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1. CfB Köln: Karnevalskostüme und freie Oberkörper

Max Martens | 6. Juli 2020

Erfolg auf ganzer Linie: der 1. CfB Köln hat die Saison und sein Crowdfunding erfolgreich abgeschlossen.

Premiere in Köln: Zum ersten Mal steigt ein Badmintonverein aus der Domstadt in die 2. Bundesliga auf. Am vorletzten Spieltag machte der 1. CfB Köln die Meisterschaft in der Regionalliga West perfekt. Bevor das Team jedoch in die neue Saison starten kann, müssen noch ein paar Hürden genommen werden.

Zum einen muss der Verein eine neue Heimspielstätte finden. Die aktuelle Sporthalle genügt den Anforderungen für die 2. Bundesliga nicht. Außerdem muss der Saisonetat aufgestockt und für den Spieltagsbetrieb neues Equipment und neue Technik gekauft werden. Der 1. CfB Köln möchte schließlich “der Badmintonverein mit den geilsten Vereinspartys, den besten Mannschaftsfahrten und den meisten und lautesten Fans der Liga sein!” So schreibt es Projektstarter Matthias Thiele auf der Crowdfunding-Seite. Denn um ihre Ziele zu verwirklichen, startete das Team ein Sportcrowdfunding bei der Toyota-Crowd. 7.000€ wollten die kölsche Mädche un Junge sammeln.

Projektverlauf

Wenn der 1. CfB Köln für eines berühmt ist, dann für seine Atmosphäre bei den Heimspielen im “Hexenkessel”. Auch wenn der Spielort ein neuer sein wird, die Stimmung war bereits bundesligatauglich. “In wenigen anderen Hallen wird so ein Stimmungsfeuerwerk abgefackelt wie bei uns”, sagt Thiele. Die Vision des Vereins ist es, zu einer kölschen Version des 1. FC St. Pauli im Badminton zu werden. Mit einem entsprechenden Selbstverständnis ging die Truppe ihr Crowdfunding an.

Viele der Prämien mussten sich nicht hinter der gelebten Leichtigkeit verstecken. Jedes Teammitglied war für personalisierte Angebote zu haben. So konnte man zum Beispiel gegen eine kleine Spenden mehrere Karnevalsoutfits bestimmen. Ein gemeinsamer Spieleabend oder ein Abendessen mit dem gesamten Team waren ebenfalls zu erwerben. Wer es sportlich angehen wollte, hatte die Möglichkeit, sich ein Individualtraining mit einem selbstgewählten Teammitglied zu sichern. Wer nur etwas fürs Auge haben wollte, konnte sich ein Oben-Ohne-Video vom CfB-Spieler Jan Thiele schicken lassen. Den durchtrainierten Oberkörper bekommt man laut Prämienbeschreibung leider viel zu selten zu Gesicht. Natürlich gab es zusätzlich klassische Sportlerprämien wie Trikots und Sponsorenpakete im Angebot. Die Trikotflächen auf Ärmel und Brust waren am Ende verkauft.

“Das größte Badmintonspektakel, dass Köln je gesehen hat”

Wer es schafft, bei Badminton-Regionalliga-Heimspielen um die 100 Zuschauer in die Hallen zu locken, die dann auch noch mächtig Stimmung machen, der kann auf eine gut besetzte Basis zählen. Auf den Social Media-Kanälen wurden die Follower in den letzten Tagen vor dem Start bereits auf das Sportcrowdfunding-Projekt heiß gemacht. So kamen schon am ersten Tag über 50% der Zielsumme zusammen. Während der Kampagne teilte der Verein viel in der Instagram-Story und animierte seine Fans zur Unterstützung. Auch die Einlösung der “Sologesang Kölsches Lied”-Prämie war dort zu sehen. Mit Kölschem Witz wusste der CfB zu unterhalten und erreichte so vor Ablauf der Zeit sein Ziel von 7.000€.

Insgesamt 110 Unterstützer sorgten letztendlich dafür, dass 7.652,77€ in die Kasse des 1. CfB Köln flossen. 1.180€ davon kamen aus dem Toyota-Fördertopf. Das Geld wird nun dafür genutzt, um die gestiegenen Reisekosten zu stemmen, den Hallenumzug und die neue Infrastruktur zu finanzieren sowie “die Saisoneröffnung 2020/21 zu dem größten Badmintonspektakel zu machen, das Köln je gesehen hat!!!” An zu wenig Motivation wird das ausgerufene Ziel Klassenerhalt sicherlich nicht scheitern.

 

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Was du vom Projekt des 1. CfB Köln für deine nächste Crowdfunding-Aktion lernen kannst:

  • Eine gute Team-Chemie kann ein absoluter Erfolgsgarant sein.
  • Beziehe alle Teammitglieder in die Prämienangebote mit ein. Persönliche Angebote können ansprechender sein als Sachprämien.
  • Präsentiere dein Team so wie es ist! Authentizität schafft Vertrauen.

 

Autor: Max Martens

Max Martens ist Mitbegründer des Magazin des unpopulären Sports. Max schreibt als Redakteur für das fairplaid-Magazin über erfolgreiche Sportcrowdfunding-Aktionen und nimmt auch die unbekannten Sportarten in seine redaktionelle Arbeit bei fairplaid mit auf. In seinem Leben hat er schon viele Sportarten ausprobiert. Keine hat ihn wirklich lange gefesselt. Aber dann lernte er Quidditch kennen und ist diesem Sport sofort verfallen. Seit 2016 spielt er bei den SCC Berlin Bluecaps.


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