• Neue Sportförderung: fairplaid startet sportfairliebt-Fördertopf

    In eigener Sache

    Vier Jahre ist fairplaid, die größte Crowdfunding-Plattform für den Sport, nun alt. In dieser Zeit flossen bereits über 3 Millionen Euro von über 25.000 Unterstützern an über 500 Projekte aus über 100 Sportarten. Nun sollen fairplaid-Projekte mit dem #sportfairliebt-Fördertopf noch erfolgreicher werden.

    Der Fördertopf fördert demokratisch

    Anders als bei der Sportförderung durch Sponsoring oder durch den Bund und Kommunen entscheiden beim sportfairliebt-Fördertopf weder große Konzerne noch Ämter oder Richtlinien, wohin das Geld des Fördertopfes fließt.

    Es zählt einzig und alleine das Engagement des Projektstarters, der über seine fairplaid-Kampagne Unterstützer für seinen Sport und sein Projekt gewinnt. Hat er dies geschafft, wird er mit einem Zuschuss des sportfairliebt-Fördertopfes belohnt. Dabei ist es unerheblich, aus welcher Sportart, welcher Liga, welchem Ort oder von welchem Geschlecht das Projekt kommt.

     

     

    Bereits bei einer Unterstützung von mindestens 10€ wird das Projekt automatisch mit dem fixen Betrag von 10€ bezuschusst.  Das Geld wird automatisch dem Projekt gutgeschrieben und hilft dem Projekt, sein Ziel schneller zu erreichen.

    Denn wie beim Crowdfunding üblich wird das Projekt nur ausbezahlt, wenn es zu 100% oder mehr finanziert wurde und damit sicher ist, dass dieses umgesetzt werden kann. Andernfalls erhalten alle Unterstützer – und damit auch der Fördertopf – ihr Geld wieder zurück.

    Um zu vermeiden, dass die Projektstarter selbst viele Einzelunterstützungen durchführen ist der Zuschuss personenbezogen und wird nur einmal pro Unterstützer pro Projekt gewährt. Damit soll der Anreiz für den Sportler oder Verein geschaffen werden, für seinen Sport und seine Arbeit mehr Werbung zu betreiben und damit nicht nur die eigene Vereins- oder Athletenkasse zu füllen – sondern gleichzeitig die eigene Bekanntheit und die der dazugehörigen Sportart zu steigern.

    Wie dies am besten geht, erfahren die Projektstarter im kostenfreien Online-Seminar, welches schon anderen Sportlern geholfen hat, ihre Fans als Unterstützer zu gewinnen.

     

     

    Prominente Sportler unterstützen den Fördertopf

    Viele Sportler unterstützen die neue Sportförderung von fairplaid mit Postings auf ihren Social Media Kanälen, darunter Nele Schenker, Sport 1-Moderatorin, Moritz Fürste, Hockey-Nationalspieler, Max Hartung, Athletensprecher der Athletenkommission. Alle Posts werden auf sportfairliebt.fairplaid.org gesammelt und veröffentlicht. Mitmachen können aber nicht nur prominente Sportler und Vereine. Jeder kann unterstützen und die Kunde vom Fördertopf verbreiten. Um veröffentlicht zu werden muss lediglich der Hashtag #sportfairliebt verwendet werden.

    Weitere Partner bereits in Aussicht

    Der Fördertopf startet mit 2.000€ und wird jeden Monat neu auf diese Summe aufgefüllt. Weitere Partner für den #sportfairliebt-Fördertopf sind bereits in Aussicht. In dem Fall steigt die monatliche Summe an.

  • So kannst du dein Crowdfunding auf Twitter, Facebook & Co. pushen

    Über den Autor:
    Chris Höb ist Journalist, seine Ausbildung hat er an der Deutschen Journalistenschule in München gemacht. Jetzt lebt er in Berlin. Er war unter anderem bei der Süddeutschen Zeitung und beim Bayerischen Rundfunk. Was er jetzt beruflich so macht, siehst du auf seinem Torial-Profil.
    Bei seinem Crowdfunding ging es um einen Internet-Radio-Livestream für Football-Spiele der Berlin Adler. Dafür waren 3000 Euro notwendig. Ihr könnt ihm auf Twitter und Instagram folgen und ihn kontaktieren. Sein Nutzername ist @ChrisHoeb. Sein Torial Profil ist: https://www.torial.com/christian.hoeb

    3000 Euro – diese Summe sollte für einen Internet-Radio-Livestream zusammenkommen. Und es hat geklappt! Wie du deine Follower auf Twitter, Facebook & Co. neugierig machst und für dein Projekt begeisterst? Das zeigt Chris Höb beispielhaft anhand seiner besten Crowdfunding-Tweets.
    Am Anfang war die Idee: Die Leute neugierig und heiß machen… und dabei noch nicht allzu konkret werden.

    Als die Projektseite auf fairplaid.org online ging, haben wir natürlich auch den offiziellen Account des Vereins genutzt – und ich habe es retweetet/geteilt und gelikt. Das habe ich auch während des ganzen Projekts durchgezogen. Alles retweeten/teilen und liken, was mit dem Crowdfunding zu tun hat.


    Eine Möglichkeit ist immer, bestimmte Erfolge zu bewerben. So wie hier das Knacken der 500€-Marke.


    Was auch hilft: Deine Follower reizen, bei etwas ganz Konkretem zu helfen, wie zum Beispiel dem nächsten Etappenziel.


    Auf die Tage hinweisen, die noch für das Crowdfunding bleiben, ist eine weitere Option:

    Alle Accounts nutzen, die einem zur Verfügung stehen: Natürlich habe ich alles über meinen privaten Twitter-Account rausgehauen und über den der Berlin Adler. Aber ich habe auch @NFLshow genutzt – einfach, um möglichst viele Football-Fans zu erreichen. Dabei durfte auch der Hinweis auf #ranNFL- und NFLshow-Experte Roman Motzkus nicht fehlen. Der erreicht nämlich über seinen Retweet/Share auch nochmal zusätzliche Leute.


    Ein weiterer Tipp von mir: Verallgemeinern, um die Zielgruppe zu erweitern. In diesem Fall heißt das: Nicht nur die Berlin-Adler-Fans gezielt ansprechen, sondern Football-Fans generell und den deutschen Football ins Spiel bringen.


    Wenn ein User dein Projekt promotet – dann auf jeden Fall retweeten/teilen und liken!


    Eine Variante für den Fortschritt des Projekts: Nicht die Summe in Euro, sondern Prozente angeben.


    Denke dir eine besondere Prämie aus und tease darauf. Tipp: Nicht über alle Accounts den gleichen Text/die gleichen Bilder raushauen.

    Wir haben die angekündigte Prämie dann natürlich auch umgesetzt. 😉

    Generell gilt: Sprich gezielt Follower an, die du kennst und bitte sie um Hilfe. Hier ein Beispiel, bei dem Max auch die Deutsche Journalistenschule ins Spiel gebracht (auch ich habe dort meine Ausbildung gemacht) hat. Dadurch wurde wieder eine andere Zielgruppe angesprochen – in diesem Fall Journalisten.


    Trau dich! Poste auch mal ein Video.


    Immer gut: Gezielter Hinweis auf die Prämien, die es beim Crowdfunding gibt. In diesem Fall habe ich konkret die Berlin-Adler-Fans angesprochen (in Kombination mit der nächsten Marke, die geknackt werden soll).

    Hier habe ich den Tweet etwas allgemeiner formuliert und es vermieden, die Leute aufzurufen, uns zu helfen.


    Du kannst auch die Anzahl der Menschen, die dich bisher unterstützt haben, erwähnen. Diese Option bietet sich an, wenn du bereits ein paar Supporter vorweisen kannst.


    Nutze die Möglichkeiten von Social Media und die Zeichen, die es gibt!

    Beim eigenen Projekt darf man ruhig überzeugt auftreten. Stichwort „geiles Projekt“. Wenn du nicht davon überzeugt bist, wer dann?

    Think outside the box: Wer hat noch etwas von deinem Projekt? In unserem Fall haben wir auch gezielt die Fans der anderen GFL-Teams angesprochen und diese Mannschaften gebeten, auf ihren Kanälen auf unseren Livestream hinzuweisen.


    Verrückt sein! Hier habe ich einen Snapchat-Filter benutzt und das Video auch auf Twitter hochgeladen.

    Nutze das Vokabular deiner Sportart. Hier habe ich ganz gezielt Begriffe aus dem American Football verwendet, um zu beschreiben, wo wir mit dem Projekt stehen.

    Und dann war es soweit:

  • 8.363€ in 2 Tagen: 5 Tipps für ein erfolgreiches Sport-Crowdfunding von Sebastian Mahr

    Endlich den Schritt wagen zum Profi, das hat er sich immer gewünscht. Dafür wollte er das ultimative Rennen mitmachen: Den Ironman Hawaii. Mit Hilfe von Crowdfunding ist sein Wunsch wahr geworden. 8.363€ sammelte er mit seinem fairplaid-Projekt innerhalb von nur 2 Tagen. Grund genug, ihn zu besuchen und zu interviewen.

    In unserem facebook-Live erzählt er, wie es dazu kam:

    Hier hat er seine 5 wichtigsten Tipps zusammengefasst:

    Tipp 1: Am Online-Seminar teilnehmen

    Jeden Mittwoch abend um 18.30 Uhr veranstalten wir bei fairplaid ein frei zugängliches Online-Seminar, in dem ihr genau erfahrt, wie andere ihr Crowdfunding-Projekt erfolgreich gestaltet haben. Sebastian erzählte uns mehrfach „ich habe einfach nur gemacht, was ihr mir gesagt habt.“ Anmelden dafür könnt ihr euch hier.

    Tipp 2: Liste erstellen mit potentiellen „Helfern“

    „Wen kenn ich? Wer kann mir helfen? Wer kann Multiplikator sein und mein Projekt verbreiten?“ Macht euch eine Liste, egal ob auf Papier oder mit Excel. Sebastian erzählt im Video, dass er überrascht war, wie viele Menschen dann auftauchten, von denen er gar nicht mehr wusste, dass sie existieren oder die er „wiedergefunden“ hat.

    Tipp 3: Die Menschen im Vorfeld fragen, was sie haben wollen

    Nachdem Sebastian einige Freunde fragte, was sie denn haben wollen würden, kamen die wildesten Ideen zurück. Vom Bier aus Hawaii bis hin zu den Radmänteln vom  Rennen. Vier bis fünf neue Prämien kamen so zustande, die auch als Erstes ausverkauft waren.

    Tipp 4: Überlegt euch, wie ihr die Leute „mitnehmen“ könnt

    Um die Unterstützungen greifbar zu machen, bastelte Sebastian eine Art Spendentafel, deren aktuellen Stand er immer wieder auf facebook postete. Die Unterstützer kommen zudem mit einem Transparent mit nach Hawaii und sind somit „symbolisch dabei“.

    Tipp 5: Traut euch!

    Es waren für Sebastian zwei anstrengende aber bereichernde Wochen. „Ich hätte nie gedacht, dass es klappt.“ Also macht es!

  • So gewinnst du als Athlet und Sportverein schnell mehr Fans auf Facebook

    Facebook hat eine Funktion, die nicht jeder kennt, die du aber sehr gut nutzen kannst, um für deine Athleten- oder Vereins-Page auf Facebook neue Fans zu gewinnen: die „Facebook-Invite“-Funktion.

    So funktioniert Facebook Invite

    Mit Facebook Invite lädst du Menschen dazu ein, deine Seite zu liken. Und zwar Menschen, mit denen du nicht befreundest bist. Voraussetzung: Diese Person hat einen deiner Beiträge geliked. Und so findest du heraus, ob jemand einen Beitrag geliked hat, aber kein Fan deiner Seite ist:

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    Um mehr Menschen dazu einladen zu können, deine Seite zu liken, musste du im ersten Schritt also sie dazu bekommen, einen Beitrag zu liken. Das sind Möglichkeiten:

    Veröffentliche Gruppenbilder und verlinke alle Personen auf dem Bild

    Durch die Markierung wird das Bild auch an die Freunde der verlinkten Personen ausgespielt, die nun wahrscheinlicher das Bild mit „Gefällt mir“ markieren. Sobald sie dies tun, kannst du die Freunde dazu einladen, auch die Seite mit „Gefällt mir“ zu markieren (siehe oben).

    Führe regelmäßig Facebook-Gewinnspiele und Contests mit der Like-Funktion durch

    Es ist kein Geheimnis, dass die Menschen häufig bei Gewinnspielen mitmachen und je niedriger die Schwelle, desto besser. Ein Like-Button ist schnell gedrückt und schaden tut dies niemandem. Man kann fast nur gewinnen.

    Du kannst z.B. in Zusammenarbeit mit befreundeten Unternehmen, Sponsoren oder sogar mit neuen Unternehmen Gewinnspiele ausloben, nach dem Motto „Für alle, die diesen Beitrag liken, verlosen wir eine Stunde Training, ein gemeinsames Essen für zwei, einen Gutschein in Höhe von 50€, ein kostenloses Reifenwechseln.“

    Euer Sponsor bekommt Aufmerksamkeit, eure facebook-Seite auch (es hat sich sogar gelohnt euch zu folgen, sonst hätte man von diesem und zukünftigen Gewinnspielen gar nicht erst erfahren) und ihr habt nun wieder die Möglichkeit, viele Menschen dazu einzuladen, eure Seite zu liken.

    Es muss aber nicht immer ein Gewinnspiel sein. Es kann auch der „Spieler des Monats“ oder das „Tor/Korb des Monats“ zur Wahl stehen. Unter den Leuten, die mitmachen, wird eine Thekenflatrate verlost. So habt ihr neue Likes und zusätzlich  noch ein, zwei weitere Personen beim Heimwettkampf.

    Teilnahmebedingungen nicht vergessen!

    Poste Beiträge, die viele Menschen ansprechen

    Die Menschen liken die Beiträge, die ihnen gefallen. Also musst du herausfinden, was den Menschen gefällt (P.S. das muss nicht immer das sein, was dir gefällt! Finde heraus, was deine Community sehen will, dann liken sie auch.) Im Sport bewahren sich häufig z.B. Motivationssprüche, lustige Anekdoten und Geschichten aus dem Vereinsleben oder auch Hintergrundstories von Spielern und Spielen.

  • So viel Geld kannst du mit deiner Crowdfunding-Kampagne einwerben

    Lieber ein großes Projekt, oder mehrere Kleine? Wie viel Geld kann ich als Athlet/ Verein mit fairplaid-Crowdfunding einsammeln? Ist es als Einzelathlet überhaupt möglich, Crowdfunding zu betreiben? Ist meine Crowd zu klein? Ist ein 100.000€ Projekt überhaupt realistisch?

    Diese Fragen hören wir häufig. Dieser Artikel soll dir helfen, genau dies einzuschätzen. Da sich vor allem Athleten und Sportvereine mit großen Summen schwer tun, gehen wir von größeren Projekten im fünf- bis sechsstelligen Bereich aus.

    Alles ist möglich, wenn…

    Grundsätzlich gab es auf fairplaid bisher Crowdfunding-Kampagnen von 250€ (Ringer aus Weiden) bis 565.000€ (1.Eishockey-Bundesliga Hamburg Freezers). Und ja, auch kleinere Oberliga-Clubs haben bei uns schon sechsstellige Summen über ein fairplaid-Projekt möglich gemacht, auch Einzelathleten fünfstellige Summen erreichen können. Sprich: Alles ist möglich.

    Damit aber alles möglich ist, bedarf es einer entsprechenden Vorbereitung. Je mehr Geld eingeworben werden soll, desto besser muss das Projekt vorbereitet und durchgeführt werden. Und so kannst du den Aufwand einschätzen.

    Wie groß muss die Crowd für welche Summe sein?

    Beim fairplaid-Crowdfunding geht es darum, dass viele Menschen gemeinsam ein Projekt stemmen, anstatt nur eine Organisation oder ein Unternehmen.

    Dies bedeutet: Die Hürde, Sponsoren/Unterstützer zu finden ist viel geringer, weil jeder ab 1€ mitmachen kann. Dafür ist es notwendig, statt nur Einem, Viele zu erreichen. Ohne Crowd kein Crowdfunding.

    Wie viele Unterstützer notwendig sind ist einfache Mathematik. Im Schnitt unterstützen die Menschen mit 60-80€, das sagen unsere Daten. Gehen wir vorsichtshalber von weniger aus, dann reden wir von 50€ pro Projekt-Unterstützer.

    Je höher die Summe, desto höher werden im Normalfall die gegebenen Durchschnittssummen. Bei 100.000€ liegen diese bereits bei um die 80€. Dies seht ihr an den folgenden Beispielen.

    Um die 5000€

    Dies bedeutet nach unserer Rechnung:
    5000€ (benötigte Summe) : 50€ (Unterstützersumme im Schnitt) = 100 Unterstützer

    Charles Franzke zeigt mit seinem Projekt dies auch in der Realität. Er finanziert seinen Weg zur WM über fairplaid-Crowdfunding (Hier geht es zu seiner Projektseite).

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    Auch das Floorball-Nationalteam machte mit 88 Unterstützern eine Summe von 5.727,50€ möglich (hier geht es zur Projektseite).

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    Um die 50.000€

    Wer bis zu 50.000€ einwerben möchte, sollte mit entsprechend 1000 Unterstützern rechnen.

    50.000€ notwendige Summe  : 50€ im Schnitt = 1000 Untersützer

    Unser Beispiel zeigt jedoch, dass 50€ nicht immer die Durchschnittssumme sein muss. 330 Unterstützer ermöglichten mit 43.651€ die Lizenz für die zweite Bundesliga der Nürnberg Falcons. Die Durchschnittssumme lag hier bereits bei 132€ (hier geht es zur Projektseite).

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    Um die 100.000€

    In unserer Rechnung:
    100.000€ (benötigte Summe) : 50€(gegebene Summe im Schnitt) = 2000 Unterstützer.

    Bad Nauheim hat aber bereits für knapp dieselbe Summe nur 973 Unterstützer benötigt. Die Durchhschnittssumme lag bei 88€ pro Unterstützer (hier geht es zur Projektseite).

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    Die Icefighters Leipzig liegen schon eher in diesem Bereich. 163.725€ und 2303 Unterstützer, macht eine Durchschnittssumme von 71,10€ (hier geht es zur Projektseite).

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    Um die 500.000€

    In unserer Rechnung werden bei 500.000€ bereits 10.000 Unterstützer benötigt:
    500.000€ notwendige Summe: 50€ Summe im Schnitt = 10.000 Unterstützer

    Die bisher erfolgreichste fairplaid-Kampagne lieferte Freezers-Fan Frederik Gutzeit in Zusammenarbeit mit Christoph Schubert, dem Kapitän der Hamburg Freezers, sowie Moritz Fürste.  In 5 Tagen kamen von 3450 Unterstützern eine Summe von 567.512€ zusammen. Durchschnittlich hat hier jeder Unterstützer 164,50€ in die Wagschale geworfen, also die Dreifache Summe (hier geht es zum Projekt).
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    Wie erreiche ich eine hohe Durchschnitts-Summe?

    Je höher die im Durchschnitt gegebene Summe ist, desto weniger Unterstützer werden am Ende benötigt. Hierzu möchte ich noch erwähnen, dass viele Unterstützer nicht schlecht sind. Im Gegenteil: Je mehr Menschen sich finanziell beteiligen, desto mehr Interesse besteht danach an dem Projekt selbst und seinem Fortlauf.

    Vor allem aber bei Projekten mit hohem Finanzierungsziel sollten Durchschnitts-Summen von 100€ angestrebt werden.

    Besonders Attraktive Prämien im höheren Preissegment

    Bei den Hamburg Freezers kam dies vor allem deshalb zustande, da das Retter-Trikot, die attraktivste Prämie für die Supporter 150€ kostete und von den meisten Supportern gekauft wurde. Es besteht also die Möglichkeit, die Menschen mit besonders attraktiven Prämein im gewünschten Durchschnitts-Niveau dazu zu motivieren, mehr zu geben, als sie ursprünglich geplant hatten. Vor allem bei größeren Projekten sollten viele kleinteilige Prämien deshalb vermieden werden, um damit die Menschen gar nicht erst auf die Idee zu bringen, weniger könnte auch reichen. Stattdessen im Preisniveau von 100€ mehrere besonders attraktive Prämien einstellen kann helfen.

    Durchschnitts-Niveau in Kommunikation einbetten und häufig wiederholen

    Bereits in der Kommunikation könnt ihr die durchschnittliche Summe, die ihr anstrebt und bei der ihr die attraktivsten Prämien platziert habt, den Menschen im Gehirn einpflanzen. Hierzu sollte diese in den Texten (z.B. bei E-Mail-Ansprachen oder facebook-Posts) untergebracht werden und mehrfach wiederholt werden. Hier ein paar Beispiele.

    „Nur 1000 Menschen mit 100€, und schon wird unser Stadion Realtiät.“
    „Die ersten 100 von 1000 mit jeweils 100€ sind bereits dabei.“
    „Für 100€ kannst du dir Prämie XY sichern. Eine einmalige Chance.“

    Wie finde ich meine Crowd?

    Eine Crowd zu haben reicht alleine nicht. Man muss sie auch erreichen können.

    Strategisch Kontaktdaten sammeln

    Viele Vereine sagen uns, dass sie ja meine Mitgliederliste, passt also. Aber: Viele der Menschen, die als Geldgeber in Frage kommen, können nicht erreicht werden. Eltern zum Beispiel, deren Kinder zwar Mitglied sind, sie selbst aber nicht. Hier müsste bei einer Kampagne der Umweg um den Trainer oder sogar den Spieler selbst gegangen werden. Zu viele Ecken und an jeder Ecke kann jemand hängen bleiben.

    Auch nicht jeder, der ab und an in die Halle zu einem Heimspiel kommt, hat irgendwo mal seine E-Mail-Adresse hinterlassen oder auf den Gefällt-mir-Button auf facebook geklickt. Nichtsdestotrotz sind diese potentielle Geldgeber und müssen persönlich angesprochen werden können.

    Deswegen ist Schritt 1 eine Excel-Liste zu starten und dort ab jetzt strategisch E-Mail-Adressen und Kontaktdaten einzutragen oder nachzutragen, beispielswiese von Eltern oder auch von der Personengruppe, die am wahrscheinlichsten an einer Crowdfunding-Kampagne als Unterstützer teilnehmen: ehemalige Spieler des Vereins. Diese sind aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit meist nicht mehr aktiv und haben keine Zeit mehr, dafür mehr Geld. Hier ein Beispiel, wie eine solche Liste aussehen kann.

    Online-Community ausbauen

    Wie bei den E-Mails ist auch nicht jeder Freund und Freundesfreund gleich ein Facebook-Fan oder Instagram Follower. Die Community kann mit einigen einfachen Mitteln aufgebaut werden.

    Facebook Einladungs-Funktion nutzen

    Wer einen Beitrag deiner Vereins-Facebookseite liked und nicht Fan von deiner Seite ist, kann von dir eingeladen werden, Fan zu werden. Zumindest 10% der Menschen, die eingeladen werden, klicken danach den Gefällt-mir-Button. Wie du diese Funktion richtig nutzen kannst, erfährst du in diesem Artikel.

    Instagram Like-Funktion nutzen

    Damit Freunde von Spielern auf deine Instagram aufmerksam werden, kann die Like-Funktion genutzt werden. Einfach auf die Abonnenten von Spielern klicken und einige Bilder von Freunden mit einem Herz markieren. Die Abonnenten erhalten dann eine Nachricht, dass das Bild von dieser Seite geliked wurde und werden neugierig. Sie besuchen zumindest die Seite und klicken bei gefallen auf „Folgen“.

    Ein Projekt oder mehrere Projekte?

    Du kannst nur ein bis zwei Kampagnen im Jahr machen, wenn dieselben Menschen angesprochen werden. Für die Crowd erscheint dies sonst so, als hättet ihr keinen Plan gehabt und etwas „vergessen“, was ihr jetzt nachziehen müsst.

    Zudem hast du Aufwand, gleich wie groß die Kampagne ist. Ein fairplaid-Projekt muss vorbereitet werden. Erst wird eine Projekt-Idee bestimmt, dann die Projektseite gestaltet und die Verbreitung vorbereitet. Dies muss passieren, gleich ob viel oder wenig gesammelt wird. Da man sowieso schon Aufwand hat, lohnt sich dieser umso mehr, je mehr Geld im Nachhinein dabei herauskommt. Lieber also einmal Zeiteinsatz und das Größtmögliche dabei herausholen, als diesen Zeiteinsatz alle drei Monate zu haben.

    Anders verhält sich es, wenn Abteilungen innerhalb eines Vereins ein fairplaid-Projekt starten. Hier werden bei jeder Kampagne verschiedene Personengruppen angesprochen, dementsprechend können hier sogar zwei fairplaid-Projekte parallel laufen.

  • Der einzige Grund, wieso dein Team keine Zuschauer hat

    In meinem Bekanntenkreis befinden sich viele Sportler, von Basketball bis Football bis Turnen.

    Eigentlich müsste ich jedes Wochenende massive Entscheidungsprobleme haben, zu welchem Heimspiel ich gehe, denn sicherlich hat eine/r davon am Wochenende ein Heimspiel/Turnier/Wettkampf.

    Habe ich aber nicht.

    Und genau das ist der Grund, wieso viele Sportarten und Teams keine Zuschauer haben und die Halle nicht vor  Zuschauerzahlen aus allen Nähten platzen:

    Es wird schlichtweg niemand eingeladen zu kommen.

    Ich gebe zu, ich habe keine Studie, die meine Aussage stützt und gebe hier rein meine Erfahrungen wieder als Spielerin und als ehemalige Abteilungsleiterin.

    An einem Samstag beispielsweise arbeitete ich im Büro nur 10 Gehminuten von der Halle entfernt. Am Tag darauf erfuhr ich über Bilder auf facebook, dass dort ein Heimspiel stattfand – meines eigenen Vereins. Hätte ich es gewusst, ich wäre auf jeden Fall hingegangen. Ich wusste es aber nicht, die Information hatte mich nicht erreicht.

    Wir haben also auf der einen Seite Vereine, die gerne Zuschauer hätten und auf der anderen Seite Menschen, die gerne zuschauen. Fehlt nur noch die Verknüpfung. Diese nennt sich im Eventmanagement „Einladungsmanagement“. Aus dem Rückblick als Abteilungsleiterin und Spielerin habe ich folgende Punkte ausgemacht, mit denen ihr mehr Zuschauer erhaltet:

    60% der Zeit damit verbringen, Menschen auf das Heimspiel aufmerksam zu machen

    Gerade war ich auf dem Stuttgarter Medienkongress. Dort erzählte eine Journalistin, die für den WDR einen Youtube-Account aufbaute, wie ein Video mit einem Superstar 5.000 Views auf Youtube hatte. 5.000 Views. Auf Youtube. Ein Video mit einem Teenie-Superstar. Die ganze Arbeit (Termin mit Superstar koordinieren, Interview vorbereiten, Zeit für Interview, Schneiden des Interviews etc.) hatte sich so nicht gelohnt. Also setzte sie sich hin und schrieb sämtliche Fanclubs und weitere Multiplikatoren an, die das Interview daraufhin teilten. Am Ende hatte das Video 366.000 (!) Views auf Youtube.

    Ihre Erkenntnis: Ein Youtube Video wird nicht von allein ein Knaller. Man muss seine Zuschauer aktiv suchen, Verbreitung ist das WICHTIGSTE. Wichtiger als das Video selbst.

    40% der Zeit verwendet sie seitdem, um Videos zu produzieren, 60% der Zeit verbringt sie damit, das Video zu verbreiten und Zuschauer auf die Videos aufmerksam zu machen.

    Zu gleichem Ergebnis kommt der Unternehmensblog „Groove“, der mittlerweile über 50.000 Leser hat. Sie verwenden 50% der Zeit damit, Artikel zu schreiben und 50% der Zeit damit, diesen an Blogger, Zeitungen und an Menschen zu senden, die dieser interessieren könnte.

    Als ich Abteilungsleiterin war, haben wir genau dies nicht getan. Im Rückblick haben wir alles gemacht, AUSSER uns darum zu kümmern, dass Leute in die Halle kommen.

    • Wir haben uns stundenlang über unsere Webseite Gedanken gemacht, die nur wenige hundert Besucher im Monat hatte
    • Wir haben hochkarätige Fotos der Mannschaften von Fotografen schießen lassen, die nur selten zum Einsatz kamen,
      Wir haben uns stundenlang über die Höhe des Eintrittspreises Gedanken gemacht
    • Wir haben Roll-Ups produziert und jedes Mal aufgestellt
    • Wir haben den Kuchenverkauf jedes Mal aufwendig organisiert
    • Wir haben  jedes Mal ein „Stadionblättle“ gemacht, was uns Stunden gekostet hat zu erstellen, zu schreiben, zu drucken und danach in der ganzen Halle wieder einzusammeln und als Abfall wegzuschmeißen.
    • Wir haben frische Pommes angeboten, weil wir dachten, dass wenn die Leute kommen und gutes Essen haben, sie dann wahrscheinlicher wieder kommen werden.

    Blöd nur, dass diese, um in den Genuss dieser ganzen Dinge zu kommen, eben halt auch mindestens einmal kommen müssten.

    Im Verhältnis zu den Stunden, die wir mit den oben genannten Tätigkeiten verbracht haben, haben wir den Schritt „Zuschauer auf Spiel aufmerksam machen“ vorsichtshalber mit so wenig Zeit wie möglich bemessen. Unser Einladungsmanagement bestand meist aus „einer macht in 5 Minuten eine Facebook-Veranstaltung und lädt dann so passiv wie möglich seine facebook-Freunde per Mausklick ein.“

    Zeit für Spieltagsorganisation anders planen

    Wir müssen also unsere Zeit gegebenenfalls anders planen. Wer mehr Zeit investieren möchte, um mehr Zuschauer in die Halle zu bekommen, muss diese woanders kürzen. Auch wenn es weh tut.

    Deswegen gilt es, den Heimspieltag oder auch die Spieltagsorganisation einmal runterzubrechen und dann zu entscheiden: Was ist essentiell, dringend notwendig und kann nicht verändert werden? Und: Was ist ein „nice to have“, bringt aber weder Zuschauer, noch Geld und kann entsprechend gekürzt werden (aufgeschoben heißt ja nicht aufgehoben).

    Ein Beispiel ist sicher das Stadionblatt: Kommen die Menschen in die Halle, weil es ein „Stadionblättle“ gibt? Ich sage: Nein. Wird mit dem Stadionblatt Geld verdient? In den meisten Fällen wohl nicht. Es ist ein „nice to have“. Das Gestalten, Schreiben, Drucken, Auslegen und danach wieder Einsammeln ist eine Zeit, die man einsparen kann.

    Kommen die Menschen wegen der Roll-Ups, oder merken sie gar nicht, dass diese dastehen?

    Wie viel vom Kuchenverkauf/ Essen wird jedes Mal gegessen, was kommt gut an, was nicht? Kann man aufwendiges Kuchen organisieren ggf. eintauschen gegen das Einkaufen von Schokoriegeln beim Supermarkt nebenan? (immer daran denken: Manche Punkte können zu einem späteren Zeitpunkt wieder eingeführt werden, nämlich dann, wenn durch mehr Zuschauer auch mehr Geld in die Kasse gespült wurde oder sich der Aufwand aufgrund der Masse der Zuschauer auch einfach lohnt.)

    In vielen Fällen muss also die Entscheidung getroffen werden: Will ich einen „schönen“ Heimspieltag mit wenig Zuschauern oder will ich einen weniger schönen Heimspieltag mit vielen Zuschauern. Beides wird vor allem bei ehrenamtlich geführten Abteilungen nicht immer möglich sein.

    Family und Friends first, Event later

    Niemand kommt gerne in eine leere Halle. Die Halle oder der Austragungsort muss ein Ort werden, an dem sich Menschen treffen. Mütter und Väter mit anderen Müttern und Vätern. Freunde des einen Spielers mit Freunden des anderen Spielers. Es muss ein Treffpunkt sozialer Kontakte werden.

    Hierbei müssen die Früchte geerntet werden, die am Niedrigsten hängen: Familie und Freunde. Diese kommen, um die Person – den Spieler, die Spielerin – zu unterstützen und nicht wegen des Events selbst oder weil das Spiel „schön anzuschauen“ ist. Ob es einen Kuchenverkauf gibt, oder wie die Stimmung in der Halle ist, ist hier für Familienmitglieder und Freunde erst einmal zweitrangig. Sie wollen die Person supporten, die sie kennen. Um also eine Basisanzahl an Menschen in die Halle zu bekommen, für die das ganze „Außen herum“ nicht so wichtig ist, muss erst einmal dieser Personenkreis regelmäßig in die Halle kommen. Der Multiplikator für eine volle Halle sind zu Beginn also die Spieler selbst. Sie tragen die Neuigkeit an Familie und Freunde weiter, zu denen der Vereinsvorstand keinen Zugang, keinen Kontakt hat.

    Je weiter weg vom Spieler oder Verein die Kontakte sind (Freunde von Freunden oder sogar völlig Fremde), desto wichtiger wird das „Außen herum“, also Qualität des Essens, Stimmung, Musik, ein schönes Spiel etc. Darum müssen wir uns aber erst Gedanken machen, wenn wir eine gewisse Basis an Zuschauern haben. Man muss erst Schritt 1 gehen, bevor man Schritt 2 gehen kann.

    Hierbei ist es wichtig, den Spielern auch zu zeigen, wie sie ihre Freunde am Besten einladen, wenn wir nicht beim Mausklick landen möchten.

    Angst vor Spam nehmen

    Die Spieler müssen vom Trainer im Training motiviert werden, ihre Familienmitglieder und Freunde einzuladen. Diese Vorgehensweise muss also mit den Trainern besprochen werden.

    Jetzt könnte man meinen, das ist selbstverständlich, aber als ehemalige Spielerin und Trainerin kann ich sagen: wir haben das fast nie gemacht. Ich zumindest bin nur dann wirklich aktiv geworden, wenn es wichtige Spiele waren, also bei Aufstiegspiel oder Nicht-Abstiegs-Spiel.
    Dazwischen fühlte es sich wohl einfach nicht wichtig genug an. Vielleicht hatte man als Damenbasketballerin aber auch das Gefühl, dass sich die meisten diesen Sport eher nicht gerne ansehen und man deren Zeit nicht in Anspruch nehmen möchte. Diese Angst muss den Spielern genommen werden.

    Viele haben zudem Angst davor, ihre Freunde zuzuspammen. Auch die Angst davor sollte den Spielern genommen werden. Im Marketing beispielsweise heißt es, dass die Menschen erst dann handeln, wenn sie mit einer Marke mehr als 3 mal in Kontakt gekommen sind. Sprich: Man sieht die Werbung im Fernsehen, dann auf facebook und dann erzählt einem ein Freund von dem Produkt. Erst dann handeln die Menschen: sie kaufen das Produkt.

    Das müssen wir nun auch für unseren Heimspieltag erreichen. Der mögliche Zuschauer sieht es bei facebook, dann fragt einen ein Spieler über Whatsapp und dann erzählt ein Freund, dass er auch hingeht. Erst dann wieder der mögliche Zuschauer überzeugt sein, nun auch hinzugehen und dafür den tollen Film, den er sich gerade bequem auf dem Sofa anschauen wollte, fallen zu lassen.

    Und damit kommen wir schon zum nächsten Punkt.

    Zuschauer persönlich ansprechen

    Eine Veranstaltungseinladung ist KEINE persönliche Einladung. Jeder weiß, dass diese per Mausklick massenweise herausgeschickt wird. Deswegen reagieren auch so wenige Leute darauf. Es ist einfach keine persönliche Einladung, sondern eine Massenmail.

    Wenn ihr Freunde und Familienmitgliedern persönlich einladet und auch ein, zweimal nachhakt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich dann die Zeit nehmen. Auch wird eine persönliche Einladung nicht so sehr als Spam wahrgenommen, wie eine Massennachricht.

    Deswegen den Link zur Veranstaltung nehmen und z.B. den facebook Chat durchgehen und Freunde einzeln und persönlich anschreiben. Es gibt tatsächlich aber auch Menschen (z.B. Eltern, Großeltern), die nicht bei facebook sind. Auch diese Menschen müssen erreicht werden. Die persönliche Einladung muss also auch auf anderen Kanälen gestreut werden.

    Andere Kanäle verwenden

    Die facebook-Veranstaltung ist ein toller Ort. Die Menschen können hierbei öffentlich zusagen und damit anderen zeigen: Ich komme auch. Dies ist vor allem deshalb wichtig, um einen sogenannten „Social Proof“ zu erreichen, der nichts anderes bedeutet, als dass wir Dinge eher tun, wenn sie unsere Freunde oder Bekannte Menschen auch tun.

    ABER: Facebook ist aber auch vor allem eins: ein Medium, dass eben auch wirklich ALLE für ihre Veranstaltung nutzen. Aktuell befinden sich fast 20 Veranstaltungen in meiner facebook-Liste, schließlich sendet eben auch jeder Hintz und Kuntz dort Veranstaltungseinladungen raus, vom Geburtstag, zum Konzert, zur Firmenfeier und eben zu Sport-Events. Da kann eine Einladung schon mal untergehen oder schlichtweg nicht mehr „wahrgenommen“ werden. Zu dem Heimspiel von der Einleitung hatte ich laut meinem Team beispielsweise wohl eine facebook-Einladung erhalten. Bewusst gesehen habe ich sie aber nicht.

    Was wir also brauchen ist Aufmerksamkeit. Wer auffallen möchte, der muss dort seine Information auch an Orten streuen, wo eben nicht so viel los ist.

    Hier bieten sich weitere Tools an, über die ich bereits Artikel verfasst habe, wie beispielsweise Whatsapp (Lies auch hier: Wie du Whatsapp für deinen Verein nutzen kannst) oder auch die E-Mail (Lies auch hier: Vergiss facebook, die E-Mail kommt wieder), das Telefonat oder ganz klassisch das persönliche Gespräch in der Mittagspause oder beim Kaffee.

    Kontakteliste aufbauen und Umkreis erweitern

    Spieler können wechseln oder auch einfach nach anfänglicher Euphorie nach einiger Zeit keine Lust mehr haben. Es wird also wichtig, dass die Abteilung sich im Laufe der Zeit unabhängiger von den Spielern gestaltet.
    Hierzu muss die Abteilung die Kontakte zu den Menschen in dem Umfeld aufbauen und abspeichern, damit die Zuschauer auch erreicht werden können, wenn der Spieler nicht mehr dabei ist oder aktiv ist.

    Deswegen ist es wichtig, Daten zu sammeln. In diesem Fall: Die Zuschauer zu animieren, die facebook/Instagram-Seite mit Gefällt mir zu markieren. Oder sogar indem die E-Mail-Adresse oder Handy-Nummer abgefragt wird.

    Besitzt Euer Verein z.B. eine Liste aller ehemaligen Spieler/innen, die nicht mehr aktiv Mitglied im verein sind, aber immer noch zum Spiel kommen könnten? Von Wettbewerbsvereinen, die wissen wollen, wie es bei euch läuft?

    Wie eine Kontakteliste aussehen kann, seht ihr hier.

    Erstellt einen Zeitplan für jeden Heimspieltag

    Gehen wir davon aus, dass der Heimspieltag am Samstag nachmittag um 17 Uhr stattfindet, dann könnte eine Checkliste so aussehen:

    • Montag: facebook-Veranstaltung erstellen
    • Montag: Trainer daran erinnern, die Spieler zu erinnern, dass diese ihre Familie und Freunde persönlich einladen. Den facebook-Link wird im besten Fall per E-Mail über einen Verteiler an alle Spieler versendet (hierzu ist es notwendig alle E-Mail-Adressen zu haben, deswegen einsammeln!)
    • Montag: Mit gutem Beispiel vorangehen. Vorstand und Trainer sind die ersten, die  mit gutem Beispiel vorangehen
    • Donnerstag: 2. Erinnerung versenden. In die facebook-Veranstaltungen erste Bilder und Updates einstellen, damit die Menschen, die auf interessiert geklickt haben, eine Nachricht erhalten.
    • Samstag morgen: 3. Erinnerung versenden.

    Das habt ihr davon

    Mehr Geld in der Vereinskasse

    Je mehr Menschen kommen, desto mehr Geld wird über Ticketeinnahmen, den Verkauf von Pullis oder T-Shirts vor Ort oder auch schlicht und einfach mit dem Verkauf von Wasser, Bier und Kuchen verdient.  Auch hier gilt wieder: Die Zeit, die man in das Organisieren und Backen von Kuchen steckt sollte sich lohnen. Was bringt es, 10 Kuchen zu backen und am Ende nur die Hälfte zu verkaufen, weil nicht genug Menschen das Angebot in Anspruch nehmen?

    Die Zeit, um die Halle aufzubauen und herzurichten ist immer gleich lang, egal wie viele Menschen kommen. Den Aufwand hat man also sowieso. Ein fixer „Kostenblock“, der umso mehr Gewinn in die Kassen spült, je mehr Menschen kommen. Es lohnt sich einfach, sich die Mühe zu machen.

    Mehr Chancen beim Crowdfunding und Sponsoring

    Je größer die Community wird, desto einfacher wird es, über die Community Kapital zu erhalten, z.B. über eine Crowdfunding-Kampagne oder indirekt über Sponsoren, die wiederum eine große Community erreichen wollen.

    Die Spieler sind motivierter

    Es ist einfach etwas anderes, vor voller Halle zu spielen, als vor einer leeren Halle.

    Was sind eure Tipps?

     

  • Mit Sport-Crowdfunding zu 165.000€ in 12 Tagen: Interview mit Sven Gerike (Icefighters Leipzig)

    Mitte Juni rief uns Sven im Büro an. Um ihre Spielstätte zu erhalten und den Zeltbauer abzugelten, benötigen die Icefighters Leipzig rund 150.000€ und zwar eher schnell. Als ich fragte: „Was heißt schnell?“ antwortete er: „Bis Ende Juni.“

    Niemals wird das was, dachten wir uns. Eine Kampagne so schnell auf die Beine zu ziehen bei so einer Summe, eine schwere Geburt. Bei dem Riesen-Projekt der Hamburg Freezers war das eine Sache. Der Club stand nach dem kurzfristigen Absage seines Hauptsponsors vor dem Aus, war als 1.Liga-Club aber höcht professionell aufgestellt, hatte allein bei den Heimspielen um die 14.000 Zuschauer in der Halle, eine riesige Fanbase und einen Namen, den man in ganz Deutschland kannte. Zudem ging es bei den Hamburg Freezers um Leben und Tod, das Projekt war hochemotional. So kamen in 5 Tagen über 560.000€ zusammen.

    Die Icefighters Leipzig dagegen sind ein Oberliga-Club mit lokaler Fanbase, zumindest wir hatten noch nie von ihnen gehört. Zusammen konzipierten wir eine Kampagne und am Ende belehrten uns die Icefighters Leipzig eines Besseren. 165.000€ kamen in 12 Tagen zusammen, von knapp 2.300 Unterstützern. Das hatte noch keiner mit diesen Voraussetzungen vor ihnen geschafft. (Lies mehr hier: Infografik zum Projekt der Icefighters Leipzig)

    Deswegen haben wir uns auf den Weg gemacht und Sven in Leipzig besucht. In unserem Interview erzählt er, wie sie die Kampagne schnell aufgebaut und sie die Crowd aktiviert haben.

    00:30 Hintergrund zum Projekt
    01:45 Deswegen für Crowdfunding entschieden
    02:00 Vorbereitung sowie Kampagnenplanung
    05:42 Rolle der Prämien
    07:38 Resonanz auf Prämien
    08:52 Kontakt zu fairplaid
    09:20 Abwicklung Prämien
    09:48 Kommuikation nach Projektende
    10:02 Kommunikation und Bewerbung
    11:20 Rumsprechen + Dinge auf der Straße
    12:15 Laufzeit

  • Der Spielerfrau – der coolste Account seit es Instagram gibt

    Kampfgericht machen, Kuchen backen, Tasche tragen, nach dem Sport die Wäsche waschen und natürlich beim Spiel genauso aufgeregt sein. Der Spielerfrau kann und macht alles. Und veröffentlicht es auch noch auf seinem Instagram-Account. Das sollten wir loben. Eine Hommage an den Instagram-Account Der Spielerfrau. Und so sieht das dann aus. #follow #it

     

    #spiel ist zu Ende. Der #spielerfrau trägt die Tasche nachm #Handball

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    Wer wäscht nach dem #sport? Na klar!

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    #handball-#kontrollzentrum

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    Ich bin dann auch immer so #aufgeregt, wenn es gleich los geht. #handball #teamgeist

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    Natürlich habe ich auch heute Taschen getragen #Handball #sonntag #fleißig

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