5 Gründe, wieso du beim Finanzierungsziel GROSS denken solltest

Geschrieben von Leo Stamelos

31 Jan 2022

Viele Projektstartende haben Angst davor, groß zu denken und geben lieber eine kleinere Zielsumme an. Oft fehlt es hier am Wissen, was möglich ist, oder wie selbst große Summen zu stemmen sind.

Verständlich. Schließlich ist es schwer einzuschätzen, was realistisch ist!

Wir haben euch deshalb 5 Gründe herausgesucht, wieso euer Ziel lieber größer, als kleiner sein sollte.

1. Crowdfunding als Marketing-Kampagne 
2. Weniger Aufwand für mehr Ertrag: Crowdfunding als große, einmalige Gelegenheit pro Jahr
3. Ohne Moos nix los: Förderer unterstützen lieber Projekte, die eine große und nachhaltige Wirkung haben
4. Große Ziele erzeugen mehr Aufmerksamkeit und damit größere Summen
5. Sobald das Ziel erreicht wurde, lässt die Dynamik nach

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1. Crowdfunding als Marketing-Kampagne 

Du kannst dein Crowdfunding-Projekt gezielt nutzen, um deinen Verein, eine Mannschaft oder auch eine neue Sparte zu bewerben. Dafür ist es natürlich hilfreich, dir im Vorfeld schon Gedanken über die relevante Zielgruppe zu machen und diese während der Laufzeit dann ganz gezielt anzusprechen. Allerdings hilft es nicht mit einer zu niedrigen Zielsumme an die Leute heranzutreten, da sich das Projekt dann eher im (zu) kleinen Vereinskosmos bewegt und sich potentielle Interessenten nicht direkt involvieren. Eine höhere Zielsumme weckt die Aufmerksamkeit der Leute also schneller. Mit einer durchdachten Ansprache kannst du neben der Finanzierung auch noch weitere Ziele, wie z.B. eine höhere Auslastung der Anlage, neue Mitglieder für eine bestimmte Sportart oder die Akquise neuer Sponsoren, vorantreiben.

Zudem können auch mehr Effekte eintreten, je größer das Projekt ist, da die kommunikative Wirkung natürlich entsprechend steigt und so die Aufmerksamkeit und Bekanntheit steigen.

Nutze eine fairplaid Kampagne also als eine große Marketing-Kampagne, für die du auch noch bezahlt wirst. Oder wie es Projektstarter Sebastian Züfle ausdrückt: “Auf jeden Fall waren wir in aller Munde und die Sportart Badminton und insbesondere AirBadminton ist sehr ins Gespräch gekommen!” 

2. Weniger Aufwand für mehr Ertrag: Crowdfunding als große, einmalige Gelegenheit pro Jahr

Bei Startup-Unternehmen hört man häufig von Finanzierungsrunden. Hier definieren die Gründer den nächsten Meilenstein und wie viel Geld sie benötigen, um diesen Meilenstein zu erreichen. Dann gehen diese auf Investorensuche. Da die Geldgebersuche an sich schon Zeit in Anspruch nimmt, wird der Meilenstein meist so geplant, dass das Geld für 1-2 Jahre auf jeden Fall ausreicht. Dies schafft Planbarkeit und Klarheit für das Unternehmen – aber auch für die Investoren.

Nicht anders ist es auch bei deinem fairplaid Projekt für deinen Verein oder deine Sportler:innenkarriere. Bei der Durchführung einzelner kleiner Kampagnen 

  • müsste das Fundament jedes Mal von Neuem aufgesetzt werden. 
  • erscheint das dauernde Aktivieren des Unterstützer:innenumfeldes planlos und unprofessionell. 

Mit einer ambitionierten Zielsumme hingegen, kannst du den Verein zusammenholen und alle an einem Strang ziehen lassen. So steigt neben der Liquidität zusätzlich noch das Gemeinschaftsgefühl und das spricht sich rum.

Rolf Börcher vom TC Herten e.V. sagt, sie hätten “etliche Neuzugänge – Jüngere und Familien mit Kindern, die auch darauf warten unseren neuen Beach Tennis-/Volleyballplatz nutzen zu können”.

Im Idealfall startest du also 1x im Jahr eine Crowdfunding-Kampagne und zwar so, dass das Geld ausreicht, um das Jahr zu meistern.

Helfen kann dabei der Grundsatz: Finanziere die Mission (den Meilenstein), nicht die Maßnahme (oder auch: finanziere nicht, was du kaufen willst, sondern, was du erreichen willst).
Bsp.: Ein Trikotsatz für 500€ hat eine kurzfristige Wirkung, ein Projekt für die Mission Aufstieg, inkl. Trikots, Equipment, Trainingscamp, etc. ist nachhaltiger und zeugt von Weitsicht.

3. Ohne Moos nix los: Förderer unterstützen lieber Projekte, die eine große und nachhaltige Wirkung haben

In einem Feedback an uns schrieb Sebastian Mahr an zukünftige Projektstarter:innen: “Nicht zu konservativ planen. Ich habe mich gefragt, ob es überhaupt Leute gibt, die mich unterstützen und habe nur 5.000 € veranschlagt. Hätte ich es gewusst, wäre ich höher gegangen, auch wenn ich am Ende 8.400 € hatte. Sport ist teuer, von daher ehrlich sagen, was man braucht.” Weitere Tipps von Sebastian Mahr gibt es hier.

Ein ambitioniertes und selbstbewusstes Ziel zeigt: Wir haben hier Großes vor UND wir glauben auch daran, unser Ziel zu erreichen und umzusetzen. Ein Vertrauenszeichen für Geldgeber, sowie in euch und den Verein. Denn wer fördert, möchte, dass für das Investment auch ein größtmöglicher Return on Investment zurückkommt. In diesem Fall also z.B. indem der Verein sportlich sehr erfolgreich ist, eine entsprechend gute Jugendarbeit aufgesetzt wird usw..

Größere Projekte zeugen also von einer höheren Professionalität und lassen diese durch die Unterstützung neuer Sponsoren und Partner gleichzeitig steigen. Diese Professionalität tritt am ehesten ein, je mehr du dich mit der Vorbereitung des Projekts beschäftigst und spiegelt sich zum Beispiel in der Verteilung von Verantwortungen und dem erstellen eines einheitlichen Designs oder Sponsorenmappen wieder.

Außerdem wird auch euer Selbstbewusstsein und eure Motivation einen gehörigen Boost bekommen, wie Rolf Börcherer bestätigt: “Das ganze positive Erlebnis hat zu einer Art Aufbruchstimmung und neuem Selbstvertrauen, auch im Vorstand, geführt. Neue Herausforderung rund um unser Projekt werden mit mehr Elan und Zuversicht angegangen.”

4. Große Ziele erzeugen mehr Aufmerksamkeit und damit größere Summen

Du erhältst Geld auf Grundlage der Aufmerksamkeit, die du erzeugen kannst, NICHT auf der Grundlage, wie lange zum Beispiel die Kampagne läuft.

Sprich: Je mehr Menschen von deinem fairplaid Projekt erfahren, desto mehr Unterstützer:innen erhältst du. Das schaffst du vor allem dann, wenn dein fairplaid-Projekt in den Medien und auf Social Media geteilt wird. Größere Projekte erzeugen an sich schon mehr Aufmerksamkeit, da

  • die Vorbereitung auf eurer Seite als Projektstarter dann schon entsprechend besser ist, weil das Risiko und damit der Druck höher ist.
  • große Summen viele Unterstützer benötigen und damit z.B. für Presse an sich schon interessanter sind.
  • große Unternehmen meist auch nur große Summen ausgeben. Eure Chancen also bei Sponsoren auch große Summen zu erhalten steigen.

Hinzu kommt, dass die Durchschnittssumme pro Unterstützung bei größeren Projektsummen steigt (siehe auch Crowdfunding-Monitor 2018). Sprich, bei größeren Summen erhältst du ohne Mehraufwand an sich schon mehr Geld, einfach weil deine Summe nach außen höher erscheint und die Menschen dann auch von sich aus mehr beisteuern. 

5. Sobald das Ziel erreicht wurde, lässt die Dynamik nach

Sobald das Ziel erreicht wurde, sehen viele Unterstützer:innen keinen Grund mehr, noch tätig zu werden. Sie klicken auf die Projektseite und brechen im schlimmsten Fall wieder ab. Dies bedeutet: du hast sprichwörtlich Geld verloren.

Jan Diringer zeigt das in folgendem Video sehr gut: Wie den Unterstützern jetzt zeigen, dass man statt den wie anfangs angegebenen 3.333 € eigentlich über 5.000 € benötigte? Nur weil man sich anfangs nicht traute, mehr anzugeben? Es entstand ein Kommunikationsproblem und damit auch mehr Aufwand in der Verbreitung der Kampagne. Keiner kann sagen, wie viele Unterstützer den Handballern dadurch verloren gingen, weil sie sich nicht trauten, mit der “wahren” Summe anzutreten. Ist die Zielsumme allerdings von Beginn an höher, kannst du deine Crowd mehr in das Projekt integrieren und es zu einem Gemeinschaftsprojekt machen. Am Ende fiebert deine Crowd mit, als wäre es ihr eigenes Projekt und je mehr schon erreicht wurde, desto wichtiger wird es, das Projekt dann auch über die Ziellinie zu bringen!

Diese Vereine und Athleten haben auch Großes geschafft

💪 Wenn die das können, kannst du das auch!

Zusammenfassung und Vorteile:

  • Klarheit, Sicherheit und Planbarkeit für einen großen Zeitraum (z.B. ein Jahr), und nicht nur für ein einzelnes Trainingslager/Turnier/Trikotsatz.
  • Einmal Aufwand, aber höherer Ertrag, als wenn einzelne Maßnahmen jeweils von Neuem durchgeführt werden müssen
  • Höhere Aufmerksamkeit, die erzeugt wird – Stichwort “bezahltes Marketing”

Immer mehr Vereine, Mannschaften und Sportler:innen finanzieren Projekte über Sportcrowdfunding.

FAIRPLAID SPORTS ist Deutschlands größte Sportcrowdfunding-Plattform. In unserem kostenlosen Online-Seminar zeigen wir, wie es funktioniert, welche zusätzlichen Förderungen es aktuell bei uns gibt und wie man diese nutzen kann.

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