleben zu finden.

    Nach der Karriere befand sich der Sportler von heute auf morgen in der Realität: dem ganz normalen Arbeitsleben. Eine Situation, in der sich jeder befinden kann, der einen Job sucht. Einer, wie du und ich.

    Und doch strömt diesem Mann viel Hass entgegen und zwar nur aus einem Grund. Dieser Mann ist bzw. war Fußballer. Zweit- und Drittliga-Fußballer.

    Er gehört zu jener Personengruppe, gegen die gerade mal wieder ein Shitstorm wütet. Beschimpft wird er indirekt vor allem deshalb, weil er als Jugendlicher die falsche Sportart gut fand. Die eine Sportart, mit der man in Deutschland in 2-3% der Fälle zum Millionär werden kann.  Wenn man es denn schafft, ganz nach oben zu kommen und nicht wie die Mehrheit den Sprung gar nicht erst zu schaffen. Eine Sportart, die an der Spitze auch ganz gut ohne Geld von Bund und Ländern auskommt, weil sie wirtschaftlich seit Jahrzehnten gut dasteht.

    „Den Drittliga-Fußballern wird derartig der Zucker in den Arsch geblasen, ohne dass sie mordsviel dafür tun müssen. Es ist schon Wahnsinn, was in den Profisportarten wie Fußball, Golf oder Tennis teilweise verdient wird.“ So wird Olympia-Siegerin Barbara Engleder direkt nach ihrem Sieg zitiert.

    Es folgte Markus Deibler, der ein Zitat von Thomas Poppe übernahm.

    „Ein Land, indem jemand im Dschungelcamp-Gewinner 150.000 Euro und ein Olympiasieger 20.000€ bekommt braucht sich nicht über fehlende Medaillen wundern.“

    Das Zitat traf ins Herz vieler Sportler und wurde daraufhin u.a. von der Sportschau und anderen News-Seiten geteilt. Obowhl es im Zitat um das Dschungelcamp geht, bekommt in den Kommentaren vor allem eine Sportart ihr Fett weg: Fußball. Dass Fußballer vor allem im Leistungsbereich verhältnismäßig viel Geld verdienen, gefällt naturgemäß nicht jedem.

    Sport soll verbinden, nicht trennen

    Und wer will es ihnen verübeln, den Athleten. Olympioniken sollen ohne Lebensunterhalt eigentlich ihr ganzes Leben für den Sport opfern, um für DOSB und Innenministerium Goldmedaillen zu scheffeln und unser Land zu repräsentieren.

    Eine Situation, die sicher jeder Amateur-Trainer in jedem Verein nachvollziehen kann. Dort, wo Eltern 8€ Mitgliedsbeitrag im Monat bezahlen, aber verlangen, dass die Trainer am besten die höchste Trainerlizenz haben, mit den professionellsten Methoden arbeiten, die komplette Organisation des Spielbetriebes übernehmen und die Mannschaft nebenbei noch zum Sieg führen sollen. (Lies auch: Deswegen reichen 8€ Mitgliedsbeitrag nicht, um einen Verein zu finanzieren)

    Und dennoch: Obwohl beide Sportler auf ihre eigene und die Situation der Spitzensportler im Gesamten aufmerksam machen möchten, geraten Andere dabei ins Kreuzfeuer. Andere, die gar nichts dafür können, dass sie in ihrer Sportart oder in ihrer Sendung eben mehr gezahlt bekommen. Weil es der Markt mit Angebot und Nachfrage – und damit wir als Konsumenten – eben so will. Vielleicht aber auch, weil diese Sportarten sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten einfach besser vermarktet haben und jetzt einen finanziellen Vorsprung haben.

    Den Diskussionen fehlt nun vor allem eins: konstruktive Lösungsvorschläge. Wichtig wäre sich anzuschauen, wieso es bei den Fußballern besser läuft, um sich danach etwas abzuschauen. Möglichkeiten zu erarbeiten, wie man selbst zur Verbesserung der eigenen finanziellen Situation beitragen kann.  Wie kann die Sportart besser vermarktet werden? Wie kann ich mich selbst – unabhängig von Staat und Verband – mit meinem Sport finanzieren? Unzählbare Beispiele von Youtubern, Instagram-Stars und Bloggern aus dem Sport- und Fitness-Bereich zeigen, dass es auch ohne staatliche Fördergelder und Plattformen wie ARD und ZDF geht. Social Media machts möglich. (Lies auch: Diese Sportlerin verdiente 70 Millionen Dollar – mit einer PDF.)

    Das öffentliche Beklagen gegen Fußball, gegen Dschungelcamp-Gewinner, gegen Manager, gegen Politiker ist dagegen gefährlich – und außerdem kontraproduktiv. In keiner Situation hat das Schimpfen gegen andere ein bisher fruchtbares Ergebnis hervorgerufen. Meist ist die Folge Hass, Neid und Eifersucht. Den Beweis liefern die vielen Hass-Kommentare unter Deiblers facebook-Post. Ist es das, was von Olympia 2016  übrig bleiben soll? Hass, Neid, Eifersucht?

    Olympia soll der Weltöffentlichkeit vor allem eins vermitteln: Sport verbindet. Sportarten treffen aufeinander, die sonst nie Berührungspunkte hätten, Nationen kommen an einem Ort zusammen, die sich politisch sonst spinnefeind sind. Athleten bekommen ihre Momente, die sonst eher in der nischigsten Nische anzutreffen sind. Und hierauf sollten wir uns wieder besinnen.

    Zusammen statt gegeneinander.

    Für den Sport, nicht gegen den Fußball.

    Statt den Fußball zu beschimpfen, wäre es effektiver mit ihm gemeinsame Sache zu machen. Fußballer und Fußballvereine ins Boot zu holen und die Ressourcen und vor allem die riesige Öffentlichkeit, die der Fußball mit sich bringt, für sich zu nutzen. Gemeinsam FÜR den Sport, nicht GEGEN den Fußball.

    Gemeinsam mit dem Fußball könnte der Sport im Gesamten einiges mehr erreichen, als ohne ihn. Den Kuchen vergrößern, anstatt ihn neu zu verteilen. Wer sagt, dass ein Fußballfan nicht auch noch zusätzlich zum Hockey- oder Leichtathletik-Fan werden kann?

    Das hat die Deutsche Sporthilfe bereits erkannt. Einer ihrer Gesellschafter ist Philipp Lahm, ehemaliger Kapitän der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Er nutzt zumindest seine Öffentlichkeit, um genau den Athleten zu gratulieren, die sich jetzt so häufig über Fußballer beschweren.

    „Ich finde es sehr schade, dass aussichtsreiche Athletinnen und Athleten immer wieder ihre Karriere abbrechen müssen, um Geld zu verdienen oder sich um ihre Zukunft zu kümmern“, sagte Lahm bei einer Pressekonferenz der Sportlotterie in der Allianz-Arena in München, „ich möchte mithelfen, dass sich das langfristig ändert und die Sportler ihren Kopf frei haben für die großen Anforderungen des Leistungssports, ohne sich ständig um ihre Zukunft sorgen zu müssen.“

    Auch fairplaid-Projekte nutzen den Fußball für ihre Projekte. Als Fans der Hamburg Freezers auf fairplaid.org ein Projekt starteten, um den Verein vor dem Aus zu retten, riefen Thomas Müller und Christoph Metzelder über Twitter und facebook ihre Millionen Follower dazu auf, den Verein zu unterstützen. Mehr als 565.000€ kamen in 5 Tagen zusammen – auch weil so erst überhaupt viele auf das Projekt aufmerksam wurden.

    Hamburg_Freezers_20.05.2016_fairplaid_FB_Thomas-Müller

    Hamburg_Freezers_20.05.2016_fairplaid_FB_Christoph-Metzelder

    Beim fairplaid-Projekt der Icefighters Leipzig kam der von Vielen so gehasste RB Leipzig zur Hilfe und rief auf facebook zur Unterstützung des Drittliga-Eishockeyclubs aus Taucha auf. Der Eishockey-Club nutzte die Öffentlichkeit des Fußballs als Trittbrettfahrer zu seinem eigenen Nutzen.

    rb-leipzig-taucha-eiszelt-crowdfunding-fairplaid-sport

    Auch ist Fußball nicht gleich Fußball. Viel zu häufig wird hier von den oberen paar Prozenten gesprochen, den 16 Bundesliga-Clubs. 16 Bundesliga-Clubs, die das Bild prägen für eine ganze Sportart, die in derzeit 25.000 Vereinen angeboten wird. Viele kleinere Fußball-Vereine kämpfen wie alle anderen Sportarten um jeden Trikotsatz (siehe auf fairplaid-Projekt von Sören Kalz: Unterstützung für die F-Junioren), Ehrenamtliche stellen sich kostenfrei am Wochenende auf den Platz, um Kinder und Jugendliche zu betreuen.

    Wer das nächste Mal also gegen Fußballer schimpft, sollte sich diese Beispiele vor Augen halten und überlegen, wie der Neid in Energie umgewandelt werden kann.

    Vor den Augen eines Personalers hat der Fußball dem Bewerber übrigens nicht geholfen. Egal ob Bundesliga, 3.Liga oder Kreisklasse, egal ob Fußball oder Randsportart. Am Arbeitsmarkt sind wir alle gleich. Aufgrund der fehlenden Berufserfahrung konnte er sich gegen andere Bewerber nicht durchsetzen.

  • Das Internationale Paralympische Komitee schließt russische Athleten von Paralympics aus. Das sagt der Deutsche Behindertensportverband.

    Anders als bei den olympischen Spielen wird es bei den Paralympics keine russischen Athleten geben. Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) beschloss am Sonntag in der Affäre um vermeintliches Staatsdoping einen Komplett-Ausschluss der russischen Athleten. 278 russische Athleten hatten sich für die Spiele im September qualifiziert.

    Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) begrüßt die Entscheidung. In der Stellungnahme heißt es, der DBS reagiere „mit Zustimmung auf diesen Beschluss“. DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher und Chef de Mission Dr. Karl Quade sind mit der Null-Toleranz-Politik des IPC in der Dopingbekämpfung ausdrücklich einverstanden: „Die aufgedeckten Dopingpraktiken in Russland stellen im Behindertensport eine neue Dimension dar. Folgerichtig begrüßen wir die klare, unmissverständliche und mutige Entscheidung des IPC. Es handelt sich um ein wichtiges Signal hin zu einem konsequenten Anti-Doping-Kampf – im Sinne des Fair-Play-Gedankens im Sport ist diese harte Linie der völlig richtige Weg. Im Gegensatz zum IOC hat der Paralympische Sport diese historische Chance wahrgenommen, von der wir uns nachhaltige Auswirkungen auf gerechte Wettkämpfe erhoffen“, erklären Beucher und Quade.

    Das Suspendierungsverfahren wurde eingeleitet, nachdem laut dem McLaren-Report u.a. 35 Dopingproben russischer Paralympics-Sportler verschwunden waren. Das russische Sportministerium und das Paralympische Komitee des Landes kündigten bereits an, gegen die Suspendierung vor dem internationalen Sportgerichtshof CAS vorzugehen.

     

     

  • Erstmals digital: FC Bayern Teampräsentation findet auf facebook Live statt

    Unter dem Hashtag #FBDay1 präsentiert der FC Bayern am 6.8.2016 um 14 Uhr erstmalig sein Team in der digitalen Welt auf facebook live.

    Hier könnt ihr die Show sehen: Teampräsentation FC Bayern

    Ganz im Stile einer Late-Night-Show sollen die Fans hautnah dabei sein können. Studiogäste sind unter anderem Philipp Lahm, in kurzen Interviews werden die Spieler zu den aktuellsten Themen befragt. Danach können die Fans die Spieler dann auch abseits des Spielfelds hautnah erleben. Ob beim Zocken von FIFA 17, im Gespräch mit Bloggern über die neuesten Fashion-Trends oder im Golf-Duell gegen einen Fan – in verschiedenen Themenräumen erlebt man die Bayern-Stars von einer ganz anderen Seite.

    Wer also noch eine Inspiration sucht für seine eigene Teampräsentation sollte sich die Teampräsentation einmal ansehen, denn: die facebook Live-Funktion steht jedem Facebook-User zur Verfügung. Eure eigene Teampräsentation kann somit ganz einfach umgesetzt werden. Alle Tipps für eine Live-Präsentation findest Du auf einer Hilfeseite von facebook: Best Practices for facebook live

    Wir haben diese für euch zusammengefasst:

    1. Gib den Menschen vorher Bescheid, zum Beispiel mit einem Countdown
    2. facebook Live funktioniert am Besten mit einer guten Internetverbindung (bestenfalls WLAN)
    3. Beschreibe Dein Video und rufe zum Aufruf auf
    4. Frage Deine Zuschauer, Dir zu folgen und damit Benachrichtigungen zu erhalten, wenn Du live gehst
    5. Begrüße Kommentatoren mit ihrem Namen und antworte auf ihre Fragen
    6. Je länger der Broadcast, desto mehr Menschen erreichst Du
    7. Sei kreativ und gehe oft live

     

    Die Teampräsentation von FC Bayern München zeigt, dass die Entwicklung vom einfachen Verein zum Medienunternehmen immer weiter voranschreitet.

  • Bei Apples neuen Emojis dürfen Frauen endlich Sport treiben

    Emojis waren bisher vor alleim eins: weiß und männlich. Nur zwei Wochen, nachdem Google deshalb neue Emojis einführte,  zieht Apple nun nach.

    Am Montag bestätigte der US-Konzern, dass er seine Emoji-Bibliothek aufstocken werden, u.a. mit mehr Frauen, die nun auch in der digitalen Kommunikation Sport treiben dürfen.

    Denn: Surfen, Radfahren und Schwimmen war bisher nur dem männlichen Geschlecht vorenthalten. Das dies nicht der Realität entspricht hat der US-Konzern nun wohl eingesehen. Die neue Bibliothek wird um die 100 neue Emojis umfassen und neben dem Sport auch die Berufswelt umfassen. So gibt es zudem Emojis, die Frauen und Personen mit unterschiedlichsten Hautfarben als Polizisten, Handwerker oder Ärzte zeigen.

    Aber: nicht nur Frauen erhalten neue Möglichkeiten. Auch die Männerwelt kommt nicht zu kurz. Zwei Emojis, die derzeit nur als weibliche Variante zur Verfügung standen, gibt es nun auch in der männlichen Version: Der Friseurbesuch sowie die Massage. Auch alleinerziehende Familien sind dabei sowie eine Regenbogen-Flagge.

    Wichtig ist dieses Update vor allem deshalb, weil Emojis und Sticker immer mehr die geschrieben Sprache ersetzen und damit die Kommunikation der Menschen. Eine Kommunikation, die die mehr als die Hälfte der Bevölkerung nicht mit einschloss. Eine Befragung in den USA zeigte auf, dass fast die Hälfte aller Internetnutzer in den USA Emojis in Sozialen Netzwerken sowie bei Textnachrichten verwenden – Kinder und Jugendliche nicht mit eingeschlossen. Beide Groß-Konzerne arbeiten nun daran, das ganze gesellschaftliche Spektrum der Handynutzer abzubilden. Daumen hoch!

     

  • Nürnberger BC: So geht es weiter

    Lange musstet ihr zittern, doch seit vergangener Nacht steht fest, dass es in Nürnberg auch weiterhin Profibasketball geben wird. Den Verantwortlichen der 2. Basketball-Bundesliga wurde am gestrigen Donnerstag ein solider, konservativer Finanzplan vorgelegt, der den Spielbetrieb in der Pro A sicherstellt. Die eingereichten Unterlagen werden nun vom Gutachterausschuss geprüft. Alle Informationen dazu findet ihr auf diesem Blogpost des Nürnberger BC.

    Auch die fairplaid-Kampagne hat zu diesem Erfolg beigetragen. Denn auch wenn das Ziel nicht erreicht wurde, so zeigte die finanzielle Beteiligung von knapp 300 Fans auch den Sponsoren, dass der Club Rückhalt bei den Fans besitzt. Da das Projekt wie beschrieben umgesetzt wird, haben wir von fairplaid zusammen mit dem Projektstarter entschieden, das Finanzierungsziel auf 40.000€ zu senken und die Laufzeit auf den 10.7.2016 20 Uhr zu verlängern. Das Buchen von Dauerkarten ist somit weiterhin möglich.

    Solange die Entscheidung des Gutachterausschusses aussteht und die Gründung der dazugehörigen GmbH nicht erfolgt ist, werden wir die Gelder nicht auszahlen! Diese werden weiterhin auf dem Treuhandkonto verwaltet, solange wir eine offizielle Entscheidung erhalten.

    Szenario: Die Lizenz wird nicht erteilt

    Wird die Lizenz nicht erteilt, erhält jeder Unterstützer automatisch nach 14 Tagen sein Geld zurück. Ihr müsst euch hierzu nicht bei uns melden.

    Szenario: Die Lizenz wird erteilt (wahrscheinlich)

    Ab dem Zeitpunkt der Entscheidung habt ihr 14 Tage die Möglichkeit uns Bescheid zu geben, ob ihr das Geld Ralph Junge, seinem Team und dem Nachwuchskonzept zur Verfügung stellen möchtet – oder wir dieses an euch zurücküberweisen sollen. Ihr müsst eure Unterstützung aktiv stornieren.
    ——————————–

    Bei Stornierungswünschen, nutzt bitte unbedingt folgendes Formular:
    https://support.fairplaid.org/nbc2016/

    ——————————–
    [title above=““ h1=“false“ center=“true“]Zusammenfassung:[/title]

    • 30.6.2016: Das Projekt wird um 10 Tage auf den 10.7.2016 verlängert und das Finanzierungsziel auf 40.000€ gesenkt
    • 10.7.2016: Das Projekt endet. Das Geld bleibt aber bis zur Entscheidung des Gutachterausschusses und der vollständigen Gründung der dazugehörigen GmbH auf unserem Treuhandkonto
    • Ab Tag der Entscheidung des Gutachterausschuss:
      • Lizenz wird nicht erteilt: Rückabwicklung der Gelder nach 14 Tagen
      • Lizenz wird erteilt: Beginn 14-tägiges Widerrufsrecht
    • Nach Ende des Widerrufsrechts und bei offizieller Erteilung der Lizenz: Auszahlung der Gelder an die von Ralph Junge gegründete GmbH

     

    Wir freuen uns riesig, dass es für den Nürnberger Basketball nun doch noch eine hoffentlich nachhaltige Zukunft gibt! Bei Rückfragen antwortet schreibt uns gerne auf nbc2016@fairplaid.org.

  • Warum ich mich gestern dazu entschieden habe, die EM nicht anzuschauen

    Gestern war das Auftaktspiel von „Die Mannschaft“, der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Ganze 30 Minuten habe ich mir das Spiel angeschaut und dabei daran gedacht, dass von unseren fairplaid-Projektstartern bald auch viele EM haben. Zumindest von denen, von denen ich es zufällig über facebook mitbekomme.

    Die Drachenboot-EM steht zum Beispiel an oder die Obstacle Course Racing EM. Wie viele unserer Projektstarter gerade an einer EM teilnehmen, weiß ich gar nicht. Wahrscheinlich werde ich es auch eher nicht erfahren.

    Während mir die Fußball-EM überall direkt vor Augen geführt wird – ob ich will oder nicht – weiß ich es von vielen anderen Sportarten gar nicht. Sportarten und Sportler, die genauso Deutschland im Wettkampf vertreten.

    Nur sieht, hört, und liest sie keiner – zumindest nicht in den Massenmedien.

    Irgendwann habe ich festgestellt, dass ich das Spiel jetzt gerade nur anschaue, um es „gesehen zu haben“, nicht um des Fußballs Willen. Wir haben mit fairplaid sogar gestern noch einen facebook-Post dazu gemacht, den wir (ich gestehe) bei anderen Sportarten nicht gemacht hätten. Wahrscheinlich, weil keiner den Zusammenhang so verstanden hätte, wie gestern.

    Um dabei zu sein. Um mitreden zu können am nächsten Tag. Man kann doch nicht nicht.

    Doch man kann.

    Während der 30 Minuten habe ich irgendwann angefangen, nebenbei zu arbeiten, und nur noch den Kommentar. Dann entschied ich mich ganz auszumachen. Lieber würde ich jetzt weiter an fairplaid arbeiten und damit dem Sport in Deutschland helfen.

    Versteht mich nicht falsch, ich bin nicht gegen Fußball und die Jungs haben es auf jeden Fall verdient, gesehen zu werden (und ich werde die Ergebnisse sowieso mitbekommen und mich über die vielen Siege freuen ;). Nur Andere eben auch. Andere, die Inspiration für die Gesellschaft liefern, die „Die Mannschaft“ gar nicht liefern kann. Ich denke hier zum Beispiel an Behindertensport, an die Menschen, denen das Leben nicht so mitspielt, und die dennoch sportliche Ziele erreichen. Armin Ceric beispielsweise, der gerade Deutscher Meister im Elektrorollstuhlhockey geworden ist.

    An Sportler, die neben Höchstleistungen im Sport noch ein Medizinstudium absolvieren und jedem zeigen: Du kannst das auch schaffen.

    Jeder sollte die Chance haben, auch einen Beitrag zur Integration, zur Leistungsethik und zur Inspiration von Jugendlichen zu haben.

    Solange ARD und ZDF es also nicht als ihre Aufgabe ansehen, ihre unfassbare Macht als Medienanstalt zu nutzen, um die Sportlandschaft und ihre Vielfalt mitzugestalten, solange werde ich mir dort auch keinen Sport ansehen. Im Geschichte Leistungskurs habe ich hier den Begriff die „friedliche Revolution mit Füßen“ oder „Abstimmung mit Füßen“ gelesen.

    Zum Glück gibt es bereits Alternativen zu den Öffentlich-Rechlichen, dem Internet sei Dank (siehe auch „Liebe Sportler, wer braucht eigentlich noch die ARD?„) Neue Angebote, wie Sportdeutschland.TV, haben zwar noch nicht die Macht des Fernsehen, aber ihre Zeit wird in der „Netflix-Generation“ in den nächsten 5 bis 10 Jahren kommen. Schneller als wir alle denken. Dann hat jeder die Chance sich zu zeigen und eine Öffentlichkeit zu nutzen. Nicht nur „Die Mannschaft“, sondern „Die Mannschaften“. So wie es der DFB in seinem Video nach dem Angriff auf Boateng so schön dargestellt hat.

    Wir sind Vielfalt.

    #showmemore #sportfairliebt

  • APPstoss Award: Jetzt bewerben

    Was ist der APPSTOSS AWARD?

    Egal ob in Schule, Ausbildung, Uni, Disco oder Sport – das Handy ist bei jungen Menschen immer dabei. Doch wie können Smartphone-Apps die Arbeit, das Training, den Spielbetrieb oder die Kommunikation in (Sport)vereinen verbessern? Für diese Frage sucht der APPSTOSS AWARD 2016 gute und innovative Ideen. Wichtig ist: Die Ideen sollen Themen und Probleme aufgreifen, die in vielen Vereinen auftreten können und die mit mobilen Apps gut gelöst werden können. Ziel ist, gute App-Ideen für den Fußball von morgen zu entwickeln.

    Teilnehmen kann jeder zwischen 16 und 27 Jahren der eine Idee hat, sich für Fußball und App-Entwicklung interessiert und gerne etwas für andere tut.

    Im Rahmen des viertägigen Workshops wird auch fairplaid-Gründerin Marthe einen Vortrag zum Thema Crowdfunding halten.

    Die Einreicher der besten Ideen nehmen am APPSTOSS AWARD Wochenende teil. Sie erleben live, wie der Prototyp ihrer App entsteht.

    Der APPSTOSS AWARD wird von Stifter-helfen.de durchgeführt, dem IT-Spendenportal für Non-Profits, unterstützt durch den Badischen Fußballverband (DFB Vizepräsident Ronny Zimmermann) und ermöglicht durch den Softwarekonzern SAP.

    Hier geht’s zur Website: https://appstoss-award.de/

     

     

  • GDrive und Spielorganisation: Diesen Google-Dienst solltest Du kennen

    Jeder Heimspieltag war für mich als Abteilungsleiterin damals ein Überraschungskonzert. Kommt der Schiri, kommt er nicht? Fünf Minuten vor Spielbeginn und es ist noch kein Kampfgericht da? Wie, der Hallenschlüssel ist nicht da? Wer macht Verkauf heute?

    Das Problem: Unser Spielplan mit der Organisation befand sich lokal als Excel-Liste auf einem Computer. Es gab keine zentrale Anlaufstelle, auf die jeder Zugriff hatte. Wir mussten also noch viel Handarbeit erledigen, die Trainer dann anrufen, wenn umdisponiert werden musste etc.
    Wir hatten erst überlegt, auf der Webseite einen Bereich einzurichten. Aber hierfür hätten wir erst wieder den Programmierer fragen müssen, dass er die Webseite erweitert. Noch dazu wäre eine Realtime-Ansicht nicht möglich. Wir haben uns dann entschieden, ganz einfach Google Drive dafür zu verwenden.

    Was ist Google Drive/ Google Tabellen?

    Google Drive ist ein sogenannter Online-Speicher. Eine Festplatte, die sich nicht auf Deinem Laptop befindet, sondern im Internet und Dir so die Möglichkeit gibt, deine dort gespeicherten Dateien von überall abzurufen, gleich von welchem PC. Vorausgesetzt ist lediglich eine Internetverbindung.

    Der große Vorteil von Google Drive im Verhältnis zu anderen Online-Speichern wie Dropbox: Man kann die Dateien online direkt bearbeiten (z.B. auch übers Handy), ohne dass Excel auf dem PC installiert sein muss und es können mehrere Leute gleichzeitig an einer Datei arbeiten.
    Dies ist besonders vorteilhaft, wenn nicht immer die Möglichkeit besteht, sich zur Absprache des Heimspielplans zu treffen, sondern eben auch mal abends oder von unterwegs etwas organisiert werden muss. Da man über das Internet auf die Datei zugreift, kann auch mit dem Handy gearbeitet werden. Super, wenn es auch mal schnell gehen muss.

    Wie kann ich Google Drive für die Heimspiel-Organisation nutzen?

    Google Account erstellen

    Um das in der Einleitung beschriebene Problem zu lösen, habe ich damals einen Account bei Google erstellt mit einer allgemeinen Vereins-Adresse (info@). So konnte sich jedes Vorstandsmitglied damit einloggen, ohne selbst einen Google-Account besitzen zu müssen. Da ich selbst persönlich bereits einen Google-Account hatte, habe ich die Datei an mich persönlich direkt freigegeben.

    Spielplan als Google Tabelle anlegen und freigeben

    Gehe nun zu drive.google.com und erstelle mit dem Button „Neu“ eine neue Tabellen-Datei. Hier kannst Du genau wie bei Excel den Spielplan der Saison anlegen. Die Google Tabelle haben wir daraufhin freigegeben (blauer Button rechts oben). Dies bedeutet, dass jede Person, die den Link zu dieser Datei hat, diese auch sehen (aber nicht bearbeiten!) kann. Eine  Anmeldung ist hierbei nicht erforderlich und auch kein Google-Konto.

     

    fairplaid-heimspiel-vorbereitung-google-drive-1

     

    Hier der Spielplan Stand heute (leider ist die Saison gerade vorbei, weswegen nur Auswärtsspiel zu sehen sind, aber ich glaube es ist ersichtlich, was ich meine).

     

    fairplaid-heimspiel-vorbereitung-google-drive

    Subdomain erstellen und auf Tabelle weiterleiten

    Ich habe daraufhin bei unserem Webseiten-Anbieter eine Subdomain erstellt, die besonders einfach zu merken sein sollte. In unserem Fall war dies: anschreiben.stuttgart-basketball.de. Diese Subdomain habe ich weitergeleitet auf den Link der Google-Tabelle. Tippst Du also anschreiben.stuttgart-basketball.de in die Browserzeile in kommst Du direkt zu unserem Spielplan.

    Subdomain verbreiten

    Die Webadresse anschreiben.stuttgart-basketball.de habe ich daraufhin an alle Trainer und Spieler versendet, sodass fortan jeder einfach auf anschreiben.stuttgart-basketball.de schauen konnte und den aktuellen Status einsehen konnte.

    Während der Saison haben wir alle Änderungen dort vorgenommen, manchmal auch übers Handy. Dafür gibt es die „Google Drive-App“ bzw. die App „Google Tabellen“.

    Zwei kleine Nachteile

    Ein kleiner Nachteil hat diese Vorgehensweise noch. Über Änderungen in der Liste werden die Trainer nicht automatisch informiert. Die verantwortlichen Personen müssen demnach immer noch aktiv jedes Mal auf die Liste schauen. Aber auch dieses Problem kann einigermaßen gut behoben werden. Es besteht die Möglichkeit, einen Kommentar einzufügen und in diesen Kommentar mit @ voran eine E-Mail-Adresse zu hinterlegen. Die Person erhält dann automatisch eine E-Mail mit dem Text des Kommentars.

     

    fairplaid-heimspiel-vorbereitung-google-drive2
    Zudem liegt die Datei bei Google. Wer dennoch sicher gehen möchte, dass die Datei vor den Blicken Fremder geschützt ist, kann mal einen Blick auf Boxcryptor werfen. Die Firma aus Augsburg verschlüsselt Dateien bereits im Hochlade-Prozess, u.a. bei Google Drive, Dropbox und anderen Online-Speichern.

    Gibt es etwas Besseres?

    Welche Tools benutzt ihr, um den Spielbetrieb zu organisieren? Habt ihr eine bessere Vorgehensweise?

     

  • Von 0 auf über 4000 Facebook-Fans: So hat es Charles Franzke als unbekannter Sportler geschafft (inkl. Checkliste)

     „Die Idee, die zu dir und deinen Fähigkeiten passt, muss ihren Markt haben. Tut sie das nicht, ist es nur ein Hobby, aber kein Business.“

    Felix Plötz

    Soll heißen: Eine Goldmedaille oder Meisterschaft zu gewinnen, ist nur die halbe Miete. Wer seinen Sport professionell betreiben will, kommt nicht drum herum, in Zeiten von Social Media und Co. sich selbst zu inszenieren und einen Markt für sich und seinen Sport aufzubauen. Stellt man selbst keinen Markt, keine Werbeplattform dar, ist man für Unternehmen nicht attraktiv und kann seinen Unterhalt nicht mit seinem Sport bestreiten – Goldmedaille hin oder her.

    Die Chancen dafür sind heute mehr denn je da. War man früher noch davon abhängig davon, in der Gunst von Reporten und Journalisten zu stehen, um die Öffentlichkeit zu erreichen, kann sich heute jeder seine Öffentlichkeit selbst aufbauen ganz unabhängig davon, ob die Sportart bei ARD und ZDF, Sat.1 oder SKY gerade populär ist, oder nicht.

    Charles Franzke weiß wovon er spricht. Noch vor eineinhalb Jahren kannte ihn und seine Sportart Obstacle Course Racing (kurz: OCR) fast niemand. Heute (03/2016) hat er über 4.000 Fans bei facebook, für seine Beiträge erhält er meist Hunderte von Likes, Tendenz steigend. Die Community um seine Person ist dabei ganz organisch gewachsen, ohne TV-Beiträge, Olympiateilnahmen oder sonstigen Plattformen, die ihn zu dieser Bekanntheit hätten verhelfen können. Wie er das geschafft hat, erzählt er euch hier.

     

     

    Seine wichtigsten Tipps hat Charles euch hier in einem 10-Punkte Plan zusammengefasst:

    1. Finde heraus, wer Du bist

    Eine Identität zu haben ist sehr wichtig, da Deine Fans dann wissen, wem sie folgen und was für Beiträge sie erwartet, wenn sie Dir folgen. In meinem Fall bin ich Charles Franzke, der Obstacle Course Racer. Obstacle Course Racing ist eine Sportart für Ausdauersportler, viele meiner Fans sind deshalb Läufer, Triathleten, Marathonläufer oder eben Obstacle Course Racer. Diese interessiert, wie mein Trainingsplan aussieht, wie ich mich ernähre, Trainings-Tutorials, wie ich mich beim letzten Wettkampf geschlagen haben, wo es spannende Läufe gibt, wie ich es schaffe, neben Studium noch mein Pensum Training abzuliefern, Inspiration und Motivation. Deswegen poste ich auch genau solche Beiträge, Beiträge die meine Fans interessieren. Fußball-Videos oder lustige Katzenvideos, das Mittagessen oder die Auto-Reparatur passen dann eher nicht auf meine Seite. Es ist also wichtig herauszufinden, was Deine Fans sehen wollen und was zu Deiner Identität als Sportler passt.

    2. Bleib Dir selbst treu.

    Bleib Dir selbst auf jeden Fall treu und sei so wie Du bist. Nicht jeder ist ein Mensch, der sich gern selbst präsentiert und sein Gesicht in die Kamera hält. Denke dabei, dass es nicht immer ein Selfie sein muss. Manchmal reicht ein Bild der Laufbahn aus, Viele lassen sich auch so fotografieren, indem sie der Kamera den Rücken zudrehen. Es muss auch nicht immer eigener Content sein. Man kann auch Beiträge von anderen Athleten oder Teams posten, die Dich inspirieren – und damit auch Deine Fans inspirieren und bewegen.

    3. Kommuniziere ein Ziel

    Ich schreibe immer über meine Ziele, meine Träume. In diesem Jahr zum Beispiel möchte ich unbedingt wieder an der Weltmeisterschaft teilnehmen und unter die besten 20 Läufer kommen. Ich denke, meine Follower haben dann das Gefühl, auf dieser Reise dabei zu sein, mich hautnah dabei zu begleiten, emotional dabei zu sein und zu sehen, ob und wie ich meinen Traum erreiche. Ohne Ziel gibt es aber keine Reise und auch keine Freude oder Trauer, wenn der Tag gekommen ist. Dieses „Mitfiebern“ gelingt nur, wer ein Ziel hat und dieses auch in die Welt schreit. Auch mit dem Risiko, dass man dieses vielleicht nicht erreicht. Wenn man aber so denkst, sollte man am besten gleich mit dem Sport aufhören 🙂

    4. Poste regelmäßig

    facebook, Google und viele andere digitale Netzwerke haben vor allem eines gemeinsam. Sie messen, ob jemand aktiv ist und das Produkt regelmäßig nutzt. Postest Du nur alle zwei Wochen ein Bild, gewichtet facebook Dich nicht so hoch wie jemanden, der täglich etwas postet. Damit Du Dir nicht jeden Tag überlegen musst, was Du jetzt heute postest, kannst Du auch die Planungsfunktion von facebook nutzen. So kannst Du bereits am Montag die komplette Woche planen und musst Dir keine Gedanken mehr machen.

    5. Beachte die Uhrzeit

    facebook zeigt Dir in seinem Analyse-Bereich, wann Deine Fans am häufigsten Deine Beiträge lesen, also vor allem Tag und Uhrzeit. Dies kannst Du nutzen, um Deine Beiträge genau dann auszuspielen, wenn die meisten Deiner Fans online sind. Je mehr online sind, desto mehr sehen Deinen Beitrag, desto mehr liken und kommentieren, sodass noch mehr Menschen Deinen Beitrag sehen.

    6. Ermutige Deine Fans, zu kommentieren

    Das Gute an facebook ist, dass die Aktivitäten Deiner Fans auch deren Freunde sehen. Klickt jemand auf einen meiner Beiträge mit „Gefällt mir“ oder kommentiert etwas darunter, sehen meinen Beitrag auch seine facebook-Freunde, die mich bisher noch nicht abonniert haben. Die Freunde Deiner Fans sind also wahrscheinlich deine nächsten Fans. Je mehr Likes und Kommentare Du also erhältst, desto mehr Menschen sehen und lernen Dich kennen. Ich stelle deshalb immer wieder Fragen in meinen Posts und ermutige meine Follower, ihre Antwort drunterzukommentieren. „Gerade meinen 10k-Lauf für heute absolviert, was steht bei euch heute auf dem Trainingsprogramm?“ kann ein Beispiel sein.

    7. Antworte auf jeden Kommentar

    Das ist wohl einer der wichtigsten Tipps. Menschen, die einen Kommentar abgeben, möchten auch wissen, dass Du ihn gelesen hast und sie von Dir wahrgenommen werden. Deswegen: antworte auf jeden Kommentar und wenn es nur ein „Danke für Deinen Kommentar!“, „Das sehe ich auch so“ oder ein „Daumen hoch“ ist.

    8. Hab keine Angst davor, Posts zu löschen

    Das Gute an Social Media ist, dass Du kontrollieren kannst, was Du veröffentlichst und was nicht und ob Du möchtest, dass es veröffentlicht bleibt. Nicht bei jedem Thema sind deine Fans deiner Meinung oder finden gut, was Du veröffentlichst, vor allem bei sensiblen Themen (aktuell z.B. die Flüchtlingspolitik). Läuft die Diskussion komplett aus dem Ruder und hat gar nichts mehr mit Deinem Beitrag zu tun, darf man sich nicht scheuen, den Post ggf. auch einfach zu löschen. Meist haben die Menschen die Sache bereits nach wenigen Minuten vergessen, weil sie schon beim nächsten facebook-Beitrag sind.

    9. Vergiss, bei allen beliebt zu sein

    Du kannst es nicht allen recht machen. Auch wenn es hart ist, aber es wird Menschen geben, die dich entabonnieren, die deine Beiträge uninteressant finden. Dies ist ganz normal, das darf man auf keinen Fall persönlich nehmen. Es wird auch Menschen geben, die vielleicht nicht alles toll finden, was Du machst oder wie Du Dein Leben lebst oder dich präsentierst. Ob mit oder ohne facebook-Seite, sie tun es so oder so. Man kann es einfach nicht allen recht machen, und das ist auch ok so. Am Ende zählt nur, dass man sich selbst treu bleibt!

    10. Starte einfach

    Sich selbst eine facebook-Page anzulegen ist eine Sache von 5 Minuten und kann wirklich jeder machen. Man muss auch nicht gleich mit der perfekten Seite starten. Vieles entwickelt sich erst im Laufe der Zeit heraus. Deswegen nicht lange überlegen, einfach machen und währenddessen dazulernen.

     

     

  • Die beste Note bestimmt den Ticketpreis. RB Leipzig belohnt fleißige Schüler

    Ein wenig kurzfristig für Schüler, die sich die Tickets als Anreiz gesetzt hätten, aber zumindest eine kreative Idee zur Belohnung von besonders Fleißigen.  Denn heute werden in Sachsen die Halbjahreszeugnisse verteilt und wer sich besonders angestrengt und dementsprechend gute Noten erhalten hat, erhält eine besondere Belohnung von Red Bull Leipzig.

    Zum ersten Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig bestimmt für Schüler die beste Note im Zeugnis den Ticketspreis. Wer eine 1 schafft, zahlt entsprechend auch nur einen Euro. Als Nachweis genügt das Zeugnis, dass mitgebracht werden muss.

    Eine tolle Idee, um vor allem fußballbegeisterte Kinder zum Lernen zu animieren und Sport und Bildung zu verknüpfen.

     

     

     

     

     

     

  • Crowdfunding-Ticker mit WhatsApp – So geht’s

    800 Millionen Nutzer weltweit, über 30 Millionen Whatsapper in Deutschland. Klar, dass Whatsapp so mehr als interessant ist, um die Menschen mit neuesten Infos zu versorgen. Verlage nutzen WhatsApp vor allem um Nachrichten rund um Ulm an ihre Leser zu versenden (Südwestpresse). Dasselbe macht Sport 1 und Hitradio RTL.

    Wir wollen Dir nun zeigen, wie Du Whatsapp nutzen kannst, um Deine Unterstützer über Deine Crowdfunding-Kampagne auf dem Laufenden zu halten. Natürlich kannst Du das Netzwerk, dass Du Dir dann aufgebaut hast später nutzen, um z. B. einen Liveticker oder Ähnliches zu führen.

    WhatsApp ist hierbei generell kostenlos. Die Nutzung des Dienstes ist aber per AGB auf den nicht kommerziellen Einsatz.

    Wie versende ich meine Nachricht an viele Empfänger gleichzeitig?

    Schritt 1: Broadcastliste erstellen

    Hierfür bietet Dir WhatsApp die Funktion „Broadcast-Liste„.

    [highlighted_text]Mit der Broadcast-Liste Funktion kannst Du eine Nachricht gleichzeitig an mehrere Freunde senden. Broadcast-Listen sind gespeicherte Listen von Nachrichtenempfängern, denen Du einfach immer wieder Broadcast-Nachrichten senden kannst, ohne sie jedes Mal neu auswählen zu müssen. Die Empfänger werden die Nachricht, wie eine normale Nachricht von Dir empfangen. Wenn sie antworten, wird eine normale Nachricht auf Deinem Chats-Bildschirm erscheinen. Eine Antwort wird nicht an alle Empfänger der Broadcast-Liste gesendet. [/highlighted_text]

    Wie Du eine Broadcast-Liste erstellst, kannst Du hier sehen:

    Herausforderung: Nur 256 Kontakte können mit einer Broadcast-Liste bearbeitet werden. Melden sich mehr als 256 Kontakte an, musst Du eine zweite Liste erstellen und damit auch zweimal tickern (oder eben zwei Personen ransetzen). Für kleinere Fangemeinschaften sollte das zu Beginn aber kein Problem sein.

    Wer diese Herausforderung lösen möchte, muss auf eine technische Lösung eines Dienstleisters zurückgreifen (siehe unten).

    Schritt 2: Willkommensnachricht versenden

    Damit Deine neuen Abonnenten gleich ein Feedback haben, kannst Du Ihnen mit einer Willkommensnachricht antworten. So haben sie eine Bestätigung, dass sie ab jetzt Nachrichten von Dir erhalten. Damit Du Dir nicht die Finger wund schreibst, würde ich diese knapp halten.

    Vielen Dank, dass Du Dich in unseren Verteiler eingetragen hast. Ab jetzt bist Du immer auf dem neuesten Stand! Viele Grüße!

     

    Schritt 3: Nachrichten versenden (auch über Web)

    Natürlich kannst Du über Dein Handy tickern. Wer aber schneller schreiben möchte, kann auch einfach einen Laptop nehmen und web.whatsapp.com aufrufen. Dort öffnet sich die Web-Anwendung von WhatsApp und Du kannst bequem über die Tastatur Deine Nachrichten versenden.

     

    fairplaid-sport-whatsapp-web

     

    Schritt 4: Abonnenten ein- und austragen

    Nicht jeder, der sich einmal eingetragen hat, möchte jetzt auf immer und ewig die Nachrichten erhalten. Schreibt jemand „STOP“, solltest Du seine Nummer schnellstmöglich entfernen, indem Du in die Liste gehst, auf die Nummer klickst und auf „Aus Broadcast-Liste entfernen“ klickst. Analog kannst Du Nummern und Kontakte hinzufügen.

    fairplaid-sport-verein-liveticker-whatsapp

     

    Wie richte ich ein Handy ein?

    Im besten Fall nimmst Du einfach ein altes Smartphone, dass sicher jemand noch zu Hause rumliegen hat (wir bei fairplaid haben mein altes Handy genommen, welches ein paar Macken hat. Aber für WhatsApp reicht´s allemal).

    Jetzt benötigst Du noch eine SIM-Karte mit einer Nummer. Wir haben einfach eine ALDI-Talk Prepaid SIM-Karte gekauft. Ich gehe mit dem Handy immer übers WLAN ins Internet oder werfe unterwegs den Hotspot meines eigenen Handys an. So entstehen uns keine zusätzlichen monatlichen Kosten für eine Internet-Flatrate. Es gibt aber auch schon günstige Internet-Flatrates für 10€ im Monat, wer doch unabhängig online gehen möchte.

    Dienstleister für WhatsApp Marketing

    Eins schon einmal vorweg: günstig ist die Zusammenarbeit mit einem Dienstleister nicht, auch wenn diese vor allem bei vielen Abonnenten sehr viele Vorteile mit sich bringt. Ab 49€ im Monat sollte man rechnen. Das lohnt sich also nur für professionelle Clubs, die sich vor Fanscharen kaum retten können. Da ich denke, dass es für die meisten eher uninteressant ist, liste ich ein paar Anbieter auf. Wer mehr erfahren möchte, kann einfach die Internetseiten besuchen und sich dort informieren:

    Und der Datenschutz? 

    Alle WhatsApp-Dienste, die ich recherchiert habe, weisen darauf hin, dass die Nummern selbstverständlich nur zum Zwecke der Informationsübermittlung verwendet wird und nicht an Dritte weitergegeben wird. Eine Datenschutzerklärung bzw. Teilnahmebedingungen sollten im besten Falle also beigefügt werden. Bei Sport 1 sieht diese wie folgt aus:

    • Die Teilnahme ist komplett kostenlos
    • Wir werden Sie nicht mit Nachrichten überfluten. Geplant sind eine bis fünf Messages pro Tag
    • Ihre Handynummer verwenden wir nur für den Zweck, Ihnen den oben genannten Service anzubieten (Sport-News per WhatsApp). Ihre Nummer geben wir nicht an Dritte weiter. Sie haben jederzeit die Möglichkeit sich abzumelden, Ihre Handynummer wird dann umgehend von uns gelöscht. Weitere Informationen zum Datenschutz finden Sie hier
    • Die technische Abwicklung erfolgt durch unseren Dienstleister WhatsBroadcast. Alle Nachrichten werden jedoch von uns verschickt.

    Wie beim Newsletter auch, solltet ihr nachweisen können, dass eure Empfänger auch Nachrichten erhalten möchten und ihnen die Möglichkeit geben, sich aus dem WhatsApp-Verteiler wieder auszutragen. Sport 1 löst dies mit einer einfachen Nachricht. Einfach „START“ an die WhatsApp-Nummer von Sport 1 versenden und man ist im Verteiler dabei. Schreibt man wiederum „STOP“ ans Sport1-Team, wird man wieder ausgetragen. Mehr siehst Du hier: Sport 1 bei WhatsApp.

    Eins muss jedem klar sein: WhatsApp ist ein amerikanischer Dienst und unterliegt dementsprechend nicht den deutschen Datenschutzbedingungen. In Zeiten von Datenklau, Hacks und den doch sehr verworrenen AGB von WhatsApp habe ich mir  überlegt, ob es möglich ist, diese Dienste auch über SMS abzuwickeln. Schließlich ist man hier auch nicht abhängig davon, dass jemand die WhatsApp auf seinem Handy geladen hat (es gibt sie noch, die nicht Smartphone-Besitzer :))

    Alternativen zu WhatsApp: SMS

    Viele Anbieter bieten auch die Möglichkeit Massen-SMS zu versenden und damit sogar noch mehr Menschen zu erreichen. Denn so gut wie jeder hat ein Handy und kann SMS empfangen, aber nicht jeder hat ein Smartphone und nicht jeder der ein Smartphone hat nutzt Whatsapp.

    Haken: Hier muss über einen Dienstleister gearbeitet werden und es entstehen kosten von bis zu 7 Cent pro SMS. Hast Du 200 Abonnenten in Deinem Liveticker, so werden bei jeder SMS also 7 Cent mal 200 fällig = 15€. Ich habe im Internet ein paar Anbieter gefunden. Ihr könnt aber einfach in Google „massen sms versenden“ eingeben und findet entsprechend noch weitere Anbieter.

    •  messagebird.com (Mein Favorit)
      https://www.messagebird.com/de-de/
      0.062 pro SMS, 1377 Zeichen für eine SMS, keine Einrichtungsgebühr, keine Monatsgebühr.
    • websms.de
      Monatliche Grundgebühr €15, SMS Versand ab €0,07

    FAZIT

    Alles in allem ist das Pushen von Neuigkeiten aufs Handy sicher eine tolle Möglichkeit, um die Fans über den Fortgang des Crowdfunding-Projekts, das Team oder bei Livetickern über das Erlebnis in der Halle von überall miterleben zu lassen. Allerdings ist SMS aus meiner Sicht nicht praktikabel und für Vereine zu teuer. Messaging-Dienste bieten hierfür einfach eine tolle kostenlose Variante.

  • Neues Facebook-Feature „Sports Stadium“: Wie Du Dein eigenes Online-Stadium bauen kannst

    Vor einigen Tagen hat Facebook ein neues Feature veröffentlicht, mit dem sie ihre 650 Millionen Sportfans erreichen möchten. „Sports Stadium“ soll Liveticker, Fan-Erlebnisse, Expertenmeinungen und Statistiken des Spiels in einem Tool bündeln und zugänglich machen. Mehr dazu in der offiziellen Pressemitteilung von Facebook.

     

    Facebook führte die neue Funktion erst für American Football in den USA ein, weitere Sportarten wie Basketball, Fußball und Co. sollen bald weltweit folgen.

    Damit wir

    1. nicht darauf warten müssen, dass Facebook das Feature in Deutschland ausrollt
    2. es wahrscheinlich nur für ausgewählte Bundesliga-Clubs und populäre Sportarten ausgerollt wird
    3. wir diese Funktion nicht nur für den Spieltag, sondern auch für andere Aktionen, wie z.B. eine Crowdfunding-Kampagne nutzen möchten

    zeige ich euch hier einen Weg, wie ihr das „Sports Stadium“ zwar nicht auf Facebook, aber auf Eurer Webseite ganz individuell anlegen könnt (was nebenbei auch besser für Euren Traffic ist und für eigene Sponsoren, die ihr beispielsweise bei Facebook nicht einbinden könntet).

    Die Vorteile einer eigenen Social Media Wall:

    • Weiterer Vermarktungskanal:
      Wer sich die eigene Social Media Wall einrichtet hat neben der Trikotbrust, der Bande in der Halle, dem Newsletter, der Facebook-Seite sogar noch einen weiteren Kanal, den er mit „powered by“ vermarkten kann.
    • Großartige Einbindung der Fans:
      Wer z.B. per Beamer die Social Media Wall in der Halle an eine Wand beamt, kann Grüße der Fans an die Mannschaft und natürlich alle Zuschauer sichtbar machen. Für alle, die leider keine Zeit hatten, in die Halle zu kommen ist es die Möglichkeit, das Event dennoch aus Sicht der Fans „mitzuerleben“.
    • Nutzen für weitere Aktionen:
      Eine eigenen Social Media Wall kann natürlich nicht nur für Heim- und Auswärtsspieltage genutzt werden, sondern auch für weitere Aktionen wie die eigene Crowdfunding-Kampagne verwendet werden.

     

    Eigenes „Sports Stadium“ Feature erstellen

    Das benötigst Du dafür

    Um eine Social Media Wall zu starten, benötigst Du in erster Linie

    • Unterseite (z.B. tsv-musterstadt.de/unterseite) oder Subdomain (z.B. subdomain.tsv-musterstadt.de) bei Deiner Vereins-/ Sportlerwebseite
    • Account bei einem Dienstleister für Social-Media Walls

    Ich habe einmal zwei Anbieter recherchiert, die von den Kosten her vertretbar sind.

    • livewall.co
      30 Tage kostenlos (bei Anmeldung mit verschiedenen e-Mail-Adressen wohl länger). Ansonsten 19€ im Monat.
    • socialmediawall.me
      9,99 Euro pro Monat, bei 6 Monaten Saison also rund 60€. Da man aber monatlich kündigen kann, kann man aber auch erst einmal einen Monat testen, um zu sehen, ob sich das Ganze lohnt.

    Ich habe den Einrichtungsprozess einmal anhand von socialmediawall.me nachgestellt.

    1.Hashtag bestimmen

    Im ersten Schritt bestimmst Du einen Hashtag. Dieser ist sehr wichtig, denn diesen müssen Deine Fans verwenden, wenn sie Bilder, Videos oder Ihre Freude bei Facebook, Instagram oder Twitter posten. Nur dann erscheint der Post automatisch in der Wall.

    fairplaid-crowdfunding-sports-social-media-wall-start

    2. Social Media Wall per Einbettungs-Code einbinden

    Das Einbetten von Social Media Walls funktioniert genauso wie bei Youtube-Videos. Du erhältst diesen direkt in den Einstellungen.

     

    fairplaid-crowdfunding-sports-social-media-wall

    3. Allen davon erzählen und Hashtag verbreiten!

    Jetzt müssen natürlich alle Fans und Zuschauer davon erfahren. Deswegen am Besten direkt beim ersten Spieltag die Social Media Wall in der Halle verbreiten. Am Anfang werden die Reaktionen noch verhalten sein, deswegen sollte der Vorstand und Spieler mit gutem Beispiel vorangehen und direkt mit eigenem Content starten.

  • Vergesst Facebook, die E-Mail kommt wieder

    Ok, ganz so dramatisch vielleicht doch nicht. Ganz vergessen sollte man facebook sicherlich nicht. Schließlich hält sich ein Großteil euer Fans, Mitglieder und aktiven Sportler dort auf und sieht eure Beiträge.

    Aber: eben nicht alle und auch nicht alle, die eure Facebook-Seite liken, sehen dann auch eure Beiträge. Aufgefallen ist mir das bei meinem eigenen Verein. Da ich seit geraumer Zeit weniger Zeit und mich aus dem aktiven Spielbetrieb zurückgezogen habe, bekomme ich absolut nicht mehr mit, was in meinem Verein los ist. Nur ab und an erscheint in meinem Facebook-Stream ein Beitrag, häufig so, dass ich Neuigkeiten erst im Nachhinein erfahre (oh, am Wochenende war Heimspiel? Ich hätte doch Zeit gehabt..).

    Wieso Facebook sich immer weniger eignet, um Neuigkeiten zu verbreiten

    Wenn jemand auf Facebook zu Deinem „Fan“ wird bedeutet dies nicht, dass er alle Deine Beiträge sieht, die Du veröffentlichst. Denn: Jeden Tag wird eine sehr große Masse an Beiträgen geteilt, sodass inzwischen ein regelrechter Wettbewerb entsteht und es immer schwieriger für Deinen Beitrag wird, Aufmerksamkeit zu bekommen.

    Diesen Wettbewerb macht sich Facebook genau zu nutze. Denn Facebook ist ein gewinnorientiertes Unternehmen und möchte Geld verdienen. Das Prinzip bei Facebook ist deshalb ganz einfach: Wer für die Bewerbung des Beitrages zahlt, dessen Beitrag spielt Facebook vermehrt an die Fans der Facebook-Seite aus. „Normale“ Beiträge dagegen sieht nur ein kleiner Teil Deiner Community. Ausnahme: Dein Beitrag ist für Deine Fans so interessant, dass diese liken, teilen, kommentieren. Je mehr Interaktion, desto öfter wird der Beitrag ausgespielt. Man unterscheidet deshalb zwischen organischer Reichweite und bezahlter Reichweite.

    Wann und wie Dein Beitrag ausgespielt wird hängt demnach vor allem von einer Sache ab: dem Facebook-Algorithmus.  Wird der Algorithmus geändert, so kann dies schon große Folgen für Facebook-Seiten haben.

    So geschehen 2013. Um Werbeeinnahmen zu steigern hat Facbeook die organische Reichweite der Facebook-Seiten massiv eingeschränkt und so Facebook-Seitenbetreiber gezwungen, ihre Beiträge zu bewerben. Außerdem ändert Facebook auch immer die Art der Inhalte. So wurden erst Beiträge mit Links öfter angezeigt als reine Texbeiträge. Seit geraumer Zeit möchte Facebook auch zum Konkurrenten von Youtube werden und zeigt direkt bei Facebook hochgeladene Videos öfter im Nachrichten-Stream auf.

    Mehr dazu findet ihr hier.

    Wieso E-Mail

    Anders als bei Posts in Social Media, Nachrichten über Whatsapp oder anderen Kommunikationsmitteln, erreicht eine E-Mail so gut wie alle Menschen. Und zwar egal, ob die Menschen Google Mail, GMX, web.de, eine private oder geschäftliche E-Mail-Adresse haben oder einen anderen Service nutzen: Sie erhalten Deine Nachricht.

    Ob sie sie lesen möchten, ist dann natürlich noch eine andere Frage. Aber zumindest kannst Du dies selbst beeinflussen, indem Du einen tollen Betreff und E-Mails schreibst, deren Inhalt die Empfänger interessiert.

    So startest Du

    Auch wenn es viele Newsletter-Anbieter gibt, würde ich immer eine lokale E-Mail-Liste pflegen, denn auch hier gilt: Je unabhängiger Du von einem Anbieter bist, umso besser. Lege hierzu eine einfache Excel-Liste an. Ich habe Dir hier eine Vorlage aufbereitet, die Du als Basis direkt nutzen kannst.

    fairplaid-email-marketing-sport-crowdfunding

    Vorlage herunterladen

     

    WICHTIG: Kategorisiere Deine Liste nach Art des Kontakts. Weshalb? Nicht jeden interessiert jede Information und wir möchten Spam auf jeden Fall vermeiden. Der treue Fan freut sich über Informationen über das Heimspiel, wer allerdings für den Kuchenverkauf  am Wochenende verantwortlich ist, interessiert ihn nicht. So kannst Du mit einfacher Filterung E-Mails auch nur an einen Teil Deiner Liste versenden.

    Hier ein Beispiel:

    • Nächste Heimspiel am Wochenende: diese E-Mail geht an alle
    • Camp für unsere Jugendlichen: an alle aktiven Sportler und Eltern der Kinder
    • Mitgliedsbeitrag wird nächste Woche eingezogen: an alle Mitglieder
    • Helfer gesucht für Jugendcamp: An alle Eltern und aktiven Spieler
    • Sponsoren-Networkingabend nächste Woche: An alle Sponsoren

    Ich habe folgende Kategorisierung vorgenommen, Du kannst selbstverständlich eine Kategorisierung wählen, die auf Deinen Verein oder Dich als Sportler passt. Um Fehler bei der Eingabe zu vermeiden, kannst Du die Kategorien als Dropdown-Liste anlegen (wie das geht siehst Du hier). Die Kategorisierung kann sich außerdem ändern. So kann ein Elternteil zum Fan werden oder in beiden Kategorien vertreten sein. Es ist also wichtig, die Liste zu aktualisieren.

    Aus Datenschutzgründen solltest Du beim Versand der E-Mail unbedingt alle E-Mail-Adressen in das Feld „BCC“ eintragen und die E-Mail z.B. an info@dein-vereinsname.de schicken.

    Double-Opt-In-Verfahren:

    WICHTIG: Versendest Du „Werbung“ z.B. für Merchandising-Artikel oder für das nächste Heimspiel, musst Du nachweisen, dass jeder Deiner Abonnenten Deine Nachricht erhalten möchte. Die meisten machen sich das „Double-Opt-in-Verfahren“ zu nutze, dass Du von jeder Registrierung kennst („Bitte aktiviere Deine E-Mail-Adresse“).

    Wenn Du also wirklich in E-Mail-Marketing starten möchtest, solltest Du allen E-Mail-Adressen in Deiner Liste eine kurze E-Mail schreiben und diese auffordern, dir per E-Mail kurz zu bestätigen, dass die Person News von Dir erhalten möchte („Hiermit bestätige ich, dass TSV Musterstadt e.V. mir Neuigkeiten, die den Verein und den Spielbetrieb betreffen, zusenden kann.“). Speichere die Antworten als PDF und sammle diesen in einem Ordner.

    Einfacher geht es mit einem Newsletter Programm. Diese sind v.a. zu Beginn noch völlig kostenfrei. Erst ab einer bestimmten Abonnentenzahl entstehen Kosten (bei Mailchimp ab 2.000 Abonnenten, bei CleverReach ab 250 Abonnenten).

    Newsletter Programme:

     

    fairplaid-mailchimp-email-marketing-sport

    Mailchimp ist ein amerikanischer Newsletter-Anbieter und wird von allen als DER Anbieter gehandelt. Man kann bis zu 2.000 Abonnenten kostenlos verwalten und 12.000 Newsletter im Monat kostenlos versenden, was für die meisten schon ausreicht. Außerdem ist das Erstellen und Versenden der E-Mails sehr einfach.

    Nachteil: Die E-Mail-Adressen liegen auf einem amerikanischen Server. Zwar ist die Gesetzeslage hierzu nicht eindeutig geregelt und eine Grauzone. Wer aber auf Nummer sicher gehen möchte, sollte auf einen Deutschen Anbieter zurückgreifen.

     

    fairplaid-cleverreach-email-marketing-sport

    Cleverreach ist ein Anbieter aus Deutschland und hat nicht alle Funktionen, die Mailchimp anbietet. Auch die Konditionen sind um einiges schlechter. Nur 250 Empfänger können mit 1000 Emails in Monat kostenlos erreicht werden. Danach startet das Bezahlpaket ab 10€ im Monat. Aber: Der Sitz des Unternehmens und der Server liegt in Deutschland. Datenschutzrechtlich ist man hier wohl auf der sichereren Seite.

    Wer weitere Anbieter wissen möchte, kann sich diesen Artikel auf t3n durchlesen.

    Das Arbeiten mit Newsletter-Anbietern hat viele Vorteile:

    • Es gibt ein Double-Opt-In-Verfahren, welches Du ganz leicht nutzen und einbinden kannst.
    • Du kannst einen Newsletter Bereich in Deine Webseite einbauen und so E-Mail-Adressen einsammeln, ohne dass Du manuell eine Excel-Liste pflegen musst.
    • Die Menschen können sich austragen und werden dann automatisch aus Deiner Liste gestrichen
    • Die Anwendungen haben bereits viele E-Mail-Vorlagen, mit denen Du arbeiten kannst und Deine E-Mails nicht nur auf dem PC, sondern auch auf dem Handy
      richtig gut aussehen lassen
    • Die Programme zeigen, wie viele Menschen überhaupt Deine E-Mail öffnen und auf Links klicken. So kannst Du Deine E-Mails immer weiter verbessern.
    • Die Programme machen A/B Tests möglich.

    Was sind A/B-Tests und wieso Du diese durchführen solltest

    Die vorgeschlagenen E-Mail-Anwendungen bieten sogenannten A/B-Tests an. Dies bedeutet nichts anderes, als dass das Programm deine Liste in zwei Gruppen teilt: Gruppe A und Gruppe B.

    Hast Du also 100 E-Mail-Adressen in Deiner Liste, dann hat Gruppe A die ersten 50 Zeilen, Gruppe B die zweiten 50 Zeilen. Deine E-Mail wird dann z.B. um 15 Uhr an Gruppe A und um 19 Uhr an Gruppe B versendet. Im Programm kannst Du dann sehen, in welcher Gruppe die E-Mail am meisten geöffnet und z.B. auf einen Link geklickt wurde. So kannst Du herausfinden, welche Uhrzeit am Besten für Deine E-Mails ist.

    Wenn Du noch weiter gehen möchtest, kannst Du in diesen A/B-Test auch verschiedene Betreffzeilen testen. Natürlich kannst Du dies auch manuell durchführen, ist halt mehr Arbeit.

    Fazit: Macht euch nicht von einem Kanal abhängig.

    Wir machen uns immer mehr abhängig von Facebook, Twitter, Instagram und anderen Kanälen. Natürlich sollen diese Kanäle bedient werden. Aber die Kommunikation darf nicht sofort ins Stocken geraten, sollte Facebook mal wieder auf die Idee kommen, einen Algorithmus zu ändern. Solange die Unternehmen, die dahinter stehen, Geld verdienen wollen und Du dir es nicht leisten kannst, Geld dafür auszugeben, solltest Du alternative Wege bereit haben, um Deine Mitglieder, Fans, Zuschauer im Fall der Fälle zu erreichen.

    Eine Kontaktliste bringt Dir übrigens auch zukünftig etwas. Denn neben der E-Mail-Adresse kannst Du dort auch Handynummern sammeln. Sollte es sich also als effektiv erweisen, Informationen über Massen-SMS oder WhatsApp zu übermitteln, kannst Du die Liste direkt wieder verwenden.

  • 10 Sport-Startups die Du kennen solltest


    Nach weiteren Hinweisen und Recherchen haben wir den Artikel nun von 6 auf 10 Startups aktualisiert.

    tickaroo – „Wir demokratisieren die Livesport-Berichterstattung“

    Dank tickaroo kann jeder vom Fan am Spielfeldrand zum Sportjournalist werden. Naomi Owosu, Gründerin und CEO, wollte auch Amateur- oder Betriebssportgruppen, sowie Rand- und Nischensportarten eine professionelle Möglichkeit bieten ihren Sport live, möglichst schnell und einfach mit Interessierten zu teilen.
    Den Tickaroo-Ticker gibt es als intuitive Smartphone-App für Android und iOS, sowie als Web-App. Dabei ist nahezu alles Möglich: Egal ob Texte, Bilder oder Videos. Zusätzlich kann Material von Twitter, Instagram, Youtube und Vimeo eingebunden werden.  Sogar Sportify-Playlists  kann der Hobbyjournalist ganz leicht in seinen Bericht einfügen.

    tickarooDie Inhalte können im tickaroo-Netzwerk oder in den eigenen sozialen Netzwerken geteilt werden, wodurch nun jeder ganz einfach seine eigene Fanbase auf- bzw. weiter ausbauen kann. Etwas was ich jedem Verein nur wärmstens empfehlen kann.  So können noch mehr (zukünftige) Fans mitjubeln, auch wenn sie bei der nächsten Auswärtsfahrt leider nicht persönlich mit dabei sein können.

    verein+ – „die professionelle Geschäftsstelle für Sportvereine“

    Anke Kochenburger bringt mit ihrem Startup Vereine zusammen um Synergien zu schaffen. Verein+ bietet Unterstützung in Verwaltung, Service und Vereinsberatung um die Arbeitsprozesse in erster Linie professionieller zu machen. Beispielsweise können Kosten durch die Bildung von Einkaufsgemeinschaften eingespart werden. Verein+ bietet damit auch kleinen und finanzschwachen Vereinen ohne großen Investitionsaufwand die Möglichkeit, die Vorteile einer professionell geführten Geschäftsstelle zu nutzen.

    Vereinplus


    stickerstars – „Dein Verein. Deine Sticker. Dein Sammelalbum.“

    Stickerstars – früher bekannt unter myfooza Teamsticker – konzipiert, designt und produziert individuelle Stickeralben und Sammelsticker für Sportvereine. Sponsoren können auf den Alben und Stickern Werbeplätze buchen, wodurch gewährleistet wird, dass die Projekte für Vereine komplett kostenlos sind.  Besser noch: alle zusätzliche Einnahmen, die durch den Verkauf von Alben und Stickern generiert werden können, gehen an den Verein. Zusätzlich können sogar noch eigene Sponsoren in das Album integriert und so noch weitere Einnahmen  erzielt werden. Neben Erinnerungen für die Ewigkeit wird dem Verein durch Stickerstars somit  eine Gelegenheit geboten, Projekte, wie zum Beispiel den Kauf neuer Trikots oder die Sanierung der Sporthalle, zu finanzieren.


    trainerstar.de – „die Community für alle deutschsprachigen Fußballtrainer“

    Trainerstar.de richtet sich vor allem an Trainer aus dem Amateur- und Jugendbereich. Ihr Angebot beinhaltet Trainingsübungen und -pläne, sowie Fitnessberatung und Erklärvideos bzgl Taktik, Kondition und Hallentraining. Seit 2015 ist Lothar Matthäus mit im Boot und zwar als Gesellschaft, Partner und Testimonial, verfasst aber auch selbst Fachartikel, die auf der Seite veröffentlich werden.
    Gründer und CEO Kim Neidenberger setzt  bei seiner Plattform auf das Abo-Modell. Gewählt werden kann zwischen 6 und 12 Monaten im Preis von 39,00 – 59,00€. Während Übungen und Artikel bei trainerstar.de ausschließlich von Experten erstellt bzw. verfasst werden, können Nutzer auf (teilweise kostenlosen) Plattformen wie easy2coach und soccerdrills.de oder planet.training zusätzlich eigene Inhalte online stellen.

    eversport – 30.000 Sportanlagen aus Deutschland und Österreich

    Das vom ehemaligen Spitzensportler Hanno Lippitsch gegründete Startup eversport bietet eine Plattform im Bereich Sportplatz- und Sportkurs-Booking. Dort können Sportbegeisterte ohne notwendige Registrierung Hallen und Sportangebote finden und buchen. Sollte mal wieder ein Engpass bei der Hallenvergabe herrschen, kann im Notfall auf diese Weise eine Halle gebucht werden.  Nach Angaben von Eversports lassen sich bereits jetzt 1.000 Tennis- und Beachvolleyballplätze, Squash- und Badmintoncourts, Fußballfelder und Bowlingbahnen ganz easy online buchen.

    eversports

     

    fanmiles – „Eine Art Loyalty-Programm nur für Fans“

    Ein weiteres Startup aus Berlin. Mitgründer Alan Sternberg erklärt das Prinzip: „Für jeden Schritt eines Fans – sei es der Besuch des Heimspiels, das Folgen seines Stars auf Facebook, oder das Teilen eines Fotos mit seinen Freunden – kann ihn der Star mit Fanmiles belohnen!“ Wenn ausreichend Fanmiles gesammelt wurden, erhält der Fan etwas, was ihm wirklich Freude bereitet. Beispielsweise ein Ticket für den nächsten Stadionbesuch. Auch für kleine Verein bzw. Einzelsportler eine klasse Gelegenheit sich bei ihren Fans für ihren Support zu bedanken und sie in ihrem Tun zu unterstützen.

    fanmiles

     

    sportvideos365.com – „your personal sport highlights in real time“

    Sportvideos365.com bietet einen Video Live Ticker für den Amateur- und Jugendsport. Der Verein muss nur filmen, das von sportvideos365 bereitsgestellte System übernimmt den Rest. Es bearbeitet und schneidet das Video vollkommen automatisch, woraufhin die 20-Sekunden-Videos direkt gepostet, getwittert und geshared werden können. Die emotionalen Inhalte lassen sich ganz leicht viral verbreiten, weshalb neben den Fans, auch Business-Partner und Sponsoren von den Sportvideos profitieren.

    sportvideos365

    Fubalytics.de „Spielanalyse“

    Fubalytics richtet sich zwar noch ausschließlich an Fußballer, doch man muss nicht wie bei Sportvideos365 eine besondere Kamera kaufen. Die bekannten Funktionen aus der Spielanalyse nach Champions-League-Spielen wie “zeichnen” im Video oder Verschieben von Spielern ist ebenfalls eingebaut. Mit wenigen Klicks ist das gesamte Video analysiert, ohne das Video zu schneiden und ohne Fachkenntnisse in der Videoanalyse.

    fubalytics

    sponsoo.de – „Sport-Sponsoring 4.0“

    Sponsoo.de schafft die „Verknüpfung zwischen Suchendem und Gesuchtem“. Die Gründer Andreas Kitzing und Béla J. Anda haben eine Plattform ins Leben gerufen auf der Sportler und Sportvereine attraktive Angebote für Unternehmen einstellen können. Die Profile der Sportler und Vereine enthalten dann unter anderem einen kurzen Überblick über bisherige Erfolge, Webpräsenz und die gewünschte Vertragslaufzeit. Die Unternehmen wiederum können genau wählen in welchem Preissegment, welcher Art des Sponsorings und welcher Sportart sie ihr zukünfiges Sponsoring-Engagement tätigen wollen.  Das Hamburger Start-up gibt somit auch Kleinunternehmern, sowie kleinen und mittelgroßen Vereinen die Chance in die Welt des Sportsponsorings einzusteigen.

    sponsoo.de

    fairplaid.org – „Deutschlands größte Crowdfundingplattform für den Sport“

    Mittels Crowdfunding können Vereine oder Sportler ein Projekt auf dem Portal fairplaid.org anlegen und veröffentlichen. Das Projekt läuft dann bis zu 60 Tage, in denen Freunde, Familie oder auch völlig Fremde das Projekt unterstützen können. Ähnlich dem Sponsoring können sich die Unterstützer für eine materielle oder immaterielle Gegenleistung entscheiden. Investieren Projektstarter etwas Zeit in ihre Crowdfunding springt neben der Finanzierung ihres Projektes, z.B. „Fahrt zur Weltmeisterschaft nach Kanada“, zusätzlich eine größere Reichweite, mehr Aufmerksamkeit für den Verein oder ein weiterer längerfristiger Sponsor raus.

    fpl_Wortmarke_final_RZ_Revision

     

  • Deswegen wollen junge Leute nicht kostenlos in Vereinen arbeiten (in Startups aber schon)

    Grundsätzlich gibt es eine Minderheit im Verein. Diese engagiert sich ehrenamtlich, hilft mit, gibt Zeit oder/und Geld. Und dann gibt es noch die anderen, die Mehrheit, die trainieren und spielen. Das Ganze in Zahlen: 8,75 Millionen Ehrenamtliche und Helfer geben, 27,6 Millionen Vereinsmitglieder nehmen.

    Keine Ehrenamtlichen, keine Vereine, keine Jugendarbeit. Das Problem: Das Ehrenamt bietet häufige keine wirtschaftliche Perspektive, im Gegenteil. Wer auf dem Platz steht und eine Kindermannschaft trainiert kann in der gleichen Zeit eben nicht etwas tun, mit dem er oder sie Geld verdienen würde oder was der Karriere gut tut. Hinzu kommt, dass die Wertschätzung der Arbeit in der Gesellschaft gleich Null ist. Wer sich am Wochenende kostenlos auf den Platz stellt, darf sich meist noch das Gejammere von Eltern und Vorständen anhören, wieso das und jenes nicht passiert ist oder nicht gemacht wurde.

    Auch bei mir ist das Ehrenamt meiner beruflichen Perspektive zum Opfer gefallen. Und das, obwohl mir die Arbeit in meiner Basketball-Abteilung so viel Spaß gemacht hat. Am Ende war es die Zeit, die ich nicht mehr aufbringen konnte und die Unflexibilität, immer vor Ort sein zu müssen. Und ja, auch häufig der „Depp vom Dienst“ zu sein, hat zu meiner Entscheidung beigetragen.

    Das Kuriose: Mit der Gründung meines Startups benötigten wir dringend Unterstützung, ohne Team wäre fairplaid heute nicht dort wo es ist. Nach einigen Ausschreibung gingen bei uns eine Bewerbung nach der anderen ein. Vom Mindestlohn mal abgesehen: Viele Studenten waren und sind bereit kostenlos für mein Startup zu arbeiten. Vollzeit. 40h die Woche. Trotz best bezahlter Konkurrenz-Angebote von Daimler, Porsche, Bosch, IBM und Konsorten in unserem direkten Umfeld. (Hinweis: Wir zahlen jedem Praktikanten ein Gehalt.)

    Aus meiner Sicht nur, weil wir ihnen ebene Perspektive bieten. Denn jeder weiß: Kostenlos ist nicht gleich umsonst. Wir bieten jungen Menschen Chancen und Möglichkeiten, die sie bei Großkonzernen nicht haben, die ihnen nicht mehr so viel wert sind.  Woran liegt es also, dass Startups  großen Zulauf haben, während  Vereine um jeden Nachwuchs kämpfen müssen? Hier ein paar Punkte, die mir aufgefallen sind:

    Arbeiten im Startup ist „cool“

    Im Großkonzern zu arbeiten, eingeengt durch mächtige Prozesse, lange Entscheidungswege und große Hierarchien ist uncool geworden. Lieber wenig verdienen im kleinen Startup mit flachen Hierarchien und dafür seine Ideen umsetzen dürfen und können. Nur deshalb erreichen uns viele Bewerbungen von Studenten und jungen Leuten. Es ist „hip“.

    Bilder aus den Büros von Google, facebook, AirBnB und anderen bekannten „Startups“ mit Tischkickern und Hängematten, Menschen die fröhlich in der Pause Volleyball spielen helfen dabei zusätzlich. Auch wenn dies in der Realität meist anders aussieht: Startups haben es geschafft in der Außenwelt eine Arbeitswelt zu erschaffen, von der viele träumen und die viele Menschen anzieht. Ein gutes Beispiel habe ich bei den Sportökonomen aus Bayreuth erst vor einer Woche gesehen. Ein Trailer, der danach aussieht, als ob die Studenten viel Spaß hätten und alles andere tun würden, als das wofür sie eigentlich da sind: studieren. Die Bilder implizieren also: Studieren = Spaß.

    Alle Jahre wieder diese Ersties 😀 Welcome #SpökosServus liebe #Ersties hier nun auch mit #Sound 😉

    zeigt euren Freunden was es heißt ein #Spöko zu sein
    #nurgemeinsamsindwirspöko
    Viel Spaß bei der Erstiewoche 😀

    Posted by Sorry, I am Spoeko on Monday, October 12, 2015

    Diese Außenwirkung fehlt Vereinen. Vielmehr ist die Arbeit im Verein in der Bevölkerung vor allem für eins bekannt: Vereinsmeierei. Statt miteinander lieber gegeneinander. Wollen Vereine wieder Menschen für sich gewinnen, dann müssen die vorhandenen Bilder im Kopf ersetzt werden mit positiven Merkmalen. Vereinsarbeit muss wieder cool werden. Das führt mich schon zum zweiten Punkt.

    Wir haben viel Druck, aber auch viel Spaß

    Würdest Du lieber auf eine Abteilungssitzung gehen, wo Du Menschen triffst,  mit denen Du Spaß hast. Oder mit Kollegen, mit denen es „notwendig“ ist, bei der alle seriös und ernst bei der Sache sind. Vereinsarbeit ist wichtig und jeder hat Verpflichtungen, für die er sich einsetzt. Aber niemals darf dabei der Spaß auf der Strecke bleiben. Spaß bei der Sache haben ist das, was viele bei der Stange hält, weswegen man doch lieber noch ne Stunde länger an etwas sitzt.

    Ein sehr gutes Zitat habe ich hier gefunden:

     “ Jedes Mal, wenn Du Dich über jemanden aufregst, frage Dich selbst: Wenn Du morgen sterben würdest, war es Deine Zeit wert, Dich zu ärgern?“
    Robert Tew

    Dieses Zitat sollte sich sicher der ein oder andere zu Herzen nehmen.

    Bei etwas Großem von Anfang an dabei sein

    Bei Startups haben viele die Vision, bei etwas von Anfang an dabei gewesen zu sein, dass später richtig groß wird. Das nächste facebook, das nächste AirBnB oder das nächste Zalando. Niemand möchte bei einer Firma oder bei einem Verein arbeiten, welches vor sich hindümpelt und nicht erfolgreich wird oder zumindest die Vision auf Erfolg hat.

    Deswegen sollte jeder Verein sich Ziele setzen und diese INTERN AUCH KOMMUNIZIEREN. Sollen alle an einem Strang ziehen, müssen alle wissen, wo die Reise hingeht. „In 10 Jahren wollen wir wieder in der 2.Bundesliga spielen“, „in 5 Jahren haben wir die beste Jugendarbeit, alle wollen bei uns trainieren“. Solche Ziele sollten gesteckt werden, ansonsten lebt und arbeiten die Leute nur vor sich hin.

    Nicht die kleine Schraube im Getriebe sein

    Wenn ich unsere Bewerber frage: Wieso willst Du gerade hier arbeiten? kommt immer dieselbe Antwort. Ich möchte nicht nur die kleine Schraube sein, ich möchte eigene Ideen umsetzen können, eigenverantworlich arbeiten können und in kurzer Zeit so viel wie möglich lernen.

    Leider handeln Vereine häufig wie Großkonzerne (siehe Punkt 1). Langsame Prozesse (das sollten wir erst bei der Abteilungsversammlung abstimmen lassen), lange Entscheidungswege über Vorstand oder Geschäftsführer und Einschränkungen, was man machen darf und was nicht, vorgefestigte Strukturen, an die man gebunden ist. Die oben versuchen die unten zu kontrollieren. Da die da unten aber kein Geld bekommen, können sie wenns ihnen zu bunt wird auch einfach sagen: So, ich habe jetzt keinen Bock mehr. Macht das doch alles einfach alleine.

    Die Generation von heute aber will sich frei entfalten können. Dinge ausprobieren, experimentieren, auch mal scheitern dürfen, ohne dass gleich jeder mit dem Finger auf sie zeigt. Sie wollen Dinge umsetzen, die ihnen selbst Spaß machen, in denen sie gut sind oder werden wollen, bei denen sie Dinge lernen, die sie später im Beruf weiterbringen.

    Experimentieren ist auch dringend notwendig, denn Sportvereine erhalten immer mehr Konkurrenz durch Online-Fitness-Studios oder Apps, die jeder immer und überall nutzen kann. Manchmal ist es also besser, auch mal ein Risiko einzugehen und jemanden machen zu lassen.

    Kontakte sind mehr wert als Geld

    Wer später hoch hinaus will, muss nicht nur gut sein, sondern eben auch die entsprechenden Menschen kennen. Wer jung ist, hat im Normalfall noch nicht das notwendige Vitamin B. Während Vereine häufig Veranstaltungen machen, bei der sich Sponsoren untereinander kennenlernen (Stichwort: Networking), vergessen viele Vereine die eigenen Mitarbeiter. Vielleicht gibt es sogar den ein oder anderen, der später in einem Verein arbeiten möchte, oder bei einem der Sponsoren? Vielleicht sucht der ein oder andere Sponsor auch Mitarbeiter? Wer es möglich machen kann, sollte deshalb aktiv Kontakte zu Sponsoren, Bundesliga-Clubs oder Mitgliedern vermitteln.

    Denn dann lohnt sich die Vereinsarbeit, auch ohne Geld.

    Referenzen, Referenzen, Referenzen

    Komischerweise ist in Deutschland der Lebenslauf immer noch das A und O der Bewerbung. Um sich gegen andere Bewerber durchsetzen zu können, zählt bereits getätigte Erfahrung in dem Bereich, die man auch vorzeigen kann: Referenzen.

    Deswegen ist es wichtig, für bestimmte Bereiche auch Menschen zu finden, die sich später dort beruflich orientieren möchten, z.B. ein Grafiker für den Außenauftritt, ein Medienstudent für das Marketing, ein facebook-Junkie für den Social Media Auftritt.

    In Deutschland zählt der Schein

    Eigenverantwortliches Arbeiten ist vielen deshalb so wichtig, weil sie danach sagen können: Ich habe dies ganz alleine umgesetzt, ich war dafür verantwortlich. Das später im Zeugnis stehen zu haben, ist mehr wert, als 500€ mehr im Monat.

    Da sich viele junge Menschen bewerben, entweder für einen Ausbildungsplatz, für ein Studium, ein Praktikum oder auch eine richtige Stelle: Stellt euren Leuten aktiv Zertifikate und Zeugnisse aus und kommuniziert dies auch öffentlich.

    „Wenn Du bei uns mitmachst, erhältst Du ein Zertifikat, dass Du für Deinen Lebenslauf nutzen kannst. Wenn möglich vermitteln wir auch Kontakte zu Unternehmen.“

    Auch mal Danke sagen

    Als Ehrenamtlicher bist Du bei den Spielern und Eltern meistens der Depp vom Dienst. Zumindest gefühlt. Ab und an mal ein „Danke“ zu hören, kann den Unterschied machen.

    ehrenamtliche Arbeit4FAZIT: Nicht jammern, Mehrwerte bieten

    Kein Mensch arbeitet für umsonst. Wer seinen Mitarbeitern kein Geld gibt, muss ihnen etwas anderes bieten, was genausoviel, wenn nicht mehr wert ist als Geld. Im Business sagt man so schön: Mehrwerte bieten.

    • eine Perspektive, dass die eigene Arbeit einen Teil zur Vision beigetragen hat
    • die Freiheit, Dinge auszuprobieren und zu lernen, die man woanders nicht hat
    • Kontakte!
    • Zertifikate und Scheine, die man danach vorweisen kann
    • Verantwortung zu haben für sein eigenes Baby
    • Wertschätzung
    • ein lachendes Gesicht, Spaß

    Nur wer sich bewusst ist, dass Ehrenamtler nicht nur für kostenlose Arbeit da sind, sondern auch etwas für ihre Arbeit bekommen sollen und herausfindet, was ihnen wichtig ist, wird wieder Ehrenamtler finden. Wichtig hier: machen lassen und sich nicht einmischen. Wer nicht bezahlt, muss auch damit rechnen, dass ggf. andere Themen (z.B. Prüfungen, Probleme zu Hause) in dem Moment wichtiger sind.

  • Millionen für Amateursport-App: Kicker steigt bei Tickaroo ein

    Das enorme Potenzial des Amateursports und die Verknüpfung durch digitale Anwendungen rückt immer mehr in den Fokus namhafter Organisationen. Nachdem ProSiebenSat1 den Livestreaming-Dienst sportdeutschland.tv übernommen hat, hat der Olympia-Verlag, Herausgeber des Kickers, nun eine siebenstellige Summe in das Regensburger Sport-Startup Tickaroo gesteckt.

    „Ich freue mich sehr, dass sich mit kicker eine so starke, gut geführte und etablierte Marke im Sportbereich an Tickaroo beteiligt hat“, sagt Naomi Owusu, Gründerin des Regensburger Unternehmens.

    Liveticker App für Vereine und Sportevents

    Tickaroo ist eine „Liveticker-App für lokale Sportereignisse jeder Art. Fans und Vereinsverantwortliche können mit Tickaroo direkt vom Spielfeldrand als Hobby-Reporter mittickern. Wer nicht vor Ort sein kann, kann die Live-News über die App vom Smartphone oder Computer aus mitverfolgen. Zudem kann jeder die Inhalte im Tickaroo-Netzwerk weiterteilen, über sein Soziales Netzwerk verbreiten und sich somit eine eigene Fanbase aufbauen.“

    Gemeinsame App-Lösung für den Amateursportbereich

    Die Zusammenarbeit soll vor allem in einer gemeinsamen App-Lösung für den Amateursportbereich münden, heißt es von den Unternehmen. Zudem sollen die Lösungen für Publisher und Verbände und das Digitalangebot von Kicker ausgebaut werden. Gleichzeitig will Tickaroo mit dem neuen Kapital das Amateurangebot auf seiner Webseite vor allem im Team- und Fußballbereich ausbauen.

    Die Tickaroo GmbH wurde im September 2011 in Donaustauf bei Regensburg von Naomi Owusu, Andreas Gerauer und Peter Dendl gegründet.

    Hier geht es zum Beitrag auf Gründerszene.

     

  • So können Sportvereine Geld sparen und gleichzeitig die Welt retten.

    Abschlusspfiff, Sachen gepackt und ab unter die Dusche. Dort wird gequatscht was das Zeug hält, bei einem Sieg schon mal ein Sekt geköpft und vor allem Wasser verbraucht. Viel Wasser. Wieso? Ist ja „kostenlos“. Denn anders als bei der eigenen Wohnung, bei der am Jahresende der große Brief mit Nachzahlung kommt, ist der Mitgliedsbeitrag im Sportverein eine Flatrate – Wasser und Strom, all inclusive.

    Dieses Denken hatte auch ich. Nach dem Training habe ich lieber in der Halle als zu Hause geduscht. Ich wollte ja Kosten sparen. Zum Vergleich: 2008 war ich zeitgleich Kunder der Fitness-Kette McFit. 16,95€ kostete damals der monatliche Mitgliedsbeitrag (zum Vergleich: in meinem Verein zahle ich 8€ im Monat). Aber gerade weil die Studios so günstig waren, war es das Argument für die Studios zu sagen: duschen kostet. Genauer gesagt 50 Cent für 2 Minuten. Wenn man für jedes Duschen 50Cent bezahlt, dann überlegt man sich zweimal ob man nochmal eine münze nachwirft oder nicht. Ich zumindest hatte immer so schnell geduscht wie noch nie und auch nie nachgeworfen.

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    20 Milliarden Kilowatt Strom werden jedes Jahr zuviel verbraucht

    Hier brennt Licht in der Halle, da wird lange mit warmen Wasser geduscht, dort wird geheizt und der Rasen gesprenkelt. Bei 230.000 Sportstätten und 26 Millionen Vereinsmitgliedern summiert sich das. Auf 20 Milliarden Kilowatt Strom zuviel, das hat der DFB ausgerechnet. Mehr als Berlin und Köln zusammen im Jahr verbrauchten. Sechs Millionen Tonnen Klimagase könnten vermieden und – was wahrscheinlich für Viele noch mehr zählt – viel, viel Geld gespart werden.

    • Umstellung der Vereinskommunikation auf digitale Kanäle anstatt Brief und Papier (ich wurde immer per Brief daran erinnert, meine Studienbescheinigung einzureichen)
    • Ersetzung von konventioneller Beleuchtung durch energieeffiziente LED’s.
    • weniger Wasser verbrauchen in den Duschen (siehe McFit) und sich per Bonusregelung daran beteiligen lassen.

    Besonders kreativ zeigt sich hier auch der DFB. Auf seiner Internetseite stellt er einen Ideenkatalog bereit mit knapp 90 Umweltschutzideen. Mit dabei:

    • einer Regenwasser-Zisterne zur Bewässerung des Spielfelds und zum Reinigen der Fußballschuhe
    • Einführung von Mehrweggeschirr
    • ressourcensparenden Rasenpflege.

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    Kostenlose Öko-Checks von den Landessportbünden

    Oftmals sind es aber auch größere Maßnahmen, die ergriffen werden müssen. Viele der rund 230.000 Sportstätten in Deutschland sind sanierungsbedürftig und haben dementsprechend einen hohen Energie- und Ressourcenverbrauch. Dieser könnte durch Maßnahmen wie Heizungserneuerung, Wärmedämmung oder die Nutzung von erneuerbaren Energien, wie beispielsweise Solaranlagen, gesenkt werden.

    Einen „Öko-Check“ bieten viele Landessportbünde an. Hier prüft ein professioneller Berater sinnvolle Sanierungsmaßnahmen und stellt entsprechende Handlungsempfehlungen aus. Darüber hinaus werden auch dementsprechende Fördermittel angeboten. Eine Übersicht findest Du hier.

    Die Finanzierung eines solchen Großprojektes ist selbstverständlich eine Herausforderung und oftmals eine Hürde. Mit viel Kreatitivät können kleinere und größere Vorhaben aber gedeckt werden, meist durch eine Mischung mehrerer Förderinstrumente z.B:

    • Veranstaltung von Benefiz-Events
    • Zuschauerbeitrag bei Sportevents zum Umweltschutz
    • Crowdinvesting über bettervest: Hier werden Energieprojekte über viele kleine Kreditgeber finanziert, der Gang zur Bank ist so nicht mehr notwendig. Mehr Informationen gibt es hier.
    • Crowdfunding über fairplaid.org: Hier geben viele Menschen einen kleinen Betrag, um z.B. ein größeres Umweltprojekt möglich zu machen. Mehr Informationen gibt es hier

     

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    Klar ist: Umweltschützende Maßnahmen benötigen meist eine Investition im Voraus mit eben entsprechenden Gelder. Das können oder wollen viele Vereine nicht leisten. Dabei bedeutet Effizienzsteigerung und die Einsparung von Energie auf lange Sicht auch Geld sparen. Und jeder Euro, der nicht für Strom, Wasser oder Heizung ausgegeben wird, steht dem eigentlichen Zweck des Vereins zur Verfügung – dem Sport.

    Danke an Tamara Schiek

    Quellen:
    https://www.dfb.de/sportstaettenumwelt/start/
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/215312/umfrage/gesamtmitgliederzahl-deutschersportvereine/
    https://www.dfb.de/news/detail/saubere-sache-31527/p/2/
    https://www.dfb.de/sportstaettenumwelt/start/
    https://www.ehrenamt-im-sport.de/fileadmin/fm-ehrenamtimsport/Ehrenamt-im-Sport.de/Downloads/Rat_und_Tat/TOP2/2_21-Umweltschutz-im-Sportverein.pdf
    https://www.dosb.de/de/sportentwicklung/sportstaetten-umwelt-und-klimaschutz/

  • Was Jürgen Klopp und Netflix gemeinsam haben

    Beide bekommt man nur für Geld zu sehen. Was so manche Zeitung noch verzweifelt versucht, schafft Liverpool mit seinem eigenen Kanal. Inhalte, für die Menschen bezahlen.

    Noch vor der ersten offiziellen Pressekonferenz konnten sich Fans ein exklusives 20 Minuten-Interview mit dem seit heute Neu-Trainer Jürgen Klopp anschauen. Aber: nur wer zahlt, ansonsten bricht das Video nach wenigen Sekunden ab.

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    6,99€ pro Monat kostet den wissbegierigen Fan der Zugang zu exklusivem Artikeln und Interviews des englischen Klubs. Der produziert die Inhalte selbst und kann somit auch bestimmen, wo und zu welchen Konditionen sie gezeigt werden.

    Liverpool arbeitet mit einem Modell, dass wir vor allem neuerdings sehr häufig bei Apps und Web-Anwendungen sehen und sich Freemium-Modell nennt (Kombination aus Free und Premium). Einige Basis-Inhalte sind kostenfrei und damit für alle Fans zugänglich. Wer mehr sehen will, muss einen monatlichen Beitrag zahlen, der sich meist im Rahmen des Möglichen bewegt. Der große Vorteil: auf Werbeeinnahmen ist Liverpool hier nicht angewiesen, das Geld kommt von den Fans selbst.

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    Der Club wird damit selbst zum Produzenten und Medienunternehmen und schafft sich damit nicht nur Unabhängigkeit von der Berichterstattung fremder Medien, sondern auch eine neue Einnahmequelle.

    Nicht nur der LFC setzt auf diesesModell, auch alle andren Profi-Vereine in In-und Ausland setzten auf eigene Medienkanäle.

    Wie wichtig exklusive Inhalte sind, zeigt auch der Aufstieg von Netflix und Amazon. Insbesondere Netflix startete zu Beginn als reine Online-Verleih-Plattform, auf der sich Nutzer zu einem monatlichen Beitrag Filme und Serien ansehen konnten . Aufsehen erregte Netflix aber als das Unternehmen als erste Online-Firma eine Serie in Eigeninitiative produzierte, die weder im Fernsehen noch sonst auf anderen Kanälen zu finden war, sonder exklusiv auf Netflix lief: House of Cards.

    Die Serie war so gut (u.a. 6 Emmys und 2 Golden Globes), dass jeder sie sehen wollte und sich bei Netflix (zusätzlich) anmeldete. Die Firma rüttelte an den traditionellen Modellen: „Auf diese Weise machen wir uns unabhängig von den Sendern,“ sagt Netflix-Gründer Reed Hastings. Und von Werbung. Alle Serien werden ohne Einblendungen gezeigt.

    Zum Fernsehen in Deutschland sagte Reed Hastings bei seinem Besuch im Mai 2015 etwas, was wohl auch jede Randsportart gerne hört, die dort selten oder nie im Fernsehen gezeigt wird: „ARD und ZDF braucht kein Mensch.“

  • Dieser Freizeitclub wird durch Instagram weltbekannt

    The Stintsmitts bringen “Fake it until you make it” auf eine ganz neue Ebene und haben Social Media für Amateur-Clubs in den USA neu definiert.

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    Das Team, das in der XFSL (Xtremely Friendly Softball League) spielt, hat sich gedacht: Was Profi-Clubs können, können wir schon lange. Total professionelle und ernste Coach-Interviews nach dem Spiel zum Beispiel. Und es wirkt: ganz USA berichtet über Ihren “Wir spielen in einer Freizeit-Liga, aber tun so, als ob wir in der Major League spielen würden”-Account auf Instagram. Seht selbst (Paparazzi bei Coach-Interviews inklusive):

    UNBEDINGT NACHMACHEN:

    A favorite of both XFSL fans and players alike, Stinkmitts‘ David Terpstra may be losing some friends this week after doping allegations surrounding the beefy right fielder have been circling the media scrums. There is no confirmation or evidence yet and whether these allegations are of the performance-enhancing or non-performance-enhancing type is unclear, but it’s certainly no secret that „Terpy“ isn’t a stranger to having a good time on the field and off – photos did emerge early this summer of Terpstra leaving Toronto bar Wide Open at 2:30AM on numerous occasions, sometimes the night before a game. Also, last season while being interviewed, Terpstra, unprompted, strangely took pride in knowing all of the on-field numbers of a very particular group of players including Tim Raines, Daryll Strawberry, Dock Ellis and Lenny Dykstra. At media time neither Terpstra, the Stinkmitts or the XFSL would comment on the matter.

    Ein von 🏆 The Stinkmitts 🏆 (@thestinkmitts) gepostetes Foto am

  • Was Vereine und Sportler von Startups lernen können (und sollten)

    Es fehlt meist an Geld, Zeit und tiefgründigem Wissen. Für seine Arbeit wird man selten “angemessen” mit Geld entlohnt, stattdessen steht das Herz und der Glaube an das große Ganze im Vordergrund. Das kommt wohl jedem Ehrenamtlichen bekannt vor, ABER auch jedem Existenzgründer. Egal ob Verein oder Startup-Unternehmer: Beide kämpfen mit den gleichen Herausforderungen.

    Gerade jetzt aber schaffen Startups, was der Vereinslandschaft noch fehlt. Sie sind gefragt wie nie, in der Wirtschaft, in der Politik, in der Gesellschaft. Die Bundesregierung legt Förderpakete für die Finanzierung von Startups auf, Großkonzerne möchten mit ihnen zusammenarbeiten und von ihnen lernen und wer im Trend sein will, arbeitet nicht jahrzehntelang für den guten alten Großkonzern (“gähn”) sondern zieht im jungen Startup mit Jeans und T-Shirt die Strippen. Tischkicker inklusive.

    Was also machen Startups anders, und was können Vereine von ihnen lernen?

    Startups interessiert “es hat aber schon immer so funktioniert” einfach nicht

    Die Wirtschaft befindet sich im digitalen Wandel und die deutschen Gerichte haben viel zu tun. Denn: “alte” Branchen versuchen sich verzweifelt gegen neue Ideen und Entwicklungen von Startup-Unternehmen zu wehren.

    So wehrt sich die deutsche Hotellobby gerichtlich gegen das bereits milliardenschwere Online-Portal AirBnB, bei dem Menschen ihre Privatunterkünfte einfach per App an Reisende oder Stadtbesucher kurzzeitig vermieten können.

    Auch die Taxi-Branche sieht sich in Gefahr, denn mit der ebenfalls bereits milliardenbewerteten App Uber können die Menschen einfach mit ihrem Privatwagen auf dem Weg zur Arbeit jemanden mitnehmen. Das deutsche Startup myTaxi bekommt es mit den bestehenden Taxizentralen zu tun, denn immer mehr Menschen bestellen ihr Taxi per Smartphone und eben nicht mehr per Anruf. Taxifahrer wechseln nun reihenweise zum Startup, weg von den existierenden Taxizentralen.

    Daimler-Chef Zetsche muss sich immer öfter rechtfertigen ob er sich vor Apple und dem Internetunternehmen Google fürchte, welches derzeit dabei ist, selbstfahrende Autos zu produzieren. Wer hätte gedacht, dass sich das auf Suchmaschinen spezialisierte Unternehmen einmal in diesen Bereich wagt?

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    Beitrag aus dem manager magazin vom 29.09.2014, abrufbar hier.

    Beschweren dürfen sich die Branchen eigentlich nicht, denn sie hätten selbst auf diese Ideen kommen und umsetzen können. Schließlich haben die Startups nur Märkte besetzt, die vorhanden waren, aber eben von noch keinem anderen besetzt wurde.

    Die Medien fassen dies so zusammen: in Deutschland ist der Mittelstand mit der Digitalisierung im Verzug und verliert zunehmend den Anschluss. “Viele Mittelständler hadern mit der Digitalisierung oder verkennen noch ihre Bedeutung. Das könnte sich schon bald rächen”, so Experten auf n-tv.de.

    Dabei haben die Startups ihre Kunden nur dort gefunden, wo diese sich gerade aufhalten: im Internet.


    Der Mittelpunkt von allem: Der Kunde

    Auch die Sport- und Fitness-Branche ist nicht vor Veränderungen gefeit. Bestes Beispiel: die Fitness-App Freeletics. Innerhalb von nur zwei Jahren haben drei Studenten ein millionenschweres Unternehmen aufgebaut.

    Wie die drei jungen Männer das vor den großen Fitness-Studio-Ketten herausgefunden haben? Sie haben sich einfach ihre potentiellen Kunden angeschaut. Erkenntnis:  “Wir wollten eben ein Fitnesskonzept, das an die Bedürfnisse des 21. Jahrhunderts angepasst ist. Viele Menschen haben nicht mehr die Zeit, zweimal die Woche zum Sportverein oder ins Fitnessstudio zu fahren. Mit dem Programm können sie mit wenig Zeitaufwand das Maximale rausholen, denn unsere Übungen sind sehr effektiv, und trainieren kann man überall. ” Deswegen nutzt die App für ihre Übungen auch nur das eigene Körpergewicht und facebook-Gruppen als Motivationsgrundlage. Sie sind dort, wo auch ihre Kunden sind: in den sozialen Netzwerken, auf dem Smartphone.

    Da die technologischen Entwicklungen so schnell vorangehen sind Startups eigentlich die ganze Zeit damit beschäftigt, mit ihren Kunden zu sprechen, denn: Klassische Startups bringen meist ein neues Produkt auf den Markt und wissen deshalb vorher nicht, ob dieses überhaupt gekauft wird. Funktioniert das Produkt nicht schnell genug kann es sein, dass das Startup ein komplett anderes Produkt, Dienstleistung und damit eine andere Einnahmequelle setzen muss. Schnell ist hierbei das Stichwort, denn: kommt nicht schnell genug Geld in die Kasse, überlebt die Firma nicht. Das Geschäftsmodell wird also andauernd hinterfragt, z.B. mit Kunden-Interviews, Meinungsumfragen oder durch das Lesen der Meinungsausrufe in den Social Media-Kanälen.

    Damit besonders schnell und günstig Rückmeldung von den Kunden kommt,  hat Freeletics nicht etwa als App gestartet. Statt dessen wurden Trainingspläne einfach per PDF versendet und auf einer Standard-Webseite beworben. Ein Tipp vom Gründerteam: “Seid Euch nicht zu scheu, unperfekte Produkte auf den Markt zu bringen“, schreibt Joshua Cornelius im Rückblick auf diesen Schritt. „Unsere ersten bezahlbaren Freeletics-Produkte waren PDF-Trainingspläne. Runtergeschrieben an 3 Tagen. Angeboten mit einem Standard-SaaS-Shopsystem. Wir waren alles andere als stolz darauf.“

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    Über eine Shopify-Seite verkauften die Gründer zu Anfang über Freeletics.com drei Trainings-PDFs (Screenshot: Archive.org)

    Eine halbe Millionen Euro Umsatz haben diese PDFs  ihnen immerhin alleine im ersten Jahr beschert. Da hat sich das Testen gelohnt.


    Startups probieren ständig Neues aus – auch mit der Gefahr des Scheiterns

    “Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Und nicht der Stärkste überlebt, sondern der, der sich am besten an seine Umwelt anpassen kann.

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    Aussage von Charles Darwin zur Überlebensfähigkeit einer Gattung

    Dies wusste auch schon Darwin und genau aus diesem Grund erfinden sich Startups immer wieder neu, stehen neue Ideen und Entwicklungen andauernd auf dem Prüfstand. Ein bekanntes Beispiel ist Suchmaschinen-Gigant Google. Denn was so gut wie keiner weiß: “Das Unternehmen wird vor allem für seine Erfolge wahrgenommen, für seine Suchmaschine, sein Mailprogramm, seine riesigen Gewinne. Aber auch die Liste der Fehlschläge des Konzerns ist umfangreich, da seine mehr als 20.000 Mitarbeiter ständig Neues aushecken und Google Ideen im Gegensatz zu vielen anderen Firmen auch als Frühgeburten aussetzt.“ Der Titel des Artikels von zeit.de: Scheitern als Geschäftsmodell.

    Der Erfolg aber gibt Google recht. Das Unternehmen hat erkannt: Nichts ist so beständig wie der Wandel.


    Spielend motivieren: Startups haben eine neue Unternehmenskultur der flachen Hierarchien

    Wie bei Vereinen müssen eben auch Gründer die richtigen Mitstreiter von ihrer Idee und ihrem Unternehmen überzeugen, und davon, für wenig oder gar kein Geld, sehr, sehr, sehr, sehr viel zu arbeiten. Und sie schaffen es auch. Selbst in Zeiten des Mindestlohns wollen viele Menschen lieber für wenig Geld in einem Startup arbeiten, und das, obwohl die jungen Unternehmen gegen große Konzerne konkurrieren, die sich gute Mitarbeiter leisten und auch entsprechend bezahlen können.

    Dabei setzen Startups genau bei der Kultur an, die sich auch für Ihr Produkt anwenden. Was wollen meine Kunden, in diesem Fall: meine Mitarbeiter? Was können wir diesen bieten, was ein großer Konzern (oder Sportclub) nicht bieten kann?

    Und die Generation Y, so wird die heutige Generation genannt, will vor allem sich selbst verwirklichen, Spaß haben, mit Gleichgesinnten arbeiten: die wichtige Schraube im Glied zu sein, die Möglichkeit, Ideen zu verwirklichen, ohne dass erst 10 Managemenstufen unterschreiben, ein Team, dass während der Arbeit auch mal Tischtennis oder Tischkicker spielt, bei der auf gleicher Ebene kommuniziert wird, bei der man etwas bewegen kann. „Die neuen Chefs: Spielend regieren” tituliert das Magazin t3n.

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    Titelblatt der aktuellen t3n Nr.39, abgerufen auf t3n.de

    Alleine schon eine Geste von zwei der großen Startups, facebook und AirBnB zeigen diese Veränderung in der Arbeitswelt. Beide sitzen im Großraumbüro mit ihren Mitarbeitern zusammen und zeigen: ich bin einer von euch. Für Machtspiele und Ellenbogenmentalität haben wir schlicht und einfach keine Zeit.

    FAZIT:

    Möchte man das Vereins-Mitglied und die Ehrenamtlichen der Zukunft erreichen, wird „wir machen so weiter, wie bisher, weil es schon immer so funktioniert hat“ eben nicht mehr funktionieren. Es ist nicht nur ein neues digitales Zeitalter angebrochen, sondern auch eine damit anders denkende Generation.  Auch wenn Vereine seit Jahrhunderten mit den selben Einnahmen Geld verdienen (Mitgliedsbeitrag, Einnahmen über Sponsoring etc.) zeichnet sich ab, dass sie nun mit großen Änderungen zu kämpfen haben. Schafft der Verein der Zukunft noch so viel Mehrwerte, dass ihre Kunden, die Mitglieder, dafür Mitgliedsbeitrag zahlen? Ist das Vereinsmodell überhaupt noch zeitgemäß oder trainieren in Zukunft alle nur noch mit Apps (siehe Freeletics)? Zahlen die Unternehmenskunden der Vereine, die Sponsoren, in Zukunft überhaupt noch für das Logo auf dem Trikot oder auf der Bande, wenn die Werbebranche zunehmend ins Internet abwandert und nur noch nach “Klick” oder nach “Kauf” vergütet wird? Es ist Zeit, Neuland zu betreten!

  • Wieso Sportvereine mehr Fundraising betreiben sollten

    Ein Gastbeitrag von Maria Ratz

    Ein Blick auf die Statistiken der Fundraising-Branche zeigt: Der Sport taucht hier entweder gar nicht oder nur minimal auf den hintersten Plätzen auf.

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    Spendenzwecke (Quelle: GfK, 2014, S. 14)

    Dabei ist der Sport mit 27 Millionen Mitgliedschaften im Sportverein und 8,75 Millionen Ehrenamtlichen die größte Bürgerbewegung in Deutschland. Man sollte eigentlich meinen, dass aufgrund der Bedeutung der Sportvereine in Deutschland ein Großteil privater Gelder in diesen Bereich investiert werden. Woran liegt es und was können Vereine verbessern?

    Sportvereine halten an klassischen Finanzierungsmethoden fest – auch wenn diese gegebenenfalls nicht zukunftsträchtig sind

    Aus meiner Sicht hängt es zum einen damit zusammen, dass es den meisten Sportvereinen bisher immer noch gelungen ist, sich anders zu finanzieren. Die öffentlichen Haushalte haben im Rahmen der sogenannten freiwilligen Ausgaben fast immer auch die Sportförderung bedacht. Sport ist ein wesentlicher Teil des kommunalen Zusammenlebens und wurde bisher immer stark von der öffentlichen Hand unterstützt. Hier muss sicherlich hinterfragt werden, wie lang und in welchem Umfang die Länder, Kommunen und Städte diese Unterstützungsleistungen zukünftig noch aufrecht erhalten können – denkt man beispielsweise an Schlagzeilen rund um Schuldenbremse, Verschuldung etc.

    Vor allem aber nimmt Sponsoring im Sport einen beinahe omnipräsente Vormachtstellung ein. Jeder Verein will Sponsoring betreiben. Dabei können nur wirklich wenige Sportarten, Individualsportler bzw. Sportveranstaltungen wirklich sinnvoll Sponsoring betreiben. Es handelt sich dabei um jene, die sehr medienwirksam sind und somit auch eine geeignete Werbeplattform als Gegenleistung bieten können. Das trifft aber nur für einen Bruchteil der Vereine zu. Zwar versuchen auch viele kleine Vereine Sponsoring im lokalen Umfeld zu betreiben, allerdings ist dies nur durch größte Anstrengung möglich.

    Statistische Auswertung kaum möglich: Fundraising ist nicht gleich Fundraising.

    Eine andere Herausforderung stellt aber sicherlich auch die professionelle Erhebung und statistische Auswertung dar. Ich bin mir nicht sicher inwieweit die vielen kleinen Maßnahmen von Sportvereinen, zum Beispiel die Tombolas, Sommerfeste etc. in die Fundraising-Statistiken mit einfließen. Denn grundsätzlich bin ich davon überzeugt, dass Sportvereine Fundraising betreiben. Gerade für den Nachwuchsbereich werden zum Beispiel oftmals auch mit Sammelbüchse Gelder eingesammelt; teilweise gibt es da sehr kreative Ansätze. Ich denke, dass hier eine umfassende Statistik fehlt. Laut Pawlowski und Breuer (2012, S. 258) summierten sich die sportbezogenen Spendeneinnahmen in Deutschland auf 0,333 Mrd. Euro. Durchschnittlich bedeutete dies 3.666 Euro an Spenden pro Jahr pro Verein in 2008.

    Das Denken in den Vereinen: der Mitgliedsbeitrag ist genug

    Auch ist in vielen Vereinen noch das Denken verbreitet: unsere Mitglieder zahlen schon den Beitrag, wir können von diesen nicht noch Geld im Rahmen einer Fundraising-Kampagne verlangen. Hier muss man ein besseres Bewusstsein schaffen und auch auf die Ressourcen hinweisen, die man benötigt – egal ob dies Geld, Material oder vielleicht auch Ehrenamt ist. An dieser Stelle soll auf die Bereich Ehrenamt nur kurz eingegangen werden. Denn auch Zeitspenden können zum Fundraising hinzugezählt werden und in diesem Umfeld ist der Sport Spitzenreiter. Denn in kaum einer anderen sozialen oder gesellschaftlichen Bereich gibt es so viel ehrenamtliches Engagement wie im Sport.

    [custom_heading center=“true“]FAZIT: Vereine müssen offen für neue Ansätze sein[/custom_heading]

    Eine einfache Antwort auf die Frage, warum der Sport wenig Fundraising betreibt, gibt es nicht. Aufgrund der vielseitigen indirekten Möglichkeiten durch Sachsponsoring oder dem Ehrenamt kann nicht einmal wirklich gesagt werden, ob diese Aussage auch so zutrifft. Sicher ist, dass die Sportvereine noch stärker kommunizieren müssen, dass sie Fundraising betreiben, und aufzeigen sollten, wo und wie man sie unterstützen kann – dabei gilt es eben auch offen für neue Ansätze zu sein.

    Verwandter Artikel dazu:
    Deshalb reichen 8€ Mitgliedsbeitrag NICHT, um einen Verein zu finanzieren.

    Über Maria Ratz:
    Maria ist Sportbegeisterung pur und hat dies nun zum Beruf gemacht. Nach ihrem Bachelor-Studiengang in International Sports Management in Newscastle und Bad Homburg und dem Master in Sportmanagement beschäftigt sie sich in ihrem Blog fundiert mit dem Thema “Fundraising – ein Modell für den Sport?! (fundraisingimsport.blogspot.de). Dieses Thema beschäftigt sie vor allem, da die Finanzierung aus ihrer Sicht der Dreh- und Angelpunkt bei Aktionen von Vereinen ist und Sponsoring immer nur als einzige Möglichkeit in Erwähnunge gezogen wird. Sie ist selbst als Volunteer tätig und arbeitet derzeit für den Deutschen Turnerbund.

    Quellen:

    Pawlowski, T. & Breuer, C. (2012). Die finanzpolitische Bedeutung des Sports in Deutschland. Wiesbaden: Springer Gabler.

    GfK & Deutscher Spendenrat e.V. (2014) Bilanz des Helfens 2014. Zugriff unter: https://www.spendenrat.de/index.php?pressemitteilungen_2014 (10.09.2014).

  • Liebe Eltern und Vereinsmitglieder: Deshalb reichen 8€ Mitgliedsbeitrag NICHT, um einen Verein zu finanzieren

    Beim Crowdfunding geht es vor allem darum, dass eigene Netzwerk als Unterstützer zu gewinnen. Beim Verein sind das die Eltern und die eigenen Vereinsmitglieder. Die Herausforderung: “Wir zahlen doch schon Mitgliedsbeitrag, wieso sollen wir jetzt noch einmal extra Geld hinlegen?” Ein Satz, den wohl jeder Ehrenamtlicher schon einmal gehört hat. Zu hören auch bei folgenden Situationen: Wieso soll ich jetzt noch mein Kind zum Spiel fahren, Kuchen backen, beim Vereinsfest helfen, in der Abteilung mithelfen, mich als Trainer oder Schiedsrichter engagieren?

    Die bittere Wahrheit: Grundsätzlich gibt es eine Minderheit im Verein. Diese engagiert sich ehrenamtlich, hilft mit, gibt Zeit oder/und Geld. Und dann gibt es noch die anderen, die Mehrheit, die trainieren und spielen. Das Ganze in Zahlen: 8,75 Millionen Ehrenamtliche und Helfer geben, 28,7 Millionen Vereinsmitglieder nehmen.

    Deshalb möchten wir ein wenig Aufklärungsarbeit leisten. Liebe Eltern, Spieler, liebe Gesellschaft: Deshalb reichen 8€ Mitgliedsbeitrag im Monat nicht aus, um einen Verein, eine Mannschaft zu finanzieren.

    Aller Anfang ist hierbei die Gemeinnützigkeit. Laut Gemeinnützigkeit soll der Mitgliedsbeitrag im Verein “sozial verträglich” sein. Jeder soll es sich leisten können, Sport im Verein zu treiben, auch wer am Existenzminimum lebt und es sich eigentlich nicht leisten kann.

    Als ich den damaligen Vorstand des Stuttgarter Eishockey-Clubs für meine Bachelorarbeit zum Thema Crowdfunding interviewte antwortete er mir zur Notwendigkeit alternativer Finanzierungsmittel, dass diese deshalb relevant seien, “weil diese die Diskrepanz aus den Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen und den Kosten des Nachwuchses decken.” Wäre der Mitgliedsbeitrag nicht sozial verträglich gestaltet, müsste sich dieser auf 60€, eher mehr, belaufen – im Monat. Andere Finanzierungssäulen wie Sponsoring, Staatliche Zuschüsse, Ticketeinnahmen oder eben Crowdfunding müssen die entstehende Differenz ausgleichen. Fällt der Verein bei Sponsoren durchs Raster und kürzt die Kommune die Zuschüsse bleibt als Finanzierungsmittel fast keine andere Möglichkeit als eben das Geld von Mitgliedern, Freunden, Familien, Fans und Unterstützern einzusammeln.
    Auch ich erhielt während meiner Abteilungsleiter-Zeit immer wieder obige Aussage, insbesondere eine E-Mail einer Mutter hatte mich getroffen. In dieser hatte sie sich über unsere Trainer beschwert (zu Recht) und dann noch folgenden Satz hintergeschoben: “Und Trikots sollten eigentlich in einem Verein wie dem MTV, wo alle Mitglieder Mitglieds-Beiträge plus Extra-Beiträge für die diversen Abteilungen bezahlen, eine Selbstverständlichkeit sein.” Ich brauche nicht zu erwähnen, dass ihre Mitarbeit bei unserer Crowdfunding-Aktion für neue Trikots sich auf das Nötigste belief.
    Um für derartige Kommentare gewappnet zu sein, habe ich euch hier meine Antwort hineinkopiert, gerne zum Übernehmen.

    Auf das Thema Beiträge und Extra-Beiträge (die im Übrigen für die Basketball Abteilung nicht anfallen) möchte ich gerne anhand von Zahlen eingehen.

    8€ Mitgliedsbeitrag im Monat reichen gerade mal, um einen C-Lizenz Trainer für diesen Monat zu bezahlen (Hinweis: C-Lizenz ist fast der niedrigste Trainerschein) und zwar auch nur, wenn bei 2 Trainingseinheiten in der Woche die Mannschaft mindestens 16 Spieler umfasst. Damit erhält ein Trainer 16€ pro Trainingseinheit OHNE Spieltage. Dies bedeutet, dass die Jungs an Wochenenden und zusätzlich für die ganze Organisation drumherum nicht bezahlt werden und diese Aufgaben in ihrer Freizeit übernehmen.

    Von 8€ Mitgliedsbeitrag sind dann noch nicht bezahlt:

    • Trikots (die v.a. in der Jugend auf ominöse Weise immer wieder verschwinden)
    • Bälle (die v.a. in der Jugend in fremden Hallen auf ominöse Weise immer wieder verschwinden und deswegen regelmäßig neu gekauft werden müssen)
    • Miete für Busse (leider sind immer weniger Eltern bereit, ihre Kinder zu Auswärtsspielen zu fahren)
    • Miete Trainings- und Spielhallen
    • mobile Spielanzeigen (2 Stück á 800€ pro Anzeige)
    • Spielberichtsbögen, Vierfarbige Stifte
    • Strafen
    • Spielverlegungsgebühren ( 35€ pro Spielverlegung, normalerweise bis zu 20 Spielverlegungen in der Saison = 700 €)
    • Spielermeldegebühren (8€ pro Jugendspieler bei über 120 jugendl. Mitgliedern = 960€, 14€ bei Seniorenspielern), zzgl. Verbandsumlagen, Schiedsrichterumlagen, Mannschaftsgebühren (ca. 1.000€)
    • neue Linien in der Halle oder neue Bälle, weil der Verband auf die Idee kommt, die Dreierlinie weiter nach hinten zu legen oder Damenbälle kleiner zu machen
    • Rücklagen, die wir bilden, um zukünftig ein JBBL oder NBBL-Team tragen zu können (eine Saison kostet hier i.d.R. bis zu 30.000€)
    • theoretisch anfallende Personalkosten, die durch das Ehrenamt gedeckt werden (der 10-köpfigeVorstand arbeitet im Monat bis zu 20h ehrenamtlich in seiner Freizeit, über Mithilfe von Elternseite freuen wir uns immer :))

    Auch wenn wir diesen Zustand gerne hätten, mit ehrenamtlicher Arbeit können wir für den Preis keine Fullservice Kinderbetreuung anbieten, ohne dass alle mitanpacken, Eltern wie die Spieler selbst, der Vorstand, der Verein, die Kommune. Wir arbeiten ausnahmslos alle im Vollzeitjob, der MTV passiert nachts und am Wochenende.

    Aufgrund unseres schnellen Wachstums freue ich mich deshalb umso mehr, wenn Eltern wie Sie den Trainern Organisationsarbeit abnehmen, weil sie Autos und Fahrer für Auswärtsfahrten zur Verfügung stellen, einen Kuchen backen für unseren Verkauf bei den Heimspielen oder ihre Kinder dazu motivieren, sich als Trainer oder Schiedsrichter zu engagieren. Wir würden uns freuen, wenn Sie auch andere Eltern dazu motivieren könnten, sich hier zu engagieren und uns bei unserer Arbeit zu unterstützen.

    Mit besagter Mutter hatte ich daraufhin ein sehr konstruktives Gespräch, ihr war einfach nicht bewusst, was eigentlich für Kosten bei einem Verein alles anfallen und was für eine Arbeit wir als ehrenamtlicher Vorstand leisten und zwar für Kinder, die nicht unsere eigenen sind.

    Was für Vorurteile habt ihr während eurer Zeit als Trainer/Abteilungsleiter oder Helfer im Verein schon gehört?

  • Für dieses Damen-Basketballteam hatte der FC Bayern München kein Budget übrig.

    Ein Kommentar von Marthe-Victoria Lorenz:

    Der FC Bayern München steht in Deutschland und weltweit wie kein anderer Club für sportlichen Erfolg.

    Auch die Basketballdamen von Bayern München sind erfolgreich. Letzte Saison wurden sie Meister in der Regional Südost und zudem Sieger des Bayernpokals. Dem Aufstieg in die 2.Bundesliga hätte so nichts mehr im Weg gestanden. Hätte, denn: “Da der Fokus beim FC Bayern aber auf dem erfolgreichen Erstliga-Herren-Team liegt, konnte der Aufstieg dort nicht realisiert werden.”

    14_09_29_FCMünchen_(1)

    Die ehemalige Damenbasketball-Mannschaft des FC Bayern München.

    Kostenfaktor der Damen: wahrscheinlich um die 30.000€. Zum Vergleich: Das Budget des Herren-Bundesliga-Teams liegt bei 12 Millionen Euro.
    Nun gehört zu einer Bundesliga-Mannschaft natürlich nicht nur Geld, sondern auch eine gute Jugendarbeit, ein Organisations-Team, das hinter der Mannschaft steht und ein Konzept.

    Auch ich stand vor nicht allzu langer Zeit vor einer nicht vergleichbaren, aber ähnlichen Entscheidung. Damals saß ich als Abteilungsleiterin mit meinem Jugendwart Torsten zusammen, um zu besprechen, wie wir die Basketball-Abteilung in den nächsten fünf bis zehn Jahren voranbringen. Wie schaffen wir es, noch mehr Kinder zu rekrutieren, mehr Gelder einzunehmen, mehr Zuschauer in die Halle zu locken, langfristig vielleicht sogar den Aufstieg in die Pro B (Herren) oder 2.Bundesliga (Damen) zu meistern? Während wir diskutierten, viel uns auf: alle Maßnahmen liefen darauf hinaus, unsere sehr, sehr knappen Ressourcen von Zeit und Geld komplett in die Jungs und unsere Herren 1 zu stecken, den Fokus also auf die Herren  zu legen. Hier gab es die Aussicht auf Zuschauer, auf Einnahmen, auf “Erfolg”. Wirtschaftlich wäre dies die richtige Entscheidung gewesen. Wir haben uns dagegen entschieden.

    Stattdessen arbeiten wir an beiden Seiten gemeinsam weiter. Hatten wir vor drei Jahren genau ein Damenteam so haben wir heute 4 Jugend-Teams. Die erste Damenmannschaft ist in die Regionalliga aufgestiegen und spielt oben mit, diese Saison gründen wir schon die dritte Damenmannschaft. 70% des ehrenamtlichen Vorstandes besteht aus Spielerinnen der Damen 1, 2 und 3. Und andersrum: Herren-Spieler aus der Regionalliga engagieren sich erstmals als Trainer für die ganz kleinen der U11 und U13.

    Warum ist es wichtig, den Frauensport zu stärken?

    Erfolg steht noch für so viel anderes, als für Platz 1 und einen Kontostand. Erfolg steht für Mädchen, die selbstbewusster werden, weil sie physisch stärker werden. Die nicht alleine unterm Korb stehen und abgeben, sondern den Wurf auch mal nehmen und das Spiel entscheiden. Die ohne Angst Körperkontakt aufnehmen und den eigenen Korb verteidigen. Die auch außerhalb der Schule mit anderen Mädchen aus völlig anderen Kulturkreisen und Einkommensschichten gemeinsam spielen und gemeinsam lachen.
    Diese Mädchen aber benötigen Vorbilder, Frauen, die sportlich erfolgreich sind. Frauen, die von der Gesellschaft für ihre Leistung wahrgenommen und wertgeschätzt werden. Genau hierfür ist es wichtig, dass auch Frauen ganz oben mitspielen (dürfen) und wir sie auch dort zeigen.

     

    Ende gut, alles gut.

     

    Die Damenmannschaft von Bayern München ist übrigens komplett und inklusive Trainer zu einem Breitensportverein gewechselt, der mit ihnen trotz der fast aussichtslosen Lage gemeinsam den Aufstieg realisiert hat. Mitgliederzahl des BC Hellenen: 200. “Basketball ist für die Hellenen mehr als nur ein Sport – Basketball heißt Teamfähigkeit, Toleranz, Disziplin und Verantwortungsbewusstsein lernen, leben und weitergeben.”

    14_09_29_FCMünchen_(2)

    Wer mehr erfahren will: Hier ist ein Interview des Trainers (ab Minute 14):
    muenchen.tv
    Es besteht übrigens noch Hoffnung. 2005 noch wurde der Aufstieg der Basketball-Herrenmannschaft aufgrund mangelnden Rückhalts im Hauptverein nicht realisiert. Grund damals: Der Fokus liegt auf der erfolgreichen Fußball-Herrenmannschaft.

  • Diese Olympioniken haben mit Crowdfunding einen Sponsoren gefunden

    Das Sport-Crowdfunding Projekt von Chantal und Julia wurde mit über 6.000€ erfolgreich finanziert. 24 Unterstützer haben den Beachvolleyballerinnen Chantal und Julia bei ihrem Projekt »One step on the road to Rio« geholfen, indem sie sie unterstützt haben.

    Nicht nur das: Durch das Projekt auf fairplaid.org ist ein Sponsor auf die Mädels aufmerksam geworden, der sich gerne weiterhin einbringen will. Wie sie das geschafft haben und wie es bei den über fairplaid finanzierten Turnieren war,  erzählt Projektstarterin Chantal im Interview.

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    „Die beiden Turnieren hätten besser laufen können – aber trotzdem war es wichtig für uns daran teilzunehmen. Durch unsere insgesamt gute Saisonleistung hat uns der Verband im Nachhinein noch weitere Grand Slams zugesichert, die wir dann noch spielen durften (und dürfen). Hat sich also alles ziemlich gelohnt :), wir konnten sehr gut punkten und an anderen deutschen Teams vorbei ziehen.

    Momentan sind wir also durch diese Saison viert bestes deutsches Team und somit in einer super Ausgangslage für die kommende und noch laufende Saison! Der “one step on the road to Rio” (Titel des Crowdfunding-Projekts) hat also erfolgreich stattgefunden :)!!

    Wir haben während unseres Projektes vor allem in unserem Freundes- und Bekanntenkreis auf das Projekt aufmerksam gemacht. Durch fairplaid hat sich sogar jemand bei uns gemeldet, der auch in der kommenden Saison noch größer “bei uns einsteigen” will. Das hätten wir nicht erwartet! Vielen Dank dafür und liebe Grüße!“

     

     

     

     

     

     

     

     

    Hier geht es zur Projektseite: https://www.fairplaid.org/beachvolleyball-osp-stuttgart

  • Mit Crowdfunding zur Pole Dance-WM nach London

    Was fand im Sommer 2014 für eine WM in London statt? Die World Pole Sports Championships 2014 – und das deutsche Team Nikola Apel & Diana Hoffman sind dabei gewesen.

    Gero hatte für die Unterstützung des deutschen Doubles ein Crowdfunding Projekt gestartert und erfolgreich über 2.000€ gesammelt.

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    Credits: Sarah Vogel Photography, London 2014

    Wie haben Gero gefragt, was er alles gemacht hat, um sein Projekt zu bewerben:

    Wir haben sämtliche Freunde per Email angeschrieben und in persönlichen Gesprächen geworben. Zudem Facebook genutzt indem wir das Projekt an die Chronik von Freunden gepostet haben. Zusätzlich haben wir an Flixbus-Haltestellen Flyer verteilt, auf denen wir einen QR-Code zum Projekt gedruckt hatten. Außerdem habe ich die lokale Presse informiert, die sich leider kaum für das Event interessierte.

    Und für was werden die gesammelten Gelder genutzt?

    Sobald das Geld bei uns eingegangen ist, werden damit alle Ausgaben der Athletinnen, die in Zusammenhang mit der WM stehen, finanziert. Also Transport, Übernachtung und Verpflegung vor Ort, sowie die Herstellung der Kostüme und die Teilnahme an speziellen Akrobatik-Workshops im Vorlauf. Der Überschuss wird getrennt an die Athletinnen überwiesen. Er wird als zweckgebundene Prämie ausbezahlt und darf nur für Sportklamotten/Pole-Workshops etc verwendet werden.

    Kannst Du uns noch was von der WM in London erzählen?

    Bei der WM war es super. Zwar reichte es dank der Nervosität und den daraus resultierenden Patzern nicht für einen möglichen Platz im Mittelfeld, sondern “nur” für Platz 24 von 30, aber allein die Teilnahme an einer WM war die Reise schon wert. Vor internationalem Publikum sich mit den besten der Welt auf einer Bühne zu messen – ein unbeschreibliches Erlebnis. Adrenalin pur! Sowohl für die Athletinnen als auch für die mitgereisten Fans. Zudem die Möglichkeit internationale Kontakte zu knüpfen, wirklich einmalig.

    Alle Unterstützer erhalten in den nächsten Tagen eine Dank-Email mit Fotos von der WM und einem speziellen DANKE-Foto.

    Dank Dir Gero, für Deine Antworten.

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    Und hier gibt es den Auftritt von Nikola und Diana:

  • Die 5 kuriosesten Crowdfunding-WM-Projekte von Sportarten, von denen du noch nie gehört hast

    Bei fairplaid werden wir eigentlich kontinuierlich mit Projekten von Sportarten überrascht, die wir noch nie in unserem Leben vorher gehört haben.

    Wir haben  euch hier einmal die 5 kuriosesten WM-Fahrten zusammengefasst, die je auf fairplaid gestartet wurden.


    Fahrt zur WM für die Unterwasserhockey-Damennationalmannschaft

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    Eines unserer ersten Projekte, die Mädels vom Unterwasserhockey München e.V. Noch bevor die Plattform online war, haben sie ihr Projekt bei uns eingereicht und auch als eine der ersten fulminant finanziert. “Wir waren selbst überrascht, von wie vielen Menschen wir hierbei unterstützt wurden.”

    Hier geht’s zum Crowdfunding-Projekt:
    fairplaid.org/uwh-wm2013

    Hier seht ihr wie es aussieht:
    Youtube-Video

    WM-Fahrt zur Heißluftballon-WM in Brasilien

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    Ja richtig, in Brasilien fand dieses Jahr noch eine andere Weltmeisterschaft statt. Denn als die Jungs vom DFB-Team die Bolognese mit Helene Fischer tanzten, war David Strasmann mit seinem Team schon unterwegs nach Rio – mitsamt Heißluftballon. Hier kämpften mehr als 58 Teams um den Titel.

    Hier geht’s zum Crowdfunding-Projekt inklusive Video:
    fairplaid.org/worldshotair

     

    Mission Einrad-Weltmeisterschaft 2014

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    Leider nicht ganz erfolgreich, aber dafür kurios, die Einrad-Mädels aus Kornwestheim.

    Leider haben die Mädels kein Video, aber dafür haben wir bei Youtube eine Flashdance-Choreografie entdeckt:
    youtube.com/watch?v=qjvNDbTqI7M

    Hier geht’s zum Crowdfunding-Projekt:
    fairplaid.org/unicon17

    World Pole Sports Championship

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    Eigentlich kennt man Poledancing nur von der Reeperbahn, aber Diana Hoffmann & Nikola Apel zeigen, dass es durchaus ein Sport ist… und wie aussieht ein ziemlich anstrengender. Aber seht selbst.

    Hier geht’s zum Crowdfunding-Projekt:
    fairplaid.org/polesports

    E-Hockey-Nationalmannschaft

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    Ok wir gestehen, keine WM-Fahrt. Aber David wollte diesen neuen E-Hockey-Rollstuhl um endlich in der Nationalmannschaft mithalten zu können. Wers ausgeschrieben mag und sich die Zunge brechen mag dann hier die Bezeichnung der Sportart: Elektro-Rollstuhlhockey. 4.000€ konnte er über fairplaid als Zuschuss erhalten.

    Hier geht’s zum Crowdfunding-Projekt:
    fairplaid.org/e-hockey-sportrollstuhl

  • Pascal Roller: „Crowdfunding bietet einen tollen Ansatz“

    In unserer Rubrik 3-Fragen-an freuen wir uns riesig, dass Marthe Pascal Roller interviewen durfte!

    Das hat ihr Basketball-Herz gleich viel höher schlagen lassen …

    Zur Person Pascal Roller:

    Ob an der Seite von Dirk Nowitzki in der Nationalmannschaft oder als Kapitän der Deutsche Bank Skyliners – Pascal Roller hat das Gesicht des deutschen Basketballs geprägt. Zu seinen größten sportlichen Erfolgen zählen der Vize-Europameistertitel 2005, der Gewinn der deutschen Meisterschaft 2004 und der Pokalsieg im Jahr 2000. Neben dem Parkett unterstützt Pascal Roller zahlreiche soziale Projekte und setzt sich aktiv für die Förderung von Kindern und Jugendlichen ein. (Quelle: pascal-roller.de)

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    Bild: Marthe und Pascal bei der Rollstuhl-Basketball-EM in Frankfurt (06/2013)

    Jetzt geht es aber los …

    Marthe: Hallo Pascal, Du wurdest zu Deutschlands sympathischstem
    Basketballer gewählt, hast mit Dirk Nowitzki in der Nationalmannschaft
    gespielt, 2002 Bronze bei der WM, 2005 Silber bei der EM. Wie sieht Dein Leben nach der Sportkarriere aus? Was machst Du momentan?

    Pascal: Hallo Marthe! Nach fast 20 Jahren täglichen Trainings wollte ich erst einmal etwas Abstand vom typischen Sportleralltag, sprich jeden Tag in der Halle zu stehen, bekommen. Jedoch war mir auch schnell klar, dass ich vorerst weiter im Sport verankert bleiben wollte. Deshalb hatte ich mich für einen Einstieg bei einer Sportmarketingagentur (Team Feldmann, Frankfurt) entschieden, wo ich die Abläufe des Profisports mal aus einer anderen Perspektive kennenlernen konnte. Nach kurzer Zeit kam mit die Idee, dieses neu dazu gewonnene Netzwerk und mein Know-how dazu zu nutzen, ein Basketball-Projekt in Hamburg zu initiieren. Seit 2012 versuche ich nun mit Partnern dort eine Bundesliga Basketballmannschaft unter dem Namen Hamburg Towers zu implementieren. Parallel dazu arbeite ich noch etwas für Sport1 als Sport-Experte und last but not least werde ich öfter mal als Redner zu Themen wie Team, Motivation oder leadership gebucht. Du siehst, es wird mir nicht unbedingt langweilig.

    Marthe: Als junger, talentierter Spieler, wie hast Du es in die
    Bundesliga geschafft? Wie wurdest Du unterstützt, was sind Deiner
    Meinung nach Faktoren, die Dich vorangebracht und zum Erfolg geführt haben?

    Pascal: Über allem standen sicherlich meine Eltern, die mich immer haben wissen lassen, dass sie mich bedingungslos unterstützen. Das hat es mir leicht gemacht, fast alle meine Entscheidungen guten Gewissens selber zu fällen. Außerdem hatte ich einen exzellenten ersten Coach, der mir die Grundtugenden des Sports (Disziplin, Motivation usw.) und die Liebe zum Basketball vermitteln konnte. Dabei kam aber vor allem der Spaß nie zu kurz. Deswegen ist er mir stets leicht gefallen, sehr viel zu investieren und an einem gewissen Punkt hat genau dieses extra-investment sicherlich den Unterschied zu anderen Spielern ausgemacht und es mir ermöglicht, sehr erfolgreich zu spielen.

    Marthe: Als wir uns bei der Rollstuhlbasketball-EM getroffen haben
    meintest Du, dass Du sogar für euer Hamburg-Projekt schon an
    Crowdfunding gedacht hast. Was empfindest Du bei dem Thema als besonders spannend?

    Pascal: Aus meiner Sicht ist es bei einem non-profit Business, wie es fast alle Sportclubs/Sportarten in Deutschland eben sind, besonders wichtig ein Involvement des Umfeldes (Kommune, Partner, Fans usw.) hinzubekommen. Damit schafft man meiner Meinung nach am ehesten die Möglichkeit eine Identifikation und Nachhaltigkeit herzustellen. Crowdfunding bietet dazu sicherlich einen tollen Ansatz und speziell bei unserem Projekt in Hamburg könnten wir damit diesem Umfeld eine Gelegenheit bieten, ein Teil unserer Entstehungsgeschichte zu werden – quasi so etwas wie Mit(be)gründer der Towers. Sobald wir eine Lizenz bekommen sollten, werden wir einen solchen Schritt ernsthaft in Erwägung ziehen – den Kontakt zu einer geeigneten Plattform habe ich ja nun schon.

    Vielen Dank Pascal, dass Du Dir Zeit genommen hast meine Fragen zu beantworten!

  • Sven Knipphals: „Crowdfunding steht und fällt mit der Aufmerksamkeit.“

    Wir möchten euch und uns die Gelegenheit geben, in das Leben der deutschen Sportler einen Blick zu werfen, seien es Spitzensportler oder Amateure.

    Zum Start haben wir uns aber gleich einen Kracher ausgesucht: Deutscher Vizemeister (200m) und Vierter der Weltmeisterschaften in der 4x100m-Staffel Sven Knipphals.

    Für Aufsehen sorgte er im Dezember 2013 als er öffentlich verkündete, dass trotz großer Erfolge ohne Dopings sich kein Ausrüster dazu hinreißen ließ, ihn zu unterstützen – mit 500€ im Monat. Es entstand eine heiße Diskussion mit mehr als 14.000 Likes, 800 Kommentaren und 2.200 Shares (siehe facebook-Post unten).

    Wer Sven noch nicht kennt:

    Geboren 1985 begann er im Alter von sieben Jahren mit der Leichtathletik. Die Karriere begann aber erst mit 16 Jahren, als ihn sein jetziger Trainer Werner Morawietz unter seine Fittiche nahm. Im Jahr 2009 stand Sven bereits im Finale der Deutschen Meisterschaft und lief Niedersachenrekord (10,34 Sekunden auf 100 Metern). 2013 folgte sein bisher erfolgreichste Saison mit persönlicher Bestzeit 10,20 Sekunden (100m), Deutscher Vizemeister (200m), Vize-Team-Europameister und Vierter bei der Weltmeisterschaft mit der 4 x 100m-Staffel. Das große Ziel: die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro 2016. Neben der Sportkarriere praktiziert er beruflich als Chiropractor in Leipzig in der Praxis von Timo Kaschel.

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    fairplaid: Hallo Sven, Du bist Niedersachsens Leichtathlet des Jahres, 2013 WM-Vierter geworden. Wie müssen wir uns das Leben eines deutschen Spitzensportlers vorstellen? Kannst Du uns einen kleinen Einblick in Deinen Alltag geben, wie kam es zu deinen Erfolgen?

    Sven: Bei mir hat sich in letzter Zeit einiges verändert. Ich habe im Sommer 2013 mein Studium mit dem Master of Chiropractic abgeschlossen. Seit September arbeite ich ca. 20 Stunden die Woche in Leipzig in einer Chiropractic Praxis.

    Während meines Studiums musste ich viel zwischen Deutschland und England hin und her fliegen und hatte keine wirklich guten Trainingsbedingungen und habe nur nach dem Plan eines Trainers trainiert. Wir haben regelmäßig geskypet und das hat gut funktioniert. Dass ich so erfolgreich geworden bin, liegt denke ich an 3 Dingen: Erstens liebe ich es zu trainieren und bin sehr ehrgeizig. Zweitens habe ich mit Werner Morawietz einen Trainer der auf mich eingeht und fachlich sehr kompetent ist. Drittens habe ich durch mein Studium viel über den Körper gelernt und weiß wie ich Überbelastungen frühzeitig aus dem Weg gehe.

    Jetzt lebe ich in Leipzig, bekomme weiter meine Pläne vom Wolfsburger Trainer und trainiere vor Ort mit dem Bundestrainer. Die Kombination funktioniert bisher sehr gut. Auch der Spagat zwischen Training und Arbeit läuft gut, was aber definitiv auch meinem sehr entspannten Chef anzukreiden ist.

    fairplaid: Trotz Deiner harten Arbeit, Deiner Erfolge und sicher auch Deines Vorbildsstatus konntest Du Anfang Dezember keinen Ausrüstervertrag abschließen. Was denkst Du sind die Probleme beim Sponsoring, die Dich und viele andere Spitzensportler hierbei treffen?


    Sven:
    Ich denke das Hauptproblem ist, dass wir zu schlecht vermarktet werden. Die Leistung stimmt und wenn man in der Bild ließt dass irgend einem Bayern Spieler  im Training auf den Fuss getreten wurde kann das nicht interessanter sein als ein Wettkampf von uns. Ich finde im Bezug auf Vermarktung gibt es noch sehr viel Potential. Deshalb lasse ich mich seit Januar auch von Ingo Bartels von Talententdecker vermarkten um einfach attraktiver für Sponsoren zu sein. Das große Problem ist auch das heute von Sportlern zu viel erwartet wird. Man soll sich optimal auf die Zukunft vorbereiten (Studium) und parallel irgendwie Weltklasse sein und sich dann auch noch um Geld etc. kümmern. Wenn man dann einen Freund oder Freundin hat oder vielleicht noch ein Kind, bleibt etwas auf der Strecke. Die Staatlichen Unterstützungen sind auch viel zu klein, denn es fließt kein Geld direkt an den Sportler. Es wird in der Politik immer über Breitensportförderung geredet aber der Breitensport entwickelt sich aus dem Leistungssport und umgekehrt, aber nur Höchstleistungen inspirieren.

    fairplaid: Nachdem Du in facebook öffentlich auf Deine Situation aufmerksam gemacht hast kamen viele Kommentare, ob Crowdfunding nicht eine Alternative wäre. Was sind aus Deiner Sicht Vorteile, aber auch Herausforderungen für Einzelsportler beim Crowdfunding? Was müsste passieren, damit Crowdfunding zukunftsträchtig für die deutschen Sportler ein Thema wird?


    Sven:
    Crowdfunding  ist eine Super Idee, aber hat 2 große Nachteile. Einmal steht und fällt das Projekt mit der Aufmerksamkeit die für das jeweilige Projekt generiert werden kann. Die “Randsportarten” haben leider eh ein Aufmerksamkeitsproblem, da beißt sich der Fuchs in den Schwanz. Das andere Probleme, dass ich bei Crowdfunding sehe ist das einmalige Projekt. In der Leichtathletik trainiert man in Olympiaden also in 4 Jahren, das heißt ich brauch eine klare Finanzierung für 4 Jahre um mich gezielt auf den Sport zu konzentrieren.

    Nichts desto trotz halte ich Crowdfunding für eine große Chance und für die Zukunft sehr interessant.

    fairplaid: Sven, vielen Dank für Deine Einblicke!
    Ihr wollt Svens Werdegang verfolgen? Hier geht es zu seiner facebook-Seite.

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    ▶ Interview Sven Knipphals [8:05 Min]