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Die kickerCrowd bringt Bälle und Torpfosten nach Kenia

12. Dezember 2016

Seit wenigen Wochen gibt es die kickerCrowd. Und gleich das erste erfolgreiche Projekt ist ein ganz besonderes: Zwei frischgebackene Abiturienten, die die Zeit zwischen Schule und Studium nutzen, um sich in Kenia sozial zu engagieren, bringen mit Hilfe der kickerCrowd Bälle und Torpfosten nach Ostafrika.

Felix Mehring (19) und Jonas Kruse (18), die gerade ein Freiwilligenjahr als Lehrer an einer Schule in Kenia verbringen, entspannen gerade am Lake Baringo, einem Süßwassersee im ostafrikanischen Graben, als sie die Zeit finden, dem kickerCrowd-Team ein paar Fragen zu beantworten. Zusammen haben sie auf kicker-crowd.de das Projekt Freiwilligenfußball für Kenia ins Leben gerufen, um die mangelhafte Ausstattung an Sportgeräten in „ihrer“ Schule zu verbessern. 1500 Euro wollten Mehring und Kruse ursprünglich sammeln, letztlich kam fast der doppelte Betrag zusammen – mit dabei waren auch 250 Euro Starthilfe, die die ersten 25 Projekte auf der kickerCrowd erhalten.

Mittels der vom Bund unterstützten „weltwärts“-Förderung wurden die beiden über die Organisation „ICJA Freiwilligenaustausch weltweit e.V.“ in die kleine Stadt Migori im Südwesten des Landes entsandt. Felix unterrichtet dort Englisch, Mathe und Sport, Jonas neben Sport noch Deutsch und Erdkunde. „Wir kommen morgens um 8:00 Uhr in die Schule und bleiben dort bis in den späten Nachmittag. Im Schnitt haben wir drei bis vier Stunden Unterricht pro Tag und dazu eine Stunde Games-Time nach der Schulzeit mit Sport und Spiel“, erzählt das Duo, das sich bei einem Vorbereitungsseminar auf den Einsatz kennengelernt hat.

Kaum vorstellbare Zustände

Probleme gibt es an der Schule und der ländlich geprägten Gegend viele, „besonders gravierend“, schrieben die beiden in der Beschreibung ihres kickerCrowd-Projekts, sieht es aber „in Bezug auf Sportmaterial“ aus. „So gibt es zum Beispiel an unserer Schule drei kaputte Bälle für 250 Schüler. Zusätzlich gibt es keinen Sportlehrer und somit sitzen die Kinder die meiste Zeit in den Klassenräumen.“ Dort herrschen Zustände, wie sie sich ein Westeuropäer nur schwer vorstellen kann. Weil viele Kinder mit ihren Eltern nur eine der 44 in Kenia verbreiteten Stammessprachen sprechen, existieren „riesige Sprachbarrieren“, wie Felix und Jonas berichten. „Kiswahili, die zusammen mit Englisch eigentliche Amtssprache ist, wird etwas vernachlässigt und Englisch kommt dann viel zu kurz.“

Erschwert wird das Lernen auch durch den Mangel an Unterrichtsmaterialien. „Drei Kinder teilen sich manchmal einen Stift oder vier Schüler ein Buch. Ein Großteil der Schulmaterialien muss von den Eltern finanziert werden, denen dafür allerdings das Geld fehlt. Viele Eltern arbeiten nur dafür, ihren Kindern eine gute Bildung und Ausstattung zu ermöglichen.“ Aber, und auch das ist laut Felix und Jonas Usus in Kenia, neben Bildung warten auf die Kinder in der Schule oft Schläge. Viele Kinder, sagt das Duo, seien deswegen sehr zurückhaltend. „Dadurch kommt es im Unterricht zu keinem ertragreichen Austausch.“

Geld für Fußbälle, Torpfosten und Tornetze

Alle Probleme werden die deutschen Junglehrer für ihre Schützlinge, die abends nach der Schule zu Hause oft noch im Haushalt arbeiten müssen, nicht lösen können, den Spaß am Fußball aber wollen die beiden dort lassen, wenn sie irgendwann wieder die Reise in die Heimat antreten. Von dem Geld, das mit ihrem Crowdfunding-Projekt zusammenkam, wollen die Abiturienten jetzt „Fußbälle, Torpfosten und Tornetze, sowie Trainingsmaterial und Trikots finanzieren“. Sollte Geld übrigbleiben, wollen sie auch andere Sportarten an der Schule unterstützen.

Das kickerCrowd-Team zieht den Hut vor Felix und Jonas und wünscht den beiden und ihren Schülern alles Gute und viel Glück.

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