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  • Was ist Sport-Crowdfunding?
  • Wie kann ich Crowdfunding zur Finanzierung sinnvoll einsetzen?
  • Was muss ich beim Gestalten eines Crowdfunding-Projektes beachten?

Das Prämienmodell im Crowdfunding – wie Du es am Besten nutzt

Dagmar Erhardt | 19. Juli 2016

Es ist eins der drei Prinzipien des Crowdfundings: Neben dem „Viele geben wenig“ und dem „Alles-oder-Nichts“-Prinzip steht Crowdfunding auch auf der Säule des Gebens und Nehmens. Viele erachten die Erstellung aufwändiger Prämien als Zeitverschwendung und setzen allein auf den Zweck ihres Sammelns. Das mag in einigen Fällen funktionieren, vor Allem, wenn der Unterstützerkreis aus dem Bekanntenkreis besteht. Ist die Kampagne jedoch ein wenig größer angelegt und muss einen größeren Kreis an Menschen erreichen, kann man sich nicht mehr allein auf das Ziel des Projektes verlassen. Potenzielle Unterstützer haben keine emotionale Bindung zum Projektstarter – ihnen muss ein Gegenwert geboten werden.

 

Die Macht der Prämien

 

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Die Macht der Prämien sollte gerade bei Fans nicht unterschätzt werden. Denn auch wenn diese Leute wahrscheinlich sowieso etwas für ihren Verein oder ihr Idol geben würden, lässt sich die Summe mit Prämien erhöhen. Ein schönes Beispiel sind die Hamburg Freezers, die ein „Retter-Trikot“ für 150€ anboten, das von beinahe jedem der über 3000 Unterstützer ausgewählt wurde, teilweise mehrfach. Der psychologische Hintergrund ist schlicht: Die Motivation besteht wohl vor Allem darin, Teil einer Bewegung zu sein und das bei Erfolg auch im Nachhinein stolz kommunizieren zu können. Diesen Hintergrund gilt es ganz bewusst zu nutzen und vor Allem nicht außen vor zu lassen. Unterstützer wollen eingebunden werden. Dafür ist nicht nur kontinuierliche Kommunikation wichtig, die in erster Linie der Transparenz dient, sondern auch das Ansprechen der emotionalen Ebene, zum Beispiel durch genau solche Prämien. Letztendlich sind es die Emotionen, die die meisten Unterstützer zu solchen werden lassen.

Das gilt nicht nur für derart große Projekte. Auch wenn ein heroisches „Retter-Trikot“ bei den meisten Projekten unpassend ist: Es gibt unendlich viele Möglichkeiten. Dabei gilt der Grundsatz: Je sympathischer, desto besser. Ob es die Essens-Flatrate ist oder ein VIP-Platz beim nächsten Heimspiel. Auch die potenziellen Unterstützer einfach mal zu fragen, woran sie Interesse hätten, ist sicher sinnvoll. Der Football-Club Berlin Adler ließ beispielsweise mit reger Beteiligung für das Logo-Design auf Twitter abstimmen. Hier findest Du Inspirationen für Prämien.Unbenannt-2Unbenannt-4Unbenannt-1

 


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Das Interesse aufrecht erhalten

 

Auch die Kommunikation der Prämien ist wichtig: Bei dem Projekt der Icefighters Leipzig wurde das hervorragend umgesetzt. Immer wieder neue Prämien, die gut beworben wurden, regten immer wieder neue Wellen von Unterstützungen an. So wird einem Abebben des Interesses effektiv vorgebeugt.
Für die Bewerbung der Prämien bietet sich social media an – Screenshots beispielsweise oder einfache Posts mit Link zum Projekt.

Prämien sind also alles andere als Zeitverschwendung. Sie animieren Unentschlossene, erschaffen unter Umständen ein Zugehörigkeitsgefühl, können die Summe der Unterstützung erhöhen und sammeln je nachdem Sympathiepunkte für den Projektstarter.

 

In 3 Schritten zum erfolgreichen Prämienplan

 

  1. Überlege Dir (falls Ihr ein Team seid, natürlich gemeinsam) vorher gut, welche Prämien Du anbieten möchtest. Ganz wichtig: Frag potenzielle Unterstützer, woran sie Interesse hätten! Nutze social media schon VOR der Kampagne. Vielleicht unterstützt Dich/Euch ja auch eine lokale Firma? Nachfragen kostet nichts.
  2. Stelle Deine Prämien vor Aktivierung des Projektes ein. Nach der Aktivierung können sie nicht mehr bearbeitet werden!
  3. Plane die Kommunikation und bewerbe in regelmäßigen Abständen neue Prämien.

Autor: Dagmar Erhardt

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